Beiträge von pardalisa

    Wo wir gerade bei den Boston Terriern sind: Ich hab' neulich gelesen, dass es bei der Rasse enorm viele Kaiserschnitte gibt (in dem Artikel war die Rede davon, dass 80-90% der Würfe per Kaiserschnitt geholt werden). Als Grund wurde angegeben, dass bei Boston Terriern der große Kopf schon bei den Welpen eine natürliche Geburt häufig unmöglich macht.

    "Kann nicht auf natürlichem Wege Welpen gebären" wird ja auch häufig als Qualzuchtmerkmal aufgeführt – kann man da, z.B. beim Boston Terrier, züchterisch was machen bzw. gibt's da Bestrebungen, die Kopfform 'natürlicher' zu bekommen?

    Ich war von so einer hohen Zahl Kaiserschnitte und wie 'normal' das dargestellt wurde ehrlicherweise ziemlich erschrocken.

    Von uns nach Ewigkeiten auch mal wieder ein Video: unsere Runde von vorgestern, ein ziemlich typischer, normaler Spaziergang ohne größere Besonderheiten. :smile: (Sorry für mein Keuchen im Hintergrund :ops:, bin erkältet.)

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    2:40 – Das Auto, was da kommt, war der Förster. Der war sogar so nett und hat kurz angehalten, um mir zu sagen, dass links im Wald aktuell Baumfällarbeiten sind und deshalb da einige Wege nicht begehbar.

    3:35 – Hier motz ich ihn kurz an, weil er anscheinend spontan 'vergessen' hat ;), dass das Betreten der Felder tabu ist.

    9:12 – Da zeigt er Wild an. Ich hab' erst gar nix gesehen oder gehört, er war aber der Meinung, dass da auf jeden Fall was steht. (Und im Zweifelsfall traue ich seiner Wahrnehmung da mehr...:lol:) Bei 9:43, wo er sich noch einmal so deutlich anspannt, hab' ich dann auch eindeutig gehört, dass da irgendwelche Tiere weggelaufen sind (vermutlich Rehe, die durch's Holzfällen schon aufgeschreckt wurden).


    Im Großen und Ganzen bin ich so eigentlich ziemlich zufrieden, aber es gibt ja manchmal Dinge, die einem beim eigenen Hund partout nicht auffallen; Kommentare jeglicher Art – Lob, Tadel, Verbesserungsvorschläge ;) – also definitiv erwünscht.

    Und genau das ist mein Punkt - es kann für mein Verständnis nicht sein, dass bei Kurznasen kommt: "Durchgängiges neben dem Fahrrad rennen (!) über Strecke x ist ja wohl Minimalanforderung - das muss JEDER* Hund leisten"


    Die meisten haben kurze Beine, die haben kurze Nasen, die sind nicht auf Rennen ausgelegt.


    Auf der anderen Seite wird dann von den gleichen Leuten gesagt "Ja aber Hunderasse A kann ja nun unmöglich in moderatem Wohnumfeld bestehen, das ist ja die vollkommen falsche Umgebung, ist ja logisch, dass die da Stress haben und auffällig werden - darauf sind die ja auch gar nicht ausgelegt." Für mich ebenfalls eine Minimalanforderung für ein gesundes und ausgeglichenes Hundeleben ohne vermeidbaren Stress in der heutigen Welt.

    Das Problem ist nur, dass man bei körperlichen Qualzucht-Merkmalen ganz klare Parameter setzen kann (in Absprache mit Experten und Tierärzten natürlich). Wie das ja z.B. in NL gerade geschieht – Schnauzenlänge muss im Verhältnis zum Schädel soundso lang sein, um freie Atmung zu ermöglichen; Kaiserschnitt muss eine medizinisch notwendige Ausnahme und nicht die Regel für eine Geburt sein; Paarung muss ohne menschliches Eingreifen natürlich erfolgen können; Hund muss – angepasst an seine Größe selbstverständlich – eine bestimmte Strecke laufen können ohne Auffälligkeiten zeigen zu können. Usw usf.

    Das sind alles messbare, überprüfbare Dinge, die sich unabhängig von Rassezugehörigkeit/Mischlings'zusammensetzung' auf alle Hunde anwenden lassen. Da verlangt ja niemand Unmögliches oder sportliche Höchstleistungen sondern wirklich nur das absolute Minimum (!), das sicherstellen soll, dass der Hund in einem gesunden Körper ein schmerzfreies Dasein führen kann, und das auch nur mit solchen Hunden gezüchtet wird, die diese (nochmals: minimalste!) Anforderung erfüllen.

    Ich versteh schon deinen Grundgedanken, dass zu einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist/Charakter/Nervenkostüm/wie auch immer man es nennen will, gehört. Aber wie willst du das prüfen? Wer legt die Kriterien fest? Wie will man so unterschiedliche Dinge wie ursprüngliche Verwendung der Rasse, Lebensumstände des Halters, verschiedene Bedürfnisse des Hundes, etc. unter einen Hut bekommen?

    Wie gesagt, den Ansatz kann ich schon irgendwie vage nachvollziehen (auch, wenn ich das gesundheitliche Problem im Rahmen der Qualzucht-Diskussion für das mit Abstand größere halte), aber ich kann mir nicht richtig vorstellen, wie man bei dem, was du ansprichst, zu sinnvollen 'Prüfkriterien' kommen könnte.

    Da würden mich ein paar praktische, konkrete Beispiele/Vorschläge wirklich interessieren. :smile:

    Hab heute mit einer Züchterin von Mini Australian Shepherds telefoniert.

    Öhm, doofe Frage :ops: - warst du nicht diejenige, die vor Kurzem wegen einer freundlichen, verträglichen, nervenstarken Rasse, die gut mit neuen Situationen klarkommt, um Rat gefragt hatte? Wo der Ersthund schon Probleme mit fremden Leuten hat und mit dem Stadtleben Schwierigkeiten?

    Und da bist du beim Mini-Aussie gelandet...? |)

    (Edit: Falls ich dich da gerade verwechsele - sorry! Ich kann mir die Usernamen nie merken und komm dann mit den Profilbildern manchmal durcheinander.)

    Würdet ihr eine Haltung von einem kastrieren und einem unkastrierten Rüden eher als schwierig bezeichnen?

    War hier bei den beiden Aussies nie ein Problem. :smile: Der ältere Rüde war sehr spät kastriert (mit acht Jahren, gesundheitliche Gründe), hat sich immer wie ein intakter Rüde verhalten und wurde von anderen Hunden auch als solcher behandelt.

    könnte man was ins Maul/auf die Zähne sprühen?

    Leider nicht. :verzweifelt: Die Besitzerin hat sonst von ihrer TÄ auch so'n Zahnreinigung-Gel empfohlen bekommen, das man direkt auf die Zähne auftragen kann, aber der Hund ist echt bei allem, was Pflegemaßnahmen angeht, mit Vorsicht zu genießen. (Sie weiß, dass sie daran arbeiten muss und dass es da wirklich tolle Anleitungen zu Medical Training auf Kooperationsbasis gibt, aber der aktuelle Stand gibt "Maul aufmachen und irgendwas darin tun" definitiv nicht her.)

    ... und ob der Hund nett ist.

    Das ist ja mal 'ne knuffige Frage vom OA! :lol: Weißt du, was passiert, wenn man sagt, dass er nicht nett ist? |)

    Hat jemand einen Tipp, wie man bei einem Hund für ein bisschen bessere 'Zahn-/Maulhygiene' sorgen kann, wenn putzen nicht möglich ist? :smile:

    (Hintergrund meiner Frage: Meine Bekannte hat einen Hund, der seeehr eigen mit Anfassen ist, besonders am Kopf, und bei dem solche Sachen wie Zecken rausmachen, Kletten entfernen, etc. nur mit Maulkorb gehen, weil der ziemlich plötzlich und ziemlich heftig zulangen würde. Zähneputzen ist also leider im Moment keine Option... Blöderweise hat er auch nicht besonders gute Zähne und immer leichten bräunlichen Belag. Die Zähne werden nächsten Monat in der TK einmal rundum kontrolliert und gereinigt, wenn er eh wegen was anderem in Narkose muss, aber es wär toll, wenn man danach dafür sorgen könnte bzw. das unterstützen könnte, dass die möglichst lange 'frisch, gesund und ordentlich' ;) bleiben.

    Ich hätte jetzt an hartes Knabberzeug gedacht, mach mir aber bei täglicher Fütterung Sorgen mit dem hohen Proteingehalt. Gibt's was anderes, was ich ihr da empfehlen kann?)

    Oder ich muss eine Box kaufen, die die Ladekante überwindet.

    Oder du baust dir ein kleines "Podest" drunter, wenn das in deinem Auto geht. :smile: Holzplatte, zwei Kanthölzer in Ladekantenhöhe drunterschrauben, Box draufstellen, alles mit Spanngurten verzurren. Hatte ich bei meinem Vorgänger-Auto, einem Polo mit nervig hoher Ladekante, so ähnlich gemacht.

    Zur Zeit häufen sich dort aber auch Angebote von der Marke 4pets. Ist die Marke auch in Ordnung oder sollte man davon eher absehen?

    4pets ist völlig in Ordnung, die haben beim Crashtest von Stiftung Warentest vor einiger Zeit sogar besser abgeschnitten als z.B. die VarioCage-Box von Kleinmetall, die ja gemeinhin als ziemlich sicher gilt und oft empfohlen wird. :smile:

    Was die Größe angeht – im Zweifelsfall würde ich den Hund einfach mal in verschiedenen Boxen "probesitzen" lassen. Wenn sich das nicht so einfach umsetzen lässt, hilft's vielleicht schon, sich die Grundmaße der Boxengrößen, die in Frage kommen, mit Klebeband oder Pappstücken auf dem Teppich zu Hause zu "skizzieren" und den Hund da mal reinzusetzen, um Breite und Tiefe einschätzen zu können. (Und dazu dann Schulterhöhe des Hunde plus ein paar Zentimeter als Höhe einplanen.)

    Ich hatte erst ein Leuchtie, das hat wirklich ewig gehalten, aber irgendwann hatte es dann einen Wackelkontakt. Kurz habe ich das Orbiloc ausprobiert, das war aber, zumindest für uns, nix – wenn mein Hund mit eingeschaltetem Licht einen Moment direkt neben mir steht (zum Beispiel an der Ampel), blendet das schon enorm.

    Letztendlich bin ich beim Lumivision gelandet und damit rundum zufrieden – lässt sich durch Schließen bzw. Öffnen ein- und ausschalten, d.h. auch mal im augeschalteten Zustand im Rucksack transportieren (was beim Leuchtie so leicht nicht ging), sieht ordentlich und stabil verarbeitet aus, ist wasserdicht, wird über USB geladen, Akku hält echt lange vor, und selbst im Winterpelz-Halskrausen-Plüschdickicht ;) meines Aussie-Rüden sieht man das super und über größere Distanzen. :gut: Echt ein gutes Teil; ich hoffe, das bleibt uns lange erhalten.

    Solche Tiere hätten richtig schnell richtig schlechte Karten, wenn die Halter sie nicht regulieren würden.

    Ich versteh deinen Ansatz (glaub ich :ops:), aber wenn man das konsequent zu Ende denken würde, wären unfassbar viele (wenn nicht sogar die Mehrheit aller Haustier-) Rassen, die in ihrer Haltung auf Regulierung/Eingreifen durch den Menschen angewiesen sind, Qualzucht.

    Schneidrassen wie Pudel/Havaneser/etc. – Qualzucht, denn wenn der Mensch nix an denen macht, wächst das Fell immer weiter und verfilzt, sodass kein gesundes Leben möglich ist. (Was ja Blödsinn ist, denn das sind in der Regel ja gerade Hunde, die bei vernünftiger Pflege munter und gesund alt werden.)

    Windhunde bzw. Hetzjäger – Qualzucht, weil die bei der Jagd bis an ihre und teilweise auch über ihre eigenen Grenzen gehen. (Wäre ebenso Blödsinn, denn gerade die Windhunde mittlerer Größe sind unfassbar robust.)

    Und so kann man das munter weiterführen...

    Ich find's schon wichtig, bei manchen Auswüchsen der Zucht ein Auge drauf zu haben, dass das 'Gesamtpaket' einer Rasse stimmt, auch mental; aber zu sagen, dass eine Rasse Qualzucht-Tendenzen hat, nur weil sie in irgendeiner Art und Weise auf den Menschen angewiesen ist, find' ich dann doch etwas weit her geholt. (Also, man kann unbändigen Arbeitswillen sicher kritisieren, wenn man das möchte, und man kann sicher mindestens ebenso viele gute Gründe dafür finden, warum das bei einigen Hunderassen gut und nötig ist, aber ins Qualzucht-Umfeld passt das m.M.n. nicht wirklich.)

    Wir hatten in einem der vorhergehenden Threads mal die Qualzucht-Definition, dass "Qualzucht = züchterisch bewusst gewollte und herbeigeführte Merkmale, die dem Hund Schmerzen und Leiden zufügen und dadurch ein normales, artgerechtes Leben unmöglich machen" – die Definition fand ich eigentlich ziemlich gut.