Beiträge von RafiLe1985

    Hallo,

    ich hab mal deine Fragen rauskopiert. Aber wenn es medizinisch notwendig ist, würde ich nicht zögern...

    welchem Alter kann man diesen Schritt wagen? Franz ist 15 Monate alt und ich finde ihn zu jung...

    Ja, finde ich auch. Aber wie gesagt, bei einer medizinischen Indikation kann man darauf halt keine Rücksicht nehmen. Ihm geht es jetzt schlecht. Das ist die Lage in der Gegenwart. Eine Entscheidung zu treffen (oder nicht zu treffen) auf Grundlage von irgendetwas, das in der Zukunft sein könnte, würde ich nicht machen.

    Mit welchen Veärnderungen ist zu rechnen?

    Nach ca. 3 - 10 Tagen werden die Hoden kleiner und die gesundheitlichen Probleme werden verschwinden (sofern es sicher ist, dass sie seiner Intaktheit geschuldet sind). Sonst nichts.

    Gewicht? Er ist ein Spargeltarzan, aber sowas kann ja sehr schnell gehen..

    Keine Veränderung

    Er ist eher ein unsicherer und nervöser Hund. Wird das schlimmer?

    Nein, zumindest nicht aufgrund des Chips bzw. der Kastration. Dass ein junger Hund sich noch verändert bzw. weiterentwickelt, das ist normal. Mit oder ohne Chip. Eine sichere Voraussage wird man da nicht treffen können. Unternehmt ihr bereits was, damit er sicherer bzw. weniger nervös wird? (Wobei das ja auch an der Krankheit liegen könnte?)

    Wie ist es mit dem Fell (Spitz - Langhaar)? Womit muss ich rechnen?

    Fell bleibt so.

    Er ist jetzt schon oft mobbingopfer, weil er sich nicht wehrt. Werden andere Hunde das noch mehr ausnutzen?

    Nein.

    Wie habt ihr die Verhaltensänderungen eurer Jungs erlebt? War nochmal ein Unterschied zwischen Chip und Kastration?

    Bei Newton war gar nichts. Die Hoden sind kleiner geworden und nach der Kastration waren sie natürlich ab. Sonst war nix. Unterschied zwischen Chip und Kastration habe ich keinen gemerkt. Er wurde unter der Wirkung des Chips kastriert. Auch das Märchen von der "Erstverschlimmerung" wurde übrigens nicht wahr bei uns.

    Wie gesagt, wenn es medizinisch notwendig ist und du nicht züchten willst, ab dafür. ;)

    Lg,

    RafiLe

    Ich wäre auch ein Anhänger der Vergiftung durch Chemikalien die in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Kommt immer wieder vor, dass sich Hunde dadurch den Magen verderben. Ich lasse meine Hund weder auf Felder noch dürfen sie in deren Nähe aus Pfützen trinken.

    Naja, ich glaube nicht, dass sie in so einer Situation überhaupt ansprechbar wäre... Ich würde bei solchen Ausrastern körperlich ganz deutlich werden... Übersprung ja, kann vorkommen... Aber derart anspringen und um sich schnappen... Das käme hier einmal vor und dann nicht mehr...

    was bedeutet denn körperlich werden genau?

    Die Handlung non-verbal unterbrechen. Ein verbales Kommando wird im Hirn nicht ankommen weil sie dafür zu überdreht ist.

    Erfahrungsbericht Newton

    Newtons Pubertät war (im Vergleich zu Hunters Pubertät) die absolute Hölle... Es begann bei ihm im Alter von 9 Monaten damit dass er das Bein das erste Mal hob. Von da an war quasi nichts mehr wie vorher. Er war draußen oft nicht ansprechbar, konnte monatelang nur an der Schleppleine laufen. In ganz schlimmen Phasen musste er sogar an die kurze Leine... Da konnte ich ihm gar keinen Freiraum geben, weil er sich sonst komplett abgeschossen hätte draußen... Freilauf ging quasi nicht... Wenn ich es doch versucht habe, endete es meist damit, dass er mir über die gesamte (riesige) Freilauffläche zu einer Hündin abgespauzt ist... Alles wurde bestiegen... Jede Pipi-Stelle hätte er so lange geleckt, bis die Zähne klapperten wenn er gedurft hätte... Offensichtlich "gelitten" hat er jedoch nicht. Zuhause konnte er gut entspannen und hat auch normal gefressen. Da war er nicht gestresst. Aber draußen... Das war Stress pur! Mit 15 Monaten hatte es sich dann wieder soweit normalisiert, dass er draußen händelbar war. Freilauf war auch wieder möglich. Phasenweise mussten wir aber immer wieder die Schleppleine auspacken... Das letzte Mal im Herbst 2017... Da war er mittlerweile 3,5 Jahre alt... Im Februar 2018 wurde bei ihm eine Vergrößerung der Prostata festgestellt. Daraufhin bekam er den Suprelorin-Chip. Im August 2018 wurde er noch unter der Wirkung des Chips kastriert. Da war er gute 4 Jahre alt. Verändert hat er sich durch den Chip bzw. die Kastration nicht. Für Newton war es denke ich ein Gewinn an Lebensqualität. Ich bereue es rückblickend nicht, dass ich ihn habe kastrieren lassen.

    Erfahrungsbericht Hunter

    Hunter ist jetzt zwei Jahre alt und hat denke ich die Pubertät größtenteils hinter sich. Gemerkt habe ich bei ihm nicht viel. Ja, er schnüffelt sich mal fest. Ja, er klappert auch mal mit den Zähnen. Aber alles in einem normalen Rahmen bei ihm. Er ist auch durchweg ansprechbar und lässt sich auch von "leckeren" Pipi-Stellen ziemlich easy abrufen. Mittlerweile kann er auch relativ konzentriert arbeiten wenn vor ihm eine läufige Hündin auf dem Platz gearbeitet hat. Die vergleichsweise "schlimmste" Pubertätsphase hatte er so Anfang 2020. Da kann ich mich erinnern, dass die Arbeit auf dem Platz mit ihm sehr anstrengend war. Er war viel abgelenkt, hat einmal sogar die Arbeit verweigert. Aber das war eine Phase von wenigen Wochen. Generell sehe ich bei ihm keinen Grund eine Kastration überhaupt in Erwägung zu ziehen.


    Ganz kurz und knapp gesagt: Einen derart jungen Hund würde ich nur dann kastrieren lassen, wenn medizinische Gründe vorliegen. Ansonsten würde ich davon ausgehen, dass es halt zum Erwachsenwerden dazu gehört, dass der Hund neue Gerüche entdeckt und seine Umwelt zunehmend spannender findet. Und ja, ein bisschen Stress gehört zum Erwachsenwerden dazu. Da muss man nicht gleich mit dem Skalpell ran nur weil der Hund mal ner läufigen Hündin nach heult. Ein bisschen geht auch mit Erziehung wie oben beschrieben. Schleppleine, Training, etc. Ich würde das erstmal beobachten und bei einem Labbi erstmal bis zum dritten Lebensjahr warten. Da ist er erwachsen. Wenn's ihn dann immer noch derart beeinträchtigt im Alltag, kann man ihn immer noch kastrieren lassen.

    Silke_r Ja, genau. Sowas. Was aussieht wie ne zweite Wand quasi. Wobei mir die Idee mit dem "Spartanismus" im Wohnzimmer eigentlich auch ganz gut gefällt. Also sieht es für's Wohnzimmer wohl nach den Sitztruhen aus.

    Mittlerweile hat sich der Schreiner gemeldet, der die Hochbetten anfertigt. Wenn ich mein Schlafzimmer ins Gästezimmer verlege, könnte das Esszimmer ins Schlafzimmer und hätte ich sowohl im Wohnzimmer als auch im Esszimmer massig Platz.

    Dann könnte ich hier im Wohn-Ess-Bereich wie gesagt die Küche etwas erweitern und nen kleinen Essplatz hin machen. Und im neuen Esszimmer könnte ich ja dann die Schrankwand machen. Da könnten dann auch die ganzen Brettspiele, etc. rein. Im Moment ist halt alles verteilt auf zig Regale (3 Expedit und ein Billy) und eben die Wohnwand. Und wenn das Esszimmer ein extra Zimmer ist, fällt die Schrankwand im Alltag ja auch nicht so auf.

    Lysaya Also ich könnte hier wie gesagt jeden Tag dreimal über die Oberflächen wischen und es wäre noch dreckig... Keine Ahnung wer da diesen Staub immer anschleppt, aber ich tippe ja auf den Spaniel... ;)

    Danke für eure Tipps.

    Ich persönlich kann ja so "Schrankwänden" gar nichts abgewinnen... ich finde, das sieht immer etwas altbacken aus und ist mir persönlich viel zu wuchtig (egal wie die Ausgestaltung ist) - ich würde mich daher fragen, ob man unbedingt diese Menge an Stauraum im Wohnzimmer benötigt, ggf. mal ordentlich aussortieren und dann was deutlich dezenteres wählen, das nicht eine ganze Wand dominiert. Ein ganz schlichtes Low/Highboard zum Beispiel. Ich finde, gerade im Wohnzimmer ist weniger echt mehr und macht es viel wohnlicher...
    Wenn man den Stauraum nun zwangsläufig dort benötigt wird, ok. Dann muss wohl eine andere Lösung her.

    Ja, das finde ich im Prinzip auch. Im Moment habe ich da halt wie gesagt eine Wohnwand und die nervt mich mittlerweile total... Allein die Putzerei... Generell habe ich halt sehr viele Oberflächen... Hier ne Wohnwand, da ein Billy-Regal, hier mehrere Kallax-Regale. Größtenteils offen... Das soll alles weg!

    Deswegen bin ich halt alternativ auf die Idee gekommen, dass ich eine große Schrankwand mache, wo alles (alles) reinpasst.

    Ein weiteres Problem ist, dass da wo jetzt die Wohnwand steht nur eine 10cm-Rigipswand dahinter ist, d.h. irgendwelche Oberschränke, die man an die Wand montiert gehen auch nicht... Schon gar nicht, wenn die dann irgendwie schwer beladen werden wollen...

    Was ich jetzt noch für eine Idee hatte, ist einfach da wo die Wohnwand jetzt steht so Banktruhen hinzumachen. Also Sitzgelegenheiten mit Stauraum drunter.

    Die "Schrankwand" könnte man dann hinters Sofa machen. Da muss eh ein Beamer hin und ein Teil des Heimkino-Systems (Boxen, etc.). Dann könnte man den Beamer und das Heimkinosystem quasi auch in der Schrankwand verstecken. Das dürfte 40cm tief sein. Aber unterbekommen würde man da schon was. Um ranzukommen müsste ich halt dann aufs Sofa stehen. Aber da kann man ja auch Sachen rein machen wo man jetzt nicht täglich ran muss...

    Ausmisten ist natürlich auch ein guter Vorschlag. Das mache ich immer wieder und würde im Zuge der Umgestaltung natürlich auch nochmal geschehen. Gewisse Dinge bleiben aber halt.

    In der Wohnwand habe ich jetzt auch noch teilweise Sektgläser und so drin. Also Dinge, die eigentlich zur Küche gehören. Da gefällt mir die Idee mit der Erweiterung meiner Küche um eine Theke immer besser. Ein Schränkchen mit 1,20m Breite und 60cm Tiefe mit aufgesetzter Theke und zwei Barhocker. Zum Essen allein oder zu zweit würde das gut reichen. Und wenn es dann mehr Leute sind, halt dann im Esszimmer.

    Ich gehe jetzt mal ins Möbelhaus und gucke erstmal nach einer Garderobe. Man muss ja klein anfangen. ;)