Beiträge von tinybutmighty

    So, ich habe Anfang der Woche meinen dritten Kingsolver-Roman beendet:

    Barbara Kingsolver - "The Poisonwood Bible"

    Wow, was für ein großartiges Werk! Ich gestehe, anfangs war ich noch etwas skeptisch, ob diese Geschichte mich tatsächlich in ihren Bann ziehen würde. Es geht um die US-amerikanische Familie Price, die Ender der 50er-Jahre in den Kongo geht, wo der Missionar Nathan Price die Einheimischen zum Christentum bekehren möchte. Begleitet wird Nathan von seiner Frau Orleanna sowie den vier gemeinsamen Töchtern: der aus ihrem Faible für Annehmlichkeiten und alles Amerikanische keinen Hehl machenden Älteste Rachel, die tugendhafte, aber dickköpfige Leah, ihre halbseitige gelähmte, äußerst begabte Zwillingsschwester Adah, sowie das Nesthäkchen Ruth May.

    Im Kongo erwartet die Familie nichts, womit sie je gerechnet hätte, in dem kleinen Dorf werden sie zunächst von den Einheimischen sehr schief beäugt, doch gelingt es vor allem Leah und Ruth May, doch Anschluss an andere Kinder und Jugendliche zu finden, obwohl diese ein völlig anderes Leben führen als die weißen Missionarstöchter.

    Doch während Nathan zunehmend frustriert über das mangelnde Interesse der Dorfbewohner am Christentum ist und Orleanna sowie ihre Töchter versuchen, in dem unvertrauten Land Fuß zu fassen, ist der Kongo politisch bereits im Umbruch begriffen, denn die Kolonialzeit neigt sich dem Ende zu. Mit der Unabhängigkeit des Landes bricht eine neue Ära an, was der zunehmend fanatisch predigende Nathan Price aber nicht wahrhaben möchte...


    Es ist kaum möglich, die Romanhandlung zusammenzufassen, ohne allzu viel vorwegzunehmen. Es ist ein großes Werk, welches eine bewegende Familiengeschichte mit all ihren Dynamiken, zwischenmenschlichen Spannungen und Komplexitäten, meisterhaft mit großen Themen verknüpft, insbesondere mit der politischen Geschichte des Kongo (Zaire) von den später 1950er-Jahren bis in die 80er-Jahre hinein. Dabei reißt diese Wucht von einem Kingsolver-Roman den Leser sehr schnell mit, und Afrika bietet hier nicht einfach nur eine "exotische" Kulisse, sondern der Kongo wird in all seiner Vielslchichtigkeit und Widersprüchlichkeit für den Leser lebendig... Ich hatte mich zuvor noch nie mit der Geschichte dieses Landes beschäftigt, doch auch wenn ich die historischen Einzelheiten nicht kannte, fühlte ich mich bestens "abgeholt", Kingsolver versteht es, einer Geschichte Leben einzuhauchen.

    Besonders hervorzuheben ist noch, dass alle weiblichen Mitglieder der Price-Familie in dem Buch zu Wort kommen, da wechselnd aus ihren Perspektiven erzählt wird. Kingsolver hat es hier tatsächlich geschafft, jedem Familienmitglied eine ganz eigene "Stimme" zu geben, ob der kleinen Ruth May, die aus der Sicht eines noch sehr jungen Kindes von ihrem Alltag in Afrika, der häufig von Fieber und Krankheit geprägt ist, berihctet oder der brillanten Adah, die eine Vorliebe für Wortspiele, insbesondere für Palindrome, hat.

    Zudem ist der Humor, der immer wieder mal durchblitzt, einfach köstlich und hat mich bei aller Tragik und Schwere tatsächlich mehrfach zum Schmunzeln gebracht. Kingsolver zeigt in "The Poisonwood Bible" eben auch, dass Freud und Leid oft sehr nah beieinanderliegen - das gelingt meiner Ansicht nach nur wenigen Autor:innen so souverän wie ihr.

    Pippa ist nichtmal 2 Jahre alt und hat leider Epilepsie:no: Sie hatte vorgestern Abend zwei Anfälle und gestern dann noch einen. War natürlich total perplex erstmal, hatte aber zum Glück liebe Menschen, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen, und so bekommt Pippa jetzt schon ein Medikament, welches hoffentlich die Häufigkeit der Anfälle reduzieren kann.

    Ansonsten ist sie genauso lieb und lustig und verspielt wie immer <3

    Ich konnte den ersten Anfall leider nicht filmen, aber falls wer Interesse hat - gibt es hier noch andere mit jungen Epi-Hunden? - hier noch 3 Videos, die ich immerhin aufzunehmen geschafft habe:

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    1. Leo Lionni – Frederick
    2. C. K. McDonnell – Ring the Bells
    3. Ann-Helen Laestadius - Das Leuchten der Rentiere 3
    4. Frieda Lamberti - Die Eisfischerin von Helgasjön
    5. Gerard Donovan - Winter in Maine 2
    6. Terry Pratchett: Schweinsgalopp
    7. Nick Hornby – A long Way Down
    8. Barbara Robinson – Hilfe, die Herdmanns kommen
    9. Eowyn Ivey – Das Leuchten am Rand der Welt 2
    10. Naomi Novik - Das kalte Herz des Silbers
    11. Kiran Millwood Hargrave - Der Winter des Bären
    12. Ales Steger - Als der Winter verschwand
    13. Frank Goldammer – Eingeschneit 2
    14. Kristin Hannah – Liebe und Verderben 1
    15. Heather Gudenkauf – Ein unerwarteter Gast 1
    16. Ruth Ware – Das Chalet 1
    17. Waubgeshig Rice - Mond des verharschten Schnees 1
    18. Ariel Lawhon – Der gefrorene Fluss 2

    Kann jemand einen warmen Overall für sehr kleine Hunde empfehlen?

    Hast du mal den geguckt

    https://www.sofadogwear.eu/detail.php?kategorie=41&id=1508

    Ich weiß nicht ob der deinen Mäusen passt. Siri trägt den größten, es geht also noch sehr viel kleiner. Aber ich weiß nicht, ob die Körperform deiner Hunde da rein passt

    Danke dir!

    Hab dank ner Freundin und des Threads hier dann gecheckt, dass ja auch Hurtta Overalls hat|) und denke, es wird auf den Extreme Warmer rauslaufen. Da weiß ich fix, welche Größe Pippa passt und dass ich mit den Mänteln zufrieden bin.

    Muss dann aber auch für Jasmin irgendwas besorgen, obwohl ich echt das Gefühl habe, bisher reicht Zwiebellook mit nem Pulli und nem No Name Mantel drüber bzw ihr warmer "Sorglos"-Fleecepulli.

    Hier in Wien hat es in der Nacht geschneit. Teilweise gab es am Stadtrand auch ordentlich liegengebliebenen Schnee, eine Freundin war mit ihrer Hündin in einem Winterwonderland bei mir in der Nähe spazieren.

    Wir waren aber im südlichen NÖ unterwegs, da fanden wir keinen liegengebliebenen Schnee vor, sondern blauen Himmel, etwas Wintersonne und nach einer Weile leider auch einen kalten, frostigen Wind. Temperatur lag wohl bei etwa einem Grad.