Beiträge von tinybutmighty

    tinybutmighty: Darum geht es mir, so wie auch bei Rassebegriffen, auf den Menschen bezogen. Ich würde jetzt nicht unbedingt direkt Rassismus unterstellen aber doch wohl mindestens fehlende Auseinandersetzung mit Begrifflichkeiten, die eben klar definiert sind.

    Das finde ich allerdings auch erschreckend. Und zumindest diese unglücklich formulierte Fragestellung mit den "Menschenrassen" würde ich irgendwo ansprechen wollen.

    Aber es gibt nun mal keine "Rangordnung" zwischen Hund und Mensch.
    Natürlich muss ein Hund sich an gewisse Hausregeln halten, die man ihm eben vermitteln muss, aber da von "Rangorndung" zu sprechen ist doch fachlich nicht korrekt.

    Ich finde das nicht gut, wenn diese Begriffe in einer Trainerausbildung so "willkürlich" verwendet werden.

    Und die meisten Probleme bei der Hundehaltung entstehen doch gar nicht aus "mangelndem Respekt" oder so was. Sondern eher aus Unverständnis gegenüber den hündischen Bedürfnissen oder halt Sozialisierungs- und Erziehungsversäumnissen.

    Das sehe ich auch so.
    Ich versteh gar nicht, warum sich hier im Forum immer an dem Begriff "Rudel" so aufgehängt wird.
    Ein "normaler" Hundebesitzer denkt bei dem Begriff bestimmt nicht um tausend Ecken ob der Mensch samt Hund nun ein Rudel bilden kann oder nicht und ob das korrekt ist oder nicht, sondern für einen 0815-Hundehalter bedeutet der Begriff Rudel in diesem Zusammenhang m.E. einfach nur "Gemeinschaft zusammenlebender Familienmitglieder samt Hund" - einfacher gesagt: Rudel, weil es halt mehrere Lebewesen sind, die zusammenleben wie in einem Rudel.

    Und wenn man statt Rudel Gemeinschaft schreibt, dann stimmen nämlich diese Sätze/Aussagen.

    Ich finde es schon problematisch, dass viele 08/15Hundehalter immer noch in dieser "Rangordnungs-Denke" stecken und den Begriff Rudel auch dementsprechend verwenden. Bei mir schrillen da mittlerweile meist die Alarmglocken, wenn ein Hundehalter im Gespräch mit mir das Wort "Rudel" bezogen auf sich und seinen Hund verwendet, weil dann meist sehr seltsame Aussagen dazukommen. Sei es, dass der beim Alleinbleiben gestresste Hund laut Besitzerin "dominant" von dieser erklärt wird und laut ihr angeblich versucht, die höhere Stellung im "Rudel" zu erhalten oder dass der Hund dann eben mal auf den Rücken geworfen wird, wenn er es wagt, zu knurren. Hat man bei "Rudelboss-TV" oder so so gesehen.

    Wenn jemand nur den Begriff "Rudel" verwendet, ohne dass solch ein Stuss dazukommt, wäre es fein. Aber ich kenne eigentlich fast nur Leute, die den Begriff "Rudel" verwenden und dann im Umgang mit ihrem Hund teils so furchtbar danebengreifen.

    Ich hab dieselbe Macke. Wenn ich in die Bücherei gehe, nehme ich nur Bücher mit, die äußerlich recht schön sind und nicht so wirken, als sei schon weiß Gott was mit ihnen angestellt worden.

    Aber trotzdem blättere ich Büchereibücher immer mit spitzen Fingern um und hab dauernd das Gefühl, mir die Hände waschen zu müssen :lol:

    Bei den eigenen Büchern ist es bei mir auch so, dass mich das oftmals etwas zerfledderte Aussehen nicht stört. Auch bei Flecken stört es mich da nicht so, weil ich genau was, wie das passiert ist. "Ah, über dieses Buch habe ich 2009 mal aus Versehen Kakao geleert, darum sieht Seite 116 so wild aus", "Und dieses Buch kam in meinem Schulrucksack mit einem zerquetschten Pfirsich in Kontakt" etc. Ich merke mir so was xD

    Ich lese seit knapp einer Woche "The Life List" von Lori Nelson Spielmann. Zum 3. Mal schon, aber mir war gerade nach leichter Lektüre und das Buch finde ich für "Chick-Lit" nicht so schlecht. Es ist irgendwie süß^^

    Davor habe ich "Caretta, Caretta" vom Hochgatterer und "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" gelesen. Beide Bücher hatte ich davor auch schon gelesen - ich lese Bücher ja gerne mehrmals.

    Auf meiner Leseliste für die nächste Zeit steht auf jeden Fall "Samariter" von Jill Hoffmann. Ich mochte ihre Trilogie so sehr, glaub mit "Cupido" hat die angefangen ("Cupido", "Morpheus", "Argus").

    Und irgendwie hab ich Lust, "The Goldfinch" noch mal zu lesen... hab es aber nur als Taschenbuch, nicht als E-Book und es ist eigentlich viel zu dick, um es gut überallhin mitnehmen zu können :lol:

    Also, es ist nicht so, dass ein Hund mehr an einem hängt, weil man ihn als Welpe bekommen hat. Mit Tierschutzhund ist eine genauso enge Bindung möglich.

    Allerdings würde ich bei einem Hund, der so stark an einem klebt, dass es schon "einschränkend" im Alltag ist, eher ein Problem vermuten und daran "arbeiten" wollen.


    Ich könnte mir einen Hund der Bichon-Rassen bei euch gut vorstellen: Malteser, Bichon frisé, Havaneser...

    Naja, "Bedenken" sind's wohl die üblichen: Dass es sich negativ auf seine Gesundheit auswirken könnte und er sich möglicherweise charakterlich verändert (das fände ich gruselig).

    Mir war ja klar, dass er sich als intakter Rüde für läufige Hündinnen interessieren wird, aber wie gesagt... Ich empfinde es bei ihm als etwas extrem. Auch wenn wir nicht täglich läufigen Hundemädels begegnen, kommt es ja nun doch immer wieder mal vor.

    Aber ich denke eben auch, dass es zu gefährlich ist, wenn er sein Hirn so "abschaltet". Er könnte ja auch einen Unfall verursachen oder so...

    Ich werde mir wohl einen Termin bei unseren Tierärztinnen geben lassen und nachfragen wegen des Chips. So kann ich erst mal gucken, wie sich das überhaupt auswirken würde bei ihm.

    Hmm also bei Rex - zwar kein Terrier, sondern ein Riesenchi^^ - habe ich selbst jetzt noch manchmal das Gefühl, dass er noch nicht zu 100% "erwachsen" ist, also kopfmäßig. mit 11 Monaten war er zwar schon ziemlich pubertär teils, aber danach kamen auch noch so "Phasen" :lol: Allerdings ist er in ein paar Verhaltensaspekten natürlich erwachsener geworden mittlerweile.


    Ich denke gerade übrigens ernsthaft über den Kastra-Chip nach, obwohl ich ja nun wirklich kein "Kastra-Fan" bin, sondern das Thema eher kritisch sehe :verzweifelt: Im Großen und Ganzen ist er ja nun kein Junghund mehr und ich dachte, seine "Besessenheit" von läufigen Hündinnen würde mit dem Alter und abnehmenden Hormonchaos auch nachlassen. Leider ist das bei ihm nicht der Fall - hab sogar das Gefühl, es wird im Gegenteil noch schlimmer. In der Wohnung oder wenn keine läufige Hündin irgendwo in der Nähe ist, dann ist alles gut. Aber wehe, eine läufige Hündin ist draußen unterwegs... er muss es nur riechen und wird völlig unansprechbar. Da bringt wirklich nix was. Er ist ja nicht schlecht erzogen, aber läufige Hündinnen sind hier echt die eine Sache, wo einfach nix mehr geht, wo sich sein Hirn komplett ausschaltet.

    Er ist mir heute gleich zwei Mal abgehauen wegen einer läufigen Staff-Hündin. beim ersten Mal blieb er in Sichtweite und ich konnte ihn einsammeln und hab ihn natürlich erstmal angeleint. Wir waren dann wirklich ein ganze Stück weiter, als ich ihn wieder abgeleint habe - und sofort flitzte er wieder los, Nase am Boden, ignorierte jedes Rufen und auch Pfeifen. Dabei habe ich den Pfiff ja extra mit meiner Trainerin aufgebaut und sonst funktioniert der schon sehr gut. Ich dachte, der wird mir gleich überfahren, weil zwischen Wiese mit Staffhündin und mir eine Straße lag... hatte ihn ca 30 Sekunden, maxmimal 40, nicht im blickfeld, dann tauchte er wieder auf, als sei nix gewesen.
    Es war echt ein Alptraum, ich dachte, das geht nicht gut aus :/
    Und ja, ich glaube mittlerweile, dass bei ihm Training da nicht viel bringt. Unter normalen Umständen kommen wir ja im Großen und Ganzen gut klar und er ist ein unkomplizierter Kerl.
    Aber läufige Hündinnen sind ihm wichtiger als alles andere und ich habe einfach Angst, dass er wirklich mal überfahren wird oder so, wenn ihn die Hormone "überrollen".

    So...

    Ich fürchte, Rex wird um einen Kastra-Chip nicht herumkommen :verzweifelt:

    Wir waren heute Nachmittag im Wald und ich hatte natürlich vor, ihn frei laufen zu lassen. Leider verpasste ich den Moment, in dem er noch ansprechbar gewesen wäre. Er sauste los, Nase klebte am Boden, hörte weder auf Rufe noch auf den Superfiff. Ich dachte mir schon, dass da irgendwo eine läufige Hündin sein muss und hatte eine enorme Angst, dass er mir in den Wald hineinläuft. Es war so rutschig, ich wäre vieel zu langsam gewesen. Zum Glück blieb er in Sichtweite auf einer Wiese am Waldrand, wo ein Mann mit Staff-Hündin war. Die Hündin war wohl am Anfang oder kurz vor ihrer Läufigkeit... ich habe Rex also angeleint und bin extra auf die andere Straßenseite gegangen, wo es andere Strecken zum Gehen gibt. Ich ließ ihn noch einige Meter angeleint und dann von der Leine - und da haute er mir schon wieder ab. Und diesmal war es echt schlimm, denn er rannte eine Böschung hoch. Es war, als wollte er zurück auf die Wiese mit der läufigen Hündin, aber zwischen uns und der Wiese war eben eine Straße, wo durchaus auch Autos fahren. Dadurch, dass er hochgelaufen war, verlor ich ihn auch kurz aus den Augen. War mit den Nerven komplett am Ende, schrie, pfiff. Am Ende tauchte er nach maximal 40 Sekunden ohne Sichtkontakt wieder auf, asu irgendeiner Richtung. Kam einfach zurückgelaufen, als wäre nix gewesen. Ich gestehe, ich war so verzweifelt dass ich ihn gepackt und voll geschimpft hatte. Ich weiß, macht man nicht, aber diese Mischung aus Wut und Angst und Erleichterung war einfach zu viel...

    Jedenfalls habe ich so langsam das Gefühl, bei Rex wird sich das nie "bessern". Er ist ja kein völlig unerzogener kleiner Tyrann, sondern hört im Normalfall schon ganz gut. Okay, andere Hunde stellen manchmal eine große Verlockung für ihn da, aber auch das wird besser und da ist er nicht so besessen wie bei läufigen Hündinnen. Er würde sich jedenfalls nicht so in Gefahr begeben.

    Und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass Training allein da hilft. Impulskontrolle schön und gut, aber gegen läufige Hündinnen kommt wohl wirklich NICHTS an bei ihm :gott: Ich war ja mal in einer HuSchu wo eine läufige Hündin auch auf dem Platz war, und Rex war von den intakten Rüden mit Abstand derjenige, der am meisten Theater veranstaltete und sich wirklich null konzentrieren konnte. Er hat quasi die ganze Stunde dauergefiept, hing in der Leine, Nase nur am Boden etc. Aber da war er ja erst 1,5 Jahre und ich dachte, es würde besser werden, wenn er älter wird. Ich habe aber das Gefühl, er wird sogar immer fixierter darauf...

    Ich wollt' ihn eigentlich echt intakt lassen - und bin ja immer noch am Überlegen. Aber nach dem heutigen Tag denke ich mir, was, wenn er in seinem Wahn mal über eine Straße läuft? Ich lasse ihn zwar nur im Wald und Park frei laufen, aber auch da sind ja irgendwo wieder Straßen. Ich könnt es mir halt nie verzeihen, wenn ihm was passiert, weil er so im Hormonrausch ist :/


    Ach Mensch :(