Beiträge von Juliaundbalou

    Also wir waren ja auch in der Hundeschule in den Junghundekursen. Da war es auch ein Kampf, aber er weiß, dass er nicht zerren soll. Da hat er es auch ab und zu ganz gut hingekriegt. Er muss ja nicht mal neben mir laufen, nur soll er nicht mit seinen fast 30 kg durchgehend in der Leine hängen und immer wieder durchstarten. Tut ja auch weh.
    Aufregung vermeiden ist doch Quark. Ich werde nicht zwei Jahre lang meinen Mann mit dem Rüden meiner Eltern in fünfzig Meter Entfernung vor uns her laufen lassen, damit Balou minimal weniger aufgeregt ist. Wir treffen so schon kaum auf aufregende Situationen. Gehen deshalb auch absichtlich mal in Parks, wo er sich entspannen muss.
    Wenn er ein Geschirr trägt, darf er auch nicht ziehen. Er generalisiert das nämlich - wie sonst auch alles - und zerrt dann am Halsband auch wie ein Irrer.
    Wir haben hier generell das Problem, sobald ein Hund anwesend ist, egal ob beim Spaziergang dabei oder uns nur passiert, dreht Balou völlig ab.
    Wenn wir bei der Hundewanderung sind, benimmt er sich am Anfang auch so und später ignoriert er aber alle anderen Hunde, die nicht zur Wanderung gehören. Das einfachste wäre, einen Zweithund zu haben. Aber dafür habe ich kein Geld. :ugly:
    Er ist in vielen Dingen so toll, aber dieses Zerren und die Grundaufregung zehren echt an mir. Und er muss verdammt viel Frust schieben.
    (Futter gibt es nur auf Freigabe, seit er bei uns ist. Hinsetzen zum An- und Ableinen. Sitz und Platz draußen und ich gehe alleine weiter, bis ich ihn rufe oder zu ihm zurückgehe und auflöse. Einfach auf eine Bank setzen und lesen und er muss sich langweilen. Apport nur auf Freigabe.)

    Balou kommt immer morgens, wenn wir wach sind, ins Bett. Zum Spinnen, sich halb auf einen schmeißen, Purzelbäume und Rollen machen :ugly:
    Gaaaaanz selten mal beruhigt er sich, legt sich dicht an mich dran und döst nochmal. Ich finde das süß. Klappt ja eh nur am Wochenende, unter der Woche ist dafür keine Zeit.
    Nachts schläft er auf seinem Körbchen, dem Boden und dem Flurteppich.

    Also irgendwie helfen mir eure Tipps bzgl. Leinenterror bei Aufregung nicht :verzweifelt: Alles probiert. Vielleicht muss ich mich damit abfinden, dass Balou so ist.

    @whyona
    Ich rede von der normalen zwei Meter Leine. Da darf er auch vor und hinter mir gehen. Und das braucht man ja öfter: an der Straße.
    Aufgebaut wurde es von Anfang an: Mit Zerren kommt man nicht weiter. Wir wechseln drei Methoden ab:
    1) stehenbleiben, sobald er auf Zug geht und warten bis er uns anguckt und sich auf uns zubewegt, im besten Fall neben uns kommt, dann geht es weiter.
    2) nach der Unorientierung gibt es zusätzlich einen Richtungswechsel.
    3) Leinenzupf mit Richtungswechsel.
    Wir müssen die Methoden abwechseln, weil sie sonst abstumpfen und keine Wirkung mehr zeigen. Geht er gut, wird er dafür gelobt und kriegt auch mal eine Belohnung dafür. Ohne anderen Hund kommen wir so meist sehr gut voran, außer er hat mal einen wirklich schlechten Tag.
    Wirklich Fuß an der kurzgestellten Leine brauchen wir selten. Das kriegt er auch ganz gut hin, auch frei bei Fuß. Natürlich nicht eine halbe Stunde lang.
    Schlepp hat er im Wald je nach Einsehbarkeit dran. Flexi will ich nicht, nur damit er an der Straße nicht zerrt.

    Mein Mann hat Balou, ich Paul. Gestern hatten wir es andersrum.
    Wenn wir uns bewegen, selbst nach 45 Minuten zusammen spazieren, ist Balou ein Zugpferd.
    Dass er am Anfang aufgeregt ist, ist ja verständlich. Da sieht es so aus:
    Paul und ich gehen aus dem Haus und warten ein paar Meter entfernt. Mein Mann und Balou kommen aus dem Haus. Balou schmeißt sich in die Leine. Sie stehen, mein Mann wartet, bis Balou sich umorientiert. Sie gehen zusammen los, Balou schmeißt sich in die Leine. So geht das durchgehend.
    Zwischendurch lassen wir Balou sich hinlegen. Minutenlang bis der Puls runtergeht. Bringt nix, nach zwei Metern schmeißt er sich in die Leine. Sind die beiden endlich bei Paul und mir angekommen, zerrt Balou halt neben uns weiter. Es ist zum verzweifeln.
    Nächsten Sonntag sind wir auf einer Hundewanderung. Drei Stunden. Da wird der Anfang auch so ablaufen, nur schlimmer. Er darf an der Leine ja keinen Kontakt haben und muss anständig laufen. Sobald er frei ist, ist alles toll, aber davor... :verzweifelt:

    Wir waren ja heute mit dem Rüden meiner Eltern unterwegs. Puh. Balou kann dann gar nix. Er ist wahnsinnig aufgeregt und kann nicht an der Leine gehen. Wie soll ich da Ruhe rein kriegen? Paul ignoriert ihn ja, dadurch wird er also nicht noch zusätzlich gepusht.
    Im Freilauf ist dann alles super. Dieser Hund...

    Bei uns ist es auch so, dass ich Balou über Markerwort und Futter belohnen kann, sich Tricks zu erarbeiten. Zwar nicht ganz ohne Anleitung, aber schon selbstständig. Er liebt Tricks :)