Beiträge von DarFay

    Das schwierige am BC ist nicht die Zeit der Auslastung. Die Schwierigkeit ist es, dass die Auslastung sehr exakt passen muss und es ein Balanceakt sein kann zwischen zu viel und zu wenig. Die Rasse ist einfach schnell über- oder unterfordert. Allgemein ist sie sehr schnell überlastet (also kein typischer Alltagsbegleiter, der überall mit hin kann - die Eindrücke überfordern diese Hunde schnell). Und deshalb ist der BC einfach mit Bedacht zu wählen und besonders für Hundeanfänger oft schwieriger zu handhaben (damit er quasi unproblematisch bleibt).

    Ich empfehle euch einen Welpen vom seriösen Züchter, den ihr von klein auf selbst formt. Ihr habt bereits lange gewartet und geplant, nehmt jetzt nicht den schlecht aufgewachsenen Mischling. Vielleicht macht ihr einen neuen Thread auf oder fragt hier zum Thema Rasseberatung. Was sucht ihr, was bietet ihr, optische Vorlieben etc.

    (Ein guter Züchter nimmt seine Hunde nämlich zurück, wenn es Probleme gibt. Da der Hund aber nun einfach weiter verkauft wird, sieht das eher schwach aus.)

    Sunny hat schon einige Umzüge hinter sich. Rumänien - Pflegestelle - Berlin - Österreich 1 - Österreich 2. Ich habe ihr grundlegend Rituale beigebracht, die auch beim Umzug sehr gut helfen. Kong zum Schlecken, nur ein Raum, Musik, Getragens Kleidungsstück. Einfach alles wie immer umgesetzt, Kamera an und weggehen. Normal lief das immer super, obwohl sie auch kein einfacher Alleinlasser ist.

    Läuft es gut, würde ich auch nicht zu klein starten und direkt zurückkommen. Ruhig typische Zeiten umsetzen. Und wie immer vor dem Gehen agieren.

    Hier fiel auf: Die ersten 2 Wochen lief es quasi perfekt. Dann kam kurz etwas Protest (war ausprobieren) den ich weitestgehend ignoriert habe und dann lief es wie immer.

    Genau der Grund, warum ich Auslandtierschutz immer fragwürdiger finde. Echt unglaublich, einen solchen Hund ohne Vorwarnung und dann noch an Anfänger zu vermitteln.

    Das finde ich auch krass, besonders, wenn die Rasseart so deutlich zu erkennen ist. Sind die so schlechte Tierschützer und erkennen nicht mal sowas oder spielen die einfach blind...

    Tatsächlich tummeln sich auf Hundewiesen eher ,sagen wir mal, unerfahrenere Menschen. Meist kümmern sich die Besitzer dann auch nicht mehr um ihre Hunde, lassen die Wuffis frei schalten und walten. Währenddessen wird dann mit anderen Leuten geredet, keiner passt auf.

    Kein Hund, der immer nur spielt, verbeißt sich spontan. Das brodelt meist schon viel länger. Das Verhalten steigert sich und steigert sich und die Spitze vom Eisberg sind dann feste Bisse. Wahrscheinlich kontrolliert dein Hund alle, die da so rumlaufen (inklusive der Menschen). Der Husky hält sich wahrscheinlich schon länger nicht an seine Regeln und nun ging es eben eine Stufe weiter.

    Der HSH ist optisch wirklich sofort zu erkennen. Solche Hunde sind sehr eigenständig und lassen sich kaum beeindrucken (sie passen ohne menschliche Aufsicht auf Rinder auf, vertreiben/töten Wölfe). Darum braucht es hier einen Trainer, der HSH Erfahrung hat. Denn 0815 Training wird da wahrscheinlich nicht fruchten. Viel Erfolg und meide die Hundewiese, sonst kann noch schlimmeres passieren. Dein Hundefreund beginnt gerade erst, richtig seinen Charakter zu zeigen. Maulkorb kann ich ebenfalls nur empfehlen, das sofort zu üben.

    Eigentlich haben HSH in Wohnungen und Hundewiesen wirklich nichts verloren. Das passt nicht zu ihrem Wesen und dann passiert genau sowas.

    Schau nach einem Sicherheitsgeschirr. Sehr wichtig beim Auslandshund. Meinen Pflegehund vom Ausland hat der Fahrer aus der Box getragen und in seinem Auto direkt in meine Box gepackt. Keine Chance zur Flucht.

    Eine gute Organisation erklärt dir eigentlich alles.

    ich muss hier jetzt auch mal schreiben, bin richtig gestresst.
    Meine zwei können eigentlich super alleine bleiben seit Jahren ist das kein Thema, aber Montag war plötzlich echt krass und heute auch. Seit jetzt Eineinhalb Stunden ist ständig Gebell...ich hab ne Kamera und das Ding ist, die liegen da im Flur und bellen einfach ..im liegen. Die bellen ins nichts . Manchmal springen sie dann plötzlich auf uns bellen in die Küche :exploding_head: Fenster sind alle zu, da ist nichts, da steht nichts was da sonst nicht steht usw.

    Ich weiß nicht was ich machen soll. Aktuell haben sie Schlafzimmer, Flur und Küche , denkt ihr es wäre Sinnvoll sie morgen mal nur auf das Schlafzimmer zu begrenzen? Ich bin seit 8 Uhr auf der Arbeit und aktuell einfach so gestresst deswegen , es ist wirklich uncool (mitnehmen zur Arbeit ist leider keine Option)

    Kann es sein, dass es geklingelt hat? Oder das Nachbarn durch das Bellen mal klingeln?

    Ich drücke die Daumen, dass eines der Dinge die Lösung ist.

    Kleine Geschichte (wo der Auslöser bekannt und weg war): Als meine Hündin in ihrem Hundebett lag (wird nur nachts, wenn wir alle schlafen, genutzt), fiel ihr ein Löffel auf den Körper (sie bekam da Zahnputzflocken). Seitdem war der Raum und das Bettchen uuuunheimlich. Da wir aber IMMER alle mit geschlossener Tür zusammen im Schlafzimmer liegen, musste sie mit. Schleichend ging sie in ihr Körbchen, wochenlang. Mittlerweile ist alles wieder normal, weil wir damit "normal" umgegangen sind. Die vielen Momente, in denen nichts passiert ist, haben den einen Moment mittlerweile abgelöst.

    Wenn also gesundheitlich alles ausgeschlossen ist, hilft irgendwann vielleicht entspannte Konfrontation.

    In meinen Augen: Je größer der Hund, desto besser sollte man sich auskennen / ein Gefühl für Hunde haben.

    Besonders Rassen mit Tendenz zur Aggression/Reaktivität sind ja eher keine Anfängerhunde. Da Unerfahrenheit nun mal schnell zu blöden Situationen führt.

    Aber wie bereits gesagt: 30 Jahre Hundeerfahrung machen keinen Profi aus. Viele, die lange Hunde haben, überschreiten so sehr die Grenzen ihrer Hunde und merken das nicht einmal. Viele Hunde sind jedoch sehr gnädig mit ihren "dummen" Besitzern. Manche Rassen teilen da aber schon eher aus und genau die sollte man schon kritischer betrachten.

    Wenn ich da jetzt mal meine Rumänin in die Runde werfen: Angstaggressiv gegenüber Hunden, Angstaggressiv gepaart mit territorialem Verhalten gegenüber Menschen (würde in die Wade zwicken). Als 60 cm Hund eine Katastrophe. Nicht nur, weil man den Hund eventuell nicht halten kann, auch weil andere viel verschreckter auf sowas reagieren, als beim 30 cm Hund. Da ich sie aber körperlich im Griff hatte, ging das Training auch viel einfacher von der Hand (auch psychisch, da ich zur Not stärker bin und andere Menschen sie nur knuffig fanden, statt mich beim Amt zu melden oder sowas). Fast ein Jahr hatte ich ein "Monsterchen" an der Leine. Nun ist das Straßentier gebändigt. Ob ich das als Ersthundhalter mit einem Schäferhund hinbekommen hätte? Ich denke nicht, hier war die Größe der Rettungsanker. Jetzt mit der Erfahrung wüsste ich auch, wie ich einen großen Hund souverän angehe. Da ist einfach auch mehr Vertrauen in mich selbst vorhanden.