Jetzt lese ich hier immer wieder "klar im Kopf" bei der Arbeitslinie, das hat für mich einen völlig neuen Aspekt rein gebracht. Auch dass es diesbezüglich zwischen Retrievern und Hütehunden große Unterschiede gibt, ist relativ neu für mich.
Wie gesagt, von mir nur auf Aussies bezogen – aber ich hab' die Erfahrung gemacht, dass die Showlinienhunde ein deutlich unbeständigeres Temperament haben und "unberechenbarer" reagieren bzw. schlechter zu führen sind.
Ist ja auch kein Wunder, wenn das zuvorderste und wichtigste Zuchtziel die Optik ist und man gleichzeitig keinerlei vernünftige Kontrolle des Wesens hat, bevor ein Hund in die Zucht geht, dann kommen halt auch ängstliche, nervöse, schwer trainerbare Hunde leichter in die Zucht, solange sie dem optischen Ideal entsprechen.
Steht die Optik relativ weit hinten (nicht unwichtig, aber halt auch nicht sooo bedeutend) und der Hund muss sich, seine Belastbarkeit und seine rassetypischen Eigenschaften in mehreren Prüfungen unter Beweis stellen, bevor er in die Zucht geht, dann ist die Chance, dass man da nur Hunde nimmt, die ein vernünftiges Wesen haben und eben "klar im Kopf" sind, weitaus größer. ![]()