Nur weil ein Hund jagdliches Interesse zeigt (und das tun die allermeisten Hunde!), muss der noch lange nicht auf den Hundeplatz, um das in den Griff zu kriegen. Das hängt doch völlig von der Ausprägung des Jagdtriebs und dem Hundetyp ab. Und davon, wie wichtig es dem Hundehalter ist, seinen Hund draußen ableinen zu können.
Eigentlich möchte auch jeder Hund, unabhängig von der Rasse, sinnvoll beschäftigt und ausgelastet werden. Selbst die Zwerge aus der FCI-Gruppe 9.
Pudel kenne ich ja nun eine ganze Menge und die wenigsten davon haben jemals einen Hundeplatz von innen gesehen. Auch der Jagdtrieb, wenn vorhanden, ist im Regelfall gut kontrollierbar. Gerade dieses "Alles kann, nichts muss" macht diese Rasse zu im Normalfall sehr leichtführigen und unkomplizierten Hunden.
Und Spitz, Tibet Terrier, Elo, Kromfohrländer und Collie sind ja nun alles, aber im Regelfall sicherlich nicht jagdlich ambitioniert. Keine Ahnung, wie du darauf kommst. Von den genannten Rassen dürften lediglich Eurasier, Beagle und Cocker einen im Schnitt eher ausgeprägten Jagdtrieb mitbringen. Wobei es bei allen drei Rassen auch immer wieder Exemplare gibt, die da völlig problemlos sind. Bei Pudeln ist ein stark ausgeprägter Jagdtrieb untypisch und auch nicht erwünscht, kommt aber gerade bei den Großen hin und wieder mal vor.
Was all diese Rassen, gute Erziehung und Sozialisation vorausgesetzt, zu angenehmen Begleit- und Familienhunden macht, ist, dass sie im Regelfall unproblematisch mit anderen Hunden und Tieren sind, keine Schärfe oder nennenswerten Schutztrieb mitbringen und Anforderungen an Erziehung, Auslastung und Beschäftigung stellen, die auch von ambitionierten Ersthundehaltern und Familien erfüllt werden können.