Beiträge von tinybutmighty

    Najaaa, auch im VDH/ÖKV wird Qualzucht zugelassen. Ich erinnere daran, der ÖKV hatte zumindest neulich noch einen Cavalier King Charles Spaniel als Headerfoto auf seiner Seite :hust: Wenn es wirklich so sehr um Gesundheit ginge, würde es auch nicht mehr erlaubt, brachycephale Rassen unter deren Siegel zu züchten.

    Und es gibt ja davon abgesehen ganz schön viele Hunderassen, bei denen auch die seriöse Rassehundezucht scheinbar keine wirklich gesunden hervorzubringen vermag. Ob Flat-Coated Retriever oder Dobermann oder oder...

    Wesensfestigkeit bei manchen Rassen, wo dann halt überwiegend auf Schönheit gezüchtet wird, joa... Ich hab schon zur Zucht zugelassene Rassehunde kennengelernt, die wesenstechnisch alles andere als stabil waren :ugly: Und auch die Welpenaufzucht läuft noch lange nicht überall optimal, nur weil ein Verbandsname auf den Papieren steht...

    Und nee, ich will damit nicht sagen, dass Kofferraumwelpe besser ist oder Doodelei weil halt...

    Aber ich finde schon, man kann auch mal überdenken, ob die moderne Rassehundezucht echt so das Nonplusultra ist, als das sie hier gerne dargestellt wird :tropf:

    Mia, mein Supermutt aus Rumänien, ist zb auch schwer krank. Sie hat eine immunmediierte Thrombozytopenie und wäre vor knapp 1 1/2 Jahren, mit nicht mal 9 Jahren, fast gestorben..

    bis heute steht sie unter relativ enger medizinischer Überwachung und muss wahrscheinlich bis an ihr Lebensende Medikamente nehmen..

    Achso und als ich sie bekommen habe, hatte sie eine generalisierte Demodikose, die sich mit den für Hunde zugelassenen Medikamenten auch nicht in den Griff bekommen ließ.. erst der letzte Versuch mit einem umgewidmeten Medikament hat sie gerettet.. sonst hätte man sie mir nicht mal einem Jahr schon erlösen müssen.

    Und das als, wie gesagt, Supermutt, also mit quasi der größtmöglichen genetischen Vielfalt. :ka:

    Naja, es sagt doch aber niemand, dass Mischlinge IMMER supergesund sind und NIE schwerkrank sein können?

    Habe ich das gesagt?

    Du hast geschrieben, häufig(er) fragen Leute, die ihren Hund nicht aus seriöser Zucht haben, wegen Problemen mit dem Welpen hier.

    Und ich finde halt, das hält sich total die Waagschale. Es geht ja zudem in den allermeisten Fällen nichtmal darum, dass der Welpe wirklich "problematisch" wäre. In der Mehrheit der Fälle wird doch ganz normales Welpenverhalten/Überdrehtheit wegen unpassender Gestaltung des Tages (beißt, kommt nicht zur Ruhe, wird nicht stubenrein, winselt/bellt nachts/frisst Müll/ etc.) beschrieben.

    Eben! Es fällt halt schon auf, dass die meisten "Hilfe, mein Welpe..."-Fragen hier eben nicht Welpen aus seriöser Zucht betreffen.

    Wenn dann die Begründung für den Doodle nicht einmal das Wesen ist, sondern nur darauf gründet, dass der eigene Hund ein paar Doodel kennt die er mag... Ja...

    Ist das so? Empfinde ich irgendwie überhaupt nicht so, dass das primär auf die Herkunft des Hundes ankommt^^

    Und man kann ja von Doodles halten, was man will bzw. von deren Züchtern/Vermehrern, aber "Horrorhunde" sind das ja nun nicht. Hab schon einige getroffen, auch als Welpen/Junghunde, die waren alle nicht mehr oder weniger "normal" als andere Hunde auch.

    Glaub die gibts gar nimma oder? Zumindest hätt ich scho lang nix mehr von denen Gesehn/gehört. Glaub in Ö gibts überhaupt nur mehr die your dog und die nur mehr als online Magazin was ich so mitbekommen habe.

    Scheint so, auf Instagram haben sie dazu auch was gepostet (neuester Post): https://www.instagram.com/wuffmagazin/?hl=de

    Ja, yourdog ist ganz okay, halt auch nicht so richtig "tiefgehend". Aber nette Unterhaltung für mal zwischendurch was Hundebezogenes lesen.


    Klar, die Printmedien haben es mittlerweile oft generell schwer. Man braucht halt meist zusätzlich ne gute Onlinepräsenz etc. , aber ja, schwieriger Markt. Ich kauf Hundezeitschriften ehrlich gesagt auch nur mehr alle Jubeljahre mal, also vielleicht 1 oder 2 Mal im Urlaub oder so. Dafür öfter mal Wandermagazine wie die Bergwelten, da habe ich im Endeffekt mehr davon^^

    "Wuff" fand ich früher manchmal ganz interessant, da ist schon mitunter sehr Informatives dabeigewesen.

    "Partner Hund" hat mir von Gestaltung und Layout her immer am besten gefallen. Aber wenn man schon einigermaßen drin ist im Hundethema, wird die Zeitschrift irgendwann langweilig, da sehr repeetitiv und die meisten Artikel kratzen auch eher nur an der Oberfläche komplexer Thematiken...

    "Sitz Platz Fuß" kann ich auch empfehlen, hatte die zwar nur ein paar Mal gekauft, sie war aber immer sehr informativ, vor allem, wenn man sich mit der "Materie" Hund etwas eingehender befassen möchte.

    Als Kleinhundehalterin bekomme ich das immer nur umgekehrt zu hören, also "Mit denen muss man eh nicht so viel spazieren gehen/unternehmen, gell?"

    Manche Leute sind richtig erstaunt, wenn ich z.B. von der 10-Kilometer-Runde heimfahre, man in den Öffis ins Plaudern gerät und ich eben erwähne, dass wir gerade eine größere Runde gedreht haben.

    Den Chihuahua habe ich ein paar Leuten schon halb ausgeredet, weil ich das Gefühl hatte, die sind auf der Suche nach 'nem dekorativen kleinen Sofakissen |) Dabei finde ich schon, dass unterforderte Chichis ziemlich grätzig sein können. Und sie tun mir auch leid, weil Rex mir gezeigt hat, was alles in diesen winzigen Körpern steckt und ich prinzipiell schon finde, jeder Hund sollte angemessen beschäftigt oder bewegt werden.

    Find das umgekehrte Extrem, also die Leute, die glauben, man muss 'nem Border Collie 3 Stunden täglich Bällchen werfen , natürlich genauso bescheuert.

    Ich wollte schon im zarten Alter von 3 Jahren unbedingt einen Hund. Als Kind habe ich mir ständig Hundefotos angeschaut, Hundezeitschriften gekauft, zig Male die "Farbige Enzyklopädie der Hunde" durchgeblättert. Rassen konnte ich aus dem Effeff wahrscheinlich locker an die 200 aufzählen :tropf: Allerdings, als Kind ordnet man Infos ja anders ein als Erwachsene und sieht alles noch sehr rosarot gefärbt, war bei mir jedenfalls so, ich hab vor allem vor mich hingeträumt, wie realistisch genau diese Tagträumereien waren, weiß ich heute leider nicht mehr xD

    Was Hunderassen betrifft, hatte ich aber tatsächlich so ungefähr eine Ahnung, was passen könnte. Als Kind wollte ich unbedingt einen Sheltie, die Rasse würde wohl auch heute noch super zu mir passen. Später dann träumte ich vom Chinesischen Schopfhund und auch diese Rasse würde ich auch heute noch als für mich sehr passend betrachten.

    Als es "ernst" wurde, war ich 19 und der Hund, auf den ich jahrelang vergeblich gewartet hatte, sollte dann eher "holterdipolter" einziehen (lange Geschichte - ursprünglich sollte es in erster Linie der Hund meiner Schwester werden, was so gar nicht klappte - zu meiner Freude :sweet: )

    Meine Mutter und ich waren da in Sachen Rassewahl und Co. schon realistisch, würde ich sagen. Wir tendierten zu einem Bolonka Zwetna oder Malteser(mix) oder kleinem Pudel. Letztlich fuhren wir aber zum "nur mal gucken" ins Tierheim, verliebten uns dort direkt in Rex - und nahmen ihn gleich mit :D Es war aber irgendwie von seinem Verhalten her nicht schwierig abzuleiten, dass er ein aufgeschlossenes und rundum umgängliches Kerlchen ist :p

    Trotzdem wusste ich gar nicht sooo viel Näheres über Erziehung und Haltung. Hab dann alte Hundebücher mal genauer angeguckt bzw. auch ein paar neue besorgt und die wichtigsten Infos für mich so rausgefiltert, also Zeug in Sachen Stubenreinheit, Alleinebleiben-Training, hündische Bedürfnisse und Kommunikation. Hab mir also viel "handfestes" Wissen erst angeeignet, als Rex schon bei uns war. Er hat aber keinen Schaden davongetragen. Intuitiv haben wir aber meinre Ansicht nach auch einfach viel richtig gemacht, klar gab es Kleinigkeiten, wo ich heute ganz anders rangehen würde, aber halt nichts, wo ich sagen würde, dass das echt schädlich für den Hund gewesen wäre oder so :ka:

    Wir haben dann aber ziemlich schnell auch ein paar Einzelstunden bei einer Hundetrainerin in Anspruch genommen, die uns nochmal neuen Input gegeben hat und zum Glück voll und ganz hinter positivem Training stand, wobei die Hundeschule auch von der Webseite her einfach einen kompetenten und ansprechenden Eindruck machte. Ich glaube nicht, dass ich anderswo völlig ohne zu hinterfragen "Brutalo-Methoden" angewendet hätte.

    Prinzipiell bin ich schon manchmal ein Kopfmensch und liebe es, mich zu belesen, meine Hundebibliothek ist seit Rexis Einzug auch ordentlich gewachsen. Ich habe viel dazugelernt und ja, einige Dinge würde ich anders angehen oder anders priorisieren, aber letztlich hat hier alles gut geklappt, obwohl Rex ja dann doch sehr spontan bei uns einzog und wir sogar noch eine Schale Hundefutter an der Tankstelle für ihn besorgen mussten, da Sonntag xD