Beiträge von *Sascha*

    Ich finde Abgebenden sollten schon zur Kasse gebeten werden.

    Aber im angemessenen Rahmen. Selbst wenn man zu dem Entschluss kommt dass der ehemalige Besitzer "Schuld" hat, dass ein Tier gefährlich wurde (zumindest wenn es nicht vorsätzlich war oder wiederholt vorkommt).

    Es bringt niemandem was wenn Tiere jahrelang für zig tausende Euros irgendwo aufbewahrt werden.

    Was wäre denn für dich ein angemessener Rahmen? Und wer trägt die Kosten, wenn das Soll erfüllt ist? Es geht ja hier auch um Verantwortlichkeiten. Die eigentliche Frage ist doch, unter welchen Voraussetzungen kann und darf ich mich eines von mir angeschafften Tieres entledigen. Wann endet meine Verantwortung und wann endet die einer Gesellschaft. Aktuell ist die Tötung eines Tieres aus vernünftigen Gründen gestattet. Gefahrenabwehr ist ein solcher, finanzielle Mittel eher nicht und eine fehlende Möglichkeit der Verwendung des Tieres sowieso nicht. Also solange wir Hunde nicht essen, wird es schwierig einen Hund zu töten, der tierschutzkonform und sicher gehalten werden kann.

    Klar könnten wir die Gesetzeslage auch so ändern, dass wir Tiere auch dann töten dürfen, wenn es in der Gesellschaft keine Verwendung mehr für sie gibt. Ist ein Hund nicht zu vermitteln, dann wird er eben getötet. Das machen ja viele Länder so. Meinen ethisch-moralischen Ansprüchen würde das nicht genügen, das gebe ich gerne offen zu. Für mich hat auch das Leben eines Hundes einen Eigenwert und darüber muss man sich eben bewusst sein, wenn man sich ein Haustier anschafft.

    Ich würde es nicht als diffuses Gefühl bezeichnen, wenn Tierheime an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Über die Gründe kann man evtl. diskutieren, aber dass die Kapazitäten für Abgabe-, Fund- oder beschlagnahmte Hunde (und auch andere Tiere) ziemlich ausgereizt und teilweise erschöpft sind, das ist ja nun kein diffuses Gefühl.

    Das würde man aber mit mehr Geld wesentlich effektiver lösen können als mit mehr Kontrolle.

    Wenn es für eine bessere finanzielle Ausstattung politische Mehrheiten gäbe.

    Und ich weiß auch nicht, ob ich es gut fände, wenn man Hundehalter so schnell und einfach aus ihrer Verantwortung entlässt, indem man einfach nur die Kapazitäten erhöht. Ich finde, es sollte schon eine Mischung aus beidem sein. Mehr Prävention und mehr Geld und Kapazitäten für die Tiere, die aufgefangen werden müssen.

    Ansonsten gibt es nur ein diffuses Gefühl, dass es zu viele aggressive/unkontrollierte Hunde gibt, die zu oft Tierheime und Plätze verstopfen.

    Ich würde es nicht als diffuses Gefühl bezeichnen, wenn Tierheime an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Über die Gründe kann man evtl. diskutieren, aber dass die Kapazitäten für Abgabe-, Fund- oder beschlagnahmte Hunde (und auch andere Tiere) ziemlich ausgereizt und teilweise erschöpft sind, das ist ja nun kein diffuses Gefühl.

    Man kann nicht jedes Risiko auf 0 reglementieren

    Mit einem Restrisiko muss eine Gesellschaft immer leben

    Und wer hat das hier behauptet oder verlangt? Es wurde darüber diskutiert, ob man stärker regulatorisch auf eine Hundeanschaffung einwirken könnte oder sollte, um Auswirkungen, die Hunde und Gesellschaft betreffen, weiter einzudämmen.

    Die erste Frage wäre, besteht dafür eine Notwendigkeit?

    Die zweite, wären die vorgeschlagenen Mittel erfolgversprechend?

    Wenn ich mich recht entsinne, dann haben wir uns hier im Forum schon einmal ausführlicher darüber ausgetauscht.

    KayaFlat
    29. Oktober 2023 um 17:57

    hasilein75

    Ich finde nicht einmal ein gemeinsames Wort dafür ... Es geht um eine Form der Regulierung der Anschaffung von Hunden. Zu vergleichen wäre das, wenn überhaupt, mit der Aufnahme/Adoption eines Kindes. Und dafür gibt es eben durchaus Regularien, die deutlich strenger sind als alle diskutierten über Haustiere. Ein elendiger Vergleich übrigens. Kinder haben in unserer Gesellschaft eine gänzlich andere Bedeutung als aus privatem Vergnügen gehaltene Haustiere. Keine Ahnung ob man hier solche Vergleiche ziehen und das hier diskutieren sollte, ich finde das absolut unangemessen tatsächlich.

    terriers4me

    "Mir reichen die Videoaufnahmen von ihm, um klar sagen zu können, dass ist NULL ein aggressiver oder für die Öffentlichkeit gefährlicher Hund."

    Sowas liebe ich ja über alles. :headbash:

    Verwunderlich ist eigentlich nur, dass es so lange gedauert hat bis er auf den Fall aufmerksam geworden ist. Aber die Diskussion über diesen Mann führt doch hier zu nichts und hat auch mit dem Fall selbst nichts zu tun. Er hat halt seine Meinung, ist doch okay.

    aber das reicht nicht als Grundlage aus, einen privaten Lebensbereich derart stark zu reglementieren.

    Die Frage ist, wie wir mit dem "Ausschuss" dieser privaten Freiheit umgehen und wer die Kosten zu tragen hat.

    Dazu würden mich Zahlen zu beschlagnahmten Hunden und zu "unvermittelbaren" Abgabehunden interessieren. Nach meinem Gefühl steigen diese Zahlen erheblich.

    Irgendwas kann an den Zahlen aber nicht stimmen, denn eine Verdreifachung der Hundepopulation in 7 Jahren finde ich ... suspekt.

    Je nachdem, wie viele Hunde vor der Einführung einfach nie angemeldet waren, kann das schon grob passen.

    Das Register wurde neu eingeführt und wird unabhängig von der Anmeldung zur Hundesteuer betrieben. Es ist bekannt, dass der relative Anteil der angemeldeten Hunde von Jahr zu Jahr steigt, also immer mehr Hundehalter ihrer Anmeldungspflicht nachkommen.