Gestern lockte ein herrliches Winterwunderland! Zusammen mit unserem Hundefreund Pauli von Leiia trafen wir uns also für einen zweistündigen Schneespaziergang um die Burg Liechtenstein in Mödling.
Ich finde, das klingt bei dir doch so alles sehr vernünftig und durchdacht, ich denke, so einige Hunde könnten bei euch glücklich werden
Vielleicht findet ihr ja tatsächlich einen passenden erwachsenen Hund in einem umliegenden Tierheim oder guckt mal bei Vereinen auf die Homepage, die Hunde auf Pflegestellen in Deutschland haben, die ihr kennenlernen könntet?
Ich hab ja gern so eine Mischung aus ca. 50-60% Pampaspaziergängen und ca. 40-50% Spaziergängen, auf denen man auch mal Begegnungen hat, und während ich kein Fan klassischer Hundewiesen bin, mag ich gerade in Wien die weitläufigen Hundeauslaufgebiete doch ganz gerne, wo man richtige Runden gehen kann und mitunter echt sehr nette Begegnungen hat.
Mit Hundefreundin Hailey im weitläufigen Hundewald im grünen Wiener Prater.
Aber was hat das mit Qualzucht zu tun? Ist dieser Mix durch seine Kombination beeinträchtigt und deswegen wird das extra mit den Welpen erwähnt? (weils so oft vorkommt vielleicht?)
Ja, war bissl OT, das geb ich zu, ich hab auf den Beitrag reagiert, in dem von einem DK-Husky-Mix "angeblich ohne Jagdtrieb" berichtet wurde.
Ich finde halt, wenn man das so liest, wirkt es wie das, was man z.B. über Doodles oder irgendwelche anderen Hybridkreuzungen oft zu lesen bekommt, quasi "nur die positiven Eigenschaften jeder Ausgangsrasse" werden übernommen etc.
Gut, wenn das im real Life seriöser vonstatten geht als es auf der Webseite den Eindruck erweckt.
Ich kannte mal jemanden, der hat sich einen Deutschen Kurzhaar-Husky mix geholt. Aussage vom "Hersteller"....der Jagdinstinkt hebt sich gegenseitig auf und die Hunde jagen nicht mehr
Wir haben ein Hundeauslaufgebiet und Hundestrand in 15min. Öffi/Fahrraddistanz.
Wenn du diese Orte aufsuchen möchtest, brauchst du auf jeden Fall einen Hund, der Artgenossen neutral bis freundlich gegenübersteht, also was möglichst Sozialverträgliches. Es gibt Rassen, die eher dafür bekannt sind, andere Hunde im Erwachsenenalter schnell doof zu finden, leicht auf Provokationen aufzuspringen, die zum Mobben/Kontrollverhalten ggü. anderen Hunden neigen usw.
Ich gehöre auch zu der eher entspannten Sorte Hundehalter, bin auch gerne mal in weitläufigen Hundefreilaufgebieten unterwegs und war vorletzten Sommer einige Male an durchaus gut besuchten Hundestränden. Allerdings kann ich meine Hunde auch gut einschätzen, habe im Normalfall keine Scheu, in blöden Situationen für sie einzutreten und dazwischenzugehen wenn nötig, und kann sowohl die Körpersprache meiner als auch fremder Hunde idR gut lesen. Auch wenn die meisten Fremdhunde freundlich sind, sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass Hundebegegnungen nicht selten auch stressig für unsere Vierbeiner sein können, und nicht erwarten, dass man zur Hundewiese marschiert und dann macht der Hund einfach "sein Ding" und man kann abschalten. Nein, gerade in Situationen, wo mehrere Hunde aufeinandertreffen, sollte man die Aufmerksamkeit zu 100% beim Hund haben, um bei Mobbing, Kontrollverhalten, Provokationen sofort eingreifen zu können.
Damit möchte ich dir so etwas nicht madig machen - ich renne liebend gerne mit den Hunden durch die einsame Pampa, kenne aber auch ein paar städtischer gelegene schöne Naherholungsgebiete, wo ich gerne mit meinen Hunden unterwegs bin und wo wir viele, überwiegend auch sehr nette und unspektakuläre Begegnungen haben. Aber man muss halt immer im Hinterkopf behalten, dass nicht jeder Hund so viel Fremdkontakt schätzt und letztlich kann man da auch über die Rasse allein nicht alles "steuern", denn macht ein Hund mal schlechte Erfahrungen, kann dies auch dazu führen, dass er eben doch keinen Bock mehr auf Hundefreilaufgebiet-Gewusel hat.
aber wenn ich es richtig verstehe ist aggressives Verhalten Erziehungssache im Gegensatz zu Indifferenz?
Vorsicht, ganz so einfach ist es nicht. Die Genetik spielt bei hündischem Verhalten eine durchaus beachtliche Rolle. Aggression ist zunächst mal kein "Problem", sondern gehört einfach zum Repertoire hündischen Verhaltens dazu und ist in jedem Hund "angelegt". Es gibt aber Rassen, die aufgrund ihres ursprünglichen Verwendungszwecks (z.B. als Jagdhund in der Meute) und der Selektion auf ein möglichst freundliches, umgängliches Wesen (wie es z.B. bei Begleithunden wie dem Havaneser der Fall ist) gezüchtet worden sind, während andere Rassen aufgrund Verwendungszwecks und gewünschter Eigenschaften Artgenossenunverträglichkeiten im Erwachsenenalter häufiger vorkommen - das wäre z.B. beim American Staffordshire Terrier der Fall.
Hat da jemand vielleicht ein paar Links parat über Hundesport wie sowas im Alltag abseits von Pokalen und Trophäen aussieht?
Hmm, Links habe ich keine, aber mit meinen Hunden gehe ich seit Jahren regelmäßig zu Sport- und Beschäftigungskursen in Hundeschulen und Vereinen. Warum? Weil es ihnen gut tut, mental gefordert zu werden, sie machen dadurch einen sehr wachen, interessierten Eindruck, haben Erfolgserlebnisse und lernen dazu. Ich finde es schön, wenn Hunde auch mal ihre grauen Zellen anstrengen dürfen. Ich als Mensch langweile mich ja auch, wenn jeder Tag genau gleich ist und ich nie eine Herausforderung bewältigen darf.
Es gibt z.B. auf YouTube ganz gute Videos, wo Hundesportarten und Beschäftigungsmöglichkeiten vorgestellt werden.
Hab jetzt doch mal kurz geschaut - vielleicht geben dir so kurze Videos mal einen halbwegs guten Eindruck von Hundesbeschäftigung - sind alles Sachen, die ich mit meinen Hunden auch mache oder gemacht habe:
- Havaneser: Kann ich mir leider gar nicht vorstellen, für mich Inbegriff für schlechte Erziehung (Tut mir leid für die Wohlerzogenen!) Vielleicht hab ich ja mal die Gelegenheit einen entspannten zu treffen!
Schade, ich kenne einige superentspannte, sehr umgängliche Havaneser und fände die für eure Art der Hundehaltung eigentlich so ziemlich optimal.
Ich glaube, ein bereits erwachsener Hund aus dem Tierschutz könnte für euch eine gute Wahl sien.
fliegevogel Naja, es wurde halt auch schon User von flying-paws angepampt oder durch ihre mitunter ziemlich schroffen Einzeiler vergrault, natürlich entsteht da dann auch Frust
Ich habe bei ihr auch achon oft einen sehr angriffigen, passiv-aggressiven Unterton rausgelesen und glaube nicht, dass ich da die Einzige bin
Ich rechne dir flying-paws dein Fachwissen und das Engagement gerade für den BC echt hoch an, nicht falsch verstehen! Ich denke, Gechriebenes kommt oft heftiger rüber als vom Verfasser gemeint, aber vielleicht können wir ja 2023 in Forum alle versuchen, uns ein wenig freundlicher auszudrücken und vor dem Absenden nochmal kurz überlegen, ob es bei dem anderen nicht doof ankommen könnte? Da nehme ich mich selber nicht aus, es stimmt schon, man wird mit der Zeit oft ruppiger und gröber...