Ich hab mir im zweiten Semester meinen Hund ins Haus geholt, genauer gesagt in eine 3er-WG mit ~70 qm im 2. Stock.
Mein Hund hat 25 kg auf 55 cm Schulterhöhe und ist drinnen extrem gechillt, das geht ganz hervorragend.
Die Auslastung findet ohnehin draußen statt, Hunde verschlafen eh den Großteil des Tages, und es ist ihm herzlich egal, ob er 20 oder 200 qm zum Rumliegen zur Verfügung hat (wenn ich nicht daheim bin und meine Mitbewohnerinnen auch weg sind, ist er in meinem Zimmer auf ~23 qm begrenzt - liegt halt rum, wechselt mal zwischen dem Sofa, seiner Decke und kühlem Laminat und das war's (es kommt aber selten vor, dass wir alle drei außer Haus sind, meistens hat er die ganze Wohnung)).
Solange er seine Spaziergänge mit Bespaßung bekommt und regelmäßig Hundekumpels um sich rum hat, ist die Größe der Wohnung wirklich egal. Ich hab regelmäßig Sitterhunde hier, dann verteilen sich 2-4 dösende Hunde auf mein Zimmer, Flur und Küche.
Also ich finde, eine kleine Wohnung ist kein Problem, wenn man einen gechillten Hund hat, der gelernt hat, dass drinnen nicht getobt wird.
Gedanken würde ich mir nur wegen der Etage machen: Einen alten oder verletzten Hund muss man notfalls vielleicht tragen können, wenn Treppensteigen nicht mehr funktioniert. Bei einem Welpen muss man zwecks Stubenreinheit oft blitzschnell raus, da ist ein langer Weg durch's Treppenhaus vielleicht auch manchmal doof.
Generell find ich es eine gute Entscheidung, im Studium einen Hund anzuschaffen - wenn man sich der Verantwortung bewusst ist und entsprechend bereit ist, seine Prioritäten zu setzen. Ihr klingt so, als ob ihr da vernünftig herangeht und nix überstürzt, daher trau ich euch genug Verantwortungsbewusstsein zu, so von dem, wie du schreibst.
Wenn man als Akademiker dann im Berufsleben ist, wird notfalls ja wohl auch das Geld da sein für HuTa oder Sitter in irgendeiner Form, falls es anders gar nicht geht. Ich würde bei der Rassewahl darauf schauen, dass der Hund in der Hinsicht unkompliziert ist - also kein extremer "Ein-Mann-Hund", kein extrem herausfordernder Charakter - eben ein netter, aufgeschlossener Hund, der für andere Menschen leicht zu händeln ist.
Von Qualzuchten wie Frz. Bulldogge und Mops würde ich dringend abraten.
Die Mutter der Freundin meines Bruders (
) hat eine Frz. Bulldogge aus dem Tierschutz. Vorhin hat mir mein Bruder am Telefon Folgendes erzählt: Die sind wohl mit dem Zug unterwegs gewesen, die Klimaanlage ist ausgefallen und so saßen sie dann längere Zeit im überhitzten Waggon. Irgendwann ist die Bulldogge komplett kollabiert, das muss sau knapp gewesen sein, den Hund in der nächsten Stadt zum erstbesten TA zu bringen. Der Hund hat fast sein Leben verloren, weil er seinen Körper durch die missgebildete Kopf- bzw. Schnauzenform nicht mehr kühlen konnte. Ich war so schockiert, als ich das gehört hab, da ist mir echt nix mehr dazu eingefallen. Der Hund muss übrigens demnächst auch operiert werden, damit er wieder halbwegs Luft bekommt.
Ich hab so eine Wut auf jeden, der Welpen dieser Rassen in die Welt setzt. 
Es gibt so viele nette, gesunde und lebensfrohe Hunderassen, da muss man sowas wirklich nicht unterstützen. Schaut euch doch in der FCI-Gruppe der Begleithunde um, da sind so viele Rassen dabei, die super passen könnten. Auch andere Rassen als in der Gruppe könnten passen, und ein Gang ins Tierheim ist sicher auch nicht verkehrt für eure Ansprüche. 
Schön, dass ihr euch Gedanken macht und euch informiert! 