Ich bin gerade so froh, dass ich nach der Arbeit nicht die große Waldrunde gegangen bin, sondern eine Stunde durch den Ort mit kleinen Freilaufunterbrechungen.
Balou benimmt sich gerade mies, weil irgendjemand läufig ist. Dazu kommt, dass wir gestern ja meine Schwiegereltern und -Großeltern da hatten und er sich danach auch immer scheiße benimmt, weil die ihn nie in Ruhe lassen können, sondern anstarren und anquatschen und er jedes Mal verknüpft: Menschen=scheiße. Wenn wir jemand anders zu Besuch hatten, ist das nie so. Da geht er schnuppern und wird sonst ignoriert. Also genau das, was er mag...
Zurück zu unserer Runde.
Leinenführigkeit, was ist das?
Ein Mann geht auf der anderen Straßenseite vorbei. Balou fixiert, steht in der Leine, Bürste. Der Mann hat ihn nicht mal angesehen. Weil Balou null auf Ansprache reagiert hat, musste ich ihn einmal anpampen und dann einfach mitschleifen. Nach ein paar Metern war es ok, davor ging er rückwärts mit mir mit, um den Mann weiter anstarren zu können.
Wir kämpften uns weiter voran mit hundert Richtungswechseln und einem Hibbelhund, der mir mehrfach fast auf die Straße gehüpft ist vor Aufregung!
Dann folgten drei(!) Hundebegegnungen, alle angeleint mit größerem Abstand. Balou hat aber seit Tagen kein Besteck. Also musste er sitzen und die anderen vorbeilassen. Aus Frust pöbelte er richtig schön! Eine HH ist sogar mit ihrem Hund in eine Seitenstraße gegangen, damit wir mit richtig viel Platz üben konnten, vorbeizugehen
Ich werde eh schon lange nicht mehr als Tierquäler beschimpft, weil ich keinen Leinenkontakt will. Die anderen HH wollen das auch nicht. Kein Wunder, so wie Lou sich benimmt.
Eine Oma hat mich unterwegs nach dem Weg gefragt. Balou völlig am ausrasten! Sie hatte richtig Angst, dabei hatte sie ihn auch null beachtet und stand weiter weg.
Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass wir all das mitnehmen konnten. Es ist wichtig, dass wir am Ball bleiben. Auch wenn der Besteckkasten leer ist. In der Pampa benimmt er sich zu 90% gut. Und dann auch an der Straße, wenn wir Hunden oder Menschen begegnen. Aber wenn er drüber ist, geht gar nix. Wobei er gegen Ende wieder ruhiger wurde. Vielleicht weil das Haus nahte
