Für mich ist ein Hund in erster Linie ein Lebewesen mit Bedürfnissen, für deren Erfüllung es komplett auf den Menschen angewiesen ist. Kann ich diese Bedürfnisse – und da zählt für mich eben auch eine medizinische Grundversorgung mit rein – nicht erfüllen, dann schaffe ich mir kein Tier an. Ist absehbar, dass ich diese Basis-Bedürfniserfüllung auf lange, lange Zeit nicht leisten können werde, würde ich versuchen, einen schon vorhandenen Hund in gute Hände abzugeben.
Ich kann absolut verstehen, dass man in doofe Situationen kommen kann, dass das Leben irgendwie querschießt, und dass man schwierige Zeiten überbrücken muss, mit denen man nicht gerechnet hat oder gar nicht rechnen konnte. 100% Verständnis.
In solchen Situationen stirbt dann auch kein Hund davon, wenn er mal 'ne Weile billigstes Discounter-Futter frisst oder statt zum Groomer-Termin zu gehen mit der Küchenschere das Fell gekürzt bekommt. 
Wofür ich null, aber wirklich so gar kein Verständnis habe, sind erstens Leute, die sich die miserable Versorgung ihres Tieres damit schönreden, dass sie den Hund für ihr eigenes emotionales Wohlergehen ja dringend brauchen (da möchte ich am liebsten immer "der Hund hat sich nicht ausgesucht bei dir zu leben; das ist ein fühlendes, denkendes Tier, kein Therapie-Ersatz, den man halt so 'nutzen' kann wie man gerade Lust hat" grummeln...); und zweitens Menschen, die schon für das erste Tier nicht vernünftig selbst sorgen können – und sich dann ein weiteres anschaffen (haben wir hier so einen Fall in der Nachbarschaft, da rollt's mir die Fußnägel hoch).