Beiträge von Juliaundbalou

    @Cherubina spielen geht leider nicht. Er ist sehr wild und verstümmelt mich und meinen Mann leider auch oft aus Versehen.
    Füttern... Könnte man probieren. Nur geht das ja wieder mit wirklich fremden Menschen nicht. Die treffen wir an der Straße, wo er angeleint ist und jeder schnell seines Weges gehen möchte. Er weiß auch, wenn eine Situation gestellt ist. Deshalb benimmt er sich in Trainingsstunden auch ganz anders.
    Findest du nicht, dass positive Kontakte die sind, wo er schnuppern gehen kann und sonst in Ruhe gelassen wird? Da ist er total entspannt und zufrieden. Wir zwingen ihm ja auch keine Nähe auf. Er will so gut wie nie Körperkontakt, kraulen nur ab und zu mal an Ohr oder Po, sonst nur spielen und rumspinnen.

    Vor zwei Tagen wurde ich von einer netten alten Frau nach dem Weg gefragt, die näherte sich uns, ich sagte Balou, dass er sich hinlegen soll. Als sie mich ansprach und ihn nur aus den Augenwinkel anguckte, bellte er sie an. Immer wieder. Da hätte ich ihn nur rausgekriegt, wenn ich weggegangen wäre. Auf nein reagiert er da nicht.

    @Michi69
    Achso. Also er ist ein Winterwelpe, weswegen er vermutlich weniger mitgekriegt hat, als Sommerwelpen. An Umgebung kannte er das Haus und den Garten. Menschen hat er auch einige um sich herum gehabt. Die Züchterin hat z.b. mehrere Kinder (erwachsen) und Enkel, die öfter da waren. Tiere nur Hunde.

    Balou ist mein erster Hund und wir haben bestimmt auch Fehler gemacht. Aber wir haben uns Mühe gegeben, dass er das normale Dorfleben schon früh kennenlernt. Kurze Strecken an der Straße lang, Hunde kennenlernen, ab und zu einen Nachbarn begrüßen, viel im Wald und Feld unterwegs sein. Verschiedene Tiere angucken und Fahrzeuge.
    Leider wurde er an seinem ersten Tag bei uns von dem Nachbarshund gebissen, der plötzlich zu uns in den Garten rannte. Aber dadurch sollte er eher Hunde doof verknüpfen, oder? Die liebt er aber über alles. Da wird auch durchgehend hingeguckt und hingezerrt, teilweise mit Fiepen oder Frustbellen :hust:

    Insgesamt ist er wirklich unsicher, ich weiß nicht, woher genau das kommt. Steht plötzlich eine Mülltonne im Wald, wird diese auch angebellt, weil sie da nicht hingehört.
    Ich bin mit ihm aber immer zusammen hingegangen in solchen Situationen - auch heute noch - und wir gucken uns das ganze dann zusammen an. Dann hat er keine Angst mehr.

    @lemmingstyle
    Auf der abgewandten Seite geht er natürlich immer :)
    Leider benimmt er sich ja auch so, wenn die Menschen auf der anderen Straßenseite sind und ich ich dazwischen gehe. Also sind die dann wirklich weiter weg...

    Angeleint ist das öfter passiert, als er klein war. Schwups im Vorbeigehen.
    Ich hatte halt gehofft, dass es wirklich eine Methode gibt, den Rückzug zu vermitteln :ka:

    Hallo ihr Lieben,

    damit ich den Junghundethread nicht sprenge, mach ich mal einen neuen auf.
    Zur Vorgeschichte, ganz kurz:
    Balou ist als Welpe zu meinem Mann und mir gekommen und in einem ruhigen Dorf aufgewachsen. Er hat nie schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, hatte bei Berührungen aber schon immer Stress. Bei uns geht es mittlerweile, genießen tut er es aber selten. Deshalb haben wir jeglichen Besuch darum gebeten, ihn zu ignorieren, wenn er schnuppern kommt, ihm die Hand hinzuhalten und sonst nix. Das machen fast alle Gäste seit sehr vielen Monaten so. (Außer meine Schwiegereltern und -Großeltern, die ihn anstarren und anquatschen, aber die sieht er selten).
    Balou findet Menschen an sich spannend und geht gerne schnuppern und ist dann zufrieden. Machen diese dann einen Aufstand um ihn, fiddlet er.
    Als Welpe und jüngerer Junghund wurde er leider öfter von Fremden angefasst und quietschend angesprochen, wodurch er Fremden gegenüber sehr unsicher geworden ist. Er wirkt draußen so, als warte er nur darauf, belästigt zu werden.
    Zwischenzeitlich hatten wir ihm gut beigebracht, draußen Leute zu ignorieren. Wir gingen immer ruhig mit etwas abstand an Menschen vorbei und er wurde gelobt und belohnt. Ab und zu wuffte er jemanden an.
    In letzter Zeit ist er aber echt anstrengend und steht sich selbst im Weg. Uns begegnen seltener Leute (pro Spaziergang vielleicht fünf) und diese gucken höchstens, ignorieren ihn aber meistens. Balou fixiert stark, geht angespannt und hängt vorne in der Leine. Manchmal sogar mit Bürste. Er lässt sich schlecht bis gar nicht umlenken, sodass ich ihn manchmal am Rand absitzen lassen muss und dann die Leute (alleine, mehrere, mit oder ohne Hund, mit oder ohne Kinderwagen/Kinder) vorbeilasse. Diese bedanken sich auch oft und haben sichtlich Angst vor ihm. Gehen wir auf jemanden zu, der z.b. auf einer Bank sitzt, stoppe ich ihn durch Richtungswechsel und stopfe ihm Leckerlis rein, sofern er mich wahrnimmt.
    Mein Problem ist also: wie kann ich Balou beibringen, dass er nicht nach vorne zum Reiz hingeht, obwohl er ja keinen Kontakt möchte und froh ist, sobald der Mensch weg ist (sofortige Entspannung, Ansprache möglich, Stressmarkieren), sondern sich bei mir aufhält oder zu Hause vom Gast weggeht, wenn er keinen Kontakt möchte?
    Ich habe das Gefühl, dass ihm seine Rasse im Weg steht. Golden werden ja so gezüchtet, dass sie Menschen gegenüber freundlich sein sollen. Gleichzeitig mag er aber keinen Körperkontakt. :ka:
    Ach ja, wenn er mit anderen Hunden unterwegs ist, verhält er sich um einiges weniger bis gar nicht so. Und im Freilauf fiddlet er auch selten HHs gegenüber, wenn er mit ihren Hunden spielt, sondern geht da einfach weg, wenn diese ihn streicheln (wollen). Da kann er es!
    Falls es wichtig ist: er zeigt zu Hause einen guten Wachinstinkt und ist sehr Aggro, wenn Besuch oder Handwerker kommen. Da knurrt er auch. Bei Besuch beruhigt er sich aber nach ein paar Minuten und geht dann freundlich schnuppernd hin und dann legt er sich irgendwo schlafen.
    Ich freue mich auf Antworten :winken:

    PS: ich werde im Frühjahr mal eine Einzelstunde bei unserem Hundetrainer buchen.

    Also, wenn du eine gute Betreuung findest, klingt das alles gut.
    Ich würde an deiner Stelle eher nach einem kleinen bis mittelgroßen Hund gucken, weil der nicht so viel Platz wegnimmt, wenn du ihn überall mit hin nimmst, er weniger Futter braucht und auch die TA-Kosten, zumindest was die Medikamente betrifft, geringer sind.
    Ein Welpe in der Uni wäre echt anstrengend. Der kann da garantiert nicht abschalten und braucht viel Aufmerksamkeit, wodurch du dich schlechter konzentrieren kannst. Ich habe versucht, mit meinem Nachhilfe zu geben. Kannst du vergessen.
    Ein älterer (nicht alter!) gut sozialisierter Hund würde da besser passen.

    Zu den Kosten: ich habe Balou als Welpen von einem seriösen Züchter geholt. Er hat mich im ersten Jahr bestimmt 1000€ beim TA gekostet, wenn nicht eher mehr. Ich will es gar nicht ausrechnen. Welpen und Junghunde sind häufig krank, wenn man Pech hat. Durchfall ist besonders beliebt.
    Hinzu kommen Impfungen, Futter (bei mir 70€), Betreuung (bei mir 120 im Monat für drei volle Tage pro Woche). Vielleicht Hundeschule oder Verein?