Beiträge von *Sascha*

    Auch für "Rückläufer" bemisst sich der Preis nach Angebot und Nachfrage. Je nachdem ob das Angebot groß und die Nachfrage klein oder das Angebot klein und die Nachfrage groß ist, kostet ein Rückläufer eben weniger oder mehr als der Welpenpreis. Ebenso bemisst sich auch der Rückkaufpreis nach diesem Prinzip. Hat der Züchter größere Schwierigkeiten den Junghund wieder zu verkaufen, so wird er sich auch damit schwer tun, den Welpenpreis zurückzuzahlen.

    Dass Arbeitshunde mit steigender Ausbildung an Wert gewinnen, liegt eben auch einfach daran, dass es eine entsprechende Nachfrage nach ausgebildeten Hunden gibt und sich somit die Ausbildung dieser Hunde für den Züchter ausreichend rechnen kann.

    Denn die Voraussetzung dafür, dass überhaupt ein selbstgezüchteter Hund am Markt angeboten werden kann, ist, dass es Züchter gibt, die ihre Kosten durch den am Markt zu erzielenden Preis in einem ausreichenden Maß gedeckt sehen. Daraus bemisst sich der Mindestpreis, ab dem ein Züchter überhaupt erst bereit ist, ein Angebot zu machen.

    Auf der anderen Seite steht der Käufer, der dem zu erwerbenden Hund einen Wert beimisst. Das können objektive, aber eben auch subjektive Kriterien sein. Daraus ergibt sich der Maximalbetrag, den ein Käufer bereit ist zu zahlen.

    Einen Mindestpreis und einen Maximalpreis bestimmen jeder Züchter und jeder Käufer ganz individuell für sich und daraus bestimmen sich dann Angebot und Nachfrage und schließlich der aktuell zu erzielende Preis.

    Im seriösen Züchterbereich müssen Preise kalkuliert werden - und die Preiskalkulation wird bei Weitem nicht durch Angebot und Nachfrage bestimmt.

    Wäre dem so, dann würde es nicht so unterschiedliche Preise für die unterschiedlichen Rassen geben. Natürlich kalkuliert ein Züchter vor einem Wurf mit einem bestimmten Preis, den er für seine Welpen erzielen kann und dieser richtet sich in erster Linie nach den Preisen, die aktuell für andere vergleichbare Welpen dieser Rasse bezahlt werden. Preis Auf- oder Abschläge je nach Besonderheiten der Region, Abstammung oder Zuchtstätte.

    Wenn überhaupt eine Kalkulation stattfindet, dann wird hier lediglich überprüft, ob der zu erwartende Gewinn oder auch Verlust im Verhältnis zum Aufwand und den Kosten des Wurfes stehen. Kommt ein Züchter zum Entschluss, dass der zu erzielende Welpenpreis die Kosten nicht in einem ausreichenden Maße decken können wird bzw. er für seinen Mindestpreis keine ausreichende Anzahl passender Interessenten bekommt, so wird er spätestens mittelfristig die Zucht einstellen. Das Angebot sinkt und damit steigt auch wieder der Welpenpreis.

    Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber der Preis bestimmt sich einfach aus Angebot und Nachfrage. Da kann man 100x nachrechnen, ob die Zucht- und Aufzuchtkosten höher oder niedriger liegen, das ändert am Verkaufspreis nicht.

    So einfach lässt sich das tatsächlich nicht erklären wenn man bspw Beliebtheiten verschiedener Rassen vergleicht.

    So als Beispiel- DSH sind im Schnitt deutlich günstiger als Miniatur Bullterrier, obwohl erstere deutlich beliebter sind.


    Wenn man jetzt bspw Mittelschnauzer mit Labrador Retrievern vergleichen haut das wieder hin dass die weitaus beliebtere Rasse im Schnitt deutlich teurer ist.

    Wie gesagt, Angebot und Nachfrage. Nicht die Nachfrage allein. Sinkt die Nachfrage bei steigendem Preis, dann sinken auch die Preise, denn solange für den Züchter eine für ihn ausreichende Gewinnspanne übrig bleibt, verändert sich dabei das Angebot nicht wesentlich.

    Beim DSH gibt es eine große Nachfrage, aber eben auch ein großes Angebot. Würde das Angebot durch z.B. Zuchteinschränkungen sinken, dann würde der Preis steigen. Dadurch würde aber wiederum irgendwann auch die Nachfrage sinken. Der Grund, warum Arbeitshunde in der Regel günstiger sind, die rechnen sich ab einem bestimmtem Preis einfach nicht mehr. Andersrum setzt der "Liebhaber" einer französische Bulldogge in Sonderfarbe eben erst sehr viel später seine preisliche Grenze. Deswegen bleibt da die Nachfrage auch bei höherem Preis noch länger hoch.

    Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber der Preis bestimmt sich einfach aus Angebot und Nachfrage. Da kann man 100x nachrechnen, ob die Zucht- und Aufzuchtkosten höher oder niedriger liegen, das ändert am Verkaufspreis nicht.

    Gibt es in den Niederlanden eine Regelung zur Wilderei?

    Die niederländische Wikipedia gibt ganz gut Aufschluss.

    In den Niederlanden wird der Begriff der Wilderei (Stroperij) wohl weiter gefasst als in Deutschland und beruht auf dem Landeigentum.

    Es wird unterschieden in "Stroperij" zu finden im Strafgesetzbuch Artikel 314

    "Wer ohne Gewalt oder Androhung von Gewalt gegen Personen Lehm, Baggerarbeiten, ungeschnittenen Torf, Sand, Erde, Kies, Schutt, Mist, Rasen, Heidekraut, Moor, Unkraut, Schilf, Binsen, Moos, unbearbeiteten und nicht transportierten Niederwald oder Sammelholz, nicht gepflückte oder abgefallene Baumfrüchte oder Blätter, Gras auf dem Feld oder auf dem Feld oder nach der Ernte zurückgelassene Feldfrüchte wegnimmt, Mit der Absicht, sich diese Gegenstände unrechtmäßig anzueignen, wird er, da er sich der Wilderei schuldig gemacht hat, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Monat oder mit Geldstrafe der zweiten Kategorie bestraft." (Übersetzung)

    Quelle: Wilderei (Strafrecht) – Wikipedia


    und in Wildstroberij.

    "Als Wilderei gilt das widerrechtliche Töten, Verletzen, Einfangen, Beschaffen oder Aufspüren von Tieren zum Zwecke der Wilderei, d.h. ohne Jagdschein oder die erforderlichen Genehmigungen oder Ausnahmegenehmigungen." (Übersetzung)

    Quelle: Wilderei – Wikipedia

    Strafen für diese Art der Wilderei finden sich im Gesetz über Wirtschaftsdelikte. wetten.nl - Verordnung - Gesetz über Wirtschaftsdelikte - BWBR0002063

    Ich würde als Käufer halt nichts unterstützen wollen, was ich nicht selbst guten Gewissens vertreten kann. Daher wäre es mir schon wichtig in welcher Konstellation da die Zucht praktiziert wird und ob mir das zusagt.

    Eine persönliche Abneigung impliziert halt nicht das ein solches Modell per se schlecht ist und nur Nachteile für die Tiere bringt.

    Das habe ich auch nirgendwo geschrieben, sondern sogar ganz im Gegenteil, dass ich mir durchaus Konstellationen vorstellen kann, wo es für die Hündin passt und okay ist. Für mich wäre hier auch keine persönliche Abneigung ausschlaggebend. Ich kann durchaus Dinge okay finden, die ich selbst trotzdem so nicht handhaben würde. Ich kann aber durchaus bei der Betrachtung verschiedener Kriterien zu meinem persönlichen Schluss kommen, dass ich eine bestimmte Praxis in einem individuellen Fall nicht unterstützen möchte. Jetzt mal etwas konkreter, käme es für mich wohl niemals infrage meine Hündin zum Werfen in einen anderen Haushalt zu geben, ich sehe aber durchaus kein Problem damit, wenn andere Hundehalter dies tun, wenn die Hündin mit dem Umstand ihren Wurf anderswo als im Zuhause ihres eigentlichen Besitzers zu bekommen, sichtlich und ganz objektiv betrachtet keine Probleme hat. Hat sie aber Probleme damit, dann ist mein Entschluss aus einem solchen Wurf keinen Welpen zu wollen nicht einfach nur eine persönliche Abneigung, sondern eben objektiven Kriterien geschuldet.

    Auch das Verschieben der Hunde zum Sohn

    Naja, auch eine Züchterin hat - wie andre Hundehalter auch - das Recht auf Urlaub (ohne Hunde). Da ist's doch eigentlich eher positiv, dass die Urlaubsbetreuung durch ein Familienmitglied übernommen wird.

    Ja klar. Für mich klang die Konstellation aber nun mehr danach, als wenn man irgendwie zu viele Hunde hat und deswegen Hunde regelmäßig auch mal für Monate hin und her verschiebt. Hier wurden ja eine Hündin sogar mit der Hündin der Freundin zeitweise getauscht. Das kann trotzdem natürlich bei näherer Betrachtung logisch und auch gut passend für alle sein. Insbesondere mit der Druckserei der Züchterin kommt da aber zumindest bei mir das Gefühl auf, dass es hier nicht nur um ab und zu Mal im Urlaub oder bei Engpässen geht.

    Ich finde, man sollte da einfach keine Wissenschaft draus machen. Nur mit dem Hund gehen, weil es sich "so gehört", empfinde ich als Quatsch. Wenn dem Hund "die Decke auf dem Kopf fällt" dann wird man es schon merken und wenn nicht, dann passt der Garten doch. Und dass man, wenn man keinen Garten hat, zum lösen vor die Tür muss, das liegt ja nun in der Natur der Sache.

    Zuchtmiete finde ich schwierig. Da könnte ich mir aber schon noch Konstellationen vorstellen, wo das auch für die Hündin gut funktionieren kann.

    Ich falle aber z.B. darüber:

    Zitat

    eine Züchterin besucht, die im Ausstellungswesen sehr aktiv ist. Ihre Hunde verfügen über diverse Champion-Titel und sie war bereits mehrfach bei den Crufts.

    Das wäre z.B. für mich gar kein Qualitätskriterium für eine Zucht. Da würde ich mir sofort die Frage stellen, ob und welche anderen Kriterien neben dem Aussehen hier in der Zucht eine Rolle spielen.

    Auch das Verschieben der Hunde zum Sohn und zur Freundin in Kombination mit der Anzahl der Würfe im Jahr würden für mich eher nicht für eine Wahl dieser Züchterin sprechen. Das heißt nicht, dass ich grundsätzlich abraten würde oder selbst dort keinen Hund kaufen würde, aber wäre jetzt nicht die Ausgangssituation, die mich direkt anstrahlen würde.