Und nochmal zur emotionalen Bindung:
Natürlich würde ich um meinen Hund trauern während mir der Tod eines fremden Menschen nicht so nahe geht. Dennoch verlangt meine persönliche Moral den Menschen zu retten wenn es nur ein entweder oder gibt.
(Rein interessehalber, nicht als Angriff oder Provokation gemeint!
) Völlig unabhängig davon, was für ein Mensch da gerettet werden muss?
Für mich würde das schon eine Rolle spielen, meine moralische Konsequenz ist da nicht besonders gut.
Stark überspitztes Beispiel: Wenn vor mir mein eigener Hund und der lokale AfD-Ortsvorstand liegen, beide verletzt und blutend, beide hilfsbedürftig, dann würde ich mich zuerst um meinen Hund kümmern und mit den Konsequenzen wegen unterlassener Hilfeleistung bzgl. des Menschen leben. Das wär gar keine Frage in meinem Kopf.
Dass so eine Situation nicht realistisch ist und vermutlich (hoffentlich
) nie eintreffen wird, ist klar – aber ich tue mich echt schwer mit so abstrakten Werturteilen wie "Mensch immer vor Hund". Mag auch gut sein, dass ich da einfach ethisch-moralischen Nachholbedarf habe
; vermutlich ist's ganz gut, dass ich nicht in einem Berufsfeld arbeite, wo ich über solche Dinge zu entscheiden habe...