Auch in einer Box ist der Hund ja leider nicht sicher - nur vor dem Anfassen ist er da geschützt.
Das hatte ich auch schon probiert. Wenn der Hund wirklich längerfristige Schwierigkeiten durch solche Begegnungen hat, würde ich ihn lieber einen halben Tag betreuen lassen, auch wenn das für ihn ebenfalls stressig ist.
Balou hat eine Hundesitterin für solche Fälle, die er mag, wo er aber auch großen Stress hat. Er geht mittlerweile nur noch sehr selten dorthin. Alle paar Monate mal. Aber ich bin froh, sie zu haben.
Wir üben an Alternativverhalten im direkten Kontakt mit Menschen (also zu Hause, im Restaurant etc):
- Stups an meine Hand
- auf seinem Platz liegen
- ruhig bleiben und weggucken
Das klingt jetzt vermutlich stumpf, aber diese Dinge fallen Balou schwer und ich bestärke einfach dieses Verhalten. Alles, was mit Fiddeln, Verbellen, Hibbeln zu tun hat, wird abgebrochen.
Draußen üben wir:
- Fuß gehen
- Bogen gehen
- stups und mich ansehen
- bei größerer Entfernung alle Tricks, die er kann
- bei anderen Hundehaltern muss ich nichts machen - sofern er den Hund auch wahrgenommen hat
Da geht er einfach ignorant vorbei, selbst wenn er gelockt wird. Wird er im Vorbeigehen angefasst, macht er einen Bogen und nähert sich der Person nie wieder so dicht, dass sie ihn berühren könnte. Das war's. 
Balou bietet mittlerweile das Stups von sich aus an, wenn er unsicher wird. Das Stupsen ist für ihn zu einer Belohnung geworden. Ich versuche, ihn in allen kleinen Dingen stark zu belohnen, die er anbietet. Alles, was unerwünscht ist, wird im Keim erstickt. Das mache ich aber alles sehr ruhig.
Normalerweise haben wir keine Situationen, wo er sich daneben benimmt.