Beiträge von pardalisa

    Auch bei OPs war es noch nie einen Option meine Hunde wegzusperren. Gerade da suchen sie die Nähe zu den Bezugspersonen. Was soll das?

    Es gibt für alles eine Lösung, wenn man sich damit befasst und ZEIT nimmt.

    Ach so, und Nachtrag hierzu: Ich nehm' dann gerne Vorschläge von dir an, was ich besser hätte machen können... :roll: Die Eckdaten: großer Hund (> 60cm Schulterhöhe), mehrstündige, komplizierte OP (kein Routine-Eingriff, sondern etwas, wo die Tierärzte vorher sagten: "Wir geben unser Bestes, aber versprechen können wir nichts..."), anschließender Aufenthalt in der Tierklinik, lange Naht an einer Stelle, die bei plötzlichen Bewegungen des Hundes strapaziert wird und dazu Verwirrung beim Hund, der nach dem Klinikaufenthalt verständlicherweise noch nicht ganz 'zurechnungsfähig' ist und sich ev. unvorhersehbar verhält.

    Die operierenden Tierärzte haben dringend betont, wie wichtig es ist, den Hund in den ersten Tagen zu Hause in der Bewegung einzuschränken, ruhig zu halten und ihn von sämtlichen 'Gefahrenquellen' wie Sprünge auf's Sofa, Treppensteigen, Gelegenheiten zum Stolpern, etc. fern zu halten.

    Welpenauslauf fiel aus, da hätte er die Vorderpfoten auf das Gitter stellen können, also war er tagsüber im Wohnzimmer und durchgehend unter Aufsicht und nachts in der Box im Schlafzimmer direkt neben dem Bett.

    Aber hey, das wäre ja bestimmt auch anders gegangen, wenn ich nur "ZEIT" investiert hätte und mich mal mit meinem Hund befasst hätte. :muede: Also: Vorschläge?

    Ich weiß nicht, ob ich überhaupt gemeint bin, weil ich die Box z.B. nicht zum Alleinbleibtraining, zum Üben der Stubenreinheit, für Läufigkeiten oder so benutze – bei uns dient die nur dazu, den Hund nach einer OP vor verwirrtem Herumlaufen/Gefahr der Selbstverletzung zu schützen (war bisher 1x nötig) oder um Hund und unliebsame Besucher voneinander zu trennen, damit's keinen Stress gibt (kommt vielleicht 1-2x im Jahr vor), aber trotzdem hierzu:

    Mal ohne provozieren zu wollen an die Boxennutzer. Wieso Box und keinen ordentlichen Zwinger mit vernünftigen Maßen für den Hausgebrauch , bei denen wo es möglich wäre?

    Hier scheitert das mit dem Zwinger auch nur an der Möglichkeit – wenn ich die räumlichen Gegebenheiten dafür hätte, hätte ich einen 'Zwinger', d.h. ein Zimmer mit Hundeklappe nach draußen und einem bombensicher eingezäunten Außenbereich, wo die Hunde dann auch buddeln, in der Sonne liegen, sich den Wind durch's Fell pusten lassen könnten, wann immer sie möchten.

    Und für sowas wie den Handwerkerbesuch, den ich hier ganz zu Anfang als Beispiel für die Verwendung der Box bei uns genannt habe, kämen sie dann stattdessen da rein, ja. Aber da sich leider noch niemand gefunden hat, der mir ein Haus in Ortsrandlage mit schönem großen Grundstück schenken möchte ;) , müssen die Hunde halt ab und an mal in nicht-alltäglichen Situationen für 20 Minuten in die Box, statt auf ihren eigenen Ländereien herumzuliegen... ;) :lol:

    (Für den Fall mit der OP hätte ich trotzdem eine Box gebraucht: die OP war kompliziert und mein älterer Rüde dann, als ich ihn mit nach Hause nehmen durfte, immer noch ein bisschen 'durch den Wind' und unter strenger Order der TÄ, dass er auf keinen Fall irgendwo hochklettern, sich dran schubbern, hüpfen, etc. durfte. Der war nachts direkt neben dem Bett in einer Box, damit er sich in seiner Verwirrung nicht selbst verletzt, indem er versucht, auf's Sofa oder Bett zu kommen, während ich schlafe. Und für solche Situationen finde ich es super praktisch, wenn Hund und Halter kein großes G'schiss um so 'ne Box machen, sondern im Einzelfall halt geguckt wird, ob der Einsatz gerade sinnvoll sein könnte, und der Hund die Box als positiv verknüpften Ruheort schon kennt.)

    Der Thread Titel ist allgemein " Das Für und Wider "
    und nicht nur für den verantwortungsbewussten Einsatz, sondern der allgemeine Einsatz dieser Boxen.

    Ja, richtig. Aber es wäre schön, wenn man das dann trotzdem ein bisschen differenzierter auseinander dividieren könnte.

    Wenn man, so wie du am Anfang dieses Threads, schreibt, dass man Boxen "grundsätzlich" ablehnt, dann heißt das ja, dass man die immer doof findet und niemalsnienicht einsetzen würde und das auch für andere Hundehalter ablehnt, richtig?

    Und dann kamen hier zahlreiche Leute, die wirklich gut begründet haben, warum sie bei ihrem Hund eine Box sinnvoll oder hilfreich fanden – und ich hab' bei keinem dieser Beiträge rauslesen können, dass der- oder diejenige ihren Hund einfach nur verwahren und wegsperren wollte, nicht mal ansatzweise.

    Und anstatt dann zu sagen "okay, solche Fälle hatte ich nicht bedacht, vielleicht haben Boxen/Welpenausläufe dann doch eine Berechtigung (auch wenn ich die persönlich und in meiner aktuellen Situation mit meinem aktuellen Hund nicht gerne nutzen würde)" kam dann der Rundumschlag mit dem "tja, dann ist der Hund halt falsch sozialisiert/der Halter zu doof". Fällt dir auf, warum das in so einer Diskussion wenig hilfreich und sehr, sehr ermüdend ist?

    Das wäre so, als ob ich grundsätzlich und immer was gegen Flexileinen hätte, weil es hier bei uns in der Gegend Leute gibt, die ihren Hund mit Flexi am Halti neben dem Fahrrad herschleifen. Und jedes Mal, wenn mir jemand berichten würde, dass er die Flexileine schon praktisch findet, weil sie z.B. seiner Hündin in der Läufigkeit einen größeren Radius ermöglicht oder dem jagenden, nicht ableinbaren Hund auf Waldwegen mehr Schnüffel-Freiraum gibt, würde ich – ohne auf die Argumente desjenigen einzugehen – loswettern "aber das Missbrauchspotenzial!!!einself!! Ich seh' doch hier, wohin das führt, wenn man Flexileinen benutzt!" Das wäre a) nervig und b) wenig konstruktiv von mir, oder?

    Nur so als Denkanstoß für zukünftige Diskussionkultur... ;)

    Nochmal ganz deutlich, ich bin nicht gegen Boxen und mag für kurze Übungssequenzen sinnvoll sein, besser ein Laufstall aber ich bin ganz deutlich gegen den Missbrauch der auch stattfindet und der beginnt schon dann, wenn der Welpe zur Stubenreinheit, stundenlang über Nacht in den Käfig gesperrt wird.

    Na, das klang in deinem ersten Beitrag aber noch ganz anders... ;)

    Ich finde Kennel und Käfige (schon furchtbar klingend) einfach grauenhaft überflüssig und dient oft (nicht immer) "geschlossen" der Bequemlichkeit der HH.

    (Markierung von mir.)

    Darf ich dann meine Frage von vor ein paar Seiten noch mal hochholen?

    Irgendwie hab' ich noch nicht ganz verstanden, was denn von denjenigen, die kategorisch und immer gegen eine Box oder einen kleinen Auslauf sind, konkret gegen die Verwendung spricht, wenn sie so stattfindet, wie hier jetzt schon mehrfach beschrieben (d.h. nur für kurze Zeit, aus gutem Grund, nicht als "Wegsperren aus Bequemlichkeit", mit Mensch im selben Raum, etc.)?

    Ist die Ablehnung da irgendwie logisch begründet oder ist das mehr so eine persönliche, gefühlsbetonte Entscheidung? Mag mich da jemand aufklären?

    Habe ich das dann richtig verstanden, dass du doch nicht grundsätzlich gegen eine Box bist, sondern bloß in den Fällen, wo sie zum "Wegsperren" eines Welpen aus Bequemlichkeit des Halters über Stunden und Stunden verwendet wird? Da wäre bestimmt die Mehrheit der Leute hier einer Meinung. :smile:

    Ich weiß auch nicht warum sich alle, die die Box benutzen sich dermaßen erklären müssen, wenn das doch alles ungemein praktisch ist.

    Huh? :???: Hier wurde doch im Eingangsbeitrag gefragt, wer eine Box benutzt und warum. Natürlich erklären diejenigen dann, warum sie sich dafür (oder dagegen) entschieden haben... das ist doch der Sinn des Threads.

    Zum Autofahren kann ich auch nix weiter beitragen außer dem, was schon gesagt wurde, aber ich würde dringend davon abraten, eine Aussiehündin schon nach der ersten Läufigkeit kastrieren zu lassen!

    Wenn's denn eine Kastration sein soll (und ich kann verstehen, dass du das Für und Wider hier nicht diskutieren willst, das driftet ja im Forum öfter ab...), dann sollte man wenigstens warten, bis der Hund körperlich und mental erwachsen ist – bei einem Aussie also mindestens bis zum dritten, besser bis zum vierten Lebensjahr.

    Die brauchen die Zeit wirklich zum Reifen und Erwachsenwerden; und wenn man sich da nicht Probleme für später zusammenbasteln will, würde ich da ohne Not nicht vorher so massiv in den Hormonhaushalt eingreifen.

    Mhm, interessant. :smile: Bei meinen beiden Jungs könnte das theoretisch hinkommen: der ältere hat komplett schwarze Ballen und hatte in seinen dreizehneinhalb Jahren bislang zweimal eine Pfotenverletzung, der jüngere hat hell-dunkel-gepunktete Ballen und hatte mit seinen noch-nicht-ganz fünf Jahren schon mehr als doppelt so oft was an den Pfoten.

    Allerdings ist bei mir der ältere, gut pigmentierte Hund auch derjenige, der im Allgemeinen sein Hirn anknipst, bevor er die Pfoten irgendwo hinsetzt ;) , und der jüngere derjenige, der sich jauchzend vom 2m-Holzstapel schmeißt, mit Vollspeed durch den Bachlauf fegt und bei dem ich manchmal den Eindruck habe, dass da außer "Wheeeeheee, Speeed!" gerade nix zwischen den Ohren abläuft... xD Ich weiß also nicht, inwiefern das mit der Ballenfarbe bei meinen Hunden wirklich aussagekräftig ist oder ob das hier nicht eventuell doch am Charakter liegt.

    Nicht provokant gemeint, aber ich finde das schon heftig, wenn es bei einigen Rassen scheinbar durchaus häufiger vorkommt, dass die schon als Welpen so hochdrehen, dass sie von selbst gar nicht mehr zur Ruhe kommen :/ Mir ist schon klar, dass das eben ein ganz anderer Typ Hund ist, aber dass solche Hunde dann immer häufiger in Privathaushalten landen, puh... Irgendwie finde ich das schon besorgniserregend, wenn Welpen ohne Box gar nicht zur Ruhe kommen, das ist doch biologisch auch absolut nicht sinnvoll, wenn ein Lebewesen es nicht von selbst schafft, mal "runterzufahren"...

    OT, deshalb im Spoiler... :smile:

    Spoiler anzeigen

    Das Nicht-Runterfahren-Können hängt u.a. damit zusammen, dass solche Hunde dafür gezüchtet wurden, hartnäckig zu arbeiten ohne frühzeitig "aufzugeben". Ich bleib mal bei den Hütehunden, weil ich mich da besser auskenne als bei Mali & Co, aber das Prinzip dahinter dürfte das gleiche sein: Wenn Großvieh umgetrieben wird, kann der Farmer keinen Hund gebrauchen, der zwischendurch den Dienst quittiert, weil er keinen Bock mehr hat/zu warm/müde/abgelenkt/was-auch-immer ist. Zuchtziel waren also extrem führige, "hochtourige" Hunde, die – wenn's drauf ankommt – über die eigenen Grenzen hinweg weiterarbeiten würden. Das gehört zu solchen Arbeitsrassen also ziemlich untrennbar dazu.

    Die Kehrseite der Medaille ist, dass Hunde mit dieser Veranlagung eben häufig ohne "Aus-Schalter" geboren werden und das Ruhe finden, sich zurücknehmen, Pause machen wirklich erst lernen müssen. Das flotte Hochdrehen ist also kein Defizit, sondern eng an die Arbeitseigenschaften gekoppelt.

    Und zu dem "in Privathaushalten": dort, wo die Hunde noch einen 'echten Job' haben, sind die Welpen genauso und müssen das Abschalten/Runterkommen genauso lernen. Nur mit dem Unterschied, dass der Hund da häufig eben nicht im Wohnzimmer im Welpenauslauf sitzt, sondern halt auf dem Hof herumturnt und dann nach getaner Arbeit der älteren Hunde wieder in den Zwinger wandert und dann eben da seine 'Auszeit' hat. ;)

    @CH-Troete Ne, dich meinte ich gar nicht, deine Beiträge fand ich sehr differenziert und gar nicht pauschal ablehnend. Aber trotzdem danke für die Antwort, das geht mir genauso! :smile:

    Irgendwie hab' ich noch nicht ganz verstanden, was denn von denjenigen, die kategorisch und immer gegen eine Box oder einen kleinen Auslauf sind, konkret gegen die Verwendung spricht, wenn sie so stattfindet, wie hier jetzt schon mehrfach beschrieben (d.h. nur für kurze Zeit, aus gutem Grund, nicht als "Wegsperren aus Bequemlichkeit", mit Mensch im selben Raum, etc.)?

    Ist die Ablehnung da irgendwie logisch begründet oder ist das mehr so eine persönliche, gefühlsbetonte Entscheidung? Mag mich da jemand aufklären?

    Wie lange lasst ihr einen Trockenfuttersack idealer Weise offen bevor er verbraucht ist? Bzw in welchen Abständen kauft ihr Futter ein?

    2-3 Monate dürften ja kein Problem sein, bei 6+ Monaten bin ich mir aber nicht mehr ganz soooo sicher. Was wäre für euch das Maximum?

    Ich kaufe etwa alle anderthalb bis zwei Monate Futter ein. Ich hab' allerdings auch zwei gleich große Hunde, die keine Allergien oder ähnliches haben und öfter mal das gleiche Futter fressen bzw. die Sorte des jeweils anderen als Leckerli beim Clickern bekommen, hier geht also ordentlich was weg und nix liegt lange herum. (... und es ist immer noch mengenmäßig zu wenig, wenn man die Jungs fragen würde. |) ;) )

    Wegen der Haltbarkeit würde ich mir bei Trockenfutter auch bei sechs Monaten und mehr keine Sorgen machen, erst recht nicht, wenn's in einer gut schließenden Dose/Tonne aufbewahrt wird. Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass es dann an Geschmack verliert – für mäkelige Hunde wäre das dann ev. relevant.

    Oh Gott, der Beschreibungstext der Petition ist ja daneben... :roll: Keine konkreten Vorschläge, kein realistisches Ziel erkennbar, dafür unterirdische Interpunktion und Rechtschreibung im Text. Soll das ein PR-Gag für das verlinkte Filmchen sein? Gut gemachte politische Partizipation sieht so zumindest nicht aus...