Beiträge von Juliaundbalou

    Ich mit drei Jahren circa:

    Stehe mit meiner Mutter im Hausflur, als die Nachbarin von gegenüber dazu kommt. Sie gibt mir ein Lutschbonbon. Ich nehme es an, lächle und gehe in die Wohnung.
    Meine Mutter: Julia, willst du nicht danke sagen?
    Ich (trocken): Wieso, ich hatte doch nicht danach gefragt.

    Das hängt mir bis heute nach. Nun ja, bis dahin wusste ich halt nur, dass man sich bedankt, wenn man etwas haben wollte.

    Andere Situation im ähnlichen Alter:
    Meine Mutter und ich gehen bei Nebel spazieren. Ich schaue konzentriert in den Himmel und sage nachdenklich:
    Mama, der Himmel hat geschwitzt.

    Balou hat die Welpengruppe geliebt

    Er hat vorhin beim streicheln nach mir geschnappt. Ich war total baff. Habe dann nachgesehen und eine Beule an seiner Seite gefunden. Mal sehen, ob sie weggeht, er ist vor zwei Tagen gegen einen Laternenpfahl gerannt, weil er einen anderen Hund fixiert hat.

    Ich hätte ja auch gerne einen zweiten Hund, weil ich Hunde liebe und weil Balou der geborene Zweithund ist.

    Ich wusste es!
    Ich bin sowas von sauer!

    Vor zwei Wochen oder so habe ich doch mal geschrieben, dass Balou sich aus dem Flur die Bankauflage samt zwei Kissen geschnappt hat und darauf rumgekaut hat, als er alleine war. Sonst stiehlt er nie was. Schuhe, Schals, Handschuhe, alles kein Problem.
    Ich hatte mir ja schon gedacht, dass an dem Tag etwas anders gewesen sein muss. Er war auch so aufgeregt, als ich nach Hause gekommen bin und hatte sein Knabberzeug nicht angerührt.
    Eben bin ich mit meinem Mann im Flur gewesen und er suchte Sachen für den Einkauf zusammen, als der Nachbarsjunge (8) mit seinem Kumpel draußen vorbeigeht. Bellend und jaulend! :rotekarte: Dabei haben sie noch über Balou geredet (habe nur "Hund" verstanden).

    Zur Vorgeschichte: als wir hier vor drei Monaten noch am Renovieren waren, klingelten einmal die Nachbarskinder und haben gefragt, ob sie mit unserem Hund mal spielen dürfen. Sie hatten ihn aus dem Auto gesehen und fanden ihn wohl hübsch. Balou stand bellend und knurrend im Flur. Ich also: Nein, er mag leider keine anderen Menschen, tut mir leid.
    Jedes Mal, wenn sie hier vorbeigehen oder auch mal klingeln etc, zeigt er sich von seiner Wachhundseite und wenn wir draußen sind, erschrecken sie sich und halten vorsichtig abstand, obwohl Balou da ignoriert.
    So. Aus dem ganzen scheint sich jetzt eine Art Mutprobe entwickelt zu haben, weil der Hund ja nix tun kann, wenn er im Haus ist :rotekarte: Und deswegen machen sie ihm sein Leben jetzt schwer, wenn er allein ist.

    Weil ich aber immer sehr scheiße und aggressiv rüber komme bei solchen Themen, wird mein Mann mal mit dem Nachbarn sprechen. Ist ja für uns auch nicht so toll, wenn Balou unsere Einrichtung demoliert, mal ganz davon abgesehen, was er für einen Terror und Stress ertragen muss.

    Na ja zum Wald gehen wir 10 Minuten an der Leine und zurück nochmal. Im Wald kann er 40-60 Minuten frei rennen. Die Feldrunde ist sogar erst 15-20 Minuten an der Leine, dann 15-20 Freilauf und wieder 10 Minuten angeleint. Wir gehen auch gerne mal durch den Ort oder einfach zur Bank und da ist er natürlich angeleint. Insgesamt hat er am Tag aber mindestens eine Stunde Freilauf, am Wochenende deutlich mehr. Auf den bekannten Routen und ohne besondere Vorkommnisse ist er meist als Leinenführig zu bezeichnen.
    Sensibel ist er leider nicht. Es juckt ihn nicht, wenn ich ihn blocke oder auch mal böse zische oder whatever. Also stell dir einen Backsteinhund vor, der am speicheln ist, irrer Blick und uuuuunbedingt zu jedem Hund muss bzw beim gemeinsamen Spazieren die Aufregung auch auf Gerüche am Wegesrand etc überträgt und dann auch uuuuunbedingt zu jedem Grashalm muss. Ja, und ich hänge dann da hinten so an der Leine :pfeif:

    Also mein Hund interessiert sich für deine genannten Korrekturen (böses zischen u.ä.) nicht. Leider, wäre einfacher für uns. Er ist ein Backsteinhund und macht einfach weiter, wenn ich damit komme.
    Das einzige, was ihn an negativer Korrektur beeindruckt, ist ihn durch den Körper wegzudrängen. Geht aber nicht immer. Sieht auch manchmal gemeiner aus, als es ist und macht einem ängstlichen Kind dann vielleicht noch mehr Angst, als es eh schon hat. Da lasse ich das natürlich.
    (Gut, wehgetan habe ich ihm nie, will ich auch nicht, da weiß ich dementsprechend nicht, ob das etwas bewirken würde, aber davon hast du zum Glück auch nicht gesprochen)
    Bei uns muss ich kombinieren zwischen Alternativverhalten und auch mal körpersprachlich zurechtweisen.