Beiträge von RafiLe1985

    Ein SL Labrador ist aber schlicht und einfach zu schwer für solche dauerhaften distanzen und die Geschwindigkeit. Sagen wir ein SL labi wiegt bei 59 cm schulterhöhe 35-40 kg. Mein Aussie z.b. wiegt bei 56 cm schulterhöhe 22,8 kg. Welche Gelenke, welcher Hund, wird bei fast gleicher Höhe wohl weniger belastet werden?

    Egal wie der trainingszustand ist, ein Labrador ist für solche laufbelastungen einfach zu schwer.

    Lg

    Ein SL-Labbi der bei 59cm Schulterhöhe 35-40kg wiegt, ist (selbst wenn es ein Rüde ist) halt einfach fett. ;) Ja, dann sollte man so ein Programm natürlich nicht fahren.

    (Newton wiegt bei seinen 58cm um die 30kg.)

    Wir haben eine SL-Labbi-Hündin in der Staffel, die wiegt 22kg. Und es soll ja eh eine Hündin werden.

    Klar, ist leichter immer besser.

    Ich finde es einfach nicht korrekt pauschal zu sagen, eine bestimmte Rasse eignet sich für Dieses oder Jenes nicht.

    Es gibt sowas wie Ausbildung und Trainingseffekt. Natürlich laufen keine meiner beiden Hunde aus dem Stand 20km bei 20km/h. Aber das heißt nicht, dass sie das nicht könnten, wenn man sie darauf hin trainieren würde...

    Den sportlichsten Hund den ich kenne, das ist ein Pudelpointer. Den bekommt man aber nun (von Züchterseite her) wirklich nicht ohne rasse-gerechte Beschäftigung.

    Sowohl mein ESS als auch mein SL-Labbi laufen sehr gut und ausdauernd am Pferd mit.

    Ist denn schon klar, ob es ein Welpe oder ein erwachsener Hund werden soll?

    Bei einem erwachsenen Hund kann man es ja sicherlich schon einschätzen, was er kann und was nicht. Und einen Welpen könnte man gezielt darauf vorbereiten. Hier dauert es halt dann erstmal ein Jahr bis er vollumfänglich am Pferd „einsatzfähig“ ist.

    Hunter läuft auch erst seit diesem Frühsommer mit am Pferd obwohl er den Stall, Pferde, etc. schon als Welpe kennengelernt hat.

    Ich übe mit meinen Welpen vom ersten Futter im neuen Zuhause an den Pfiff auf die Futterschüssel. Der Welpe darf zugucken, wie ich das Futter zubereite. Aufgeregtes Verhalten wird ignoriert. Dann nehme ich mir den Welpen, halte mit einer Hand an der Brust fest, mit der anderen setze ich die Schüssel auf den Boden und sobald er eine Milisekunde ruhig ist, lasse ich los und pfeife.

    Da der Welpe ja anfangs vier Mahlzeiten bekommt, hat er das eigentlich nach drei Tagen verstanden, dass er nur durch ruhiges Verhalten ans Futter kommt. Dann kann man es langsam ausbauen. Sitzen bleiben ohne Hilfestellung, Distanz zur Schüssel vergrößern, etc.

    Julia127

    Die Frage ist halt auch, was man unter „Auslastung“ versteht.

    Ich mache mal ein Beispiel abseits der Hundewelt: Mein bester Kumpel hat sich während einer sehr stressigen beruflichen Phase (Bürojob) öfters beschwert, dass er abends total erledigt ist, nachts aber trotz Müdigkeit sehr schlecht in den Schlaf findet. Ich habe ihm dazu gesagt, dass er wohl geistig müde und ausgepowert sein, sein Körper aber wohl noch leistungsfähig wäre. Er saß ja schließlich den ganzen Tag. Er hat dann trotz Müdigkeit angefangen, abends Sport zu machen. Zack, Problem erledigt.

    Genauso sehe ich das bei Hunden: So viel geistige und körperlich „Beanspruchung“, dass der Hund zuhause problemlos Ruhe halten kann, aber wenig genug, damit er nicht überdreht und unruhig ist.

    Im Bezug auf Beute muss man natürlich auch immer aufpassen, dass man sich nicht einen Junkie erzieht. Das ist auch ein sehr sehr schmaler Grat.

    Ich kann bibidogs beipflichten. Hier sitzt ein knapp 1,5 Jahre alter Nova Scotia Duck Tolling Retriever und ich sehe um ehrlich zu sein nicht, was der an „krasser“ Auslastung bräuchte. Toller werden ja oft als die Border Collies unter den Retrievern bezeichnet, ich finde sie rassegerecht zu halten ist nun echt kein Hexenwerk.

    Bis auf zwei Löserunden gibt es einen großen Spaziergang am Tag. Aktuell ist der Hund völlig damit ausgelastet sich in Impulskontrolle zu üben, eben keine Vögel zu jagen, zu schnüffeln und sich regelmäßig zu mir umzudrehen und für die Umorientierung ein Leckerlies zu kassieren. Auf dem großen Spaziergang darf er oft ein paar Dummies apportieren (3-6 etwa) und noch bei mehr den Frust aushalten sie eben nicht bringen zu dürfen. Einmal die Woche gehen wir ins Training und ich behaupte das reicht meinem Hund so. Der pennt zu Hause, ist ausgeglichen und rassetypisch jederzeit in der Lage den Turbo anzuwerfen.

    Im Vergleich zu manchen anderen Tollern, die ich kennengelernt habe ist er vielleicht noch einen Tick triebiger, aber auch reizoffener. Umso wichtiger finde ich, dass er weniger Arbeit und mehr Zeit zum Verarbeiten bekommt. Warum es heißt „die Rasse braucht super viel spezielle Auslastung und man muss super viel Zeit investieren“ verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Man muss sich halt auch beim Gassi mit dem Hund beschäftigen und dann hinsichtlich Jagdtrieb den Daumen drauf haben, dann läuft das meiner Einschätzung nach.

    Ich habe jetzt extra nochmal zurück geblättert... Manus Hundewelt

    Ich lese hier nichts von gezielter Arbeit mit dem Dummy noch von einer jagdlichen Ausbildung.

    @Schnappschildkroete Naja, du könntest dich auch gerne mal entscheiden, als was du uns deinen Hund verkaufen willst. Erst ist er „nur“ Alltagsbegleiter, der einmal die Woche ein nicht näher spezifiziertes Training macht. (Könnte auch Hundeschule sein...)

    Nun macht er plötzlich intensives Dummytraining und soll sogar jagdlich ausgebildet werden?!

    So so. Entscheid dich mal.

    SanSu  Aoleon  SavoirVivre

    Ich bezweifle, dass man die Triebigkeit eines Hundes anhand von Standbildern (auf denen der Hund ja meistens irgendwie posiert und daher unter einem Kommando steht) beurteilen kann. Dass der Hund so entspannt ist, liegt auch nicht zuletzt daran, dass er angemessen und rasse-gerecht beschäftigt wird. Nur weil ich das hier im Forum nicht regelmäßig ausführe (weil es einfach zu unserem Standard-Programm zählt), heißt es nicht, dass wir das nicht regelmäßig tun. Zumal Newton ja fertig ausgebildet ist. Von Hunter berichte ich ja auch nicht von jedem einzelnen Training sondern nur von unseren Meilensteinen, sozusagen.

    Meine Definition von triebig kann man eigentlich im Duden unter dem Stichwort „Trieb“ nachlesen. Ich zitiere: „(oft vom Instinkt gesteuerter) innerer Antrieb, der auf die Befriedigung starker, oft lebensnotwendiger Bedürfnisse zielt“

    Das kann ich für beide meiner Hunde so unterschreiben, für Newton aber im besonderen Maße. (Hunter ist erst 1. Er wird da sicher an Triebigkeit noch zulegen.) Man muss den Hunden nur mal in die Augen gucken, wenn ich die Futterbeutel oder die Kenndecke raushole... ;)

    Spoiler anzeigen

    Unsere erfahrenste Ausbilderin hat in der Trainingspause zufällig mal beobachtet wie ich mit Newton arbeite. Sie hätte noch niemals so einen triebigen SL-Labrador gesehen. Sie war so begeistert, dass es kurzzeitig zur Debatte stand Newton noch (trotz seiner bereits 5 Jahre) auszubilden. Ich habe in meinem Pfoto-Thread darüber berichtet. Im Endeffekt habe ich mich dagegen entschieden. Also ihr könnt mir schon glauben, wenn ich sage, dass dieser individuelle SL-Labbi extrem viel Trieb abbekommen hat. Die Kastration hat daran übrigens auch null Komma nix geändert.

    Für alles Weitere zu Newton und Hunter verweise ich nun auf meinen Pfoto-Thread (Link in Signatur). Da können wir uns gerne weiter austauschen. Sonst geht es doch arg ins OT.