Beiträge von RafiLe1985

    Puh, also ich fürchte, hier kommt noch eine Gegenstimme...

    Ich hab normalerweise absolut kein Problem damit, wenn man ohne Hund in den Urlaub geht. Unter der Voraussetzung, dass der Hund gut versorgt wird, natürlich.

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    Ich gehe selbst mindestens einmal im Jahr ohne Hund(e) auf Reisen, meist zwar aus beruflichen Anlässen. Anfang des Jahres war ich aber privat 8 Tage in New York und beruflich mit meiner Klasse eine Woche in Malaga. Vergangene Woche war ich mit nur einem Hund in den Alpen Wandern. Im Oktober geht es dafür mit dem anderen Hund zum Training in die Nähe von Wien.

    Aber in diesem Fall... Der Hund ist 16 Jahre alt, hat gesundheitlich einige Baustellen. Unabhängig vom Gesundheitszustand... 16 Jahre ist ein hohes Alter für jeden Hund! Ich würde da keine Zeit mehr ohne meinen Hund verbringen wollen. Wenn es im Notfall nicht anders geht, klar, dann geht der Mensch immer vor.

    Es kamen Vorschläge, den Hund mitzunehmen. Auch das würde ich nicht machen. Es ist einfach besser, wenn man mit so einem alten Hund im Fall der Fälle in gewohnter Umgebung ist, man zum gewohnten Tierarzt kann, falls was ist.

    Wieso ist es denn so dringlich, unbedingt jetzt zwei Wochen in den Urlaub zu fahren? Man kann sich auch eine schöne Zeit zuhause machen.

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    Wobei ich halt selbst nicht so der Urlaubsmensch bin. Mal eine Woche wo anders. Ok. Aber dann plagt mich das Heimweh. Und das nicht mal der Hunde wegen. Aber ich bin halt selbst gerne in meiner gewohnten Umgebung. Das nur zum Verständnis für meine Sichtweise.

    Nun, Auslöser war der Fahrradfahrer der nicht geklingelt hat. Was hat er auf einem Feldweg zu suchen? Durfte er da überhaupt fahren, bzw. war es ein reiner Fußgängerweg und auch so ausgeschildert? (Wir haben hier auch einige Feldwege, die explizit nur für Fußgänger sind. Trotzdem werden diese oft von Fahrradfahrern als Abkürzung genutzt... Obwohl der Radweg teilweise ein paar 100 Meter weiter parallel verläuft...)

    Insofern geht der erste Biss moralisch ganz klar auf die Kappe des Radfahrers. Der Hundehalter hatte ja nichtmal die Chance seinen Hund zu rufen und ihn anzuleinen...

    Der zweite Biss... Ich denke, spätestens da sind wir im gefährliche Körperverletzung. Das sollte unbedingt angezeigt werden. Geht's noch?!

    (Dass der Halter zivilrechtlich für beide Bisse haftet, ist klar.)


    Was Freilaufen ja oder nein auf frequentierten Wegen betrifft... Das kommt doch drauf an. Wenn der Hund gut im Gehorsam steht... Ich könnte meine Jungs hier nirgends freilaufen lassen, wenn die oberste Maxime wäre, dass ich mutterseelenallein auf dem Weg sein muss... Es gibt einfach Gegenden, die sind mehr bevölkert als andere.

    Also richtig verstanden, warum es jetzt ein eigener Hund sein muss, habe ich ehrlich gesagt nicht.

    Dein Hund wäre am Tag bei deinen Eltern, wo du ihn nach der Arbeit abholst zum Gassi gehen, etc. Aber da sind ja schon zwei Hunde, die sich auch über Bewegung/Beschäftigung freuen würden.

    Ich finde es halt bei so rigiden Arbeitszeiten schwierig mit einem Hund. Würde ich so arbeiten, hätte ich definitiv keinen Hund. 9 Stunden auf Arbeit, 7 Stunden schlafen, Einkauf, Haushalt, Organisatorisches benötigen auch Zeit. Da bleibt doch sehr wenig Zeit über für den Hund.

    Durch einen schlechten Stundenplan hatte ich im vergangenen Schuljahr einen Montag wie ein „normaler“ Arbeitnehmer. 7.45-16.15 Uhr. Aus Sicht meiner Jungs muss das der blödste Tag der Woche gewesen sein. Morgens Gassi im Dunkeln, Mittags nur kurz in den Garten zum Lösen, Abends wieder Gassi im Dunkeln. Ich fand‘s echt zum Abgewöhnen... Und wenn ich mir überlege, ich hätte das jeden Tag so. Ne, danke.

    Aber im Endeffekt musst du es selbst wissen, ob es ein eigener Hund sein muss/soll. Betreut wäre er ja wenn du arbeiten bist.

    Für die Rasseberatung rufe ich mal @Dackelbenny

    Edit: Von einem Welpen würde ich abraten. Auch wegen der Arbeitszeiten.

    Ich würde das Geschirr nicht dran lassen... Wie unbequem für den Hund. Außerdem kann es Druckstellen und Haarbruch geben.

    Ich würde beim Anziehen einfach kein so ein Gewese machen. Hund nehmen, Geschirr an, danach ein Leckerli einschieben. Fertig.

    Wir machen das in der Regel auch so. „Falsch!“, aufstehen, neu beginnen. Allerdings ist das für den Hund eher demotivierend. Ob ich das so kurz vor der Prüfung wollte, weiß ich nicht.

    Vielleicht könnte man abseits des Kurzverweises an der Bellausdauer arbeiten.

    Was eine HF von uns macht (weil ihr Hund auch zum Reinrammeln neigt), ist, dass es vorher ein Kommando zum Abbremsen gibt. „Zurück“, „Stopp“, etc.

    Oder halt eine Abstandsübung. Die erste VP ist stehend, die zweite in der Hocke, die dritte kniend, die vierte sitzend und die letzte liegend.

    Was du auf jeden Fall machen kannst, ist es abzustellen, dass sie dir überall hinterher geht. Wenn sie gut im Gehorsam steht darüber. Ansonsten räumlich begrenzen.

    Und dann eben erstmal genau beobachten, was du gerade machst wenn das passiert.

    Ich habe auch einen kleinen Möchtegern-Kontrolletti zuhause und da musste ich sofort dran denken bei deiner Beschreibung.

    Was hast du denn gemacht als sie dich gezwickt hat? Läuft sie dir in der Wohnung viel hinterher?

    Ich sitze eigentlich nur da, unterhalte mich mit meinem Mann, schau mal aufs Handy.

    Sie läuft mir schon nach, aber nicht immer. Wenn sie sich draußen sonnt, oder irgendwo vor sich hin döst, ist es ihr relativ egal was ich mache.

    Danke dir für die Beschreibung. Vielleicht kannst du in nächster Zeit genauer beobachten, was du machst, wenn sie diesen „Anfall“ bekommt.

    Für mich hörte sich das spontan sehr nach Kontrollverhalten an.