Beiträge von RafiLe1985

    Hallo,

    das Einzige, was jetzt meiner Meinung nach bei dir gegen einen Hund spricht, ist die finanzielle Abhängigkeit von den Eltern. Das muss man wissen, ob man das will. ICH würde es nicht wollen.

    Ansonsten finde ich deine Umstände toll. Wohnungsgröße ist auch vollkommen wurscht. Es sollte halt mit dem Vermieter abgesprochen sein, ob er einen Hund erlaubt.

    Die Rassewahl würde ich allerdings nochmals überdenken. Das Programm, das du vor hast, macht dir jeder gesunde, erwachsene Hund locker mit. Dafür brauchst du keinen Husky. Die Huskys, die ich kenne gehen spätestens ab 20°C in den Standby. Das finde ich sehr ungünstig, weil man ja besonders im Sommer eigentlich draußen aktiv sein will.

    Ich habe einen sehr agilen, temperamentvollen Labrador-Rüden. Der findet heiß zwar auch nicht toll, aber dann gehe ich mit ihm einfach in den Wald bzw. ans Wasser und die Sache läuft. :)

    Auch bezüglich deines zukünftigen Arbeitslebens würde ich nicht gerade einen Husky nehmen. Jetzt kannst du ihm diese umfangreiche Auslastung garantieren. Wenn du dann mal einen Vollzeitjob hast, sieht das anders aus.

    Ich bin Lehrerin, d.h. habe laut Volksmund vormittags recht und nachmittags frei, aber selbst mit meinen flexiblen Arbeitszeiten gelingt es mir nicht immer, das volle Programm zu fahren. Wenn ich einen 0815-Bürojob hätte, wüsste ich gar nicht, wie ich einen Hund halten sollte... :-/

    Einen etwas kleineren, unkomplizierten Hund könntest du evtl mit ins Büro nehmen.

    Den Wunsch nach einem Welpen kann ich verstehen. Ich nehme auch nur Welpen. Da solltest du dir aber im Klaren sein, dass das im ersten Jahr echt ne Aufgabe ist. Länger als zwei Stunden alleine lassen, ist da erstmal nicht drin. Ist das bei dir mit der Uni vereinbar?

    Apropos Wolf... Hast du dir mal den Wolfsspitz angesehen? Vllt wäre der was für dich?

    Ich habe auch mit 14 meinen ersten Hund bekommen. Es war ein Yorkshire Terrier. War total praktisch, weil man sie überall mit hin nehmen konnte und sie auch relativ wenig Kosten verursacht hat. Die größeren Dinge (OPs, Steuer, Haftpflicht) haben allerdings trotzdem meine Eltern übernommen.

    Du bist noch so jung, du kannst dir immer noch später irgendwann einen größeren Hund holen. Wenn du älter und etwas hunde-erfahrener bist, wirst du auch eher abschätzen können, welche Rassen du dir zutrauen kannst und welche nicht.

    Rassen, die mir zum Beispiel sehr gefallen, sind Rottweiler, Großer Schweizer Sennenhund und Rhodesian Ridgeback. Trotzdem wohnt hier ein Labrador und im Sommer zieht hoffentlich ein Englischer Springer Spaniel als Zweithund ein. |) Sind auch tolle Hunde! :herzen1:

    Meine derzeitigen Lebensumstände bzw. mein Lebensstil lassen einen Rotti, einen GSS oder einer RR einfach nicht zu. Deswegen habe ich keinen Hund dieser Rassen.

    Wir haben in der Familie ja auch zwei Kleinhunde (4,5kg und 3,5kg). Der einzige große Hund zu dem die beiden Kleinen Kontakt haben, ist Newton. Weil er es eben von klein auf (als 6kg-Welpe) gelernt hat, wie mit den Kleinen umzugehen ist. Bei anderen Begegnungen mit großen Fremdhunden werden die Kleinen sofort hochgenommen. Ist uns einfach zu gefährlich als dass wir da irgendein Risiko eingehen würden. Die Kleinen müssen nicht mit den Großen spielen. Warum auch? Unser Familienrudel zählt drei (bald vier) Hunde. Da gibt's zuhause genug Gelegenheit.

    Ich nehme es auch keinem Kleinhundehalter übel, wenn er seinen Hund vor meinem beschützt. Schließlich kennt er meinen Hund nicht und weiß nicht, dass er mit Kleinhunden aufgewachsen ist. Mutigen Kleinhundebesitzern, die ihre laufen lassen, rufe ich das stets als Erstes entgegen, dass Newton Kleinhunde gewöhnt ist. Da entspannen sie sichtlich! Obwohl sie wie gesagt schon grundsätzlich mutig waren...

    Vor Kurzem traf ich ein Ehepaar mit älterer Dackeldame. Die waren auch erleichtert, als sie gesehen haben, dass Newton so vorsichtig mit der Kleinen umgeht.

    Aber wie gesagt, das tut er nur WEIL er mit Kleinhunden aufgewachsen ist und das von Welpe an kennt! Und ja, er ist ein Labrador aus der Showlinie... |)

    Du widersprichst dir!

    Nein, tue ich nicht! Wie kommst du darauf?

    Newtons Welpengruppe war sehr gut organisiert. Ich hatte mir mehrere angesehen und mich im Endeffekt eben für diese entschieden, weil es meiner Erachtens ein guter Mix war.

    Zunächst gab es einen "Kaffeeklatsch" über aktuelle Fragen oder Probleme, die jeder bei der Welpenerziehung hatte. Danach gab es eine sehr kontrollierte Spieleinheit. Jeweils zwei Welpen durften miteinander spielen. Die anderen machten derweil eine Standby-Übung. Danach wurde getauscht bis jeder Welpe mal jedes gemacht hatte. Im Anschluss gab es dann noch eine kurze Trainingseinheit.

    Die Trainerin ist sehr kompetent, folgt keiner Religion, schaut sich den jeweiligen Hund an und überlegt sich dann ein Vorgehen. Ich gehe mit Newton heute noch (ab und an) in diese Hundeschule, weil ich einfach sehr zufrieden bin da.

    ABER: Was er halt dort gelernt hat, ist, dass andere Hunde gaaaaanz toll sind und dass man grundsätzlich mit jedem Hund spielen darf und MUSS. In dieser HuSchu wird auch eine Freilaufgruppe angeboten und dringend empfohlen, diese regelmäßig zu besuchen. Damit gehe ich heute aber gar nicht konform. Das habe ich der Trainerin auch schon gesagt, weil sie mich immer wieder fragte, ob ich nicht mal wieder in die Freilaufgruppe kommen will... Die (wenigen) Baustellen, die ich mit Newton habe, führe ich hauptsächlich darauf zurück, dass ich anfangs diese Richtung mit ihm mitgegangen bin und es erst spät erkannt habe (dank DF), dass das im Endeffekt nicht gut ist. (Es gab auch einen Thread dazu, vllt finde ich ihn nochmal.)

    Im Endeffekt muss jeder selbst entscheiden, was für seinen Hund gut ist und was nicht. Ich würde es rückblickend anders machen und werde das beim nächsten Hund nicht mehr mitmachen.

    Was mit deinem Newton so schreckliches passiert ist, kann ich nicht beurteilen.

    Ihm ist nichts Schreckliches passiert. Wie kommst du darauf?

    Aber es gibt eben unterschiedliche Hunde und wenn ich so im Alltag um mich schaue... Die allermeisten Hunde zeigen kein angemessenes Sozialverhalten mehr... Die, die es tun, kann ich an einer Hand abzählen und von denen war KEINER in einer Welpengruppe.

    Wie gesagt, das Einzige, das ein Welpe dort mMn lernen kann ist, dass andere Hunde viel viel spannender sind als das langweilige Frauchen und sich dann "draußen" dementsprechend verhält... Schlimmstenfalls lernt der Welpe dann noch wahlweise, dass er andere mobben darf, bzw. das andere Extrem, dass er nicht beschützt wird... Und dann hat man den Salat.

    In 45 min. passiert soviel... Dass da ausschließlich positive Erfahrungen (auf Seiten der Welpen) gemacht wurden, kann ich mir nicht vorstellen. Sonst wäre dieser Thread ja auch gar nicht nötig gewesen. D.h. die TE zweifelt schon und dann würde ich es persönlich lieber lassen als da nochmal hinzugehen.

    Solange die Hunde Spaß am Toben haben, warum nicht?

    Weil der ältere Welpe so lernt, dass er andere uneingeschränkt mobben darf und der jüngere, dass er von Frauchen keinen Schutz zu erwarten braucht...

    Zudem bekommen andere Hunde so eine unnötig große Faszination für den Welpen.

    Ich war mit Newton in einer (vergleichsweise) guten Welpengruppe und trotzdem hatte ich mit den Auswirkungen bis ins dritte Lebensjahr zu kämpfen... Der Welpe der jetzt im Sommer einzieht, wird nicht in die Welpenschule gehen!

    Zwei Welpen, die weder in der Altersstruktur noch im Spielverhalten zueinander passen, werden 45 min. lang aufeinander los gelassen und im Zweifel wird einmal in die Seite gezwickt. Das ist so das, was ich aus deinem Eingangspost mitgenommen habe...

    Nein, danke!

    Was soll dein Welpe von einem anderen Welpen lernen?

    Sucht euch feste Hundekumpels, gut sozialisierte erwachsene Hunde, die eurem Zwerg ein ordentliches Sozialverhalten beibringen können.

    Quietschzeug würde ich tatsächlich weglassen. MIt genau diesem Argument. Lieber einen Kauartikel zur ruhigen Beschäftigung.