Ich komme als ehemalige OP Schwester aus der Schulmedizin und war auch jahrzehntelang überzeugt davon.
1999 bekam meine Stute mit Fohlen bei Fuß ein Lungenödem wegen bekanntem Vorhofflimmern. Sie lag nur noch, konnte sich nicht ums Fohlen kümmern, hatte sichtlich Atemnot und auch die Schleimhäute waren zyanotisch. TA angerufen, der kam und wollte ihr ein Diureticum spritzen. Dann wäre es aber schwierig bis unmöglich gewesen, dass sie das Fohlen noch hätte säugen können. Ich wollte noch ein Stündchen drüber nachdenken und mich auch schonmal um eine Ammenstute kümmern. Zufällig war an dem Tag eine THP am Stall, die ich, aus lauter Verzweiflung, bat sich meine Stute anzusehen. Nach der Untersuchung gab sie mir ein Fläschchen mit Crataegus Globuli, sagte mir wie ich die verabreichen muss und fuhr wieder. Ich war zwar extrem skeptisch, folgte aber ihren Anweisungen. Nach einer halben Stunde musste die Stute extrem viel Wasser lassen. Sie sah wieder viel besser aus und konnte auch das Fohlen weiter säugen.
2 Jahre später musste ich mich dann wegen einer Lungenembolie von ihr verabschieden.
Seitdem bin ich vielen Sachen gegenüber wesentlich aufgeschlossener. Hier gibt es für Mensch und Tier Akupunktur, Kräuter, Blutegel, Osteopathie, Homöopathie und auch die klassische Schulmedizin. Wenn man vernünftig an die Sache herangeht hat alles seine Daseinsberechtigung und kann sich auch prima ergänzen.