Beiträge von nicodamius

    Wir haben hier auch einen Hund der Katzen "zum Fressen" gerne hat und 2 Katzen vervollständigen unseren Haushalt.

    Der Hund war zuerst da und die Katzen kamen dazu.

    Die ersten 2 Monate habe ich zwei Räume mit Gitter abgetrennt. So konnten die Tiere sich sehen und riechen, aber kamen nicht in direkten Kontakt.

    Danach hat es bei uns noch gute 8 Monate gedauert, bis der Hund soweit war, die Katzen nicht mehr als potenzielle Beute zu betrachten.

    Ich glaube ich habe Hund und Katze 2 Jahre lang nie unbeaufsichtigt gelassen. War eine stressige Zeit.

    Heute ist es so, das es für alle normal ist, das die anderen da sind. Der Kater begrüßt den Hund wenn wir vom Gassigehen kommen und schmust mit ihm und der Hund schaut nach ob beide noch zu Hause sind. Alleine lassen geht auch ohne Probleme. Wir haben sie des Öfteren beobachtet, und entweder schläft jeder an seinem Lieblingsplatz oder sie teilen sich die Couch. Ganz friedlich, unaufgeregt und vor allem ohne den geringsten Ansatz zum stänkern oder jagen.:smiling_face:

    Wenn es dem Hund zu viel getobe ist, stellt er sich einmal mitten in den Raum und bellt, die Katzen antworten ihm und alle sind wieder zufrieden. Sie schlafen inzwischen gemeinsam auf der Couch und der Schlafplatz vom Hund wird oftmals von der Katze genutzt und Herr Hund versucht sich dann irgendwie mit rauf zu drängeln. Der Kater gibt sein Futter ab und bei besonders leckeren Sachen sitzen sie wie die Orgelpfeifen zusammen und warten das was abfällt.

    Aber um die dahin zu bekommen hat es Jahre gedauert und war teilweise wirklich stressig.

    Unsere vorherige Hündin hatte mit Katzen gar kein Problem, weder draußen noch drinnen. Ich glaube es kommt auch ganz viel auf den Hund an, aber es ist meistens machbar, wenn man hinterher ist.

    Ich weiß wie es ist, wenn die Hunde einen finden und nicht umgekehrt. :verzweifelt:

    Bis dato zogen hier immer Tierschutzhunde ein.

    Unser letzter und aktueller Hund stammt auch aus einer Vermehrungsstation. Er kam zu uns mit 5 Monaten und hatte schon einige Hände hinter sich.

    Wären meine Kinder zu dem Zeitpunkt noch jünger gewesen, wäre der Hund niemals eingezogen bzw. so schnell wie möglich wieder weiter gewandert. So schlimm sich das anhört, aber einen Hund der einen Deprivationsschaden hat oder auch nur sehr schlechte Aufzuchtsbedingungen, kann man nie nicht nimmer mit einem Hund vergleichen der von einem Züchter kommt und das Leben kennen gelernt hat.

    Darüber solltet ihr euch im Vorfeld im Klaren sein.

    Unser Hund hat ein massives Deprivationssyndrom und seit 12,5 Jahren müssen wir extrem managen, einen sehr strukturierten Tagesablauf haben. Schon kleinste Änderungen führen beim Hund zu massiven Stress, damit zu Aussetzern, was wiederum für alle gefährlich werden könnte, da unser Hund z.B. den Standpunkt vertritt Angriff ist die beste Verteidigung.

    Das alles muss einkalkuliert und geregelt werden können. Und genau da sehe ich das Problem mit 2 kleineren Kindern.

    Es muss nicht sein, aber es besteht durchaus die Möglichkeit, das der kleine Kerl einen Schaden davon getragen hat.

    Bei kleinen Kindern würde ich dieses Risiko nicht eingehen wollen.

    Unser Hund war keine 30 Minuten bei uns zu Hause, als die erste Verletzung beim "Kind" durch den Hund anstand. Zum Glück war mein Kind schon so alt, das er die Schuld eher bei sich als beim Hund gesucht hat, aber es hat Jahre gedauert bis unser Hund sozial halbwegs kompatibel war, bis wir dem Hund vertrauen konnten und ihn so einschätzen konnten, das er keinerlei Gefahr für andere darstellte.

    Heute ist er für mich mein Traumhund, aber auch nur, weil ich mich angepasst habe und unser Leben mit ihm, auf seine Bedürfnisse angepasst habe.

    Wären meine Kinder zu dem Zeitpunkt noch klein / jung gewesen, wäre das nicht möglich gewesen.

    OH, ein IBD-Hund! Hast du das Gefühl, dass es auch während seiner Schübe hilft?

    Wir hatten das Theater erst letzte Woche. Ich betrachte das komplett außen vor, also gar nicht in Zusammenhang mit Librela.

    Aber er lief die Woche mit Schub vom Gangbild her genauso wie vorher, also würde ich sagen es hilft auch wenn er anderweitige Probleme hat. Und Nebenwirkungen, gerade im Bereich IBD habe ich gar keine feststellen können.

    Da viele Erfahrungsberichte auch vielen helfen, von daher auch meiner.

    Im Mai hatte ich hier angefragt, wann es denn sinnvoll sei, den Hund gehen zu lassen. Da kam unter anderem auch der Vorschlag es mal mit Librela zu versuchen, bevor alle Hoffnung aufgegeben wird.

    Nun ja, unser Opa hat heute seine 3. Injektion bekommen und er ist immer noch bei uns. :hurra:

    Bei ihm hat die Spritze super geholfen. Da ich aufgrund der IBD kaum Schmerzmittel geben kann, war das einfach einen letzten Versuch wert. Und was soll ich sagen, er läuft wieder rund. :applaus:

    Librela ist kein Jungbrunnen und man merkt ihm an, das er einfach alt ist. Aber er hat deutlich weniger Schmerzen, kommt wieder alleine aufs Sofa, geht - abgesehen von der Hitze jetzt, wieder gerne spazieren, und ist alles in allem einfach ausgeglichener. Er kommt jetzt wieder gerne mit dem Kanu mit, möchte überall dabei sein und fühlt sich pudelwohl.

    Für uns war es der letzte Versuch, bevor wir ihn hätten gehen lassen und ich muss sagen ich bin sooooooooo dankbar das wir es versucht haben.

    Wir zahlen hier für einen 35 KG Hund 70,-€, was ich angemessen finde.

    Ich erwarte keine Wunder von der Spritze, und unsere Spaziergänge sind weiterhin recht geruhsam, aber so zwischendurch muss ich ihn sogar bremsen, damit er sich nicht übernimmt, einfach weil ihm nichts mehr weh tut.

    Solange diese Wirkung bei ihm eintritt, erhält er weiterhin im Turnus die Librela Injektion, und wir leben mit einem tütteligen, altersstarsinnigen 35 KG Pöbler, der sein Leben genießt.

    So genießen wir jeden Tag mit ihm und leben wirklich einfach nur Tag für Tag, weil irgendwann das Alter ihn auch mit Librela einholt.

    Wenn das Fressen und die Verdauung nicht mehr richtig funktionieren, kommt denke ich der Zeitpunkt, wo man über das Loslassen ernsthaft nachdenken muss.

    Genau das ist der Punkt wo ich jetzt dran hänge.

    Durch seine IBD hatte er schon immer Magenprobleme, Durchfall und Erbrechen. Das hatten wir aber meistens in den Griff bekommen. Da jetzt aber die Medikamente Schuld sind stehe ich da. Ohne kommt er nicht aus aber mit spielt der Magen verrückt.

    Warum muss so eine Entscheidung getroffen werden

    Bei meiner Schäfi- Dame hab ich zu lange gewartet. An dem Tag, an dem der Tierarzt zum Einschläfern kommen sollte, ist sie im Garten unter einem Strauch gestorben. Da hat sie sich mit letzter Kraft hingeschleppt. Heute denke ich, ich hätte ihr die letzten zwei, drei Wochen ersparen sollen.

    Genau das will ich ihm nicht antun.

    Aber zu Entscheiden wann der richtige Zeitpunkt ist, ist so unglaublich schwer.

    Mein Dicker wird jetzt 13. Er hat Arthrose in den Hüften sowie in den Ellenbogengelenken, IBD und eine beginnende Demenz. Zu all den körperlichen Beschwerden kommt das er ein sehr ausgeprägtes Deprivationssyndrom hat, was wir bis dato zwar gut händeln konnten, jetzt im Alter aber wieder mit aller Intensität zum Vorschein kommt.. Er sieht nicht mehr richtig und auch das Gehör hat nachgelassen. Gegen die Arthrose Schmerzen bekommt er täglich Schmerzmedikamente, allerdings schlagen die jetzt massiv auf den Magen Darm Trakt.

    Seit ein paar Tagen ist es so, das er morgens erbricht. Das Fressen wird zwar noch genommen, aber immer öfter nur noch widerwillig zu sich genommen und auch die über alles geliebten Leckerli werden teilweise verschmäht. Heute Nacht konnte er die Blase nicht kontrollieren und das ganze Wohnzimmer war nass. Als ich morgens mit ihm raus bin, pieselte er nochmal unheimlich viel, hatte Durchfall und erbrach. Jetzt liegt er auf seinem Lieblingsplatz und schläft, das allerdings ganz ruhig und friedlich. Bis vor kurzer Zeit war er noch gut drauf. Zwar alt und langsam, aber voller Lebensfreude und dank der Schmerzmedis auch relativ schmerzfrei.

    Jetzt schlagen die Schmerzmedikamente scheinbar nicht mehr so an wie sie sollten, die Bewegungen sind steif, die Beine zittern teilweise beim Pieseln weil die Kraft fehlt, und er knickt immer öfter beim Laufen leicht ein.

    Die Nase geht immer noch beim Gassi schleichen und wenn sein Erzfeind in Sicht ist spult er sich auf als ob nichts wäre. Aber das sind Momentaufnahmen wo ich meine er sammelt noch mal alles was er an Kraft hat um dem anderen nicht zu zeigen das er doch schon alt/schwach ist. Er freut sich wenn meine Männer von Arbeit kommen, verlangt das übrig gelassene Pausenbrot und hat zwischendurch auch noch mal gute 5 Minuten. Wenn man ihn sieht glaubt man nicht, das er fast 13 ist. Das Fell ist schön, er ist nicht grau geworden steht teilweise stolz wie Bolle da, "bewacht" sein Grund und Boden immer noch, wenn er mitbekommt das jemand da ist, aber wer ihn kennt weiß das er zu kämpfen hat.

    Heute früh als ich aus dem Bett kam und das Chaos gesehen habe, der Durchfall und das Erbrechen dazu kam, war mein erster Gedanke, ok jetzt wirst du ihn doch gehen lassen müssen. Aber ,jetzt liegt er friedlich schlafend auf seinem Platz und ich komme schon wieder ins grübeln ob die Entscheidung richtig wäre.

    Wir wollen ihn in keinster Weise leiden lassen und ihn aus purem Egoismus einfach bei uns lassen, aber zu früh möchte ich ihn auch nicht gehen lassen.

    Ich weiß momentan wirklich nicht, was ich machen soll. Wenn ich ihn beim Laufen beobachte sage ich mir, das ist nicht mehr das Wahre, wenn ich den Durchfall und das Erbrechen sehe, genauso, andererseits steht er schwanzwedelnd vor mir und fordert das Pausenbrot ein was für ihn zum Tagesablauf gehört.

    Sorry, das ist alles ein bisschen Durcheinander, so wie ich mich gerade auch fühle. Wie treffe ich jetzt für den Hund die richtige Entscheidung? Ich weiß die Entscheidung kann mir keiner Abnehmen, aber vielleicht etwas Unterstützung für die Seele?

    Mir ist klar, das ein großer, kräftiger Hund, egal ob Rotti, Schäferhund o.ä. gehändelt wer muss. Auch wenn der größte Teil erzieherisch geregelt werden kann, ist und bleibt es ein Tier, welches einfach in gewissen Situation instinktiv handeln kann und die müssen gestemmt werden.

    Aber da bis dato eigentlich alle meine Hunde ein gewisses Gewicht und eine gewisse Größe hatten/haben, traue ich mir den Umgang damit zu.

    Wir wollen uns am Wochenende noch mal zusammen hinsetzen und eine Liste erstellen.

    Wer will was, wer legt worauf wert, welche Rassen kämen noch in Frage um evtl. wirklich auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, ohne das einer ins Hintertreffen gerät.

    Da wir bis jetzt eigentlich fast immer Hunde hatten, die uns gefunden haben, soll der folgende Hund von uns gefunden und mit Bedacht ausgewählt werden.

    Und wie wäre es mit einer dritten Alternative: Beauceron?

    Das ist wirklich fiesstar-struck-dog-face

    die Rasse hatte ich gar nicht auf dem Schirm.

    Ich habe mich jetzt mal im Netz durchgesucht, und die Beschreibung hört sich ja toll an. Ich möchte gerne mit dem Hund arbeiten. Zughundesport und Nasenarbeit waren für mich die Sachen, die ich kenne und schon gemacht habe. Ich bin aber eigentlich offen für alles und würde es vom Hund abhängig machen wie der tickt, bzw was ihm liegt. Hauptsache wir haben beide Spaß an der "Arbeit".

    Aber das wäre eine Rasse die einer weiteren Informationsbeschaffung auf alle Fälle wert ist. Vielleicht könnte man damit beide Seiten (meinen Mann und mich) glücklich machen.