Beiträge von tinybutmighty

    Hmmm - beim Berner mit dem teils ja leider katastrophalen Gesundheitszustand der Rasse könnten Einkreuzungen anderer Rassen schon Sinn machen. Warum genau Pudel, erschließt sich mir allerdings nicht ganz. Das sind ja Welten, die da charakterlich dazwischen liegen.

    Ist die Frage, ob es da Züchter gibt, die wirklich deshalb auf den "Bernerdoodle" setzen, weil ihnen was daran liegt, eine gesündere "Alternative" zum Berner zu schaffen, oder ob es da wie so oft nur um das liebe Geld geht. Da wäre ich an eurer Stelle sehr vorsichtig.

    Und wenn eure Hündin keine Großen Schweizer mag, was macht ihr, wenn bei eurem Welpen optisch und wesensmäßig voll der Berner durschlägt? Ist zwar immer noch ein bisschen anders als Großer Schweizer, aber so sehr nun auch nicht.

    Wie alt ist Miko denn jetzt und welche Rasse/Mischling?

    Er ist grade 2 geworden. Ein Appenzeller/Labrador Mischling.

    Ah okay. Also auch ne recht "spannende" Mischung und eher Spätzünder. Ich glaube, da geht echt nur extrem engmaschig führen und anleiten, klare Ansagen und schauen, dass er möglichst gar nicht erst die Chance kriegt, sich da nur ansatzweise reinzusteigern.

    Also wenn er bei so nem Spaziergang so anfängt, würde ich genau 1x klar verbieten und wenn das nicht klappt, halt echt nur an kurzer Leine und mit vieel Abstand zum anderen Hund die Runde fortsetzen.

    Kann ja auch sein, dass die Murmeln sich mit dem Alter noch besser einsortieren, würd mich nicht wundern.

    Oft ist so ein Verhalten halt auch ne Mischung aus allgemeinem Erregungslevel sexuellee Motivation etc...

    1. Würdet ihr euch für eine Welpenschule entscheiden, wenn ggf. einzelne, nicht alle Methoden dort nicht eurer Natur und eurer Vorstellung entsprechen? Ich bin zugegeben schon eher die Fraktion Wattebauschwerfer, sehe es aber ein, wenn zB auch mal im Ernstfall die Stimme kurz(!) laut wird.

    Ich war zwar nie in einer Welpenschule, aber habe schon diverse Hundeschulen und Vereine besucht, da ich mich für unterschiedliche Hundebeschäftigungs-Formen interessiere. Von Nasenarbeit über Hoopers bis hin zu Rally Obedience haben wir schon so gut wie alles mal ausprobiert bzw. auch länger betrieben. Auch ein paar Erziehungskurse sowie den BH-Vorbereitungskurs habe ich besucht.

    Ich kann sagen, für mich gab es bisher noch keine "100% perfekte" Hundeschule. Einige waren und sind da echt knapp dran, aber irgendwo ist man ja auch ein eigener Mensch mit eigener Meinung, Einstellung und mitunter auch eigenem, bereits erworbenem Wissen.

    Solange ich aber die Methoden nicht als zu hart, unfair oder inkonsequent empfinde, kann ich es auch akzeptieren, dass man sich bei Kleinigkeiten letztlich auch mal uneins ist. Schließlich entscheide letztlich ich als Halterin, wie ich in bestimmten Situationen agiere und reagiere. Ich muss nicht zum Clicker greifen, statt ein Markerwort zu verwenden, weil mir Trainer Clicker empfiehlt. Ich muss meinen Hund nicht kastrieren lassen, weil die Trainerin meint, er sei zu sexuell motiviert (Letzteres ist mir tatsächlich passiert - der Kurs war aber an sich sehr gut, nur da war ich halt anderer Meinung, da mein Hund noch sehr jung war und es gerade mal die erste Kursstunde, wo er generell sehr aufgeregt war und dann zusätzlich durch eine läufige Hündin auf dem Platz abgelenkt. Habe die Meinung zur Kenntnis genommen, weiter trainiert und am Ende des Kurses hatten wir viel dazugelernt und mein Hund war - und ist - nach wie vor intakt, hehe).

    Welche Rolle spielen Erfahrung und Persönlichkeit? Ja, Trainer 3 ist 10-15 Jahre älter und extrovertierter, aber inwieweit ist das zwingend ein Vorteil?

    "Erfahrung", puh - jeder fängt mal irgendwo an und meiner Ansicht nach gibt es Leute mit 30 Jahren Trainererfahrung, die dennoch weniger Gespür und Verständnis für Hunde haben als junge Trainer, die vielleicht noch gar nicht sooo lange selbst Hunde haben, aber einfach wichtige Kompetenzen wie Empathie, Klarheit in der Kommunikation, lerntheoretisches Wissen etc. mitbringen.

    Ich war auch schon bei Trainern, bei denen ich jetzt nicht unbedingt einen Grunderziehungskurs machen würde, die aber total super in einer Hundesportart anleiten, von daher ist es ja generell immer ein bisschen so, kommt auch drauf an, was die jeweilige Person halt gut kann.

    Ob jemand extrovertiert ist oder nicht - sagt ja erstmal nix über die Fähigkeiten als Hundetrainer aus. Man kann sich vielleicht besser vermarkten und hat es unter Umständen leichter, Kunden an sich zu binden. Ich persönlich mag es schon, wenn Trainer auch mal deutliches Feedback geben und nicht nur lächelnd nicken und "Ja, sehr schön" sagen. Hatte ich auch schon mal in einem Kurs, dass irgendwie null Anregungen kamen und das fand ich schade, weil ich ja dazulernen wollte. Für andere Teilnehmer schien das aber zu passen, also ist es bestimmt auch Typsache.

    Was sind eure Meinungen zu Korrekturen und Beziehungen (zum Welpen)? Kann ein solcher Ansatz wie bei Trainer 3, also zB bei einer Versuchung im Training, direkt ein paar Stufen der Eskalationsleiter zu überspringen, einen negativen Einfluss auf die noch junge Beziehung haben?

    Ich finde, Korrekturen gehören zur Hundehaltung dazu, damit meine ich jetzt nichts Tierschutzrelevantes, aber eben mal z.B. einen deutlichen verbalen Abbruch, auch Wegblocken, authentisches "Schimpfen" etc.

    Ich mag es aber nicht, wenn wegen Kleinigkeiten direkt "schwere Geschütze" aufgefahren werden. Je nach Hundetyp kann das halt nach hinten losgehen. Der eine Hund beschwichtigt dann vielleicht direkt und wird meidig, und man muss ihn mühsam wieder aufbauen, dass er Freude an der Zusammenarbeit mit dem Menschen hat. Ein anderer Hund merkt vielleicht, dass man selbst nicht hinter der Methode, die man anwendet, steht, und lässt sich das in der Pubertät nicht mehr gefallen und gibt Kontra. Und ein dritter Hund nimmt die Korrektur vielleicht gar nicht so ernst und stumpft halt ab.

    Also meiner Ansicht nach muss da einfach auch dosiert und auf den individuellen Hund angepasst (!) vorgegangen werden. Bei solchen Übungen wie der beschriebenen, wo dann einfach Schema F vom Trainer empfohlen wird, bin ich skeptisch.

    Ich fände es arg schade, wenn mein Hund schon so deutlich beschwichtigen müsste, wenns an sich erst mal nur um eine Hand mit Keks geht. Andererseits bin ich ja hundeunerfahren. Wie seht ihr das?

    Dass der Hund des Trainers da gleich so beschwichtigt, wäre bei mir ein Alarmsignal. Ich möchte, dass der Hund des Trainers freudig und motiviert mitarbeitet und dass er auf dessen Signale und ggf. Abbrüche zwar reagiert, diese aber so auf ihn abgestimmt sind, dass er nicht gleich in Nervosität und Unsicherheit verfällt.

    Denn ich möchte ja auch einen Hund, der freudig und motiviert auf mich und meine Signale reagiert. Der auch mal einen Abbruch zur Kenntnis nimmt, aber nicht meidig und unterwürfig wird mir gegenüber.

    Ein Papillon würde mir noch einfallen. Die müssten gebürstet werden und sollen wohl wenig haaren.

    Da möchte ich nur hinzufügen, Papillons gehören zwar auch zu den Begleit- und Gesellschaftshunden, es hat aber schon einen Grund, warum die u.a. bei Agilityleuten, die kleine Hunde möchten, durchaus beliebt sind. Die haben schon Power und scheinen oft "arbeiten" zu wollen. Gibt also einige, die im Agility, DogDance oder Rally geführt werden.

    Unterbeschäftigte Papillons scheinen mir etwas mühsam zu sein, die entwickeln dann eher mal lästige Angewohnheiten. Ich sitte ja öfter mal eine Papillon-Hündin, die nicht gezielt ausgelastet wird, und da haben sich halt auch einige Verhaltensmuster eingeschlichen, die für die Umwelt nicht so ganz lustig sind.

    Ich finde ja, die Grundvoraussetzungen klingen optimal. Für den einen Bürotag alle zwei Wochen wird sich ja bestimmt eine Lösung finden lassen, vor allem mit einem kleineren Hund. Entweder ein Hundesitter, oder die Eltern springen ein, oder es kommt zumindest ein Gassigeher vorbei, der den Hund mittags ausführt.

    Was ich allerdings noch nicht so ganz nachvollziehen kann, warum genau ein Hund? Nicht falsch verstehen, die Frage ist überhaupt nicht böse gemeint :) Aber das Interesse an ausgedehnteren Spaziergängen scheint ja nur eingeschränkt vorhanden zu sein und nun muss man natürlich nicht zwingend mit seinem Hund dauernd stundenlang unterwegs sein, aber ein gewisses Pensum an Bewegung und Beschäftigung braucht so ein Hund schon. Wir Menschen haben ja unsere Hobbies und Interessen - wir können lesen, sporteln, basteln, uns in der Küche kreativ austoben - der Hund hat diese Möglichkeiten aber nicht. Für die meisten Hunde sind die Spaziergänge, auf denen sie ausgiebig schnüffeln und sich die Beine vertreten können, daher schon ein "Highlight" des Tages. Ausreichend Bewegung beugt auch Übergewicht vor, was ja heutzutage leider bei vielen Hunden ein Thema ist und mitunter ziemlich schlimme gesundheitliche Folgen haben kann.

    Natürlich muss man jetzt nicht der totale Spaziergangs-Freak sein, aber vielleicht ist dann z.B. Interesse vorhanden, regelmäßig mit dem Hund Tricks zu üben, vielleicht in eine hundesportliche Beschäftigung reinzuschnuppern, sich mit anderen Hundehaltern zu gemeinsamen Unternehmungen zu treffen? :) Das nur mal als Anregung. Es gibt einfach sooo vieles, was man mit Hund machen kann und macht mega Spaß, wenn man sich ein wenig drauf einlässt! :)

    So prinzipiell denke ich ja, du könntest perfekt sein für einen kleinen Hund aus dem Tierschutz, der vielleicht nicht mehr so jung und temperamentvoll ist, sondern eher ruhig und ausgeglichen, der würde es bei dir wirklich super haben.

    Ansonsten würde ich sagen, Havaneser, Malteser oder Bolonka Zwetna könnte passen. Da musst du zwar alle paar Wochen einen Besuch beim Hundefrisörs einplanen oder du scherst den Hund halt selber, aber wenn man sie kurz hält, hat man nicht so viel Arbeit mit der Pflege und zudem haaren sie gar nicht!

    Einen Chinesischen Schopfhund könnte ich mir tatsächlich ebenfalls vorstellen, das sind schon sehr lustige Kerlchen.

    Ich habe eine Yorkshire-Terrier-Hündin, einen Yorkie oder Yorkie-Mix (meine ist aus dem Tierschutz) könnte ich mir unter den Umständen prinzipiell auch vorstellen.

    Erfahrungswerte. Ich sehe fast nie kleine Hunde an normaler Leine.

    Lies doch einfach mal im Dogforum quer, hier gibt's genug Leute mit kleinen Hunden an ganz normalen Leinen ;)

    Und sorry, also keine Ahnung, wo du wohnst, aber überall, wo ich bisher gewohnt habe oder unterwegs war, egal ob AT oder DE, gab es immer solche und solche HalterInnen. Unabhängig von Größe und Gewicht ihres jeweiligen Hundes.

    Vielleicht eher subjektive Wahrnehmung aufgrund deiner bereits bestehenden Vorurteile gegenüber kleinen Hunden?

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    fliegevogel Joa,aber das Ding ist, leisten können sich gerade hier in AT oft nur Menschen ein Studium, die finanziellen Support haben/nen halbwegs privilegierten Background, ich rede nicht von gut bezahlten Managerpositionen, sondern von den ultranormalen Jobs, die oft genug mies bezahlt, befristet und von den Erwartungen her eigentlich ziemlich dreist sind.

    Ich sag nur Callcenter - kannst dich für nen Hungerlohn psychisch kaputt arbeiten. Einzelhandel - same, weil man ist eh nur Depp vom Dienst...

    Leider ist auch bezahltes Mobbing meiner Erfahrung nach nicht harmloser oder deshalb besser eträglich, sondern hinterlässt genauso seelische Spuren...


    Was ich mir vor allem wünschen würde von Unis ist eine höhere Durchlässigkeit, zurzeit gilt ja leider noch allzu oft, dass Bildung vor allem "vererbt" wird..

    Aber wie gesagt, ich will da auch nix kleinreden. Ist nur meike persönliche Meinung, dass da tatsächlich im Gesamten irgendwie vieles ziemlich schief läuft auch so in punkto Machtstrukturen und -dynamiken, als selbstverständlich vorausgesetzte Flexibilität usw. Find den Arbeitsmarkt und was da mit Menschen gemacht wird, generell oft ziemlich erschreckend.