Beiträge von DiemitdenAussies

    Die Aussies die ich treffe, haben aber mit den "Mythos"-Aussies, wie sie hier im DF oft beschrieben werden, nichts zu tun.

    Das ist sicherlich kein Mythos. Denn sonst würden langjährige Halter der Rasse ja nicht immer wieder zu ihr zurückkommen. Das können ja nicht alles Masochisten sein. Auch uns Rasseliebhabern schaden die vielen Aussies aus dubioser Herkunft in falschen Händen leider sehr. Mittlerweile sind wir sogar ganz froh, dass der Ruf immer schlechter wird...das schreckt Menschen ab, die sowieso lieber die Finger davon lassen sollten. Das selbe gilt mMn für Border Collies.

    Die Box muss deutlich positiv besetzt sein und Ruhe in der Box muss konditioniert werden. Da wäre ich mal ganz vorsichtig mit Zeitangaben. Jeder Hund ist da anders und jeglicher Druck hat bei einem Aufbau, der dafür gedacht ist, dass ein Hund entspannt, wirklich fehl am Platz.
    Wieso die 9 Tage?

    Die Gebrauchshunderassen wie Schäferhunde sehe ich in meinem "normaler, langweiliger Durchschnittshundehalter"-Alltag so gut wie nie. Wenn sie doch ach so nervenstark sind, wieso nehmen Sie meistens nicht wie die "leeren Hüllen-Begleithunde" am Alltag Ihrer Besitzer teil?

    Hier zB. ist es so, dass diese Hunde immer noch größtenteils "nur" für den HuPla gehalten werden. Diese Hunde kommen zur Arbeit raus, dürfen mal irgendwo fährten oder zum Lösen nah beim Platz die Straße hoch und runter, aber das wars dann auch schon.
    WENN ich mal welchen von denen im Alltag begegne sind sie aber meist wirklich richtig cool, fast sogar schon desinteressiert am Drumherum und sehr angenehm. Muss man halt von Anfang an richtig machen.

    Edit: Ich meine damit jetzt "klassische" Gebrauchshunderassen.

    Bei meiner Züchterin ist es so, dass sie einen Wurf nur dann realisiert, wenn tendenziell genug Abnehmer da sind. Deshalb sind sowieso alle Welpen, die fallen, erstmal irgendwie vergeben. Das ist eigentlich bei vielen Züchtern so.

    Ich habe im Vorfeld, bevor ich mich auf die Warteliste habe setzen lassen, einen Fragebogen bei ihr ausgefüllt. So wie jeder Welpeninteressent. Da standen neben den Einzelheiten über meine Person auch meine Wünsche drauf, die ich an den Hund habe. Wo er leben soll, was ich mit ihm tun möchte und ja, auch die Lieblingsfarbe. Die steht aber ganz hinten an. Mir zB. war die Farbe gar nicht wichtig. Aber ich liebe alles, was rot ist eben besonders *grins*. Das habe ich da auch so geschrieben. Im aktuellen Wurf wäre es übrigens eine schwarze Hündin, für die ich mich interessieren würde, weil sie vom Wesen her genau das ist, was ich mag.

    Ab der vierten Woche können die Welpeninteressenten dann vorbei kommen und sich die Knubbel anschauen. Die Züchterin hat ja noch die Fragebögen, konnte die Entwicklung der Würme soweit beobachten und steht den Käufern beratend zur Seite. Meistens bekommt man dann einen, der eben NICHT die angegebene Farbe hat :P, aber der vom Gemüt und den Anlagen her doch ganz genau passt. Ich kenne super viele Aussie Besitzer, die irgendwie am Ende doch einen ganz anderen Farbschlag, ja sogar ein anderes Geschlecht als das gewünschte bekommen hatten (ich inklusive :D ). Dafür haben sie den Hund erhalten, der zu ihnen passt. Ein gewissenhafter Züchter sorgt dafür.

    Gerade beim Aussie sollte das Allerletzte, auf das man als Käufer schaut, die Farbe sein. Da gilt für mich der Grundsatz "Ein guter Hund hat keine Farbe".

    Ich frage mich gerade, was "Ernsthaftigkeit" eigentlich genau ist.
    Alles was nicht das angesprochene ewige Welpengehabe ist? Oder eine gewisse Härte in bestimmten Situationen? Oder sind ernste Hunde welche, die tatsächlich dann ernst zu nehmen sind, wenn sie im Trieb stehen? Bin grad etwas überfragt :???:

    Ich kann jetzt nur vom Aussie sprechen. Da kenne ich einige, die wirklich arbeiten (am Vieh, im Sport). Trotzdem sind es teilweise in zivil echt clownige Typen, die aber bei der Arbeit wirklich ihren "Hund" stehen und ihren Job sehr ernst nehmen. Diese Hunde sind dann in der Regel im Alltag sehr cool und klar in der Birne. Das gefällt mir eigentlich besonders gut.

    Regeln gibt es eigentlich nicht viele.

    Drinnen: wird nicht übermäßig getobt, meine Sachen sind keine Spielsachen und wenn ich sie runter haben will von Soda oder Bett, dnan meine ich das so. Auch ist drinnen bitte Ruhe zu halten (kein Dauerbellen, kein Fiepsen).

    Draußen: Kommen, wen ich rufe, abdrehen oder sich setzen auf mein Kommando, wenn sie zu weit laufen, niemanden belästigen (tun sie eigentlich auch nicht), darauf achten, dass ich noch hinten dran bin, wenn eine Leine dran ist, kein Pöbeln (das ist gerade Bliss' Baustelle).
    Für Bliss gilt draußen noch, dass sie Tex nicht scheuchen darf, wenn er mal hinterherhängt.

    Freilauf ist hier übrigens auch ein Privileg, das bei weniger guter Führung draußen auch mal entzogen wird.

    Uns wollte man heute ärgern :rotekarte: .
    Der Täter: Ein Dreikäsehoch mit einem Minibike, der immer im Affenzahn ganz nah an uns vorbeigebraust ist.
    Die Teile sind saulaut und irre schnell und selbst ich fand das sehr unangenehm. Tex macht bei sowas ja (zum Glück) dicht und reagiert gar nicht, aber bei Bliss war ich mir nicht ganz so sicher, ob sie den kleinen Scheißer lieber vom Motorrädchen gezogen oder mir doch besser auf den Arm gekrabbelt wäre. Man merkt bei sowas einfach, wie unausgereift sie da noch ist und wie unerfahren. Da ist es ein Segen, dass Tex so gelassen bleibt.

    Alles in allem sind wir aber doch recht souverän durch die Situation durch und ich konnte mich auch noch zurückhalten, dem lachenden Vater die Leviten zu lesen. Ich weiß ja nicht, was in manchen Leuten vorgeht...aber viel scheint bei denen ja nicht im Schädel los zu sein.

    Heute haben wir auch endlich mal ein Reh zum Anglotzen getroffen. Die beiden Aussies bleiben ja wirklich cool, solange keine Bewegung in dem Tier drin ist. Hunde gucken, Reh guckt zurück und geht seelenruhig in den Wald. Die Wauzis gucken mich an, ich lobe, wedelnde Schwänzchen. Brave Hundis! :smile:

    Hmm ist wohl auch alles eine Frage dessen, wieviel "Alltag" in der Gesellschaft man eigentlich mit dem Hund hat...

    Ich zB bin eher der Typ, der seine Hunde lieber zuhause lässt, Hundezeit strikt von Arbeitszeit/Zeit mit den Freunden trennt und am liebsten alleine mit den Hunden unterwegs ist. Mein Anspruch an eine Rasse ist deshalb eigentlich überhaupt nicht, dass sie super verträglich, mit jedem gut Freund ist, ich sie überhall hin mitnehmen können muss und sie keine größeren Baustellen mitbringen dürfte. Ich möchte vorrangig einen Hund, der sich stark an mich bindet, mit dem ich etwas in Richtung Hundesport unternehmen kann, der intelligent ist, der aufpasst (das ist mir tatsächlich wichtig bei einem Hund), aber nicht jeden Furz meldet, der kein Weichei und der von Haus aus nicht sonderlich aufdringlich gegenüber Fremden ist. Außerdem liebe ich Hunde, die Power haben, wenn man sie braucht, aber sonst ganz entspannte Zeitgenossen sind. Der Aussie entspricht dem einfach.

    Natürlich bin ich da irgendwie vorgeprägt. Mein erster Hund war als Kind ein Aussie. Die Rasse begleitet mich also nun seit meinem 9. Lebensjahr und ich habe mich vielleicht einfach sehr an diese ganzen Rasseeigenschaften gewöhnt. Ich könnte es mir irgendwie nicht mehr anders vorstellen. Als nächstes soll irgendwann ein DSH hier einziehen (natürlich zu den Aussies :P). Da mache ich mir um gewisse Dinge wie Wach,-und Schutztrieb, eventuell mangelnde Verträglichkeit etc gar keinen Kopf. Nicht, weil das Dinge sind, von denen ich hoffe, dass sie wohl nicht so stark ausgeprägt sein werden (den fehler machen ja viele Leute), sondern weil das Dinge sind, die ich gut und gerne akzeptiere, mit denen ich klar komme und die mich im Alltag einfach nicht behindern.

    Wäre es so, dass ich einen anpassungsfähigen Hund bräuchte, den ich überall hin mitnehmen müsste und bei dem absolute Verträglichkeit mit Mensch und Tier mitbringen müsste, würde ich mich für eine andere Rasse entscheiden. Für jede Lebenssituation, jeden Anspruch und jede Vorstellung gibt es eigentlich die passende Rasse.

    Kathrin: wie wäre es denn mit Ralley-Obedience, das du dann als Trainerin anbietest? Würde ich echt gerne machen!
    Funny ist doch selbst durch die BH geplumpst, oder hab ich das falsch verstanden :D ? Wer besteht schon mit jedem Hund auf Anhieb? Aber wenn du dann 2 Monate später woanders heimlich machen willst, nimm mich mit :lol: !

    RO wäre definitiv eine gute Sache. Da bekommt man auch die UO-Muffel bewegt. Irgendwas in der Richtung werde ich wohl anbieten. Das fehlt im Verein und muss besetzt werden.

    Fanny ist durchgeplumpst, ja. Glaube sogar, nicht nur einmal. Die ist auch sone Granate wie mein Tex^^. Sollte ich woanders starten, sag ich dir jedenfalls Bescheid :P. Ist vielleicht ja auch gar nicht nötig ;) . Mal sehen.
    Jedenfalls werde ich mir diesmal vorher ein Sektchen gönnen...dann wird das leichter^^.

    Ich sehe es im Moment recht locker, weil ich an sich denke, wir bräuchten noch Zeit, auf der anderen Seite habe ich ja auch nichts zu verlieren. Kann ja eigentlich nur besser werden als erwartet :lol: .

    Das ist eigentlich genau die richtige Einstellung! :D :bindafür:
    Sollte mir an dir vielleicht ein Beispiel nehmen.