Beiträge von pardalisa

    Was ich off topic gerne mal wissen möchte: Wo darf man einen Hund mit in die Uni bringen?

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    In VetMed häufig standardmäßig (kenne ich zumindest von Besuchen in Hannover so, dass da die Studis ihre Hunde mit zur Vorlesung bringen dürfen), an einigen Unis in den Forst-Studiengängen auch.

    Ansonsten ist's verschieden – ich hab' z.B. eine Weile in Greifswald studiert und hatte meinen (echt nicht kleinen :hust: ) Hund in fast allen Veranstaltungen dabei, der hat einfach auf 'ner Decke unter dem Tisch gepennt. Ich bin immer in der ersten Woche des Semesters ohne Hund zu allen Dozenten gelaufen, hab' mein Sprüchlein aufgesagt (ob's okay ist, wenn ich einen Hund mitbringe, dass der das kennt, 'Büro-erfahren' ist und sich zu benehmen weiß, und dass ich selbstverständlich sofort den Raum verlassen würde, wenn nötig). Gab nie Probleme – ein Dozent war anfangs skeptisch, weil er Angst vor Hunden hatte, meinte aber (total nett!), "probieren können wir's ja mal" und das war dann derjenige, der Ende des Semesters, als alle Studenten von ihm Schokomuffins für's Helfen bei einer Vortragsreihe bekommen haben, extra ein Käsebrot für den Hund geschmiert hat, damit "der auch was bekommt, er gehört ja auch zum Seminar". xD

    Ich war allerdings auch immer streng darauf bedacht, dass der Hund nicht nervt, auf seinem Platz bleibt, im Gebäude immer (!) an der Leine ist, nicht an Kommilitonen herumrüsselt ;) und generell entweder übersehen wird oder höchstens positiv auffällt (bestes Kompliment von Kommilitonen nach einem mehrstündigen Vorlesungsblock: "oh, da war ein Hund? Hab' ich gar nicht mitbekommen.") und wir hatten große Räume ohne Platznot, da war das ziemlich entspannt. Wie's da aktuell ist, kann ich aber auch nicht sagen, bin schon eine Weile durch damit. :smile: Fest einplanen – im Sinne von: "ich muss ihn mitnehmen, sonst klappt das mit den Alleinbleibenzeiten nicht und ich hab' keine Betreuung" – würde ich die Mitnahme eines Hundes an eine Uni allerdings nicht, das kann sich ja wirklich schnell ändern.

    Ich hab' den Ersthund mit zur Abholung des Welpen genommen, er hat aber im Auto gewartet, während wir noch den Papierkram und so erledigt haben. Auf der Rückfahrt haben wir mitten in der Pampa auf 'neutralem Boden' eine Pause gemacht, beide Hunde ein bisschen über eine Wiese trödeln lassen. Da gab's ein kurzes Beschnuppern, aber kein herausragendes Interesse aneinander.

    Zuhause gab's dann noch eine Pinkelpause im Innenhof, dann rein ins Haus. Ich hab' damit gerechnet, dass die beiden sich länger ignorieren würden (mein Ersthund war prima verträglich mit anderen Hunden, aber nie der Typ für enthusiastische Begeisterung ;) ), aber später am ersten Abend hatte das kleine, charmante Welpen-Unfug es dann durch "höfliches Fragen" geschafft, dass er zum Ersthund in die Kudde krabbeln durfte – ab da waren sie der sprichwörtliche Ar... und Eimer |) und daran hat sich bis zum Tod des Ersthundes im letzten Jahr auch nix mehr geändert.

    Auf der Straße ist es ähnlich... hat jemand ein Hund dabei, dann sind Hund und Mensch super für Holly und der Mensch kann sich über sie herüber beugen und am Kopf streicheln. Aber wenn jemand auf der Straße schauen möchte und in die Hocke geht und die Hand ausstreckt, dann wird ihr das zu viel und bellt, obwohl sie zuvor neugierig war. Ich kann es ehrlich gesagt nicht ganz verstehen, wie bei ihr Menschen mit Hund toll sind und die anderen nicht?

    Lässt du das zu? Und wenn ja, warum? Weshalb muss sie da überhaupt Kontakt aufnehmen?

    Wenn Fremde bei mir sind wird natürlich gebellt. Hier kommt sicherlich auch der AUSSIE als Hütehund durch. Sie auf ihren Platz zu bringen nützt auch nichts, da sie von dort weiter bellt. Bei dem Thema muss ich mir auch was überlegen... bisher hab ich es damit versucht, sie zu ignorieren... aber mit Taktik erreiche ich nicht viel.

    Nö, das hat nix mit "Hütehund" zu tun. Aussies werden mit zunehmendem Alter terretorialer (Terretorialverhalten ≠ Hüteverhalten) und können – wenn nicht passend angeleitet – mit Besuch echt unangenehm werden. Jetzt ist deiner ein Mix und noch ziemlich klein – ich würde da eher auf massive Unsicherheit tippen. Bevor das allerdings mit zunehmendem Alter in die eine oder andere Richtung umschlägt, würde ich da einen Trainer zu Rate ziehen, der sich das Verhalten live bei dir zu Hause anguckt und Tipps zum richtigen Umgang damit geben kann.

    (Ignorieren bringt auf jeden Fall nix – das Verhalten ist selbstbelohnend, denn sie erreicht ja durch das Bellen, dass der aus ihrer Sicht 'gruselige' Besuch ihr nicht zu nahe kommt. Deine Aufgabe wär's, ihr da schon vorher zu vermitteln, dass ihr nichts Schlimmes passiert und sie sich nicht kümmern muss.)

    In der Hundeschule sucht sie sogar auch häufig Schutz bei den verschiedensten Leuten, damit sie eine kleine Pause von den Hunden hat...

    Oha. Auch hier: Lässt du das zu? Was sagen die Trainer der Welpenstunde dazu?

    Die Person gebe ich Leckerlis zum zu werfen.

    Und auch hier: Warum muss sie denn überhaupt Kontakt zu völlig fremden Leuten aufnehmen?

    Durch das Werfen von Leckerlis bringst du deinen Hund immer wieder in einen Konflikt – auf der einen Seite will sie Abstand zu diesen fremden Menschen, die ihr nicht geheuer sind, auf der anderen Seite ist das Leckerli ganz spannend. Sie ist also wieder und wieder gezwungen, sich damit auseinanderzusetzen. Natürlich macht das so einen kleinen Hund hektisch (-> Bellen) und unsicher (-> noch mehr Bellen, Hüpfen). Sie ist quasi die ganze Zeit hin- und hergerissen.

    Wenn du möchtest, dass sie andere Leute ruhig zur Kenntnis nimmt und entspannt ist, dann musst du ihr einen Rahmen geben, in dem sie das leisten und sich solche Situationen ganz in Ruhe angucken kann, ohne immer wieder die Erfahrung zu machen "jemand will was von mir, jemand grabbelt mich an, das ist unangenehm". D.h. Hund abschirmen, du belohnst das ruhige Verhalten, nicht die fremde Person, kein Kuschel-Anpatsch-Körperkontakt, Situation auflösen, wenn der Hund sich wohlfühlt und das als gute Erfahrung abhaken kann.

    Zum einen wird da bei einer "echten Leinenaggression" die eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit an der Leine und/oder Frust mit reinspielen, zum anderen – ich kenne hier wirklich 'ne auffällige Zahl Hunde, wo die Besitzer sagen, dass der "nur an der Leine so ist, ohne ist der ganz lieb."

    Isser dann aber nicht. ;) Das problematische Verhalten zeigt sich da nur anders und wird von den Leuten häufig nicht als solches erkannt. Konkretes Beispiel: Hier gibt's einen dreijährigen Hütehund-Mix, der an der Leine total abgeht – Pöbeln, Springen, Schreien, in die eigenen Besitzer knappsen, etc. – sobald die Leine ab ist, ist der dann leise, aber die Besitzerin sieht nicht, dass der dann einfach auf mobben und fixieren des anderen Hundes "umschaltet". :roll: Ist für den Mensch bequemer, aber jetzt nicht wirklich "netter", weder für den Hund, noch für die Umwelt.

    (Ich lass deswegen bei solchen Leinenpöblern grundsätzlich keinen Kontakt zu meinem Hund zu, auch nicht nach Absprache im Freilauf, da kann der Besitzer noch sooft beteuern, dass der ohne Leine ganz brav ist – zu viele schlechte Erfahrungen gemacht...)

    Wertverlust ist für mich persönlich aber auch kein Kriterium weil ich mein Auto kaufe um es zu fahren, nicht um es wiederzuverkaufen.

    Blöde Frage, weil ich da in dem Thema echt nicht fit bin :ops: – ist der Wertverlust nicht auch bei Diebstahl/Totalschaden nach Unfall relevant?

    Also Beispiel, ich kaufe mir einen Neuwagen für 45.000€, zwei Jahre später wird der gestohlen/fährt mir da jemand so rein, dass er komplett kaputt ist. Da bekomm ich doch dann nicht den Neupreis über die Versicherung, sondern mache, bei Autos mit sehr hohem Wertverlust im ersten Jahr, ein dickes, ungeplantes Minus, weil ich bloß den aktuellen Wert, zum Zeitpunkt des Diebstahls/Unfalls, erstattet bekomme, oder?

    Mein Auto steht z.B. öfter mal mehrere Stunden völlig abgelegen in der Pampa herum, wenn ich wandern bin. Wenn das gestohlen würde, während ich unterwegs bin, wär's schade, weil ich die Karre mag xD , aber es würde mich nicht finanziell ruinieren/großen finanziellen Schaden anrichten. Die Differenz zwischen dem, was ich dafür gebraucht bezahlt habe, und dem, was es jetzt noch wert ist, ist einfach nicht so groß. Wenn ich mir vorstelle, dass da bei einem relativ neuen, "edlen" Auto gleich 15.000€ und mehr Wertverlust mit "weg" wären... Aua. Das würde dann schon wehtun.

    Was für eine Linie könntest du da empfehlen? Gerne auch per PN

    Ich würde, wenn Aussie, nach einer gemäßigten Arbeitslinie schauen – was nervenfestes, was klar im Kopf ist, wo nicht mit "super-duper unkomplizierter Familienhund" geworben wird. Bin gerade im Urlaub mit wackeligem Internet, aber ich kann dir danach gerne per PN ein paar Züchter/Ansprechpartner schicken, die ich vor fünf Jahren im Blick hatte, als mein Rüde einzog. :smile: Keine Gewähr, wie aktuell und gut zu gebrauchen meine Infos da sind, aber vielleicht für einen ersten Eindruck ganz brauchbar. (Falls ich's vergesse :ops: und du Interesse hast, schreib mich einfach an.)

    Aussies haben als Farm-Allrounder, die Aufgabe zu
    schützen und zu wachen.
    Wenn viel reisen angesagt ist, wäre für mich der Aussie raus.

    Ich hatte das so verstanden, dass der Hund nicht mit reisen soll, sondern 'bloß' in der Zeit mit eventuell etwas weniger Action auskommen sollte, weil vom Freund zu Hause betreut. :???: Und das sollte ja jeder 'normale' Hund gut hinbekommen.

    Edit 1: Hat sich überschnitten. :smile:

    Edit 2: In eine völlige Fremdbetreuung mit anderen Hunden in "loser Gruppe" würde ich einen erwachsenen Aussie jetzt nicht fest einplanen ;) – gibt welche, die das mitmachen, aber mindestens ebensoviele, die da Stress haben oder verursachen...

    Aber du schreibst ja schon, dass Betreuung von bekannten Personen/im bekannten Umfeld stattfinden würde und Büro kein Muss ist – für einen Welpen aus vernünftiger Zucht, der da langsam reinwächst, hätte ich da keine Bedenken, dass das mit dem Reisen zu stressig ist.

    Lottas Fleecebandfabrik und Camiro kann ich auch empfehlen; gut ist sonst auch noch Aruby – die machen hauptsächlich Windhundgeschirre und man bekommt ein "Testgeschirr", stellt das passend ein, spricht sich mit denen ab und die nähen dann passend eine Maßanfertigung in Wunschgröße.

    (Ich kann überhaupt nicht gut maßnehmen :ops: am Hund, deshalb find' ich sowas total praktisch.)

    Empfehle ich nicht häufig, aber hier könnte es gut passen – Australian Shepherd. :smile:

    (Aus der passenden Linie – so einer wie mein Rüde würde alle deine Erwartungen erfüllen und wäre mega glücklich mit so einem Leben.)

    Edit: Der Großspitz, den meine Eltern hatten, allerdings auch! Das war ein genialer Hund, der mit den "Anforderungen" bestimmt gut klargekommen wäre – und seine sonstigen Rassevertreter, die ich kennenlernen durfte, auch.

    Ich würde auch Gänse empfehlen, die sind für so einen "Job" großartig – nicht leicht bestechlich, machen ordentlich Krach, easy im Unterhalt, wenn man ihnen für tagsüber ein nettes Areal einrichtet und sie nachts auf dem ganzen Hof unterwegs sein können, brauchen keine Erziehung, Spaziergänge oder so.

    Einen Kangal sehe ich bei euch eher weniger, das sind keine Wach-, sondern Herdenschutzhunde, d.h. die binden sich vorrangig nicht an ein bestimmtes Terretorium, das sie beschützen, sondern eine Herde (mal grob vereinfacht gesagt ;) – schau mal in die Forumssuche, da gibt's beeidruckende Threads, wo z.B. @Chris2406 von ihren beiden Kangals im HSH-Einsatz und deren Arbeitsweise berichtet).

    Ich würde mit sehr großer Wahrscheinlichkeit einen Aussie nur aus der Dissidenz holen, weil die große Mehrheit der Aussies von VDH Zuchten nichts mehr mit dem Typ Aussie zu tun haben, den ich mir vorstelle, sowohl optisch, als auch charakterlich. Für mich geht da zu viel in die Richtung Couchpotato, perfekter Familienhund in Form eines aufgeplatzten Sofakissens überspitzt gesagt.

    Es gibt nicht mal ne handvoll VDH Aussie Zuchten, die ich mir überhaupt näher ansehen würde, im ASCA dafür umso mehr.

    Dito. :smile:

    Ich kenne eine mittlerweile wirklich größere Zahl Aussies, sowohl mit VDH- als auch mit ASCA-Papieren – und wenn ich jetzt auf der Suche nach einem wäre, würde ich mich bei den ASCA-Züchtern umschauen. Da gefällt mir zwar auch nicht ausnahmslos alles, was da so läuft, aber die Richtung stimmt deutlich eher mit dem überein, was für mich einen guten Aussie ausmacht.