Beiträge von *Sascha*

    Vor allem kann das dann mit 12 - 15 Wochen ja maximal ein: Der Halter ist halt immer schnell genug bzw. hat die Intervalle kurz genug gehalten, so dass nichts mehr rein geht, sein.

    Für mich ist ein Hund stubenrein, wenn er für sein Geschäft selbstständig rausgehen will. Wenn man dann zu langsam ist, den Hund rechtzeitig rauszulassen/rauszubringen, dann ist das ja nicht das Versagen des Welpen.

    Der Rütter hätte BabyBert nicht erleben dürfen :ugly:. Ich will gar nicht wissen, welch glanzvolle Zukunft er uns vorhergesagt hätte |).

    Und wer sagt denn, dass du die gleichen Tipps bekommen hättest? Hier war eben eine Frau die Kundin, die schlecht Grenzen setzen konnte, dadurch den Welpen immer wieder hochgedreht hat und sich dann mit zu laut und zu grob versucht hat zu helfen. Dazu die Situation mit den Enkeln, die berechtigterweise Angst vor dem Hund bekommen haben. Ich fand den Ansatz da völlig richtig, einfach erstmal Ruhe, Regeln, Struktur und das wilde Toben erstmal ganz lassen. Das hat aber nichts damit zu tun, dass man das mit Welpen/Hunden grundsätzlich nicht tun sollte. In dieser Konstellation war es so nur einfach schwierig und kontraproduktiv.

    Ich seh bei dem Tervueren halt auch nur normales Welpenverhalten, nichts großartig besonderes, nichts, was auf "ohoh, griffiger Gebrauchshund!" hindeutet :ka:

    Das ist ein Show-Terv. Da ist bei 99% kein Funken vom griffigen Gebrauchshund vorhanden..

    Und trotzdem ja in dieser Hund-Halter-Kombi absolut kein Selbstgänger. Ich wünsche den beiden, dass das so einigermaßen weiterläuft und mir tut die Frau halt auch einfach leid, auch wenn es wahrscheinlich die bessere Idee gewesen wäre, diesen Welpen abzusagen und sich lieber nach einem kleineren Hund einer Begleithunderasse umzusehen.

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    Dass Hr. Rütter mehrfach darauf hinwies, dass insbesondere Dt. Drahthaar, aber auch Dt. Kurzhaar definitiv nicht mit Golden Retrievern vergleichbar sind, das fand ich sehr gut.

    Es ist doch völlig egal, ob ein Hundeverhalten typisch oder untypisch, natürlich oder unnatürlich ist. Zeigt ein Hund, ohne dass er dazu massiv provoziert wurde, ein Verhalten, das geeignet ist, einen Menschen mehr als nur geringfügig zu schädigen und besteht die Gefahr, dass er dies wieder tun könnte, dann kann man einen Hund als gefährlich bezeichnen, ganz egal aus welcher Motivationslage er sein Verhalten gezeigt hat. Dass ein Vorfall häufig aus einer ungenügenden Führung resultiert, ist ja nun nichts Neues.

    Wie schon geschrieben, er wird als gefährlich eingestuft, und es gibt entsprechende Auflagen.

    Gibt es einen Link, wo er als gefährlich eingestuft wird bitte?

    Das ist in Niedersachsen nach einem Biss automatisch so. Der Wesenstest dient in Niedersachsen nur dazu, zu ermitteln, ob und wenn ja unter welchen Auflagen der Hund weiter gehalten werden kann.

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    Die Entscheidung über Auflagen trifft dabei allerdings immer die Behörde auf der Grundlage des Wesenstests. Der Gutachter spricht lediglich Empfehlungen aus.

    Zumindest würde diese Theorie auch zur Darstellung der Freunde des Halters passen, dass der Angriff des Hundes aus dem "Spiel" heraus passiert sein muss. Man sieht auf den Videos ja deutlich, dass dem Hund dieses übergriffige Verhalten unangenehm ist. Sollte der Halter das z.B. in einer noch viel heftigeren Form ausgereizt haben, man weiß es nicht. Ist halt alles nur Spekulation.

    M.e. sing Kangal ne andere Nummer als die Abruzzen hsh

    Die sind nämlich schon von Haus aus auf mehr "Publikumsverkehr" selektiert.

    Das kann ich tatsächlich nicht beurteilen. Ich würde mir einen Maremmano jetzt nicht automatisch zutrauen. Ich denke, die Typen sind auch einfach unterschiedlich und man muss schauen, was einem selbst am besten liegt, bzw. auch was am besten in das jeweilige Lebensumfeld und den entsprechenden Aufgabenbereich passt. Ich habe mich z.B. tatsächlich gerade für den Kangal entschieden, weil er so offen auf Menschen zugehen kann. Skeptische Hunde liegen mir da gar nicht. Dass er dafür evtl. schwieriger im Fremdhundekontakt ist, das nehme ich dafür in Kauf. Als wirklich "schwierig" empfinde ich ihn nicht, ABER man muss wissen, welche Art Hund er ist und erstens das richtige Lebensumfeld bieten können und zweitens seine Art auch mögen und damit umgehen können/es lernen.

    Maremmaño ist ja nun wirklich kein Kangal.

    Was bitte soll denn das heißen? *lach*

    Also mein Kangal freut sich über jeden Menschen und das auch auf seinem Grundstück. Auch ein Kangal ist in der Regel doch nur ein HSH.


    Lachmöwe Dann hast du also nicht geschrieben, dass sich die TS vor ihrem Junghund gruselt und der Hund deswegen nur anderswo eine Chance hat, egal ob als Pflege- oder Endstelle? Aber ist auch egal ...

    *Sascha*

    Du ziehst doch letztlich das gleiche Fazit, wie ich.

    Nicht unbedingt, denn ich lasse ja offen, dass sich die TS durchaus auch trotz ihrer Ängste und Befürchtungen ganz bewusst noch für dem Hund entscheiden kann. Du sprichst ihr ab, dass sie überhaupt eine geeignete Halterin sein könnte, nicht einmal als Übergangszuhause geeignet sein könnte. Dabei ist es nicht der junge Hund, der der Themenstarterin Angst macht, sondern die ungewisse Zukunft, die sie eben nicht einfach nur ganz positiv rosarot sieht a'la werden wir alles schaffen. Sondern ihr ganz bewusst ist, dass mit einem bestimmten Hundetyp bestimmte Probleme eben viel wahrscheinlicher werden könnten. Deswegen muss sie den Hund nicht abgeben, denn diese Ängste können sich durchaus ganz schnell relativieren, je mehr man sich mit dem Thema HSH und dem eigenen Hund beschäftigt. Da hätte dieses Forum auch sehr viel Hilfestellung geben können. Aber es ist ja einfacher Menschen als unfähig zu beschimpfen, anstatt sich einfach mal mit ihren Problemen und Ängsten auseinanderzusetzen , auch wenn man sie selbst vllt nicht verstehen kann.

    Denke, es ist vollkommen unerheblich, welchen HSH-Anteil der Hund nun hat.


    Die TE weint die ganze Zeit und gruselt sich vor ihrer eigenen Kataloganschaffung - der Hund hat nur woanders eine Chance, sei es bei einer anderen PS oder Endstelle.

    Ob der Tatsache, dass die TE sich emotional negativ zum Hund stellt, besteht nur bei sofortiger Rückgabe des Hundes eine an die Orga, eine echte Perspektive für das Tier.

    Naja, man kann es auch anders sehen.

    Die Themenstarterin schätzt ihre Möglichkeiten realistisch ein. Stellt fest, dass sie einem HSH, wenn er entsprechende Anlagen mitbringen sollte, nicht gerecht werden kann. Ärgert sich, dass sie so naiv war, nicht den Gedanken an einen HSH bedacht zu haben, ärgert sich aber auch über die Orga, die da scheinbar gar keine Probleme sehen und für die ein möglicher großer HSH-Anteil gar nicht relevant zu sein scheint. Dass man dann traurig ist, sich überfordert fühlt, weint weil man den Hund vllt doch wieder abgeben muss, einfach weil der Verstand einem das sagt. Ich kann das verstehen. Welch ein Gefühlschaos. Insbesondere eben dann, wenn man nicht einfach sagt, ach wird schon irgendwie alles gehen und passen, sondern eben so viel doch mit dem Kopf denkt, dass man auch sieht, welche Probleme da auf einen zukommen könnten und was das dann für das eigene Leben und/oder das Leben des Hundes bedeuten könnte. Wer da einfach nur kurz denkt, ja, shit happens ... das ist eben eine andere Philosophie, der ich deutlich weniger abgewinnen kann, weil sie eben dann doch häufiger schief geht und dann eben mit den manchmal fatalen Folgen für Mensch und Hund. Also lieber den worst case durchgehen und dann eine Entscheidung treffen und die so früh wie möglich.

    Zur Größe/Gewicht. Ist das Alter denn sicher ....?