Beiträge von KasuarFriday

    Die Frage ist nur, wann erkennt ein Laie denn, wann er gut genug informiert ist. Der Laie kann ja gar nicht einschätzen, welche Informationen richtig oder falsch sind. Man geht davon aus, dass man einen guten Züchter gefunden hat und daher auch einen wesensfesten Hund bekommt.

    Darum finde ich es in Threads wie diesem so wichtig, das Thema "wo genau kommt der Hund jetz her" anzusprechen und zu erläutern.

    Ein kleines bisschen für die TE, auch wenn es dann nichts mehr hilft, ist es doch erhellend, zu sehen, was schief gelaufen ist. Vor allem, wenn so wie hier, die TE sich bemüht hat, auf einen guten Züchter zu achten - und schon anfangen zu denken, sie würden das auffällige Verhalten des Hundes verursachen, anstatt auch die Aufzucht ins Visier zu nehmen.

    Aber mehr noch für alle, die zufällig per Google vor der Anschaffung eines Hundes hier landen und dann mit dem Wissen verhinden können, den gleichen Fehler zu machen. Nützt dann Mensch und Tier.

    Im privaten Umfeld spreche ich das deutlich an und die Gründe sind eigentlich immer die gleichen: Geringe Entfernung zum Produzenten, Hund sofort verfügbar, keine kritischen Fragen bzgl. Rassewahl, Vorstellungen, Zeitmanagement, Umfeld. Schlicht ein ausgeprägtes „Haben will“ und das unbedingt sofort und ohne Aufwand.

    Das finde ich ehrlich gesagt gar nicht so verwerflich, sondern sehr menschlich.

    Ich glaube, wichtig ist vor allem, dass auch bekannt ist, was der Preis sein kann, den man dann zahlt. Dass man vielleicht einen unsicheren oder aggressiven oder kranken Hund bekommt, einen Hund, der null so ist, wie man dachte, dass man eine Ausnutzung der werfenden Hündin unterstützt, mit seinen Problemen dann alleine gelassen wird und Geldmacher bereichert hat, die ihren Tieren gegenüber nicht verantwortungsvoll handeln.

    Also, dass man die Vorteile des Vermehrers um die Ecke mit den Nachteilen abwägen kann.

    Wie gesagt, so wie es klingt, trifft das alles jetzt nicht auf die TE zu, sondern ist von mir ganz allgemein gesagt. Die TE klingt deutlich reflektierter als "haben wil, ab zum nächsten Bauernhof und ein süßes Welpi aus dem Verschlag kaufen!"

    Ich bin gerade total am heulen weil ich Angst habe das ich Sie verliere. Vielleicht ist das gerade völlig übertrieben aber die Beule macht mir Angst😭

    Das gehört irgendwie wohl dazu, wenn man seinen Hund liebt. Lass dich erstmal umarmen.

    Für mich klingt es tatsächlich übertrieben, aber wie gesagt, das kommt daher, dass Elvis sich ständig etwas wachsen lässt. Ich mache die Tierärztin inzwischen nur noch darauf aufmerksam und wir behalten die Stellen im Blick. Aber auch mich machen die manchmal nervös, ich kann halt nicht reinschauen. Von daher kann ich es total verstehen, dass dich das völlig kirre macht, wenn du das bisher von deinem Hund gar nicht kennst. Deine Tierärztin wird das besser einschätzen können.

    Soweit ich es verstehe, stehen die Chancen besser, dass es gutartig ist, als dass es bösartig ist.

    Besprich dann doch gleich mit der Tierärztin, wie du in solchen Fällen am besten handeln kannst, dann erwischt es sich das nächste Mal nicht so kalt.

    *Kleeblatt*

    Ich glaube, einen Milztumor könntest du nicht ertasten, die liegt zu weit innen. Das Internet nennt das auch nicht als Symptom.

    Elvis neigt zu Umfangsvermehrungen, bisher waren es aber v.a. Lipome, Warzen usw. Einmal war ein bösartiges Geschwür dabei, das aber noch nicht gestreut hatte. Aufgrund bloß dieser Erfahrung denke ich als tierärztlicher Laie, dass es gut für Peggy aussieht.

    Aber deine Angst und Sorgen verstehe ich zutiefst. Lass die TÄ drauf schauen, alles, alles Gute euch.

    Ich gebe Previcox morgens, nach dem Fressen, damit Ayko gut über den Tag kommt, weil da die Belastung höher ist.

    Mache ich hier genauso mit einem Geschwister vom Previcox, dem Cimalgex.

    Previcox wirkt ziemlich fix, erreicht seinen höchsten Wirkspiegel glaube ich nach 1 oder 2 Stunden und wirkt dann um dei 16 Stunden. Das würde ich für den Tag ausnutzen.

    Jetzt war ich erst bei der Tierärztin wenn ich jetzt schon wieder komme hält die mich noch für bekloppt.

    Mit Verlaub, dann wäre sie aber eine seltsame Tierärztin. Sie wird es vermutlich viel zu häufig erleben, dass Halter viel zu spät mit ihren Hunden kommen und daher froh sein, dass du umgehend handelst.

    Ich drücke die Daumen, dass es eine der vielen harmlosen Optionen ist, die du ertastet hast.

    Ich habe noch ein paar Details im Kopf, die ich gerne loswerden möchte, ergänzend zu den bisherigen Beiträgen .

    Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie ich solche Begegnungen 100% vermeiden soll. Auch der Gedanke überfordert mich gerade total.

    Würde er mich auch. Daher: tu einfach, was dir möglich ist, minimiere, was du kannst und den Rest schafft ihr zusammen. Hier wurden bereits gute Strategien genannt, wenn du etwas nicht vermeiden kannst, je nach Grad der Gruseligkeit bis Angst: schauen lassen, Schutz geben/durch dazwischen stellen vom Reiz abschirmen und schauen/erleben lassen, Abstand vergrößern, aus der Situation rausgehen.

    Was vielleicht hilft: momentan geht es dir nicht so anders wie deiner Hündin, ihr fühlt euch beide massiv überfordert und beides ist absolut verständlich. Als Mensch hast du aber den großen Vorteil, dass du deine Welt kennst, Situationen gestalten kannst und neue, abstrakte Lösungen finden kannst. Du bist die Komeptentere von euch beiden und wirst gute Lösungen finden.

    Ja das im Zooladen waren wegen Anprobieren des Sicherheitsgeschirrs. Ich wollte es eben möglichst bald haben, weil sie mir aus einem normalen Geschirr in der Angstsituation mal ausgeschlüpft ist.

    Als Alternative oder Ergänzung könnt ihr auch ein Zugstopp-Halsband nehmen (muss nicht anprobiert werden). Dessen Stopp stellt du so ein, dass er genau dem Halsumfang entspricht, ohne die Hündin zu würgen. Dann kann sie da nicht rausschlüpfen. Du kannst die Leine dann doppelt einhaken, an Geschirr und Zugstopphalsband oder du kannst Halsband und Geschirr mit eine Koppel (keines, kurzes Seilchen mit Karabinern an jedem Ende) verbinden.

    Und: Super, dass du da direkt an ein Sicherheitsgeschirr gedacht hast.

    In der Hundeschule waren wir zu einem 1:1 mit der Trainierin. Eben weil ich Hilfe haben wollte, wie ich mich bei Angstsituationen von der Kleinen verhalten soll.

    Am Anfang ist es m. E. viel hilfreicher, wenn ein/e passende/r Trainer/in zu euch nach Hause kommt. Ich kannte das auch als eigentlich üblich, habe ich damals mit meinem Hund aus dem Auslandstierschutz auch gemacht. Hundeschule sind wir erst nach rund 3 Monate angegangen und Elvis war total umweltsicher, aber es ist alles einfach viel Input.

    Last not least: Für dich bzw. euch ist das jetzt natürlich auch viel Input. Erstmal Minimalstprogramm zu machen hilft also nicht nur eurer Hündin, sondern auch euch. Alles, alles Gute!

    Und noch ein Update von uns, das mit den Zähnen dauert noch etwas.

    Letzter Stand was das hier:

    Ich wude rund um Elvis befragt, das letzte Blutbild (aus dem März) wurde gründlich angeschaut und ungewöhnliche Werte wurden sehr ernst genommen. Seine Zähne wurden angeschaut und die Ärztin hat mir gezeigt und erklärt, wo und weshalb sie beim Detanröntgen genauer schauen würde. Sie hat sein Herz abgehört und noch einmal Blut für ein aktuelles Blutbild abgenommen, so bekommen wir auch gleich ein neues geriatrisches Blutbild.

    Inzwischen ist das Blutbild da und die ungewöhnlichen Werte sind geblieben. Die Ärztin meinte, da Elvis' Zähne prinzipiell ganz gut aussehen, würde sie erst die Ursache der Werte abklären, als das höhere Narkoserisiko in Kauf zu nehmen. Finde ich natürlich gut.

    Diese Werte sind schon lange ungewöhnlich, nach einem Diagnosemarathon vor einigen Jahren verlief das Thema aber irgendwie im Sande. Wir setzen jetzt mit unserer neuen TÄ an Stellen an, die bisher doch noch nicht abgeklärt wurden. Mit etwas Glück profitiert Elvis dann doppelt vom Zahnthema.

    Wenn es wieder an seine Zähne geht, melde ich mich hier auch wieder zurück.

    Es gibt Thermovorhänge, damit kann man die Türen offen lassen ohne dass die Wärme verloren geht.

    Die hätte ich auch vorgeschlagen. Nutzt mein Vater in seinem muckelig warmen Wohnzimmer ohne Tür, das an den kalten Flur angrenzt und klappt echt gut.

    Bei ihm besteht dieser Vorhang aus zwei recht dicken, festen Stoffbahnen, die in der Mitte überlappen und per Magneten dann in überlappender Position gehalten werden. Elvis konnte unten problemlos durchschlüpfen.

    Hab jetzt gesucht und finde diesen einen Tüvorhang nicht, vielleicht erinnere ich das auch falsch. Ähnliches Prinzip, bloß ohne überlappen: https://shop.wenko.de/Wohnen/Raumkli…Laerm-und-Licht

    Huhu Mogambi, ich kenne es mit Weihrauch so: je mehr Boswellia, desto besser aber auch teurer. Denn das Bosweillia ist die tolle, entzünudngshemmende Komponente.

    Ich kaufe für Elvis immer Weihrauchkapseln in der (Online-)Apotheke mit 85 % und gebe ihm die mit einem Gäbelchen Nassfutter. EDIT: Die komplette Kapsel, Weihrauch hat einen charakteristischen Geschmack und Geruch, den Elvis nicht mag, daher bleibt die Kapsel zu.

    Ich habe seit etwas mehr als 10 Jahren Shibas und kann bestätigen, dass andere Hunde sich allein schon

    aufgrund der Rasse provoziert fühlen können (Ohren aufrecht, Rute oben, meist weniger locker in der Bewegung/Begegnung).

    Ich missverstehe die als Mensch auch, ich achte mit dem gebrechlichen Elvis ja sehr auf andere Hunde und mein Warnmelder im Kopf geht bei Shibas und dem Akita, der hier im Kiez ist, regelmäßig an.

    Dabei sind die Shibas relaxt-ignorant und der Akita ist sogar total nett von dem, was ich sehe. Aber die Körpersprache sieht für mich eben sehr angepiekt aus, inklusive leicht staksigem Gang.

    ABER: Umso weniger verstehe ich, wenn Dödel-Hundehalter ihren Freilauf-Tutnix da einfach reinbrettern lassen und ich finde es bei einem angeleinten Hund einfach rücksichtslos. Meine Spekulation ist, dass es leider der Größe des Shibas geschuldet ist ("Was soll der schon tun?"). Wäre der Shiba mein Hund, würde ich ihn in diesen Situationen auch hochnehmen.

    Ganz andere Frage: Woher wißt ihr eigentlich, dass der süße Wuschel ein Mix aus "Bichon und Havaneser" ist, wenn keiner seine Genetik kennt? Was, wenn er z.B. auch einen terrier- pinscher- oder spitzartigen Vorfahren hat, also über das übliche Maß hinaus jagdliche Anlagen mitbringt? Die übrigens auch bei verschiedenen Bichons sehr ausgeprägt sein können, ich könnte dir auf Anhieb zwei Malteser nennen, die sehr engagiert Nager im Stall jagen.

    Ergänzend, jetzt weniger für die TE (gute Besserung dem verletzten Tier, alles Gute für dich und deine Tiere und eine Extraportion Nervenstärke für diese üble Zeit), sondern für das evtl. mitlesende Internet.

    Je nach Herkunftsland ist es m. E. tatsächlich eher unwahrscheinlich, dass ein schwarzer kleiner Wuschelflummi ein Mix aus Bichon und Havaneser ist. Viele solcher Rasseeinschätzungen muss man wohl leider mit mindestens einer Prise Salz nehmen.