Was soll an einer Großstadt denn passend sein?Aus Hundesicht absolut nichts.
Viel Verkehr, kein Freilauf, höchstens auf Hundewiesen (und wer weiß, ob die gut sind, von der Lage und den anderen Nutzern).Was ein Hund braucht: Nicht nur Leinengänge, richtigen Freilauf in Wiesen und Feldern.
Ich habe jahrelang mit Hund in der Stadt gewohnt und finde das kacke.
Man muss sich halt entscheiden.
Ich finde es total unsinnig zu behaupten, in einer Großstadt könne ein Hund kein schönes und artgerechtes Leben führen. Das mag auf manche Hunde zutreffen, z.B. auf Herdenschutzhunde oder auf sehr ängstliche Hunde, die mit den Eindrücken einer Großstadt überfordert sind, aber sicher nicht auf jeden Hund.
Viel Verkehr kommt doch schon mal darauf an, wo in der Großstadt man wohnt. Wenn ich aus dem Haus trete, habe ich auch erst mal eine richtig dicht befahrene Straße, meinem Hund macht der Verkehrslärm aber nichts aus. Gehen wir 2 Minuten geradeaus, befinden wir uns schon ein einer sehr ruhigen Alleestraße, wo nur wenige Autos fahren.
Kein Freilauf - auch total pauschalisiert. Kommt ja wohl sehr auf die Verordnung der Stadt an und darauf, wie strikt das gehandhabt wird. Hier in Wien laufen ständig unangeleinte Hunde irgendwo rum, obwohl offiziell Leinen- bzw. Maulkorbpflict herrscht. Soalnge der Hund niemanden belästigt, beschwert sich da im Normalfall auch keiner.
Ich z.B. lasse meinen Hund öfters morgens und abends im Park einfach über die große Wiese laufen. Und es gibt hier sehr viele Hundeausläufe und Hundewiesen, sowohl eingezäunt als auch nicht. Und nö, da halten sich nicht hauptsächlich "Assi-Hundehalter" auf, was ja ein Gerücht ist, was sich hier im DF hartnäckig zu halten scheint.
Ich fahre in die umliegenden Wälder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vielleicht 15 Minuten, dann kann ich mit meinem Hund stundenlang durch die Wälder streifen, wenn ich will. Die meisten Großstädte haben doch eine gute öffentliche Verkehrsanbindung sodass man öfters mal ins Grüne rausfahren kann, ohne dass dies ewig dauert ![]()
Wie es am Land mit Freilauf ausssieht, kan nich nicht beurteilen, ich erinnere mich aber an einem Thread hier, in dem durchaus geschriebne wurde, dass es auch auf dem Land sehr stark darauf ankommt, wo man wohnt. Wir haben ja ein Haus auf dem Land und trotzdem kan nich meinen Hund da nicht wirklich laufen lassen, weil es gar keinen richtigen Bürgersteig gibt - man geht auf einem ganz schmalen Streifen am Rand, wenn der Hund da mal einen Schritt zu viel nach links oder rechts macht, steht er gleich auf der Straße und wird im dümmsten Fall überfahren. Über die Felder wo hauptsächich Mais und Kürbisse wachsen, kann ich den Hund auch nicht wirklich brettern lassen, jedenfalls nicht im Sommer, wenn ich für gewöhnlich dort bin. Außer ich habe Lust, meinen Hund in einem Maislabyrinth zu suchen...
Auch die umliegenden Wälder dort eignen sich nicht so gut für den Freilauf. Da sind mir die Stadtwälder deutlich lieber.
Und was ist eigentlich mit den Hunden, die sowieso keinen Freilauf haben können, weil ihr Jagdtrieb so stark ausgeprägt ist, sie Angsthunde sind oder sonstiges? Haben die dann alle per se eine schlechte Lebensqualität?
Arm in der Stadt sind für mich jene Hunde, die 3 Mal am Tag für 10 Minuten um den Block zum Pieseln geführt werden. Genauso arm sind für mich auf dem Land jene Hund, die immer nur im Garten geparkt werden und richtige Spaziergänge überhaupt nicht kennen. Es kommt nicht darauf an, wo man lebt, sondern darauf, wie wichtig einem der eigene Hund ist.