Beiträge von Billi

    Ja, genau. Aber nach der Anleitung ist mir überhaupt nicht klar, wie ich reagiere, wenn der Hund nicht nur nach vorne will und dann eben von der Leine gestoppt wird, sondern auf einen zu rennt, dann wieder weg, dann im Kreis um einen rum... Der blaue Fleck ist ja beim Nachfassen der Leine entstanden, als er wieder näher rankam und dann doch nochmal abdrehte. So schnell krieg ich den Fuß ja nicht wieder auf die Leine!

    Die Wiese ist jedenfalls vorerst wieder fürs Schleppleinentraining gestrichen, aber im Garten könnte ich es nochmal ausprobieren! Anfangs hat er sich im Garten an der Schleppleine ja einfach nur hingelegt und nichts mehr gemacht, aber die neue ist ja so leicht, vielleicht klappt es ja damit!

    Das mit den Katzenplätzen markieren hat er bei uns ja anfangs tatsächlich gemacht. Darum ja meine Sorge. Bei seiner zweiten Besitzerin hat er auch die Sachen der Kinder bzw. sogar eins von den Kindern markiert. Und wenn in der Straße eine Hündin läufig war, war es wohl richtig schlimm. Aber das wurde halt immer auf die Anwesenheit von den anderen Rüden geschoben. Nur meine Katze ist ja auch kein Rüde und trotzdem hat er uns eine Woche lang vor Katzenklo, Kratzbaum und eben die an die Schränke und Türen, wo die Katze sich immer langschmiert (also auf Katzenart markiert), gepinkelt. Vermutlich aus anderen Gründen, aber nun ja. Das brauche ich echt nicht wieder! Das mit dem neuen Thread ist natürlich ne super Idee. Hab deswegen zwar schon in einem Rechtsforum angefragt, aber da bekomme ich irgendwie keine Antwort.

    Mal eine andere Frage, um mal wieder auf das Thema Training zurück zu kommen: Gestern ist meine heißersehnte 15m-Canithane-Schleppleine angekommen. Extra dünn, extra leicht und ich natürlich hochmotiviert. Ich hab auf einer Wiese die Leine dran gemacht und Hundchen hoppelt gleich wie ein junges Reh über die Wiese (die anderen Schleppleinen waren ihm zu schwer, da ist er immer dem Druck ausgewichen). Freude pur bei uns beiden. Das war wirklich schön anzusehen! 1,5 Meter vor Ende der Leine habe ich ihn immer angesprochen und er kam sogar wieder bzw. hat etwas langsamer gemacht, die Leinenlänge aber zum Großteil voll ausgenutzt. Tja, und dann kam von vorne rechts über den Feldweg ein Auto :muede: Ich also die Leine gut festgehalten und einen Fuß draufgestellt, ein "Nein" gerufen, das natürlich ignoriert wurde, und schon hing Hundchen nach einem beherzten Sprung nach vorn in der Leine. Soweit fast wie im Buch, jetzt ist das Auto aber rechts an uns vorbei gefahren und der Hund an den fast vollen 15 Metern ebenfalls rechts an mir vorbei hinterher und hinter mir wieder ins Ende der Leine reingedonnert. Dann drehte er noch ein paar Volten, während derer ich versuchte, zumindest einen Teil der Leine wieder einzusammeln und in die andere Richtung wegzugehen, was mit einer Blase und einem blauen Fleck endete. Das war nun gar nicht mehr wie im Lehrbuch. Hätte ich das was anderes machen können? Erstmal nur einen kleinen Teil der Leine freigeben? Ein anderes "Freilauf"-Gebiet wählen? Mir mehr Arme wachsen lassen?

    In ruhigerem Gelände dachte ich, ich probiers mal mit dem Rückruf. Hund läuft freudig auf mich zu, ich rufe, Hund kriegt was in die Nase, biegt vor mir ab und schnüffelt sich fest. Jetzt ist mir schon klar, ich muss das erstmal wieder zuhause üben etc. pp. Aber was mache ich in der konkreten Situation? Ich habe ihn kommentarlos an die kurze Leine genommen und bin mit ihm weitergelaufen. Aber ich hatte nicht den Eindruck, dass er das mit seinem Nicht-Kommen verknüpft hat, dafür hat das Einsammeln zu lange gedauert. Bis ich die Leinen, den Hund und mich selbst sortiert habe, nun ja, ich bin da etwas umständlich veranlagt :hust:

    Ja, es ist schon Februar, das stimmt. Das ist es ja, was mich so ankotzt. Ich habe ihr zwischen Weihnachten und Silvester Bescheid gegeben, dass wir den Hund übernehmen wollen und dachte, ich fahr zum neuen Jahr schnell hin, Papiere holen, dann Hund ummelden etc. pp. Aber einen Vertragsentwurf hatte sie da noch nicht und hat mich auf später vertröstet. Vorletztes Wochenende habe ich sie dann angerufen, weil von ihrer Seite aus nichts kam, und sie hat mich wieder vertröstet, weil sie selbst nicht weiß, wie der Vertrag aussehen muss, damit sie ihr Recht an ihm als Deckrüden auch durchsetzen kann. Und zudem sind bei ihr auch echt unangenehme Dinge dazwischen gekommen. Sie wollte sich aber zeitnah kümmern... Na ja und letzte Woche ist halt wieder was dazwischen gekommen. Darum habe ich gesagt, solange es im Februar noch klappt, ist alles in Ordnung. Ich fürchte aber, das klappt auch wieder nicht... Und einen Vertrag, bei dem ich nicht Eigentümer werde, unterschreibe ich sowieso nicht. :-(

    Seriös, tja... Sagen wir es mal so, sie hat ihre Zucht schon seriös angefangen. Aber meiner Meinung nach ist ihr das vor einiger Zeit über den Kopf gewachsen. Ich kannte sie halt und wollte ihr und dem Hund helfen und gleichzeitig anhand eines katzentauglichen Hundes meiner Traumrasse testen, ob ein Hund in einem Haushalt mit meiner Kratzbürste überhaupt funktionieren kann. Das Thema Deckrüde war mir da noch relativ egal. Aber je mehr ich in die Materie einsteige, umso mehr sträubt sich alles in mir dagegen, DIESEN Hund mit diesem IK auf Teufel komm raus als Deckrüden einzusetzen, nur damit sie zuchttechnisch wieder einen Fuß in die Tür kriegt, nachdem schon so viel schief gelaufen ist. Ein oder zwei vernünftige Verpaarungen mit ihm, okay. Aber ich hab inzwischen den begründeten Verdacht, dass es keine vernünftige Verpaarung wird, sondern eine, die ich eigentlich nicht verantworten will. Und ich habe natürlich auch Angst, dass er dann bei mir auch das Markieren anfängt. Dann würde er nämlich definitiv rausfliegen. Er hat das anfangs schon ein paar Mal gemacht und ich konnte meinen Freund nur mit Mühe und Not davon abhalten, ihn sofort vor die Tür zu setzen. :verzweifelt: Aber sie sagt, zum Markieren hätte der Hund keinen Grund, solange ich keinen anderen Hund ins Haus hole. Nur, wer gibt mir darauf ne Garantie?

    Vorhin auf der Morgenrunde ging ich mal statt an der Straße lang hintenrum über die Wiese an einem Altenheim vorbei. Die haben da einen schönen eingezäunten Gartenbereich. Ungefähr in der Mitte vom Zaun ist ein Schild befestigt mit der Aufschrift: "Bitte keine Knochen über den Zaun werfen". Kann mir das irgendeiner erklären?!? :???:

    Puh, wenn ich mir das Thema Stress mal so anschaue, dann wird einiges etwas klarer! Vielen Dank für den Tipp! Aber es ist schon krass, was einen Hund alles so stressen kann. Und viele Auslöser erkenne ich bei ihm klar wieder. Ich habe jetzt für Mittwoch doch entgegen meiner Vorsätze, nicht noch mehr Geld in einen Hund zu stecken, der mir noch nicht gehört, einen Termin bei dem guten Hundetrainer gemacht. Bei allem, was ich mir jetzt gerade mühsam anlese, merke ich, dass dieser Trainer die Situation schon am ersten Tag richtig erkannt hat. Er soll jetzt erstmal "Erste Hilfe" leisten. Bis dahin versuche ich alles so ruhig wie möglich zu gestalten.

    Meine Katze ist auch gerade wieder permanent gereizt, obwohl es schon so viel besser war. Aber sobald der Hund unter Strom steht, zieht das hier sofort eine Kettenreaktion nach sich und die Situation ist generell angespannt. Mein Freund sagt inzwischen sogar, ich soll den Hund wieder zurückbringen, solange er mir noch nicht gehört, aus Rücksicht auf meine Katze und meine eigenen Nerven. Das wäre mit Sicherheit auch die einfachste Lösung. Aber ich fühle mich nun verantwortlich für den Hund und ich glaube, für den würde eine Welt zusammenbrechen, wenn er schon wieder aus einer gewohnten Umgebung gerissen wird.

    Jetzt im Februar will seine Züchterin mir endlich den Vertrag und seine Papiere geben. Ich habe aber ehrlich ein ganz schlechtes Gefühl bei der Sache. Je besser ich den Hund kennenlerne, umso weniger finde ich, dass er in die Zucht gehen sollte, traue mich aber nicht, ihr das zu sagen. Sie würde ihn mir wieder wegnehmen, wenn ich ihn ihr nicht zum Decken zur Verfügung stelle. Aber allein wenn ich daran denke, dass sie ihn für die Zuchtzulassung noch auf eine Ausstellung schleppen muss, wird mir ganz anders. Sie sieht das ja locker und hat mir prophezeit, dass er sich dort wegen den ganzen neuen Eindrücken ganz artig verhalten wird (sie war schon auf einer Ausstellung mit ihm). Aber wenn er so stressanfällig ist, wie ist der dann die Zeit danach drauf? Und wie reagiert er, wenn er dann wirklich mal gedeckt hat? Sie vergleicht ihn da immer mit seinem Vater/Opa, der überhaupt keine Probleme macht. Aber der hat ja auch nicht so eine Vorgeschichte. Keine Ahnung, ob man das dann überhaupt vergleichen kann. :ka:

    Ich bin gerade total frustriert und muss mich mal wieder hier ausheulen. Ich habe ja schon geschrieben, dass es bereits viele Fortschritte gibt, aber auch viele Rückschritte: An Tag A habe ich einen aufmerksamen Hund, der bei jedem Auto brav zu mir schaut oder es einfach ignoriert, an Tag B habe ich einen wildgewordenen Kläffer, der jaulend und schreiend in der Leine steht, sobald ein Auto vorbeifährt und auf nichts mehr reagiert. Heute war Tag B und ich bin genervt.

    Ich habe dank dem Tipp mit dem Tagebuch schon ein paar Auslöser in Verdacht: Zum Beispiel bin ich letztens mit ihm am Springer Fahrrad gefahren - ein relativ schmaler Feldweg, der eigentlich für den normalen Verkehr gesperrt ist. Trotzdem kamen uns drei oder vier Autos entgegen. Und auf dem Fahrrad hab ich ja keinen großen Einfluss mehr auf den Hund und noch schlimmer: Er kann nicht weg. Zu allem Übel ist dann auch noch ein freilaufender Hund in uns reingebrettert und das Chaos war perfekt. Am nächsten Tag habe ich deutlich gemerkt, dass ich mir damit einiges an Training kaputt gemacht habe.

    Heute war es auch wieder ganz schlimm. Möglicher Auslöser: Gestern war ich mit ihm im Auto unterwegs und musste danach noch mitten im Lieferverkehr durch eine Fußgängerzone laufen und anschließend an einer stark befahrenen Straße zum Büro und nachmittags zurück (nur ohne Fußgängerzone). Also wieder die Situation Hund im Verkehr und kann nicht weg. Nur, gestern bin ich ein paar Stunden nach der Autofahrt genau denselben Weg mit ihm gelaufen wie heute und es war alles in Ordnung!?! Warum dreht er dann erst heute durch?
    Und was heißt das konkret für mich? Immer einen Tag mit mehr Action mit einem Langeweile-Tag abwechseln? Oder jegliche möglichen Aufreger erstmal so gut es geht meiden (was schwierig ist)?

    Am heikelsten ist sein Verhalten momentan im Büro. Unzählige Leute können reinkommen oder draußen an der Glastür vorbei ins Nachbarbüro gehen und es passiert nichts. Zwischendurch gibt es aber dann mal ein oder zwei Situationen, wo er knurrend unter dem Tisch liegt und dann auch richtig aggressiv kläffend nach vorne geht, auch bei Leuten, die er eigentlich kennt und mag. Und das geht natürlich gar nicht, ich hab ja noch nicht mal ne Erlaubnis, ihn mitzunehmen. Männer mit Schnäuzer und Hut kläfft er immer an und ansonsten habe ich die Theorie, dass es daran liegt, wie die Leute reinkommen. Eher abwartend und zögerlich (=kläffen) oder ganz selbstverständlich (=Hund ruhig). Wir haben auch noch ne Glastür im Büro und ich sitze mit dem Rücken dazu, der Hund sieht also generell alles vor mir. Ganz schlimm ist, wenn die Leute vor der Tür stehen bleiben und reingucken. Bei meinem Freund im Büro macht er hingegen keinen Mucks, sondern ist der beste Bürohund, den man sich vorstellen kann.

    Dadurch, dass ich sonst fast rund um die Uhr mit dem Hund zusammen bin, liegen meine Nerven gerade etwas blank. Dieses aggressive Gekläffe, sobald irgendein Geräusch die Ruhe stört oder jemand kommt - ja, ich weiß, es ist ein Spitz. Er soll ja auch anschlagen, wenn was ist (außer im Büro). Aber er soll halt auch wieder aufhören. Ich kann ihm einfach nicht klar machen, dass er da nichts zu regeln hat. Er reagiert auf kein Abbruchkommando und selbst, wenn man ihn auf seinen Platz schickt oder ihm ein anderes Kommando gibt, bellt er weiter, während er das Kommando ausführt. Sogar wenn die Situation schon längst vorbei ist, muss er nochmal nachwuffen.

    Also, ich bekomme ihn schon manchmal ruhig. Ich schicke ihn dann auf seinen Platz, wenn er dann nochmal bellt sage ich "Aus!" und wenn er ruhig ist, dann bekommt er was zu fressen oder er wird gestreichelt. In 90 Prozent der Fälle kann ich mich aber in solchen Situationen nicht um den Hund kümmern, sondern muss sein Verhalten ignorieren, die Tür zumachen bzw. ihn anleinen und mich um den "Eindringling" kümmern. Und dann wird gekläfft und gekläfft, bis derjenige weg ist. So kommen wir natürlich keinen Schritt vorwärts...

    Ich bin gerade mal wieder überfordert mit der Vielfalt der Baustellen und hab das Gefühl, mit dem bisherigen Training keinen Schritt weiterzukommen, einfach weil es so viel ist, was es zu trainieren gäbe. Bis zum nächsten Termin beim Hundetrainer dauert es leider noch etwas. Wo setzt man denn in so einem Fall an? Vielleicht erstmal nur wenig und dafür etwas Grundlegendes trainieren statt je nach Situation mal dies, mal das? Die schlimmsten Sachen erstmal meiden und dann nochmal ganz langsam von vorn anfangen? Oder einfach weitermachen wie bisher und hoffen, dass sich irgendwann der Schalter umlegt? Am liebsten würde ich ihn ja erstmal gar nicht mehr mit zu mir ins Büro nehmen, wenn ich ehrlich bin. Aber auf Dauer geht das halt auch nicht, sonst streikt mein Freund, der ihn zwar mag, aber keinen Bock auf Gassigehen hat.

    Hallo zusammen,

    ich melde mich mal wieder zurück. Den Trainer habe ich bisher noch nicht wieder kontaktiert, sondern habe am Donnerstag erstmal einen Termin bei einer günstigeren Trainerin in der Nähe ausgemacht. Wie gut die ist, weiß ich aber noch nicht. Das mag jetzt blöd klingen, aber der Hund gehört mir ja noch gar nicht und seine jetzige Besitzerin lässt sich Zeit, was den Vertrag und die Übergabe angeht, weshalb ich im Moment bei den Ausgaben für diesen Hund etwas auf die Bremse trete, bis alles geregelt ist. Ich habe aber trotzdem nach Traineranweisung geübt, was die Autos angeht. Letztens sind wir in unbekanntem Gebiet an einer vielbefahrenen Straße vorbeigekommen (ließ sich nicht vermeiden) und Hundchen hat mich von sich aus jedesmal brav angeschaut, wenn ein Auto gekommen ist und wollte sich sein Leckerchen abholen. Man, war ich stolz! :applaus: Auch die Aufmerksamkeitsübungen zeigen schon erste kleine Früchte. Rückschläge gibt es natürlich auch zur Genüge. :muede: Aber gut, wir üben ja auch noch nicht so lange.

    Heute musste ich mich aber echt zusammenreißen, um den kleinen :fluchen: nicht auf der Stelle zu erwürgen. Ich weiß, ich bin selbst Schuld, ich hätte ihm noch nicht so viel zutrauen dürfen... Das ist passiert: Hundchen saß an der Schleppleine angeleint im Hof und hat uns bei der Arbeit zugeschaut. Die Enten sind an ihm vorbeigewatschelt, ohne dass er irgendeine Reaktion gezeigt hätte. Er ist ja auch immer beim Ausmisten, Stall öffnen und Stall schließen dabei und weiß, dass er die Tierchen in Ruhe lassen soll. Das üben wir nebenbei quasi mehrmals täglich und das klappt auch ohne Leine, solange man nah genug am Hund ist, um ihn gegebenenfalls zu ermahnen. Das ist aber nur noch sehr selten nötig. Zwischendurch kam auch meine Katze vorbei - nichts passiert. Und plötzlich, aus heiterem Himmel (Langeweile?), hetzte er ihr nach. Er sah dabei aber nicht so aus, als ob er nur spielen wollte, das war meiner Meinung nach schon recht ernst! Die beiden können sich eh nicht leiden, im Haus ist lediglich Waffenruhe angesagt. Ich hab manchmal den Eindruck, auf Katzen hat er einen richtigen Hass (das wäre allerdings auch nicht verwunderlich, er soll von den Katzen seiner Vor-Vorbesitzerin regelmäßig verdroschen worden sein). Jetzt mache ich mir natürlich Gedanken, ob man ihm das Verhalten überhaupt noch abgewöhnen kann. In dem Antijagdtraining-Buch steht ja zum Beispiel, dass man auch bei erfolgreichem Training immer mit offenen Augen spazieren gehen muss. Aber der Spitz soll ja Hofhund werden und auch draußen immer mit dabei sein - da hat man einfach nicht immer einen Blick auf den Hund und das ganze Drumrum. Meint ihr, das kann der Hund noch lernen? Ich darf mir gerade von allen Seiten anhören, dass sowas nur klappt, wenn der Hund das von klein auf kennenlernt. Stimmt das?!? :verzweifelt:

    Ich kann jetzt zwar nicht viel zum Thema beitragen, aber ich hab grad auf die Züchterseite geklickt und kenne zufällig jemanden, der von dort einen braunen Labrador hat. Der Rüde ist riiiiesig! Er wiegt ca. 50 Kilo und hat dabei schon Idealgewicht. Ich weiß nicht, ob das für einen Labrador-Rüden normal ist, aber wenn ich an den Zuchtrüden vorbeifahre (die sind von der Straße aus in ihren Zwingern zu sehen), dann sind die alle sehr bullig. Bei dem mir persönlich bekannten Labrador hängen die Lefzen und Augenlieder runter, wie bei ner Dogge. Ich weiß nicht, ob das normal ist, weil ich mich mit dem Rassestandard vom Labrador nicht auskenne, aber dieser Typ Labrador gefällt mir persönlich nicht. Will jetzt aber niemanden schlecht machen, sondern nur meine persönlichen Eindrücke schildern. Vielleicht sieht aber so auch die Show-Linie vom Labrador aus, keine Ahnung. Die Hundehalterin ist jedenfalls sehr zufrieden mit ihrem Labbi. Er ist ein ganz freundlicher Hund.

    Hmmm, okay. Also kann ich wohl auch bei den Autos von Angstaggression ausgehen. Das heißt also für mich, noch kleinschrittiger vorgehen und schlimme Stressauslöser meiden, oder?

    Wir haben ja einen sehr guten Trainer, leider macht er das aber nur nebenberuflich und wohnt auch etwas weiter weg. In der Nähe gibt es noch maximal einen, der positiv arbeitet, ansonsten wird mir hier der Reihe nach Sprühhalsband, Leinenruck und Wasserflasche empfohlen. Bei unserem Trainer hatten wir aber erst zwei Stunden und da hat der Hund auch noch lange nicht die ganze Bandbreite an Macken gezeigt, die er jetzt hat. Da dachte ich noch, das Jagen wäre unser größtes Problem. Der Trainer war am Anfang erstmal entsetzt über den emotionalen Zustand des Hundes und hat uns dann zum Vertrauensaufbau geraten und uns ganz ausführlich das Clickertraining erklärt und uns bei den ersten Schritten angeleitet. Und uns eben das theoretische Vorgehen bei dem Autoproblem erklärt, weil der Hund das in der Stunde mit dem Trainer partout nicht gezeigt hat (es hat in Strömen geregnet).

    Aber die Umsetzung ist so müßig. Vor allem, weil sich die Macken in der letzten Zeit erst richtig aufgebaut haben und man das Gefühl hat, einen Schritt vor und zehn zurück zu machen. Wobei der Gipfel ja jetzt langsam erreicht sein müsste, also kann es ab jetzt ja eigentlich nur noch vorwärts gehen!

    Wie oft ist denn so eine Einzelstunde beim Trainer sinnvoll? Reicht es, wenn wir das einmal im Monat beibehalten? Einen Goldesel hab ich ja leider auch nicht.