Beiträge von *Sascha*

    Hier wird doch immer gepredigt, dass Hunde in fachkundige Hände gehören, wenn der Halter sich innerhalb seiner Beiträge hier im DF als "unfähig" oder "lernresistent" zeigt. Warum ist's jetzt also so schlimm, dass die TE für sich entschieden hat, dass sie den Weg nicht gehen will oder kann?

    Nicht jeder kann mit Gebrauchshunden umgehen.

    Nicht jeder kann mit gefährlichen Hunden umgehen.

    Und schon gar nicht jeder kann mit gefährlichen Gebrauchshunden umgehen.

    Und das ist vollkommen okay.

    Das Problem ist, dass es eine andere geeignete Stelle für den nicht mehr gewollten Hund dann auch geben muss. Und diese Stellen gibt es schlichtweg nicht in der benötigten Anzahl.

    Mich macht es sehr nachdenklich, dass sich viele User hier dazu bekannt haben, dass sie ihren Hund auch abgeben wollen würden, wenn sich ihr Hund so zeigen würde. Denn wenn das die Vorstellung von Hundehaltung und die Übernahme von Verantwortung für ein Lebewesen ist, ja, dann müssen wir wirklich über Einschläferungen im großen Stil nachdenken.
    Bitte, hört doch einmal auf, eure Hunde als die moralisch besseren Menschen anzusehen. Es sind Hunde, Beutegreifer, Rudeltiere, die sind territorial, die sind aggressiv, die sind sexuell motiviert, die haben keine Vorstellung von Moral.
    Klar kann ich durch eine gescheite Rasse- und Züchterwahl eine entsprechende Vorauswahl treffen und einen Hund finden, der mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit passend in meinem Leben ist, aber es bleibt ein Tier, ein sozial lebendes Raubtier. Da wird häufig nicht immer alles so laufen, wie ich es mir erträumt habe und dann muss ich damit eben auch klar kommen, ansonsten sollte man sich kein Tier anschaffen.
    Und nein, damit meine ich nicht, dass man niemals ein Tier aus Überforderung abgeben darf, aber das MUSS die Ausnahme bleiben. Wo sollen denn all diese Hunde hin?

    Eben, und meiner Ansicht nach sind sicher mehr als 50% der typischen Ersthundehalter, die sich nicht erst vorab ein halbes Jahr im Dogforum belesen :lol: , eben auch nicht dazu in der Lage, einen solchen Hund dauerhaft so zu führen, dass er nicht erneut zur Gefahr für Dritte wird. Meine persönliche Meinung und Erfahrung mit solchen Kombinationen ist nun mal, dass dies längerfristig kaum je gut geht. Sondern dass früher oder später wieder jemand zu Schaden kommt.

    Das trifft aber nicht nur auf Ersthundehalter zu. Und nein, ich sehe das nicht so schwarz, warum sollte sich denn die Themenstarterin nicht mit kompetenter Hilfe zu einer souveränen und verantwortungsvollen Hundehalterin entwickeln können?`Ja, sie war naiv, aber doch nicht aus Dummheit oder Verantwortungslosigkeit, sondern weil sie es einfach nicht besser wusste. Und bei dem Hund handelt es sich erstmal "nur" um einen Hund, der situativ artgenossenunverträglich ist. Den nimmt man an die Leine und macht einen Maulkorb drauf, falls da mal ein anderer Hund hineinrasselt. Und dann sucht man sich einen gescheiten Trainer und lernt.

    Was soll denn die Alternative sein? Den Hund einschläfern?

    Und, dass ein solcher Rassemix mit so einer Herkunft kein Selbstläufer ist, dürfte auf der Hand liegen.

    Du hast mit allem Recht.

    Nur dein letzter Satz. Das liegt eben vielen Hundehaltern nicht auf der Hand, die sich mit dem Thema nicht beschäftigt haben, weil sie gar nicht wussten, dass man sich damit hätte beschäftigen müssen. Das ist doch das Dilemma, dass so viele Hundehalter von ihren Hunden "überrascht" werden, obwohl diese einfach nur hundetypisches Verhalten zeigen.

    Erstmal sollte man abwarten, was die Versicherung tatsächlich übernimmt. Aufgrund des Größenunterschieds und eurer übereinstimmenden Aussagen, dass die Aggression ausschließlich von deiner Hündin ausging, ist es gar nicht gesagt, dass die Versicherung nur 50% übernehmen will. Sollte die Versicherung nur die 50% übernehmen wollen, kann die Freundin (evtl. mit ihrer Rechtsschutz) dagegen vorgehen und hat ganz gute Erfolgsaussichten. Vielleicht hat sie auch eine Kranken- oder OP-Versicherung, dann wird diese die Kosten begleichen und sich das Geld dann von der Tierhalterhaftpflichtversicherung der Themenstarterin wiederholen.
    Ansonsten ist es doch wohl völlig selbstverständlich, dass man seiner Freundin finanziell beisteht, wenn es notwendig werden sollte und im Zweifel auch nochmal selbst mit der eigenen Versicherung spricht. Diese 50:50-Regelung ist keinesfalls allgemein anwendbar! Auch nicht bei freilaufenden Hunden.

    Naja Aerger kann vieles heissen. Fuer manche ist es schon Aerger, wenn die nur reagieren.

    Das es Auflagen gab, war in deinem Text jetzt nicht zu erkennen :nixweiss:

    Ja, schon okay. Ich hatte mich auf die Stelle im Podcast bezogen und deswegen mein -verrückt- angehängt. Die Trainerin soll wohl nun einen gewaltfreien Trainingsplan erstellen und entsprechende Fortbildungen besuchen.

    Es geht um den Welpen. Ca. ab 1 Std. Scheinbar gab es tatsächlich Ärger mit dem Amtsveterinär ... verrückt

    Wieso verrueckt? Da wurde Anzeige erstattet.

    In anderen Threads wird gemeckert, wenn VetAmt und OA nicht reagieren und hier ist es falsch das sie reagieren (indem sie einer Anzeige nachgehen)?

    Ich schrieb ja, es gab Ärger bzw. Auflagen. Dass sie dem Nachgehen, das ist natürlich sehr zu befürworten.

    In der aktuellen Podcast Folge geht es übrigens um den Welpen der ja „nur“ gemaßregelt wurde von vor ein paar Wochen.

    Anscheinend hat sich da das Veterinäramt eingeschaltet.

    Und er betont in der Folge wie gefährlich positive Verstärkung sein kann. 🙄

    Dabei ist Strafe viel gefährlicher… 🙄

    Kannst du den Link dazu (gerne mit Zeitangabe, dann muss ich nicht alles hören) :) teilen? Oder ist das zahlungspflichtig? (War das das mit der Trainerin, oder war das schon länger her?)

    Es geht um den Welpen. Ca. ab 1 Std. Scheinbar gab es tatsächlich Ärger mit dem Amtsveterinär ... verrückt

    Was sagt denn die vermittelnde Orga dazu? Wären sie bereit, Hera zurückzunehmen, wenn du nicht die Kraft hast mit Hera weiter zusammen zu leben? Ansonsten wird es sowieso schwer, Hera abzugeben. Die Tierheime sind voll mit Hunden, die für ihre Besitzer überraschenderweise aggressives hündisches Verhalten zeigten.

    Und nein, nur weil dein Hund situativ ein massives Problem mit Artgenossen hat, muss er nicht aggressiv gegenüber Menschen sein. Du solltest Kontakt mit einem passenden Trainer aufnehmen, der sich mit "schäferhundtypischem" Verhalten auskennt und Hera außerhalb eurer Wohnung mit Maulkorb und Leine sichern.