Beiträge von Juliaundbalou

    Das tut mir leid :(

    Balou hat gestern auch dreimal gebellt. Ich habe gerade seinen Haufen eingesammelt, er lag daneben. Ein älteres Pärchen ging an uns vorbei und blieb dann fünf Meter neben ihm stehen, er war näher an ihnen als ich. Das Pärchen hat dann zwei Minuten mit mir darüber gesprochen, dass ich das da ja nicht weg machen müsse, das würde doch verrotten etc. (Sonst wird man angemeckert, wenn man es liegen lässt xD ). Balou gefiel das alles nicht und er bellte halt mit größeren Abständen. Danach war er auch verunsichert und wurde steif, als wir auf eine Mülltonne zugingen. Wir brauchten mehrere Anläufe, sonst hätte er die Mülltonne angepöbelt.

    @oregano
    Ja, er hat Stress und ein Problem mit Menschen. Mit Hunden nicht, da will er unbedingt hin und es fällt ihm sehr schwer, das nicht zu dürfen. Da pöbelt er dann auch gerne mal und fixiert durchgehend den anderen Hund.
    Es ist kompliziert und schwer für mich einzuschätzen. Er ist sich nämlich nicht mit jedem Hund grün und oft sogar neutral und geht einfach weiter, wenn er einmal geschnüffelt hat. Spielen tut er auch selten (fast nur mit anderen Retrievern). Aber hin möchte er immer, egal ob er hallo sagen will oder den anderen fressen will :tropf:

    Dein Pudelchen klingt dann doch etwas anders. Also ist das Dauerkläffen eher sowas wie bei uns das Dauerfiepen bei Stress. Nervt auf jeden Fall und kann schlecht abgestellt werden - zumindest wüsste ich nichts :ka:

    @Samita ich hoffe zumindest, dass du vor vier Seiten das geschrieben hast xD
    Ich denke nicht, dass so viele sich einen Pudel oder Retriever holen, weil die angeblich einfach sind. Sie sind sehr vielseitig und bieten viel an, haben WTP - tolle Hunde. Dass weniger Leute (im DF) mit Malis, BC etc. Probleme haben, könnte auch daran liegen, dass diese Rassen meistens nicht zu denen gehören, die als erster Hund angeschafft werden. Da ist bereits mehr Erfahrung vorhanden.
    Wenn mein zweiter Hund irgendwann mal kommt, werde ich mit dem bestimmt auch weniger "Probleme" haben. Einfach weil ich da schon mehr Erfahrung sammeln konnte.

    @oregano ich finde, das klingt alles halb so schlimm. Habe hier auch so einen Kandidaten sitzen.
    Balou ist unsicher und braucht eine konsequente enge Führung, sobald er etwas entscheiden darf, ist er überfordert. Ich muss immer signalisieren, dass ich alles regle. Bei Menschen und auch Hunden muss er immer im Fuß vorbei plus Aufgabe (stups beispielsweise), sonst wird gepöbelt, im Freilauf stellt er sonst den Menschen.
    Auf Feldwegen haben wir hier übrigens das gleiche Verhalten mit dem Kontrollverlust: Ich lasse ihn rennen, sofern ich weit genug sehen kann. Sonst ist die Leine dran. Im Wald trabt er entspannt.
    Ich denke, dass das alles kein Problem darstellt, so lange man die Zügel eben in der Hand behält und der Hund gut im Gehorsam steht. Man muss sich nur klar sein, was für einen Hund man hat, dann klappt das.

    Auch in einer Box ist der Hund ja leider nicht sicher - nur vor dem Anfassen ist er da geschützt.
    Das hatte ich auch schon probiert. Wenn der Hund wirklich längerfristige Schwierigkeiten durch solche Begegnungen hat, würde ich ihn lieber einen halben Tag betreuen lassen, auch wenn das für ihn ebenfalls stressig ist.
    Balou hat eine Hundesitterin für solche Fälle, die er mag, wo er aber auch großen Stress hat. Er geht mittlerweile nur noch sehr selten dorthin. Alle paar Monate mal. Aber ich bin froh, sie zu haben.

    Wir üben an Alternativverhalten im direkten Kontakt mit Menschen (also zu Hause, im Restaurant etc):
    - Stups an meine Hand
    - auf seinem Platz liegen
    - ruhig bleiben und weggucken

    Das klingt jetzt vermutlich stumpf, aber diese Dinge fallen Balou schwer und ich bestärke einfach dieses Verhalten. Alles, was mit Fiddeln, Verbellen, Hibbeln zu tun hat, wird abgebrochen.

    Draußen üben wir:
    - Fuß gehen
    - Bogen gehen
    - stups und mich ansehen
    - bei größerer Entfernung alle Tricks, die er kann
    - bei anderen Hundehaltern muss ich nichts machen - sofern er den Hund auch wahrgenommen hat :hust:
    Da geht er einfach ignorant vorbei, selbst wenn er gelockt wird. Wird er im Vorbeigehen angefasst, macht er einen Bogen und nähert sich der Person nie wieder so dicht, dass sie ihn berühren könnte. Das war's. :dafuer:

    Balou bietet mittlerweile das Stups von sich aus an, wenn er unsicher wird. Das Stupsen ist für ihn zu einer Belohnung geworden. Ich versuche, ihn in allen kleinen Dingen stark zu belohnen, die er anbietet. Alles, was unerwünscht ist, wird im Keim erstickt. Das mache ich aber alles sehr ruhig.

    Normalerweise haben wir keine Situationen, wo er sich daneben benimmt.

    Kleine Bemerkung am Rande:
    Ich habe jetzt nicht alles nachgelesen, weiß also nicht, ob jemand bereits den Irrtum aufgeklärt hat, Humanmediziner würden keine Reichtümer verdienen.
    Oh doch.
    Als Allgemeinarzt schon ooooordentlich. Als Facharzt unglaublich viel. Ihr wollt nicht wissen, was ein Zahnarzt verdient.
    Aber das auch zu recht.

    Hallo @Liiam
    Ich hätte den Hund wohl in eine Betreuung gegeben für diese Feier. Ein Hund, der Menschen nicht über alles liebt, ist auf so einer Veranstaltung fehl am Platze.
    Du musst akzeptieren, dass du die Menschen nicht erziehen kannst und dass diese nicht schuld sind. Sie handeln unbedacht. Vor allem Menschen, die dir draußen zufällig über den Weg laufen. Im kleineren Kreise kann man es natürlich versuchen, gewisse Spielregeln durchzusetzen, aber auch da muss man manchmal aufgeben.
    Mein Schwiegervater beispielsweise (und weitere nahe Verwandtschaft meines Mannes) ist unbelehrbar. Die Konsequenz daraus ist, dass sie Balou nicht mehr begegnen. Gar nicht mehr.
    Wir haben einige herbe Rückschritte machen müssen, wenn der SchwiVa nur fünf Minuten zu Besuch war. Das ist es nicht wert.
    Versuche stets vorausschauend unterwegs zu sein, vermeide Situationen, die dein Hund nicht bewältigen kann und übe mit ihm ein Alternativverhalten. Ein Hund wie deiner, der nun mal auf Menschen gerne verzichten kann, wird vermutlich durch kein Training positiv auf Vorbeugen und Ansprechen etc. reagieren. Aber dafür hat er ja dich - du beschützt ihn. Auch wenn das heißt, dass er nicht dabei sein darf.