Beiträge von DarFay

    Nachdem Coronawelpe 1 (Nachbarn) durch das spontane Ende der Kurzarbeit 2 Tage 8 Stunden durchgejault hat, wurde er nach 3 Wochen weitervermittelt.

    Aktuell sieht es auch für Coronawelpe 2 (entfernte Familie) schlecht aus. Nach 1 Tag wurde er für 3 Stunden kurz ausgegliedert, damit die neugebackenen Hundeeltern sich ausruhen können und nach 3 Tagen wird intensiv darüber nachgedacht, ihn abzugeben. Er pullert in die Wohnung und fiept.


    Wenns schon in der eigenen Nähe so auffällt, will ich nicht wissen, was insgesamt gerade abgeht. Hundeschubserei auf neuem Niveau.

    Ich packe meine Erfahrungen auch einfach mal mit hier rein. Sunny kommt aus Rumänien und war 1 Monat auf Pflegestelle, bevor sie zu mir kam. Spielen interessierte sie nicht. Gassi gehen war langwierig, da wir immer 10 Stunden am selben Fleck klebten. Deshalb gab es 3 Monate die selbe Runde (30 min, da sie so oft stehen blieb), mit sehr seltenen Abstechern in den Wald. Der Input für einen Auslandshund ist ENORM. Allein den Stress der Reise abzubauen, dauert. Entschleunigung, Routine und Beziehungsaufbau sind der Fokus (also kein Sitz und Platz Training). Aber da bist du ja ab sofort dran.

    Zum Spielen: Bis heute schwierig und nur möglich, wenn sie Lust hat. Sehr beliebt ist es, Papier (aus Päckchen, dieses braune da) zu zerfleddert. Ich zieh dann auch immer mal dran und lass wieder los (nehms also nicht weg).

    Fangen spielen kam dann später dazu, als wir uns besser kannten. Sie rennt total gern weg und setzt dann ihr Spielgesicht auf. Dann lauf ich hinterher, schneid ihr den weg ab und wir drehen uns umeinander, während sie wie ein Eichhörnchen hin und her hüpft. Geht aber auch nur, wenn sie will.

    Ihr absolutes Highlight ist es, in der Wohnung Leckerchen zu suchen. Von anfänglichen einfachem werfen und futtern, zu Verstecken, die sie mit den Augen verfolgen konnte, zu Verstecken, wo sie im Körbchen warten muss und es nicht sieht. Mittlerweile hat sie 110 m2 im Haus und findet es zuverlässig in unter einer Minute. Darum haben wir jetzt 3D ausgebaut und es liegt auch mal oben wo drauf und sie muss es anzeigen und ich hols dann runter. Schnüffeln lastet den Kopf super aus und ist ein ruhiges Spiel.


    Auslasten musst du aktuell natürlich noch lange nicht. Jetzt heißt es den Stress abbauen und das Leben neu kennenlernen. Viel Erfolg!

    Aber wenn es nicht genug dumme Menschen gäbe die solche Hunde "bestellen" dann gäbe es diesen Markt garnicht.

    Aber es gibt sooo viele Menschen, die wollen einen Hund habe und die wissen(!) um das Risiko auf diesem Weg Tierleid zu unterstützen, weil sie es von diversen Menschen aus ihrem Umfeld erklärt bekommen haben, entscheiden sich aber dafür es zu ignorieren, weil sie wollen nächste Woche einen Hund. Weil haben wollen, Zeitfenster wo möglich nur dann, etc. Da kommt mir echt die Galle hoch!

    Neben Unwissenheit ist das meiner Meinung nach wirklich viel blind stellen. Eigentlich wie das Kaufen von Billigfleisch. Mittlerweile dürfte jeder wissen, dass die Tiere da von der Geburt bis zum Tod leiden und trotzdem wird's gekauft ohne Ende. Weils schmeckt und günstig ist! Genauso ist das mit Kofferraumwelpen oder "Billigwelpen". Man möchte JETZT das Tier und bei manchen spielt sicher auch der Preis eine Rolle. Kein Wunder, die serösen Züchter sind ausgebucht und Homeoffice endet irgendwann.

    Tatsächlich bekommt man das nur in den Griff, wenn auf politischer Ebene geregelt wird. Viiiiel mehr Kontrollen, dass der Hund angemeldet ist und man darf keine Tiere mehr außerhalb von Züchtern (die im Verein sind, nicht so billig wie in Österreich) oder dem Tierschutz kaufen. Wer einen Ups-Wurf hat, muss die Welpen ans Tierheim geben und sie werden darüber vermittelt. Kontrolliert man wen, der seinen Hund nicht angemeldet hat, gibts 2000 Euro Strafe. Ich glaube anders wird das nie was werden.

    Ist der illegale Transport von Rassekatzen eigentlich auch so krass wie bei Hunden?

    Seriöse Züchter bieten ihre Tiere nach wie vor zu ähnlichen Preisen wie vor Corona an. Die überteuerten Tiere sind vielmehr Vermehrer, die damit Geld machen wollen oder Designer-Hunde züchten (Mischlinge wie Pomsky oder Labradoodle). Auch Modehunde wie Pomeranian Zwergspitze, Französische Bulldoggen etc. gehen weg wie warme Semmeln. Haben sie dann noch besondere Farben (die womöglich in einer seriösen Zucht nicht mal erlaubt sind), steigen die Preise enorm an.

    Das Problem am seriösen Züchter: Sie züchten ordentlich, haben nur begrenzt würfe und die Wartelisten sind seeeehr lang. Wer 2021 noch einen Welpen bekommt und jetzt erst anfragt, hat Glück oder passt wirklich exakt ins Profil des Züchters. Genau das nutzen die ganzen überteurten Vermehrer aus und pumpen ihre Würfe nur so raus. Letztens erst gesehen 3.000 Euro und 10 Welpen sind gefallen. Herzlichen Glückwunsch... sowas sollte langsam mal politisch geregelt werden.


    Zum Schlafthema: Ich gehe auch gern mal 3-4 Uhr ins Bett. Kein Problem, meine Hündin schläft allerdings meist sowieso ab 23 Uhr. Wir gehen dann noch kurz vorher Gassi und sie schläft weiter, bis ich aufstehe.

    Schau in den Mietvertrag, aber grundlegend müssen nur untypische Farben überstrichen werden. Ansonsten gilt quasi besenrein.


    Wir haben jetzt mit Hund ein Einfamilienhaus (Bungalow) zum Mieten gefunden. :hurra: Super toll! Aber ich merke immer wieder, dass die Anzahl und Größe der Tiere eine große Rolle spielen.

    Meine Eltern haben jetzt eine 97 m² Wohnung gefunden (gebaut 2013), die auch alle Haustiere erlaubt. ABER: Nur solange sie nicht zu groß sind und man den springenden Dobermann von der Couch unten drunter nicht hört. Ja, Dobermann war das Beispiel. Also Rassen mit schlechtem Ruf sind auch schwieriger unterzubringen. Eine Deutsche Dogge hätte aber wahrscheinlich auch nicht geklappt. |)

    Besonders neu gebaute Wohnungen erlaubten selten Tiere, je älter, desto wahrscheinlicher.

    Ich bin hier ja noch nicht allzu lange dabei. Aber noch bevor ich mich hier anmeldete las ich gern etwas mit.

    Richtig einprägsam war die Story von der jungen Frau mit dem Akita, der sich wie ein Akita verhielt und dann in den Garten der Eltern abgeschoben wurde. Sie wollte sich dann ja einen Husky holen. Das war beeindruckend wie die partout nicht glauben wollte, dass das Verhalten irgendwie an der Rasse liegt...

    Wir schmunzeln und ärgern uns über sowas, aber das passiert leider so oft.

    Sogar mein Bruder würde das z.B. nicht glauben, bzw. nur mit viel Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit. Er meint auch, mit Erziehung bekommt man alles hin. Und das obwohl er auch mit einem deutschen Schäferhund aufgewachsen ist, die durchaus bumms hatte und sehr rassetypisch war.

    Es fällt vielen schwer, Rasseeigenschaften zu akzeptieren. Für die ist Hund gleich Hund und was bei einem klappt muss auch bei allen anderen klappen - sind ja alles Hunde.

    Das erlebe ich auch oft, dass jeder glaubt, mit Erziehung geht doch alles. Und wenn was nicht geht, ist der Hund einfach schlecht erzogen (Start ins Leben und Rasse sind eher ausreden). Im Forum trifft man da ja regelmäßig auch Threads, wo explizit Schutzverhalten gewünscht ist (und das geht leider sehr oft schief). Selbst der Bruder meines Partners hat letztens in der Runde getönt, dass der Hund ihn ja beschützen müsse und mit Erziehung ist das ja alles kein Problem (Null Hundeerfahrung!). In wie vielen Threads man sich da den Mund auch fusselig redet. Wieso wird das nach außen hin eigentlich so schlecht vermittelt, dass Hunderassen wirklich gravierende Unterschiede haben und Erziehung nicht alles ist? Tatsächlich wusste ich das vor meinem eigenen Hund selbst nicht.

    Erinnert ihr euch noch an die Mutter, die ihren Töchtern als Überraschungsgeschenk zwei Shelties vom Vermehrer holen wollte (statt wie gewünscht Aussie und Border). Nach viel Gegenwind im Forum, fragte sie immerhin ihre Kinder, die keinen Sheltie wollten. Frage mich, was sie nun holen werden. Einsicht zum Thema Vermehrer ist leider auch oft kaum vermittelbar. (Das merke ich auch in Rassegruppen auf FB, wo gefühlt jeder 4. Hund vielleicht von einer guten Zucht kommt)

    Es passiert mir manchmal, dass ich mich an alte Threads aus dem Dogforum erinnere. Meist erfährt man natürlich nicht, wie es weiter ging. Wahrscheinlich kann man sie deswegen nicht vergessen.

    Da gab es ein Mädchen, dass einen Sheltie wollte. Allerdings war im Haus bereits ein Schäferhund, der sein dasein recht einsam im Garten fristete. Nachdem viele Foris dann Tipps gaben, sich mit dem Schäferhund der Eltern einzulassen und so mehr über Hunde zu lernen, gab es kurzzeitig Updates, wie das Schäfertier langsam unter ihrem Einsatz aufblühte. Die Fotos von seinem aufmerksamen Blick werde ich nie vergessen.

    Oder der süße Akita, der immer mit am Badesee und Café war, viele Hundefreunde hatte und auf einmal nicht mehr zu kontrollieren war. Viele haben erklärt, dass es typische Charaktereigenschaften sind, dass der Hund nun keine anderen Hunde mehr mag. Doch Einsicht kam keine. Der Hund muss doch wieder wie vorher einzustellen sein! Immerhin haben fast alle Freunde einen Hund und man möchte sich weiter täglich mit allen treffen. Wo ist nur ihr süßes Baby hin? Ich wäre sehr neugierig, was daraus geworden ist.

    Auch Nova, die sicher viele aktuell noch kennen, wird nie aus meinem Kopf verschwinden. Selten war ich hier so betroffen, wie wegen dieser kleinen Teufelin. Ich hoffe, irgendwann gibt es Updates zum Sternenstaub.

    Habt ihr auch solche Geschichten aus dem DF, die ihr für immer im Gedächtnis behalten werdet?

    Ich picke mir jetzt mal etwas aus dem Text heraus:

    "- Wenn es am Zimmer klopft, dann schicke ich ihn (fast) immer auf seinem Platz und dort sitzt er dann wild jauelnd/johlend hoch gefrustet, weil er nicht Hallo sagen darf und quengelt. Wenn ich ihn nicht auf den Platz schicke, dann springt er wie verrückt vor Freude um die Leute. (Was er nie macht, wenn er sie einfach in der Küche trifft??)"

    Das klingt weniger nach Freude, als viel mehr nach Kontrolle. Er korrigiert den Eindringling mit dem Anspringen und fordert eigentlich, dass er nicht weiter rein kommt. Küche ist weniger relevant als dein Raum, was Kontrolle angeht.

    Meine Büro Hündin mag alle Kollegen, aber meine Ecke, in der sie mit mir sitzt, ist sichere Zone. Hier würde sie auch jeden anspringen, damit er bitte Abstand hält und nicht in diese Zone Eintritt. Ihr wird das zu eng.


    Euer Problem ist schon viel zu lange gefestigt. Da muss ein guter Trainer ran. Das wird eine längere Aufgabe.

    PS: Manche Hunde sind nicht für das WG Leben gemacht. Das sollte man immer bedenken, dass solche Hunde dann da reingepress werden.