Beiträge von tinybutmighty

    Ich bin erstaunt dass ein Hund in so kurzer Zeit überhaupt so massiv verfilzen kann. Das hatte ich bei meiner Hündin noch nie und ich gebe offen zu, dass hier kein Scherhund mehr einziehen wird, weil mich der Pflegeaufwand überfordert.

    Ich denke, da muss das Fell dann wirklich ne besonders miese Struktur haben, oder? Und das muss man als Besitzer halt auch erstmal auf dem Schirm haben und stellt für mich wieder eher ein Extrem dar.

    Pippa ist nun zum 4. Mal läufig.

    Da hat Pippa auch recht kurze Abstände zwischen den Läufigkeiten oder?
    Andy hatte zwischen 1. und 2. Läufigkeit auch nur 5 Monate Hoff das pendelt sich noch auf bisschen längere Abstände ein.

    Ja...mir kommt es jedenfalls so vor, ala wäre sie andauernd läufigxD

    Hoffe auch die Abstände werden noch etwas größer. Wobei es diesmal tatsächlich ziemlich genau 6 Monate gewesen sind=)

    Ich stelle mir grade vor, ich würde meine Nutztiere nicht rauslassen, weil ich grade ne depressive Phase habe und mir die 15 Minuten nicht nehmen könnte. Ich würde die Tiere dann abschaffen.

    Wobei man dazu sagen muss, die allermeisten Nutztiere sehen doch eh nie Sonnenlicht und werden unter horrenden Bedingungen gehalten. Und leider fällt das gesetzlich ja nichtmal unter Tierquälerei.

    Du legst andere Maßstäbe an, das ist gut so.

    Aber in Sachen Hundehaltung ibt es hslt auch Spielraum. Den Hund in einer depressiven oder auch körperlich eingeschränkten Phase gar nicht hinauszulassen ist das eine, eine Zeitlang deshalb nur das Minimum an Bewegung bieten schon wieder was anderes.

    Ich sage mal so, was für DF Besitzer Standard ist, also zB ausgiebiges Spazierengehen jeden Tag, ist für andere halt nicht Standard,da gibt es vielleicht 2x täglich Löserunde um den Block, 1x bissl laufen lassen auf der Wiese ggü und das wars. Und man käme gar nicht auf die Idee dass das irgendwie nicht ausreichend sein könnte.


    Fuchshexchen Das mit den Fotos sollte kein Sticheln sein, ich habe nur gesagt, wie ich das empfinde und dass ich keinen Bock hätte, irgendwo auf Fotos meines Hundes zu stoßen als "Aufklärungsbeispiel" für XYZ. Wenn du vorher nachfragst, ist es ja OK.

    Aber, mal als Denkanstoß: "hinten über fallen" definiert halt jede Person sehr anders. Deine Hunde sind sicher top gepflegt und führen ein tolles Leben! Für mich wäre es zB trotzdem nicht meine Art Hundehaltung, (fast) immer mit 9 Hunden zusammen alle Spaziergänge zu absolvieren, weil *ich* das Gefühl hätte, dann nicht individuell genug auf alle eingehen zu könen und meine Vorstellung von Qualitytime eine andere ist. Ganz persönlich hätte ich da eben das Gefühl, dass die Hunde da teils hintenüber fallen, und würde nur so viele Hunde halten, wen ich regelmäßige Spaziergänge in kleineren Gruppen bzw Einzelspaziergänge gewährleisgen könnte. Macht weder dich noch mich zu einer schlechteren Hundehalterin, zeigt nur, wie unterschiedlich man sowas halt definieren kann =)

    Die Fragestellung hat mich auch irritiert. Man kann ja schlecht sagen "Oh, ich darf jetzt aber nicht Krebs haben/Depressionen kriegen, weil Lebewesen XY ist von mir abhängig".

    Und joa, Plan A-D ist immer so eine Sache...es gibt genug Mensche, die dachten, da sozial gut aufgestellt zu sein. Peng, lebensverändernde Diagnose und die Menschen, von denen man meinte, man könne sich auf sie verlassen, sind plötzlich weg. Das passiert leider, ist die Realität.


    Ach so, was mir dazu noch einfiel: Ich würde nicht in einen Salon gehen wollen, wo ich Gefahr liefe, dass später Detailfotos meines Hundes auf Social Media auftauchen würden, sofern dieser nicht tierschutzrelevant vernachlässigt wäre. Denn ich hätte nicht die Nerven, mich da rechtfertigen zu müssen, warum die Krallen gerade etwas zu lang waren oder die Zähne schlecht ausschauen - denn womöglich musste ich gerade einen Schicksalsschlag überstehen, womöglich ist der nächste Tierarzttermin für Zahnsanierung bereits gemacht, womöglich fließen gerade Ressourcen in mein krankes Kind... Und nicht jeder möchte einer fremden Person Details seines persönlichen Lebens anvertrauen.

    Nochmal, ich rede nicht von tierschutzrelevanter Vernachlässigung.

    Tierschutzrelevante Vernachlässigung ist natürlich absolut nicht okay.


    Vieles andere ist aber letztlich Auslegungs- und Ermessungssache. Viele Hunden, deren Leben ich furchtbar monoton finde, leben wahrscheinlich immer noch viel besser und luxuriöser als viele andere Hunde weltweit. Der Standard der "guten Hundehaltung" verschiebt sich ständig, beispielsweise durch medizinischen Fortschritt in der Tiermedizin. Ist es ein "hinten über fallen", wenn jemand sagt, tierärztliche Basisversorgung ja und Behandlung mit zB Schmerzmitteln etc ja, aber es wird nicht wirklich alles an Diagnostik gefahren bei Problem X und Y?

    Wenn ein Hund halt einfach mitläuft, ohne gezielt beschäftigt zu werden, ohne wirklich bewusste Qualitytime?

    Ich finde Übergewicht, insbesondere massives, schrecklich bei Hunden. Und ja, irgendwo wird es da für mich auch tierschutzrelevant. ABER selbst mir ist es mal passiert, dass Jasmin vorübergehend zu dick war, weil sie die Reste von Rexis Futter fraß (der war da schon krank und wollte nicht mehr immer alles auffressen morgens)und ich zu abgelenkt war, es gleich zu bemerken. Und weniger unterwegs waren wir damals auch, da meine Mama sterbenskrank war und ich sie immer im Krankenhaus besucht habe, ihr im Alltag geholfen habe etc. Und nebenbei noch arbeiten ging... Und Rex konnte auch nicht mehr so viel raus.

    Und ja, mir haben blöde Sprüche zu Jasmins Gewicht von einer Person in meinem Umfeld dammals sehr wehgetan, denn es war ja kein Geheimnis, was da los war.

    Ich bewundere auch Leute, deren Hunde immer top gepflegt sind. Hier zieht wohl keine Scherrasse mwhe ein, mir ist das zu viel,und ich hatte es ehrlich unterschätzt, vor allem da Jasmin denkbar unkooperativ ist. Die Hundefrisörin meines Vertrauens starb bei einem Autounfall, seitdem pflege ich Jasmin selbst, so gut es geht, aber sie filzt sehr schnell und ihr Fell ist nicht immer 100% filzfrei, da bin ich ehrlich, das schaffe ich nicht. Weit entfernt von Filzplatten etc., nicht so, dass es sie beeinträchtigen würde. Dennoch gerade für den Standard eines Hundefrisörs sicher nicht gepflegt genug... isso, muss ich mit leben.


    Jasmin hat insgesamt schon weit über 20 Zähne in 3 OPs eingebüßt übrigens. Die Zähne werden bei ihr ziemlich schnell wieder unschön, obwohl ich mittlerweile auch so oft wie möglich putze. Aber raus müssen die meisten irgendwann sowieso,da die einfach kaputt und locker werden. Nur plant man sowas halt und legt den Hund nicht ständig in Narkose zur Zahnsteinentfernung. Und wenn der letzte Eingriff bei Jasmin eine Weile zurückliegt, sehen ihre Zähne halt auch nicht mehr blendend weiß aus...

    Ich glaube tatsächlich, dass meine Hunde es dennoch ziemlich gut haben. Ich bastle mein Leben sehr um sie herum, sie erleben viel, werden sehr geliebt und umsorgt.


    Wie schnell es gehen kann, das man sowohl sich selber als auch geliebten Wesen nicht mehr wirklich gerecht wird, kann man,glaube ich, nur verstehen,wenn man schon mal echt am Boden war. Bei mir geht es trotzdem weiterhin irgendwie, ich bin aber sicher nicht "besser" als jene, die irgendwann nicht mehr funktionieren konnten bzw weiß ich, auch bei mir könnte das jederzeit der Fall sein. Und dann ist Verurteilung das Letzte, was man braucht. Eher Hilfsangebote und Entlastung. Jedenfalls wenn es am Nichtkönnen liegt, Nichtwollen obwohl man die finanziellen Ressourcen/die Zeit/mentale Kapazitäten hat, ist ja wieder was anderes...

    Bin jetzt auf Seite 296.


    Spoiler anzeigen

    Lässt sich immer noch gut und flüssig lesen, mir persönlich ist es manchmal aber stellenweise fast zu langatmig. Ich mag dicke Klopper, nicht falsch verstehen, aber hier wird man irgendwie aus der Erzählperspektive Marthas ständig auf irgendwas aufmerksam gemacht, was meiner Ansicht nach gar nicht unbedingt nötig wäre, dieses Erklären und Analysieren, wie andere sich verhalten, und was ihre Beweggründe sind bzw. sein könnten.

    Auch sie selbst ist mir manchmal von der Autorin etwas zu "dick aufgetragen", irgendwie ist mir zu herausgestellt, was für eine tugendhafte Frau mit ganz viel Gerechtigkeitssinn Martha ist - da könnte man doch ihre Taten für sich sprechen lassen, und es würde auch reichen.

    Auch die Beziehung zwischen Martha und Ephraim ist mir für meinen Geschmack zu viel Süßholzgeraspel |) Bräuchte ich in der Intensität nicht, auch hier wäre etwas weniger mehr gewesen.

    Aber die Story an sich ist durchaus spannend, und es ist interessant und teilweise erschütternd zu lesen, wie macht- und rechtlos Frauen früher waren, wie abhängig von Männern, die über ihr Schicksal entschieden.