Beiträge von *Sascha*

    Ich finde das schon schräg, wenn man von Vermietern erwartet, dass sie unter Marktwert vermieten. Das mögen einzelne aus altruistischen Gründen zwar tun, aber die Regel ist das sicher nicht und fair ist es auch nicht

    Was ist denn daran nicht fair?

    "Fair" bedeutet sich an Richtlinien des Zusammenlebens zu halten und die Rechte anderer zu achten. Wenn diese Regeln und Rechte unbestimmt bleiben bzw. nicht ausgewogen sind und dann jeder nach seinen eigenen Spielregeln lebt und dafür andere (egal ob freiwillig oder gedrängt) stärker belastet werden, dann kann man davon sprechen, dass eine Konstellation nicht fair ist.

    Ich glaube die verschiedenen Mittel und Methoden gehen hier auch ein wenig durcheinander, weil es schnell zu einer Grundsatzdiskussion wird, wenn es darum geht, welche Mittel und Methoden man gegen fremde übergriffige Hunde einsetzen darf.

    Ich bin da ziemlich klar. Wer von einem fremden Hund belästigt wird, der sich aktiv auf ihn zu bewegt, der hat jedes Recht sich mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen. Dabei sollte die Wahl der Mittel stets angemessen bleiben, aber die Angemessenheit der Mittel ist eine Frage der "Bedrohungslage" und die Überlegung einen "angreifenden" Hund dabei nicht schädigen zu wollen nur von sekundärer Bedeutung, was nicht heißt, dass einem das egal ist.

    In dem Beispielfall dieses Threads würde ich tatsächlich auch erstmal das Gespräch suchen und deutlich machen, dass man keinen Kontakt zwischen den Hunden wünscht. Manchmal wundert man sich, was andere Menschen aus dem eigenen Verhalten interpretieren. Sollte das keine Früchte tragen, würde ich wohl blocken, den eigenen Hund hinter mich nehmen und dem fremden Hund mal eine gehörige Dusche aus der Wasserflasche ins Gesicht spritzen.

    OA kann man machen, aber wenn es kein Listenhund ist, dann wird da ohne Beschädigungen eher nichts nachkommen, zumindest noch nichts Offizielles.

    Ich finde das schon schräg, wenn man von Vermietern erwartet, dass sie unter Marktwert vermieten. Das mögen einzelne aus altruistischen Gründen zwar tun, aber die Regel ist das sicher nicht und fair ist es auch nicht. Das ist schon Aufgabe der Allgemeinheit/der öffentlichen Hand hier regulierend einzugreifen und faire Lösungen zu finden, damit die Interessen aller Bürger in einem ausreichenden Maße gewahrt bleiben.

    Nein, dafür würde es einfach reichen, daß sich jeder an die Regel hält "keine Lebensmittel an fremde Tiere" und nicht irgendwelche Leute meinen, sie müßten meinem Hund irgendwas zustecken. Hab ich leider schon oft genug bei Begegnungen erlebt, anderer Hundehalter meint meinem Hund irgendwas zu fressen geben zu müssen, ohne Nachfrage, ohne alles. Sorry, das ist mein Hund, dem gibt nicht irgendjemand einfach inrgendwas.

    Wenn man zur ABWEHR fremder Hunde Futter auf den Boden wirft, dann ist man weit davon entfernt einem fremdem Hund etwas zuzustecken oder diesen proaktiv füttern zu wollen. Es ist eine Notmaßnahme, um sich selbst und den eigenen Hund zu schützen. Dabei wirft man das Futter zur Ablenkung des fremden Hundes auf öffentlichen Boden. Ob der freilaufende Hund dieses Futter dann aufnimmt, das liegt allein in der Verantwortung des Hundehalters. Wer seinen Hund auf öffentlichem Grund frei laufen lässt, der muss ihn auch kontrollieren können. Etwas völlig anderes wäre es, Futter in fremde Gärten zu werfen oder einen Hund gezielt anzulocken und zu füttern.

    Das ist ein Mioritic. Wenn die voll im Fell stehen, dann wirken die kugelrund. Das ist mal wieder eine "Rettung" nach meinem Geschmack ...

    Mit Pummel war nicht die Mina gemeint, sondern die 10-jährige schon vorhandene Hündin….die sah ein bisschen pummelig aus

    Oh, dann habe ich das falsch kombiniert/gelesen. Mich hat die Geschichte rund um Mina einfach sehr geärgert und kein Wort davon, dass man da wohl nun (mal wieder) einen waschechten HSH nach Deutschland geholt hat und in eine liebe Familie vermittelt.

    Und man kann es nur immer und immer wiederholen! Ein Hund ist ein Hund ist ein Hund.

    Und trotzdem gibt es Hunde, die in solchen Situationen gestresst sind - und andere Hunde sind es nicht!

    Richtig, dem widerspreche weder ich noch das Zitat, denn es geht nicht um die Frage, ob ein bestimmter Hund bzw. jeder Hund in bestimmten Situationen gefährlich werden könnte, sondern darum, dass gefährliche Situationen häufig passieren, weil Halter ihre Hunde nicht richtig eingeschätzt haben. Auch ich bin mir sicher, dass Timur in vielen vielen Situationen niemals beißen würde und doch ist er eben ein Hund und ich nicht perfekt und fehlerfrei und DAS sollte man als Hundehalter nie vergessen.

    weil ich der Meinung gewesen wäre, meine Hunde müssten da unbedingt mit.

    Wer sagt denn, dass es so gewesen ist. Wir wissen doch gar nicht, wie die Umstände der Besuche gewesen sind, warum man den Hund mitnimmt und das bisher wohl von keiner Seite als Problem wahrgenommen wurde.
    Wenn ich immer Angst davor habe, dass etwas passieren könnte, dann dürfte ich gar keine Tiere halten, kein Auto fahren und am besten auch gar nicht mehr aus dem Haus gehen.
    Bisher scheint einfach niemand die Situation dort beim Besuch als unkontrolliert oder bedrohlich empfunden zu haben, ansonsten hätte man den Hund wohl nicht einfach so laufen lassen und auch die Gastgeber hätten das nicht so gehandhabt.
    Wie gesagt, man kann jetzt darauf rumhacken, dass das dumm und fahrlässig war. Aber es war eben eine gemeinsame Entscheidung von Hunde- und Katzenhaltern und ich bin mir sicher, dass wir im Leben von allen, die hier schreiben, Situationen finden werden, die von anderen aus ihrem Blickwinkel als fahrlässig betrachtet werden. Die Situation ist passiert, wie sie passiert ist und daran tragen alle (erwachsenen) Beteiligte ihre Schuld. Hoffen wir, dass die Katze wieder gesund wird.

    Mir wäre es übrigens völlig befremdlich eine Freundschaft zu kündigen, weil das Tier meiner Freundin mein Tier geschädigt hätte, wenn wir beide unseren Anteil daran tragen, dass es zu einem so schlimmen Vorfall überhaupt kommen konnte.
    Als Katzenhalter wäre ich hier einfach nur stinkewütend auf mich selbst, dass ich die Katze nicht besser gesichert hätte.

    Zitat

    Wenn meine Freunde mir sagen, dass ich den Hund im Garten ruhig laufen lassen kann, weil die Katzen sicher weggesperrt sind, dann gehe ich auch davon aus, dass das dann so ist

    Da unterscheiden wir uns dann: Ich ginge dann davon aus, dass das zwar gerade so ist, aber nicht garantiert so bleibt, siehe diese Geschichte. Und insofern bleibt die Leine dran, egal, was Freunde sagen, zumal der Hund davon ja nun wirklich keinen Schaden davonträgt.

    Unter dem Strich kann man immer noch vorsichtiger agieren. In diesem Fall scheinen sich aber alle Parteien einig gewesen zu sein, dass der Hund im Garten laufen kann, weil die Katze ja im Haus sicher ist. War sie nicht. Da kann ich jetzt draufhauen und sagen, hätte hätte Fahrradkette oder ich stelle nüchtern fest, dass sich die hier beteiligten Erwachsenen einfach alle verschätzt haben und die Situation doch nicht so sicher war, wie gedacht. Aber das betrifft eben die Katzenhalter und Gastgeber ebenso wie die Hundehalter und Gäste.
    Für mich persönlich wäre das ein klassischer Fall von alle haben gemeinsam Sch... gebaut, also wird auch der Schaden gemeinsam getragen bzw. jeder sollte hier eine Verantwortung für den Schaden fühlen. Und ja, das würde ich nicht anders sehen, wenn es meine Katze beträfe.