Beiträge von Czarek

    Gute Besserung für Speedy.


    Neues von der Fussel-Front: vorerst machen wir keine OP. Es ist so akzeptabel und verbessert sich langsam, dass sie mit dem Kbr klar kommt und ihren Weg laufen kann. Physio gibt's weiterhin und Unterwasserlaufband.

    Das Daxocox, was sie gerade bekommen hat, sollen wir absetzen und mal probieren, wie es ohne Schmerzmittel geht. Ansonsten kann sie es sonst auch als Dauermedikation bekommen, wem es ihr damit sichtlich besser geht.

    Sieht also insgesamt ganz in Ordnung aus...

    Ein Züchter denkt nicht in Ausgaben pro Wurf. Man muss im Schnitt schauen, wo man so pi mal Daumen raus kommt. Also anfangs bleibt nichts hängen, man muss viel anschaffen, einiges kann man nochmal benutzen, dann hat man vielleicht einen starken Wurf, wo alle gesund sind, als nächstes dann einen Wurf, wo man viel zum Tierarzt muss oder nur wenige Welpen hat, dann wieder einen problemlosen Wurf, dann hab man vielleicht noch Welpenmilch über und kann die für den nächsten Wurf auch noch benutzen oder Entwurmungsmittel, das mit dem nächsten Wurf nicht abgelaufen ist... Dann braucht man vielleicht doch die teure Aufzuchthilfe, die man seit 3 Würfen nur rumliegen hat und jetzt mal endlich benutzen kann.

    Und wenn was über ist, dann steckt man das wieder in die Zucht, verzichtet auf einen Welpenverkauf und behält selbst, kauft einen Hund dazu, vielleicht darf der eigene Rüde auf die Hündin und man spart sich einmalig die Decktaxe.

    Dazu baut man Räume aus, tauscht kaputte Dinge aus, schafft neue Spielgeräte an, ersetzt die angeknabberten Stühle oder tapeziert eine Wand neu...

    Dann holt man Welpen wieder zurück, päppelt die, behält Welpen länger, dann lässt man da auch ggf was machen (zB persistierende Milchzähne, Nabelbrüche und andere Kleinigkeiten) usw usf.

    Plus so Dinge wie Welpen für die Hälfte bei gravierenden Fehlern verkaufen, Nachbesserung, teilweise bis zu Rechtsstreitigkeiten (die Rechtsschutzversicherung ist dringend angeraten und will auch bezahlt werden)

    Und da reden wir noch nicht einmal davon, dass die Arbeit, die man da reinsteckt, mit einem Cent vergütet wird...

    Und erst recht nicht von der emotionalen Komponente. Also dass man da wirklich sein Herzblut reinsteckt, die kleinen Lebewesen mit Liebe aufzieht, nächtelang wach ist und sich sorgt, dann die passenden Leute sucht, viel Mist erlebt, Welpen auch versterben, Mutterhündinnen vielleicht versterben oder erkranken und man auch so manche Enttäuschung vonseiten einiger Käufer hat... Das ist ja gar nicht eingepreist. Sowas kann man gar nicht mit Geld aufwiegen. Sowohl die positiven wie die negativen Dinge.

    In der Pferdezucht lebt man ja auch nicht von Fohlen zu Fohlen und geht pleite, wenn eine Saison schlecht geht.

    Klar ist das cool, wenn innerhalb von 2 Wochen alle Welpen ausziehen und man bekommt das Geld dafür. Wenn man ausblenden kann, was davor alles ausgegeben wurde, welches Polster man sich davor zusammengespart hat etc, dann sieht das aus, als hätte man richtig Kohle gemacht. Aber Einnahmen ist ja nicht gleich Nettoverdienst.

    Deswegen sage ich ja, es muss einfach zwischen Züchter und Käufer stimmen. Da gehört auch das Finanzielle zu, aber am Ende sind die paar 100Euro mehr oder weniger auf das Hundeleben nicht relevant und ich persönlich würde meine Entscheidung davon nicht abhängig machen.

    Sowas find ich zB komisch. We ich etz Malis für de Sport züchten möchte, klar - da muß ich mit den Eltern sportliche Ergebnisse haben, um das einschätzen zu können. Aber ansonsten, wenn der Sport nicht zur Beurteilung der Eignung der Hunde dient, ist das schlichtweg privates Hobby - sag mir einen Grund, warum ein Welpenkäufer Dir das Hobby finanzieren sollte?

    Mir muss niemand irgendwas finanzieren. Vor allem nicht mein Ehrenamt.

    Übrigens geht's da in dem zitierten Teil doch um einen Deckrüden und der sollte durchaus auch etwas vorweisen können.

    Will jemand aber einen Welpen auch bei den Begleithunden aus Eltern, die ein bisschen mehr auf dem Kasten haben als einmal am Knie rütteln und ins Auge gucken (und sonst brauchen die Nichts bei unserer Rasse!), der darf dann suchen.

    Ich persönlich finde, dass ein Hund, der für die Zucht infrage kommt, zumindest mal eine BH haben sollte und/oder paarmal ausgestellt wird. Einfach, dass man sieht, der Hund ist nervlich fähig mal eben ein paar min konzentriert zu etwas zu machen, keinen Schiss hat in einer Halle mit fremden Menschen zu laufen, sich mal von Fremden anfassen zu lassen, dass der Besitzer auch mal Feedback von verschiedenen Leuten bekommt usw.

    Tatsächlich gibt's Hunde, die nicht mal das nervlich gebacken bekommen und da darf man dann (meiner Meinung nach) dran zweifeln, ob die in die Zucht sollten.

    Und als Deckrüdenbesitzer kann ich schon sagen, dass der "Wert" meines Hundes auch steigt, wenn ich sagen kann: Guck mal, der hat eine BH, wir machen weiter im Sport, der ist internationaler Schönheitschampion und Best in Show platziert, der hat gegen den und den großartigen Hund gewonnen, der ist cool genug, um auf jedem Parkett alles mitzumachen, freudig mitzuarbeiten, nicht gestresst zu sein usw. Der ist schön und der kann was und der hat Nerven.

    Und da steigt die Decktaxe auch im Preis und die Welpenpreise auch :ka: Qualität vor Quantität.

    Da fahren die Leute unter Umständen auch beispielsweise weiter, um den passenden Hund zu finden. Und nicht den um die Ecke, der zwar nett ist und nah dran, dafür aber eben nichts auf dem Papier vorweisen kann.

    Nein, bei den Maltesern ist das genauso

    Meine Bekannte war in meinem Ort bei den Maltesern, die haben über 250Euro für eine Hundeschule bezahlt, die Ausbildungsstunden gegeben und die Prüfung abgenommen hat. Danach hat man sich verpflichtet mindestens 1 Jahr so und so oft mit seinem Hund loszugehen. Wenn man das nicht leisten konnte (zb weil Hund krank), musste man die Kursgebühr sofort nachbezahlen. Die Ausbildung lief auch wie gesagt über Externe. Also einfach anderes System als bei meinem Verband.

    Täglich ist das nicht möglich, nein. Aber ich gebe meinen Sohn zwei Nachmittage die Woche in eine Betreuung und dann könnte ich dem Hund schon ein wenig Einzelzeit widmen

    Dann nimm bitte Abstand von Hundehaltung.

    Zum Rückzugsort. Ich könnte ein Bettchen in die Küche stellen, die kann man schließen und es ist auch ruhig drinnen, da halten wir uns nur zum kochen auf, da sie recht klein ist mein Sohn so gut wie gar nicht

    Der Hund will schon Ruhe, aber der will nicht weggesperrt oder alleine sein.

    Alleine lassen. Wirklich gar nicht? Nicht einmal zwei Minuten? Mein Sohn kann auch nicht lange alleine gelassen werden, aber auf Klo gehen sollte schon möglich sein, oder?

    Nein. Wirklich nein.

    Ich bin beim ASB. Gib bei Google einfach mal deine Stadt + Besuchshundedienst ein oder wende dich an den Landesverband und dann wirst du weitergeleitet. Mein Rumo ist jetzt mein 3. Hund in Ausbildung, ich bin im Oktober 10 Jahre dabei.

    Bei uns gilt das Prinzip: Ausbildung kostet nichts, aber es gibt auch für den Einsatz kein Geld. Andere Organisationen handhaben das anders, bei den Maltesern zB läuft das grundsätzlich ganz anders.

    So und nun OT Off.

    Mein Verein bietet genau für solche Bedürfnisse auch von eingeschränkten Menschen den Besuchshundedienst an. Dort kommt der Besitzer mit einem ausgebildeten Hund (aber kein ausgebildeter Mensch, also kein Therapeut, deswegen auch Besuchs- und nicht Therapiehund) halb- oder stundenweise und da darf dann gestreichelt, gefüttert oder spazieren gegangen oder gespielt werden, ganz je nachdem, was Mensch und Hund möchten.

    Der Hund "arbeitet" dann seine Besuchszeit über und bekommt vorher und nachher ein Warmup und Cooldown und ist sonst ein ganz normaler Hund in stabilem ruhigem Zuhause.

    Das ganze ist von uns ehrenamtlich und es gibt 3 Euro Spende pro Besuch an den Verein.

    Vielleicht wäre das eine Idee?

    Einen eigenen Hund (für dich! Nicht für deinen Sohn) würde ich mir nur holen, wenn du neben der Betreuung und wahrscheinlich auch noch normaler Arbeit genug Kapazitäten und Lust hast, ihn ordentlich zu bewegen und dir damit einen neuen Raum zu schaffen. Und das für die nächsten 12-15 Jahre im besten Fall. Dh dein Sohn müsste in der Zeit auch betreut sein, in der du unterwegs bist.

    Und der Hund bräuchte auch davon ab Ruhezeiten, zB wenn dein Sohn in einer Tagesbetreuung ist.