Coole Idee und großartig umgesetzt! ![]()
Beiträge von Billi
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Puh. Echt schwierig. Ich hab bisher immer nur erwachsene Hunde mit ins Büro genommen (einmal die Woche auch nur) und mit dem einen Spitz war das wegen dem Wachen schon auch echt anstrengend, sodass ich es freiwillig gelassen habe, sobald ich die Möglichkeit dazu hatte. Es war einfach super kräftezehrend, ständig mit einem Ohr vor der Tür zu sein, um mögliche „Eindringlinge“ vor meinem Hund wahrzunehmen, damit der mich nicht drauf aufmerksam machen musste. Und ich wollte natürlich auch nicht, dass sich dann doch mal jemand beschwert und dann die Mitnahme von Hunden generell verboten wird. Das hat dann dafür aber leider an einem anderen Bürostandort jemand erledigt. Da gab es dann gleich einen Beißvorfall.
Ich kann nur sagen, dass der Büroalltag für reizoffene Hunde wie es mein einer Spitz und wahrscheinlich auch dein Aussie ist, sehr sehr anstrengend ist. Dem Spitz hat man das auch noch eine halbe Woche später angemerkt.Meinen Collie hatte ich noch nie dabei, weil ich aus gesundheitlichen Gründen aktuell fast nur im Homeoffice arbeite. Aber die erste Zeit mit Collie im Homeoffice war auch nicht ohne. Sechs Stunden mit größerer Pause gingen problemlos, aber dann wurde es für alle Beteiligten zunehmend schwieriger und ich habe immer nur gehofft, dass dann keiner mehr anruft.
Jetzt hätte ich allerdings keinerlei Bedenken, sie mitzunehmen. Sie kennt es, während meiner Arbeit zu ruhen und sie kennt aus anderen Situationen allerhand Trubel und kann auch da zur Ruhe kommen.Kannst du vielleicht vorübergehend deine Arbeitszeit reduzieren und/oder zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten und/oder eine Betreuung organisieren? Ich denke mal, mit einem blickdichten Welpenauslauf um den Schreibtisch, was zum Kauen, einer großen Pause, Routine, Routine, Routine, kann es funktionieren, aber nicht so schnell. Oder du hoffst, dass deine Kollegen solange es dauert noch die Nerven behalten, aber das hört sich ja aktuell leider nicht so danach an…
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Ich finde auch, der Hund sieht sehr sportlich aus, da würde ich schon schauen, wie ich den in Zukunft bewegt bekomme. Auch recht zeitnah, weil ja noch gar nicht klar ist, ob er auch bei dir anfangs ohne Leine laufen und mal durch einen Park flitzen kann.
Berlin ist ja grundsätzlich eine sehr grüne Stadt, da gibt es sehr schöne Ecken, wo man mit einem unkomplizierten Hund hin kann. Da wäre mir dann aber auch wichtig, dass der Hund nicht jagt. Probier am besten mal einen Waldspaziergang mit ihm oder such die ne Kaninchenwiese und schau mal, wie der Hund reagiert, damit es am Ende keine blöde Überraschung gibt.
Hast du einen Hundesportverein in deiner Nähe? Da mal reinzuschnuppern, um Kontakte zu knüpfen (auch für ne eventuelle Betreuung), würde ich dir eh dringend empfehlen. Und dann mal schauen, was die so anbieten. Hoopers und Longieren fände ich passend für den Hund, eigentlich auch Agility, aber da wirst du nicht hinterher kommen.Rally Obedience (RO) kann man zusätzlich machen, da kommt es erst bei Turnieren auch auf die Zeit drauf an. Es ist auch eine schöne geistige Auslastung für den Hund, aber um die Konzentration dafür zu haben, muss er auch regelmäßig mal die Beine strecken können. Beim RO müsstest du aber testen, ob du das kannst. Da geht es nicht um Kondition oder Schnelligkeit, aber seinen Körper sollte man schon im Griff haben. Das soll jetzt auch kein Angriff auf dein Gewicht sein, ich bin schlank und eine der ersten, die nach der Figur 8 oder 360 Grad Drehungen ins Straucheln kommt…
Nicht, dass das jetzt so rüberkommt, als solltest du jetzt gleich den nächsten Sportkurs anfangen. Der Hund muss sich ja erstmal eingewöhnen, wenn er es denn wird. Ich fände ein Probewohnen ideal. -
jeder Verkäufer der dich ablehnt ist ein guter Verkäufer. Denen kannst du vertrauen.
Auch kleine Hunde haben Bedürfnisse außer Liebhaben und kuscheln.
So hart es klingt, aber das ist wohl wahr. Ich schaue regelmäßig einfach so nach Hunden in den Kleinanzeigen und da stehen so krass selten Hunde drin, die einfach nur ein neues Zuhause suchen, weil das Herrchen sich meinetwegen wegen Krankheit nicht mehr um seinen Hund kümmern kann. Die meisten haben Baustellen jeglicher Art oder der Text hört sich schon sehr verdächtig nach Welpenmafia oder „Hauptsache weg“ an.
Und falls du doch diese eine Nadel im Heuhaufen finden solltest - was bei deinen Voraussetzungen extrem schwierig sein dürfte - dann wirst du mit Sicherheit nicht der einzige Interessent sein und dann pickt sich der aktuelle Halter natürlich den besten Bewerber raus. Wenn dir also jemand ohne Zögern einen derart unkomplizierten Hund geben sollte, würden bei mir alle Alarmglocken angehen, denn da stimmt dann wohl was nicht. Das meine ich nicht böse, auch wenn es vielleicht so klingt.Ich habe mich auf ein paar Collies in den Kleinanzeigen beworben, als ich auf der Suche nach einem Zweithund war. Nicht die gestörten, kranken, sondern die Rückläufer vom Züchter oder eben Familienhunde, die wegen Umzug oder oder ein neues Zuhause gesucht haben. Wenn die Anzeige nicht schon eine Stunde (!) nach Einstellen wieder wegen extrem vieler Anfragen gelöscht wurde, habe ich trotz wirklich ganz guter Voraussetzungen oft nichtmal eine Antwort erhalten, weil es einfach zu viele Anfragen gab. Oder eben ne Absage, weil schon ein besserer Interessent dabei war, der mehr bieten konnte als ich und wenn es nur die Nähe zum alten Zuhause war. Mein Collie jetzt ist deswegen vom Züchter.
Meine Kater wiederum waren aus den Kleinanzeigen und ich hatte, trotz umfangreicher Katzenerfahrung und obwohl ich einen recht guten Eindruck von den Vorbesitzern hatte, das Pech, zwei kranke Kater zu bekommen, die mich sehr, sehr viel Geld allein bis zur richtigen Diagnose gekostet haben. Die Krankheit bricht in der Regel mit der Geschlechtsreife aus und genau in dem Alter wurden die beiden abgegeben. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…
Deswegen würde ich dir dringend empfehlen, an deinem ursprünglichen Plan dran zu bleiben, aber erstmal bessere Voraussetzungen für die Hundehaltung zu schaffen.
Denn ich bin ehrlich: meine Leni wäre genau so ein Hund, wie du ihn suchst: klein, lieb, mit Liebe, Keksen und regelmäßigen kleinen Spaziergängen zufrieden. Und wenn es einen Tag mal nur in den Garten geht, auch okay. Die ist aber auch schon 10 (du willst ja aus gutem Grund was jüngeres) und flitzt mir draußen trotzdem noch davon. Mein Papa hat in etwa so deine Kondition und ich würde ihm Leni zwar ohne mit der Wimper zu zucken mitgeben, aber ich müsste trotzdem noch selber mit ihr in nem flotteren Tempo und vor allem weiter Gassi gehen, damit sie auch auf ihre Kosten käme. Ich vermute, dass es deswegen auch mit dem Gassigehen im Tierheim nichts geworden ist, was ich sehr schade finde. Aber andererseits kann ich es auch verstehen, wenn die gerade keinen Hund da haben, dem das reicht. -
Mindestens zwei, höchstens vier.
Ist hier auch so. Zwei Collies fände ich ja auf Dauer ideal. Kein riesiger Altersabstand, sodass sie noch länger etwas voneinander haben, aber auch nicht zu nah beieinander, damit ich immer erst einen gescheit ausbilden kann und wenn das läuft, kommt ein Nachfolger dazu. Was natürlich automatisch irgendwann auch wieder eine Nummer 3 nach sich zieht.
Die müsste dann aber vermutlich etwas kleiner sein (Sheltie oder Spitz).
Da meine beiden Spitze inzwischen recht pflegeleicht sind, ist tatsächlich auch schon in zwei bis drei Jahren ein zweiter Collie als Nummer 4 geplant.Ein bisschen Schiss hab ich davor zwar schon, weil ich noch keine Ahnung hab, wie ich die alle im aktuellen Auto verstauen soll, und die Begeisterung bei meinem Mann hält sich auch seeehr in Grenzen, aber da finde ich hoffentlich noch eine Lösung. Finanziell, von der Betreuung und Zeit geht das aber noch ganz gut. Alles darüber hinaus könnte aber kritisch werden.
Im Moment mache ich mit allen drei Hunden Rallyobedience und mit Juna Flächensuche. Da würde ich mit dem nächsten Collie gerne auch hin. Die Spitzis sind leider schon zu alt dafür und einer auch nicht wirklich geeignet.
Ich hätte auch gerne ein Plätzchen für ein, zwei, VIELE
Notspitze, aber das lässt sich leider nicht mit meinem Alltag vereinbaren. Wenn die Hunde nicht so pflegeleicht wären, wie sie es momentan sind, würde ich schon bei zweien sehr, sehr alt aussehen…
Oder wenn ich getrennte Gassirunden gehen müsste. Das mache ich mit der aktuellen Konstellation zwar auch ab und an, aber ich kann auch einfach mit allen zusammen los. Falls es bei Charly wegen seiner kaputten Pfote nicht mehr gehen sollte, steht schon ein Wägelchen für ihn bereit. -
Ich muss sagen, ich finde den Wandel hier im Thread einerseits sehr gut (damit meine ich Blubberl), andererseits echt traurig. Warum müssen denn jetzt noch sämtliche möglichen Horrorszenarien aufgeführt werden?
Jetzt lasst doch erstmal abwarten, wie sich das ganze Gassigehen im Tierheim entwickelt plus die Fitness der TE und welcher Hund es dann letztendlich wird. Ich finde das aktuell mögliche Bewegungspensum wirklich sehr kritisch, aber das kann ja mit entsprechendem Training nächstes Jahr schon ganz anders aussehen. Ich kenne einige übergewichtige Hundehalter, da sind durchaus auch ziemlich fitte dabei, die mir im Zweifel einfach davonrennen.
Das Finanzielle scheint ja auch machbar zu sein, das hatte sich für mich anfangs ganz anders angehört.
Und ich habe meine Hunde ehrlich gesagt auch vorrangig, um mein Leben zu bereichern. Das muss ja nicht ausschließen, dass es auch ein tolles Leben für den Hund ist. Es muss halt passen und für mich liest es sich so, als ob die TE da an gewissen Stellschrauben drehen will. -
Wenn man das Gefühl bekommt, es würde untergehen oder als Einzelfall abgetan werden, kann man gewisse Dinge schon mal wiederholen, finde ich. Es ging ja nicht gerade um die Frage nach der richtigen Farbe vom Geschirr, sondern um Themen, die hinterher großes Leid verursachen können.
Um zum Thema zurückzukommen: Ich habe in Vorbereitung auf meinen ersten Hund sehr sehr viel gelesen, auch im DF, war Gassigänger und habe dann einen Hund aufs Auge gedrückt bekommen, den ich als Anfänger niemals so hätte haben wollen. Und dann gab‘s die Bruchlandung (für mich) und viele Tränen und man hat mir hier auch stark den Kopf gewaschen, obwohl ich ja eigentlich gut informiert war und einfach nur dem Hund helfen wollte (aber das als Anfängerin natürlich nicht konnte). Aber als ich mir im Nachhinein alles nochmal in Ruhe durchgelesen habe, waren sehr, sehr viele nützliche Hinweise dabei, die wirklich geholfen haben. Sowas kriegt man da draußen vor der Tür nicht, wo die Leute drei kleine Pipirunden am Tag für normal halten, falls sie nicht einen Garten haben und den Hund einfach da reinwerfen oder alleine Gassi schicken (hier bei einigen die Normalität).
Ja, ich konnte das Ruder rumreißen, aber mir haben dazu auch weder körperliche noch finanzielle Voraussetzungen gefehlt. Und wenn dann noch Hunde vorgeschlagen werden, die mich an meine Leni erinnern (klein, mittelalt, lieb, ruhig, „Schlaftablette“, ihr Senior-Herrchen ist gestorben), dann triggert mich das schon. Weil diese Schlaftablette bei mir innerhalb kürzester Zeit dermaßen aufgeblüht ist, dass die uns allen davon geflitzt ist vor purer Lebensfreude. Ich könnte heulen, wenn ich daran denke, sie wäre zu jemandem gekommen, der „nur“ Gesellschaft und Liebe hätte geben können, aber sie nicht körperlich auslasten könnte, weil er ja von einer kleinen Schlaftablette ausgegangen ist. -
Lionn Weil Zeit einfach nicht alles ist. Ich arbeite überwiegend im Homeoffice, bin also auch meist den ganzen Tag zuhause. Aber wenn ich es - aus welchen Gründen auch immer - mal ne zeitlang nicht geschafft habe, länger raus zu gehen und das auch flott, sodass die Vierbeiner die Beine strecken können (zwei kann ich nicht ableinen, also muss ich selbst in einem flotten Tempo mitlaufen, um deren Wohlfühltempo halten zu können), dann zeigen die mir schon sehr deutlich, wie kacke sie das finden. Das ist dann für keinen schön. Und da hilft auch kein Tricksen und nix, weil sie dafür einfach nicht den Kopf frei haben. Die wollen sich bewegen. Gut, mit meinen 10-jährigen Spitzen würde das wohl inzwischen gehen (schön und im Sinne des Hundes ist es aber trotzdem nicht), aber nicht mit einem jungen, gesunden Hund.
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Auch wenn es schon mehrfach angeklungen ist, möchte ich es nochmal betonen, damit es nicht untergeht: Suche dir unbedingt vor der Hundeanschaffung mehrere (!) Hundesitter, die sowohl stundenweise als auch mal über einen längeren Zeitraum deinen Hund nehmen können. Mehrere, weil erfahrungsgemäß einige abspringen, sobald es ernst wird oder man mit dem eigenen Hund dann doch andere Ansprüche an die gewünschte Betreuung hat.
Ich bin relativ jung, schlank und wie ich lange dachte, gesund. Trotzdem hat mich eine bis dahin unentdeckte Herzkrankheit vor kurzem für mehrere Wochen außer Gefecht gesetzt. Das kann jedem in jedem Alter und mit jeder körperlichen Verfassung so gehen, aber bei starkem Übergewicht ist die Wahrscheinlichkeit doch höher, dass mal was ist. Und ich fand es sehr tröstlich, dass ich wusste, dass meine Hunde trotzdem eine echt gute Zeit hatten und ich mich ganz in Ruhe erholen und wieder fit werden konnte.
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Ach, und noch was: Ich kenne einige Hundehalter in meinem Bekanntenkreis, die ich sehr mag und die ihre Hunde lieben und andersrum. Aber die ihren Hunden aus verschiedenen Gründen nicht die Bewegung, Pflege und Ernährung geben, die sie bräuchten. Die Gründe sind unter anderem Geldmangel und körperlicher Natur, aber auch Augen verschließen. Die Hunde sind fett, ungepflegt, kommen kaum raus und haben auch körperliche Leiden, die zum Teil nicht oder nur unzureichend behandelt werden. Das ist für mich wirklich schlimm anzusehen. Aber das sieht man teilweise erst dann, wenn man schon ein bisschen in der Materie drin steckt und seine Erfahrungen gemacht hat. Deswegen noch eine Bitte: Vertraue nicht blind auf die Aussagen deiner Hundewiesenbekanntschaften und noch viel wichtiger: Werde nicht selbst so ein Hundehalter, der seine Bedürfnisse über die vom Hund stellt und da die Augen verschließt.
Und: Kümmere dich auch und vor allem um dich selbst, damit du deinem zukünftigen Hund ein gutes Frauchen sein kannst. Abnehmen ist da wirklich, wirklich wichtig, denn Laufen geht bei dem Gewicht auf Dauer ja auch auf die Gelenke. Und wenn du deswegen mal ausfällst, dauert das länger…