Beiträge von Gersi

    Die 4,5-Stunden werden für die ersten drei, vier Monate nicht funktionieren. Irgendwann kann ein Hund so lange allein bleiben - aber wann das ist, ist individuell. Da brauchst du einen anderen Plan.

    Hat deine Mutter einen Garten? Ansonsten wird der Teil nämlich auch schwierig. Wenn ein junger Hund muss, dann muss er - Kleinkinder fertig machen und aus der Tür haben, dauert zu lange... Das alleine ist schwer zu koordinieren.

    Generell hast du zwei Wesen, für deren Bedürfnisbefriedigung du komplett verantwortlich bist, die nicht/schlecht warten können - und deren Bedürfnisse oft nicht zusammenpassen.

    Auch der Umgang miteinander muss sowohl vom Kind als auch vom Hund gelernt werden. Kind darf den Hund nicht ärgern, stören (das muss ein absolutes Tabu sein) - Hund darf das Kind nicht wild bespielen oder Spielsachen klauen. Bis die beiden das gelernt haben, wirst du sie nicht aus den Augen lassen können.

    Zu guter Letzt: Du schreibst, dass dein Mann von morgens bis abends aus dem Haus ist und es deine Verantwortung wäre. Das wird jetzt privat, deswegen nur vage: Falls dein Mann in der Zeit, in der er zu Hause ist, das Kind ins Bett bringt, auf dem Rückweg Einkäufe macht etc. ist das eine andere Situation als wenn der Deal ist, dass er "Feierabend" und seine Ruhe hat, wenn er zu Hause ist.

    Ist letzteres der Fall, würde ich warten, bis das Kind ein paar Jahre älter ist. Auch ansonsten wird es sehr arbeitsintensiv. Ob es klappt, hängt von vielem ab: deinem Kind, dem Hund, deiner Leidensfähigkeit...

    Oh man.

    Kannst du dir spontan jetzt Urlaub nehmen/Homeoffice machen.

    Den Nachbarn kann ich verstehen - das klingt wirklich unzumutbar.

    Ich verstehe gut, dass du die Hunde nicht abgeben willst. Aber ob sie das in dem Alter noch gut lernen? Weiß ich nicht. Auf jeden Fall sind sieben Stunden für den Start zuviel.

    Frei nehmen, trainieren, hoffen.

    Und schauen, ob es doch eine Möglichkeit gibt, sie vermittelt zu kriegen - evtl. hast du keine Wahl. (außer deinen Job zu kündigen)

    Wenn man die Hunde bzw. die Rasse nicht wirklich gut kennt, kann man einen Welpen und einen Junghund während solcher Stippvisiten nicht wirklich "vergleichen". Ich wüsste zumindest nicht wie. Guck dir den Welpen als Individuum an.

    Beim Züchter würde ich immer auf die Mutter schauen. Wie gefällt die dir?

    Das ist der Züchter, bei dem die Hunde sehr wenig draußen waren? (Falls nein, ignoriere alles was jetzt kommt)

    Da gab es hier im Thread ja unterschiedliche Auffassungen - aber ich bleibe dabei, ich würde gucken, ob die Welpen genug Verschiedenes kennenlernen. (Geht nicht darum, dass sie im Baumarkt waren - aber aus deiner ersten Beschreibung heraus hätte ich Sorge, dass die Welpen mit zu wenig Reizen aufwachsen.)

    Zunächst einmal vorweg (und ist der Grenzbereich, der in ein Hundeforum passt, dessen bin ich mir bewusst): Bei einer Phobie, die dich so lange so stark einschränkt, solltest du dir professionelle Hilfe suchen, bei der es um den Umgang mit der Angst (und nicht wie bei Briefträgern um den Umgang mit Hunden) geht.

    --

    Im Bezug auf die Nachbarn und andere Begegnungen (bspw. im Cafe ist ein Hund am Nebentisch) wäre es für mich als Hundehalterin super zu wissen, dass mein Hund Ängste bei dir auslöst. Manchmal merke ich das - aber wahrscheinlich nicht immer. Ich würde dann sofort für Abstand zwischen meinem Hund und dir sorgen.

    Freilauf da, wo es wirklich sicher ist (haben wir hier zum Glück, sonst hätte ich nicht so einen Flitzterrier) , immer ein scharfes Auge auf dem Hund, und im Zweifelsfall lieber einmal mehr anleinen als einmal zuwenig.

    So mache ich das auch. Aber "wirklich sicher" ist eben auch keine 100%ige Sache.

    Zumindest hier kann dir "Eichhörnchen" tatsächlich immer mal passieren. Wenn ich danach gehen würde, dürfte der Hund noch nicht mal mehr unangeleint in den Garten.

    Wie macht ihr (mit euren nicht 100%-Hunden bzgl. Rückruf) das denn im Alltag mit dem Freilauf?

    Bei Nastro besteht immer ein Restrisiko, wenn die Leine ab ist. Sollte direkt neben ihm ein Eichhörnchen loslaufen, würde er wahrscheinlich hinterher bis zum Baum.

    Ehrlicherweise gehe ich das Risiko ein und er hat trotzdem Freilauf.

    Ich bin weit weg von 100% - aber merken viele nicht. Ich vermeide halt die Dinge, die nicht gehen.

    Ich kann mit Nastro nicht gedankenverloren leinenlos durch wildreiches Gebiet latschen, ohne dass er durchstartet wenn sich was direkt in seiner Nähe löst.

    Weiß außer mir kaum einer, weil ich mit ihm nicht gedankenverloren, leinenlos durch wildreiches Gebiet latsche. Entweder ist die Leine dran, die Gedanken an - oder kein Wild da.

    Mit einem Welpe muss man das ja auch alles üben.

    Welpe vom Züchter hat den Vorteil, dass er wahrscheinlich bestimmte Eigenschaften mitbringt. Und da gibt es innerhalb einer Rasse (also in deinem Fall auch bei reinrassigen Pudeln mit Papieren) Unterschiede worauf geachtet wird. Ich kenne mich in der Pudelzucht überhaupt nicht aus - würde aber einfach mal stark annehmen, dass es Züchter gibt, die mehr auf Umweltsicherheit und Nervenstärke achten... und andere Züchter, die bei der Auswahl der Eltern andere Prioritäten setzen.

    Leinenführigkeit trainieren wirst du müssen. Aber ein Hund, der dir (zumindest klang das so) zu außenfokussiert und unruhig ist, der wird tendenziell so bleiben... Training oder her.

    Aber - deswegen schrieb ich, es sei für dich schwer zu sehen: Ein 11 Monate alter Hund ist eben lebhaft. Zudem sind Pudel generell "spritzig". Vielleicht ist er der totale Glücksgriff. Gibt es für dich eine Möglichkeit, jemanden mit Hunde- (vielleicht sogar Pudel-) Erfahrung zum nächsten Besuch mitzunehmen?