Wenn man jeden Hund wegen jedem Pieps aus der Zucht ausschließt, gäbe es keine Hund mehr für die Zucht. Oder so wenige, dass man wieder ein Problem mit der Population hat (mehr als eigentlich fast jede Rasse eh schon hat).
Nur weil eine Hündin geräuschempfindlich ist, heißt es nicht, dass sie das an ihre Kinder weitergibt. Aber das ist ja das, was ich hier schon mehrfach gesagt habe: Züchter denken in Generationen, nicht in "meine Hündin ist so und so und deswegen werden die Welpen dann bestimmt so und so". Da gibts deutlich mehr zu wissen und zu beachten und dieses Wissen um Linien, um Verwandte etc, das kaufen Käufer auch mit.
Aber auch das gehört zum Züchterdasein dazu: Hund kaufen, 3 Jahre aufbauen, Wurf, trial und error. Und wenn man merkt, dass aus der Hündin dann lauter Hunde raus kommen, die am Zuchtziel vorbei schießen, dann nimmt man sie wieder raus. Dann war der ganze Kram für die Katz und all die Arbeit umsonst und kein Hund für die Weiterzucht dabei.
Die Welpen kosten dann trotzdem nicht weniger, aber auch das sind Kosten, die man als Züchter hat und wo man dann sagen muss: außer Spesen nichts gewesen.
Denn jeder vernünftige Züchter ist froh, wenn aus seiner Zucht was über bleibt. Wenn man dem Zuchtziel näher kommt. Wenn sich Welpen so entwickeln wie man möchte und diese dann ihre Gene ihrerseits weitergeben.
Oder wie eine erfahrene Züchterin letztens zu mir sagte: in 20 Jahren hatte ich eine Hündin gezogen, die in allen Bereichen einfach bombastisch war. Eine einzige.