Beiträge von *Sascha*

    Und den hier noch...

    Der Vorfall ereignete sich laut Angaben der Polizei gegen 16:45 Uhr im Wohngebiet Siabbenmoor. Zwei Hunde, die einem 22-jährigen Mann gehörten, rissen sich laut Angaben der Polizei plötzlich los und attackierten zuerst den Hund des Seniors.

    Mann will Hunde in Jever voneinander trennen und wird nach Sturz in den Kopf gebissen

    Beim Versuch, die Hunde zu trennen und seinen eigenen zu schützen, stürzte der 78-Jährige und wurde daraufhin von einem der beiden Hunde in den Kopf gebissen. Die Bisswunde war so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden musste.

    https://www.google.com/url?sa=t&sourc…_wxfA4fwdEOZDvk

    Das hatte ich auch gelesen. Laut Polizeibericht war es zum Glück wohl nur eine leichte Verletzung.
    POL-WHV: Pressemeldung der Polizei Jever für das Wochenende 10.-12.11.2023 | Presseportal

    Meinem Hund ist mal ein Fahrradfahrer über den Schwanz gefahren … so doof kannst manchmal nicht denken, wie es kommt. Und wenn man es noch so nachvollziehen könnte … der Hund darf da nicht beißen

    Doch, in dem Fall hätte er gedurft, aber eben auch nur, weil der Fahrradfahrer über die Rute gefahren ist. Die Beweislast liegt natürlich bei dir.

    Wir hatten ja einen Vortrag bzgl. Haftung im Verein. Der Anwalt hat verschiedene Bsp. erzaehlt, u.a.:

    Kind laeuft allein auf einem Turnier rum, geht in den Anhaenger, Pferd tritt dem Kind ins Gesicht. Das ging dann wohl vor Gericht und am Ende war der Pferdehalter fast komplett raus aus der Haftung. Und das u.a. weil das Kind zu klein war um da allein rumzulaufen.

    Eine Haftung hat halt nichts mit Ordnungsrecht zu tun. Das Problem ist ja gar nicht die Haftung (die in der Regel ja eh von einer Tierhalterhaftpflichtversicherung gedeckt wird), sondern die ordnungsrechtliche Einstufung des Hundes als gefährlich.

    Ich antworte mal mit dem, was ich im Ursprungsthread geschrieben habe.

    Die rechtliche Antwort ist einfach, ich muss als Halter sicherstellen, dass mein Hund nicht in solche Situationen gerät, in denen er zubeißen könnte (einzige Ausnahme wäre eine massive Bedrohung). Habe ich also einen Hund, der evtl. zubeißen könnte, dann muss ich ihn absichern.

    Würde ich dann gerne erweitern auf: "Müssen moderne Hunde es heutzutage cool finden, wenn sich ihnen fremde Hunde nähern und dabei ihre Individualdistanz unterschreiten."

    Finde ich aber ein anderes Thema.

    Weil, grundsätzlich glaube ich inzwischen schon, dass der Kontakt zu Artgenossen und der Kontakt zu Menschen für Hunde 2 Paar Stiefel sind.

    Wenn du dazu wirklich ernsthaft ein Thema eröffnen willst, dann macht das sicherlich Sinn.
    Ansonsten sehe ich in beiden Fällen jetzt erstmal eine unerwünschte Unterschreitung der Individualdistanz und die ist in beiden Fällen unangemessen. Auf welche ein Hund deutlicher oder überhaupt nur reagiert, ist aber eine Frage des Individuums.

    Und ich streiche modern ersatzlos! Hunde. Wir reden über Hunde!

    Was ist denn das für ein bullshit Ausdruck? Was will damit ausgedrückt werden?

    Dass "modern" drückt mMn genau das aus! Die natürlichen Verhaltensweisen, die seit tausenden von Jahren von uns Menschen so gewünscht und selektiert wurden, sind heute großenteils in unserer Gesellschaft nicht mehr erwünscht. Der "moderne Hund" ist zu jedem Zeitpunkt und zu jedermann lieb, freundlich und ungefährlich.

    Wär fast einen eigenen Faden wert: "Müssen moderne Hunde es heutzutage tolerieren, von jedem angefasst zu werden? Warum ja bzw warum nein?" =)

    Würde ich dann gerne erweitern auf: "Müssen moderne Hunde es heutzutage cool finden, wenn sich ihnen fremde Hunde nähern und dabei ihre Individualdistanz unterschreiten."

    Die rechtliche Antwort ist einfach, ich muss als Halter sicherstellen, dass mein Hund nicht in solche Situationen gerät, in denen er zubeißen könnte (einzige Ausnahme wäre eine massive Bedrohung). Habe ich also einen Hund, der evtl. zubeißen könnte, dann muss ich ihn absichern.

    Es ist etwas anstrengend, wenn du Diskussionsstränge in unterschiedlichen Threads weiterführst.

    Ich sehe nicht, dass Hunden ihr Territorialverhalten in ihrer Entwicklung zum heutigen Haushund abhanden gekommen ist. Ganz im Gegenteil wurden Hunde in den letzten tausenden von Jahren eben genau auf dieses Verhalten, nämlich Fremde vom Lebensraum des eigenen Sozialverbandes fern zu halten, selektiert.

    Aufgrund der Adaption an die Menschen und der damit verbundenen Veranlagungen hätte er nicht diese ungehemmte Beschädigung zeigen sollen und dürfen.

    Der Kern deiner Aussagen ist doch eigentlich der gleiche wie in deinem Thread über die Moral bei Hunden und die angeblich fehlende intraspezifische Beschädigungsabsicht.
    Du weichst jetzt wieder aus auf einen Fall, in dem ein Hund eine absolut nicht gesellschaftstaugliche Beschädigungsabsicht gezeigt hat, um darzulegen, dass jegliche Beschädigungsabsicht von Hund zu Kind einer fehlgeleiteten Motivationslage entspringt.
    Wir sollten uns schon die Mühe machen zwischen fehlgeleitetem Beutefangverhalten, übersteigertem Aggressionsverhalten und schlecht gemanagtem arttypischen Aggressionsverhalten zu unterscheiden.

    Mir ist noch immer nicht klar, warum du die Verhaltensweisen von Hunden innerhalb einer sozialen Gruppe auf das Verhalten von Hunden gegenüber gruppenfremden Hunden oder Menschen überträgst.

    Ich weiß nicht, warum hier Beutefangverhalten und Sozialverhalten immer miteinander vermischt wird, das ist völlig unlogisch und bar jeglichen wissenschaftlichen Ansatzes.

    Das könnte evtl. daran liegen, dass du die Frage nach dem fehlenden Erkennen von Schutzbedürftigkeit infolge eines Vorfalls, der vermutlich aufgrund fehlgeleiteten Beutefangverhaltens entstand, aufgeworfen hast und dabei nie klar abgegrenzt hast, dass du dich eben gerade nicht darauf beziehst.


    Zitat

    Nur zur Erinnerung: Es ging um das Erkennen-Können von juvenilen Menschen, also Kindern, und diese gehören eben genau der Spezies an, mit der "Hunde adaptiert sind" (Feddersen-Petersen).

    Natürlich erkennen Hunde juvenile Menschen als solche. Ich sehe jedoch nicht, warum sie daraus eine generelle "Schutzbedürftigkeit" von Kindern, die nicht ihrem Sozialverband angehören, ableiten sollten.


    Zitat

    Eben genau deshalb haben Hunde, die in Menschen (wozu auch Kinder gehören) Beute sehen, ein fehlgeleitetes Beutefangverhalten.

    Da ist kein Dissenz.