Beiträge von pardalisa

    Lebt mit den jeweiligen Rassen, und bildet euch dann ein Urteil...

    Interessante Einstellung. Gilt das auch für andere domestizierte Tierarten? Muss ich erst selbst ein Schwein in einen winzigkleinen Stall ohne Tageslicht sperren, um Kritik an Massentierhaltung zu üben? Muss ich erst selbst ein halbes Duzend Hühner auf lächerlich kleiner Fläche einpferchen, um eine Meinung zu Legebatterien haben zu dürfen?

    Nur weil eine Rasse ne kurze Nase hat, ist sie nicht automatisch Krank... vielleicht hat man den Hund auch einfach nur überfordert, und gesteht sich selbst das nicht ein...

    Wie meinst du das mit der Überforderung – was wäre für dich denn das normale Kilometer-Niveau/die normale Strecke, die ein gesunder, erwachsener Hund laufen können sollte ohne "überfordert" zu sein?

    Ich lebe seit fast 20 Jahren mit der Rasse, und kenne nicht einen einzigen Chin der wegen Atemnot etc kollabiert ist...

    Das Problem ist, dass ein kompletter Kreislauf-Kollaps auf jeden Fall ein drastisches Symptom bei Brachyzephalie ist, aber ja leider bei Weitem (!) nicht das einzige. Atembeschwerden, Überhitzung, dauerhafte Unterversorgung mit Sauerstoff, daraus resultierende Herzprobleme, Probleme mit den Schleimhäuten, ... die Liste ließe sich ewig weiterführen.

    Wer als Besitzer eines plattnasigen/extrem kurzschnäuzigen Hundes einfach nur sagt "hey, bei mir ist noch keiner bewusstlos umgekippt, ist doch alles tutti!", dem würde ich – im Interesse seiner Hunde – mal ganz, ganz dringend die Lektüre dieses Threads (und des Vorgänger-Threads) empfehlen. Und zwar 'ne gründliche Lektüre. Da sind haufenweise gute Links, Erfahrungsberichte von TÄ, usw. gesammelt. Wer Brachyzephalie auf "kein Kollaps = kein Problem" reduziert, der hat da wirklich enormen Nachholbedarf...

    Und noch eine weitere Stimme für "gar nix". :smile:

    Wenn's mir richtig, richtig dreckig geht, geht der Hund zum Lösen in den Garten und pennt ansonsten neben/im/unter'm Bett – das kommt hier (zum Glück) nicht häufig vor, klappt aber prima, wenn's nötig ist.

    Vor Weihnachten war ich beispielsweise schon bei der Familie zu Besuch und lag dann mit hohem Fieber so richtig flach: Da hat mein Vater den Hund nachmittags auf 'ne kleine Runde mitgenommen, weil er im Moment selbst keinen eigenen Hund haben kann und sich über den "Leih-Hund" gefreut hat :smile:, und das war's, zusätzliche Action gab's nicht. War der Hund prima zufrieden mit.

    (Wenn ich länger ausfallen würde, wirklich über viele Monate – bei sowas wie 'nem komplizierten Beinbruch oder so, wo einem nicht dauerhaft übel ist, man aber über längeren Zeitraum bewegungseingeschränkt ist –, würde ich auch solche Dinge wie ZOS, Geruchsunterscheidung, etc. wieder auffrischen. Und einen festen Gassigänger für mehrmals die Woche organisieren, da haben wir zum Glück einen Plan B, wenn ich gar nicht laufen könnte. Aber für 'ne simple Grippe gibt's hier kein Extra-Programm.)

    Hochprofessionelles ;) Gruppenfoto von der Silvester-Runde:

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    Luvi ein bisschen in Schieflage, Söckchen präsentiert sich lieber im Profil, Filou ist gut getarnt, Elsje sogar noch besser, und Benni hätte bitte gerne noch so ein Stück Möhre. :lol: War eine tolle Runde mit euch, gerne wieder!

    Und natürlich guten Rutsch ins neue Jahr an alle! :smile:

    Wenn ich alleine mit dem Hund unterwegs bin, möchte ich Zeit für mich und den Hund haben – da brauch ich keinen Smalltalk mit völlig fremden Menschen und keine "Hallo-Sager-Hunde". Solche Spaziergänge sind Entspannungszeit für mich und meinen Hund, der solche Trödel-Schnüffel-Runden total super findet und dabei auch gut auf Fremdhunde verzichten kann.

    Wenn ich mit jemandem aus meiner Familie unterwegs bin oder mich mit einer Freundin zum Gassi verabredet habe, dann möchte bewusst Zeit mit dem Menschen verbringen und die Hunde agieren vertraut in der Gruppe miteinander – auch da brauche ich jetzt nicht wirklich Gespräche mit unbekannten Leuten oder Fremdhunde, die da reinplatzen...

    Insofern – in 99% der Fälle hat mein Hund keinen Kontakt zu völlig fremden Hunden oder Leuten, weil das für mich einfach völlig konträr zum Sinn unseres Spaziergangs laufen würde und solche zufälligen Vorbeilauf-Kontakte (für keinen von uns beiden :ops:;)) irgendeinen Mehrwert haben.

    In seltenen Fällen mach ich 'ne Ausnahme, z.B. wenn jemand, der einen netten Eindruck macht, mit 'nem "vernünftigen" Junghund fragt, weil er nach Kontakt für seinen Hund sucht, man hier auf dem Dorf aber nur selten überhaupt mal wen trifft – dann geh ich auch mal ein Stück mit völlig unbekannten Leuten/Hunden zusammen. Aber in aller Regel sind wir in netter, selbstgewählter Gesellschaft oder allein unterwegs, und das dann gerne auch dort, wo nicht viel los ist und man den Spaziergang richtig genießen kann.

    Zunehmend ärgere ich mich aber über die Statements von Bekannten und Verwandten zu diesem Thema.

    Mein Beileid zu eurem Verlust. :( : Und zu den doofen Menschen in deinem Umfeld.

    Manche Leute sind anscheinend irgendwie komplett Empathie-frei: Als unser allererster Familienhund eingeschläfert werden musste, waren gerade Sommerferien und meine Schwester und ich noch Kinder. Meine Großmutter hatte in den Ferien einen Teil ihres Hauses renovieren lassen – und es gab einen riesengroßen Familienstreit, weil wir in ihren Augen nicht "artig" waren, weil wir nicht zu Besuch kommen wollten, um den Umbau zu bewundern und zu loben. Meine Eltern fanden das absolut verständlich, dass wir mit der Trauer um den Hund beschäftigt waren, die Großmutter nicht. Die wollte, dass wir ihr sagen, was für schöne Fliesen sie ausgesucht hat...

    Dass jemand, der vielleicht nicht so den Draht zu Tieren hat, im ersten Moment bei der Nachricht "mein Hund musste eingeschläfert werden!" überrumpelt ist und etwas Ungeschicktes sagt – dafür hab' ich definitiv Verständnis. Aber auch jemand, der emotional jetzt nicht an dem betreffenden Tier gehangen hat, sollte doch zumindest beim zweiten oder dritten Nachdenken sich wenigstens ein bisschen in den trauernden Tierbesitzer hineinversetzen können, dass es wenigstens für ein "das tut mir Leid" reicht – oder einfach nix sagen, wär ja auch okay. Solche Sätze wie "na, da hast du jetzt ja weniger Arbeit" kann man sich doch echt sparen.

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    Wie unterschiedlich Trauer ist und wie verschieden das Redebedürfnis, hab' ich letztes Jahr gemerkt, als mein älterer Rüde eingeschläfert werden musste. Ich hab' mich immer für einen relativ rational denkenden (manchmal vielleicht auch übertrieben-verkopften :ops:) Menschen gehalten, und er war nicht der erste Hund, der in unserer Familie eingeschläfert werden musste, er war nicht mal das einzige Familienmitglied, das wir in der Zeit verloren haben (kurz danach gab's einen 'menschlichen Trauerfall') – aber der Tod des Opis hat mir wirklich komplett den Boden unter den Füßen weggezogen.

    Ich kann's nicht erklären und ich rede da auch nicht groß mit meiner Familie oder meinen Freunden drüber – was sollen die dazu schon sagen? Aber für mich war der Tod des Hundes letztendlich ein Anlass, der in einigen, wenigen Freundschaften dazu führte, dass das sprichwörtliche Fass übergelaufen ist und ich den Kontakt zu ein paar Leuten komplett eingestellt habe. Ich würde nie erwarten, dass das jemand nachvollziehen kann, wie ich mich da fühle/wie sehr mir dieser Hund fehlt oder mich irgendwie 'betüddelt' oder so, aber wem in so einer Situation nicht mehr einfällt als "ach, holste dir wieder einen neuen?" oder "naja, er war halt alt", mit dem mag ich auch nicht mehr meine Zeit verbringen.

    Ich hab' gerade mal "Kassensturz" gemacht und alles an Hundekosten für 2019 zusammengerechnet: Insgesamt hab' ich für den Hund – sechs Jahre alt, mittelgroß – dieses Jahr (wenn er sich bitte, bitte die nächsten Tage heile lassen könnte und da nicht noch ein TA-Besuch oder sowas dazwischen kommt |);)) 1557,94€ ausgegeben, d.h. knapp 130€ pro Monat.

    Wenn ich so überlege, was dieses Jahr alles anstand, hatte ich mir das schlimmer vorgestellt... :lol: Bin gerade ganz positiv überrascht.

    Ich würd' auch eher zum Maulkorb greifen; gerade für die freie, gesunde Bewegung finde ich das für einen (jungen) Hund viel wichtiger und viel weniger einschränkend als eine Schleppleine.

    Chic & Scharf macht 'ne tolle Beratung, wenn man da anruft und die Maße (Schnauzenumfang, Schnauzenlänge) parat hat. Die hatten sogar mal solche "Probierpakete" für Maulkörbe – die wurden dann irgendwann abgeschafft (weil irgendwelche Deppen sich daneben benommen haben udn dreckige Körbe nach der Anprobe zurückgeschickt haben... :muede:), aber die Mitarbeiter da sind echt nett und kompetent.

    Vollidioten, echt ey. :muede: Relativ weit "rechts im Wald", wenn man von Benthe aus guckt, bei den Pferdeweiden lag wohl echt viel Feuerwerks-Müll. So dämlich muss man erst mal sein, im Wald und in direkter Nähe zu Weidetieren damit zu hantieren...

    (Danke! :smile:)

    Ganz eventuell komme ich doch mit. Sogar mit beiden Hunden. Ich muss schauen, wie Whiskey seine Medikamente verträgt.

    pardalisa Könntest du mich zur Konversation hinzufügen?

    Oh, das wär schön! :smile: Daumen und Pfoten für gute Medikament-Verträglichkeit sind fest gedrückt! Ich füg dich gleich mal hinzu. :gut:

    (Musste vorhin spontan an dich denken – ich lieg gerade krank zu Hause und mein Vater hatte sich den Hund geschnappt und war mit ihm 'ne Runde am Benther Berg spazieren; er meinte, da lagen an mehreren Ecken schon frisch abgefackelte Reste von Feuerwerk und Böllerverpackungen herum. :no: Gehört hat er aber nix. Jetzt ist Söcks ja zum Glück schussfest, aber was denken sich solche Deppen denn bitte, da – 'nen halben Monat vor Silvester! – schon herumzuzündeln?)