Beiträge von pardalisa

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    Wie hat sich euer Rüde verändert?
    Wie alt war er bei der Kastration?
    Hatte das Ganze für euch mehr positives oder waren auch Negativerfahrungen dabei?


    Mein älterer Rüde wurde mit sieben Jahren wegen gesundheitlicher Probleme (Prostatavergrößerung) kastriert. Er nimmt seitdem sehr leicht zu und ich muss sein Futter genau rationieren, da er sonst fett wird. Sein Fell ist weicher geworden und er hat mehr Unterwolle – generell dauert der Fellwechsel seit der Kastration länger und es fliegen mehr Haare herum. Sein Verhalten hat sich nicht verändert: Er war und ist mit Hunden immer verträglich, bestimmte Menschen mag er nach wie vor nicht.

    Da ich bei ihm keine Alternative hatte und ihn kastrieren lassen musste, überwiegen für mich die Vorteile – lieber einen gesunden, schmerzfreien Hund, der mehr haart und futtergierig ist, als einen, der leidet. Ob ich meinen Zweithund (jetzt 10 Monate alt) später mal kastrieren lassen werde, weiß ich noch nicht. Auf der einen Seite sitzt die Erinnerung an einen Hund, der beim Kotabsetzen vor Schmerzen schreit, ziemlich tief, auf der anderen Seite halte ich nichts davon, einem Lebewesen vorsorglich Körperteile zu entfernen, nur weil es krank werden könnte.

    Sollte ich mich doch zu einer Kastration entschließen, dann auf gar keinen Fall, bevor er nicht körperlich und geistig vollständig fertig entwickelt ist, d.h. frühstens mit 2 Jahren.

    Shawnee würde lautstark melden, dass sich jemand am Haus oder auch nur auf dem Grundstück zu schaffen macht – und wenn die Nachbarn dann senkrecht im Bett stehen und der Einbrecher immer noch nicht in die Flucht geschlagen ist, würde er mit ziemlicher Sicherheit auch seine Zähne einsetzen, ohne lange darüber nachzudenken.

    Myrddin würde wahrscheinlich auch anschlagen, ist aber (vielleicht auch aufgrund seines Alters) so menschenfreundlich, dass er sich vermutlich mit ein paar netten Worten beruhigen lassen würde. Futter/Bestechung würde keiner von beiden in so einer Situation annehmen.

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    Wie sich das Aufeinandertreffen (ohne Leine) mit dem Ersthund bekannten Hunden verändert hat. Also eben einfach wie das Rudel freilaufend auf andere reagiert. Hat sich der Zweithund Verhaltensweisen in Hundebegnungen abgeschaut? Balu legt sich bei ihm bekannten Hunden oft hin und schleicht die ersten Meter auf den anderen zu (Hütehundlike).

    Und wann hat sich die Rangordnung abgezeichnet? Nach der Pubertät oder schon davor?


    Meine beiden Rüden (knapp 10 Jahre & 10 Monate) haben untereinander, soweit ich das beobachten kann, gar keine Rangordnung. Futter und Spielzeug wird problemlos geteilt (wenn ich sie lasse); Kontaktliegen und Rennspiele werden häufiger vom Kleinen initiiert, das ist aber eher dem großen Altersunterschied geschuldet, denke ich. Dass sie sich untereinander "anmotzen" oder der eine den anderen zurechtweist, kam hier bislang vielleicht zwei oder drei Mal vor und selbst dann nur, wenn sie sehr, sehr müde waren. Der Kleine ist gerade mitten in der Pubertät, aber an seinem Verhalten zu seinem "großen Bruder" ändert sich bislang überhaupt nix.

    Beim Aufeinandertreffen mit anderen Hunden ist's eigentlich genau so: Der Große ist eh 'ne coole, unkomplizierte Socke, was das angeht, um den muss ich mir keine Gedanken machen; den Kleinen muss ich im Moment gelegentlich bremsen, damit er Kleinhunde/ältere Hunde nicht zu sehr bedrängt, aber auf die Idee, zusammen das Stänkern anzufangen, sind sie noch nie gekommen. Im Gegenteil – der Kleine schaut sich im Moment lauter so praktische Sachen wie "an Kreuzungen stehenbleiben und warten" und "bei Hundesichtung Blickkontakt mit mir aufnehmen" vom Großen ab.

    Bei Shawnee war mein einziges Kriterium, dass es ein Rüde sein sollte (meine Eltern hatten eine kleine Hündin mit Hang zum "Prinzessinendasein" und wir wollten keinen Zickenkrieg im Haus) – ich hab' dann den ausgesucht, der beim ersten Kennenlernen des Wurfs auf meinem Schoß eingeschlafen ist. :smile: Rückblickend vielleicht ein bisschen naiv, aber er passt perfekt zu uns.

    Bei Myrddin war ich auf der Suche nach ganz bestimmten Charaktereigenschaften und hatte eine viel genauere Vorstellung, was ich will, deshalb habe ich gemeinsam mit der Züchterin geguckt, welcher Welpe am besten zu uns passt. Im Endeffekt hatte ich die Wahl zwischen drei Rüden und bin nach dem ersten Wurftreffen überzeugt, dass ich mich goldrichtig entschieden habe. ;)

    Von der Motz- und Meckerfraktion: :roll:
    "Sind das beides Ihre Hunde? Warum denn gleich zwei?"
    "Aussies? Ja, die finde ich ganz schrecklich, weil...(zu laut, zu hibbelig, blöde Moderassen, etc. pp.)"
    "Musst du den immer mitnehmen?"
    "Leinen Sie mal Ihre Köter an!"
    "Ne, also so'n Hund im Studium wäre mir ja zu viel Stress."
    "Aha, Hütehunde. Dann haste wohl Schafe auf'm Balkon, wa?"

    Von den Netten: :smile:
    "Die sind aber gut erzogen!"
    "Guck mal, der Hund kann Pfötchen geben."
    "Mama, der Hund hat ein blaues Auge!"
    "Danke, dass Sie die Hunde rangenommen haben."
    "... wenn meiner mal so auf mich achten würde."
    "Uhi, der Kleine kann ja klettern. Kommt der da auch wieder runter?"
    "Der mit den Flecken hat ja ein ganz kuscheliges Fell."

    Ich kenne einen Wäller und vielleicht hatte ich das Pech, das einzig abschreckende Beispiel kennen zu lernen, aber freiwillig würde ich mir den nicht anschaffen – in Kurzfassung: hibbelig, laut, grobmotorisch und das Fell ist die Hölle. :/

    Darf ich fragen, warum du dich besonders für den Wäller interessierst und was du von deinem zukünftigen Hund erwartest bzw. was gegen eine der "Ausgangsrassen" spricht?

    Zum Dalmatiner: Ich habe selbst keinen, kenne aber mehrere Exemplare, die mit Begeisterung Ausdauersport machen und zum Joggen, Radfahren, am Pferd, etc. mitkommen. Wenn man die gesundheitlichen Probleme der Rasse im Blick behält und sehr viel Wert auf einen seriösen Züchter legt, ist das bestimmt eine gute Wahl. :smile:

    Was den Aussie angeht, teile ich deine Zweifel – Aussies können fantastische Reitbegleithunde sein, es gibt aber mindestens ebenso viele, die sich dafür überhaupt nicht eignen. Gerade weil sie eine sehr niedrige Reizschwelle haben, ist es oft schwieriger, aus ihnen einen wirklich zuverlässigen Reitbegleithund zu machen und mancher kommt mit dem Trubel im Stall oder sich bewegenden Pferden nie klar.

    Und eine letzte Frage: Eure erste Hündin ist erst 8 Monate alt? Dann würde ich mit der Anschaffung eines Zweithundes noch ein bisschen warten. :smile: Wenn da wirklich die Rassen drin stecken, die ihr vermutet, braucht sie vermutlich noch eine ganze Weile, um wirklich fertig mit der Entwicklung zu sein.

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    Wie sind eure Erfahrungen mit zwei Hunden plus Gepäck in öffentlichen Verkehrsmitteln?


    Kommt auf die Hunde an. ;) Ich bin mehre Jahre mit einem Hund (>60cm, 26kg) lange Strecken mit der Bahn gefahren. Ich hab' mich zwar immer geärgert, dass der Hund eine Kinderfahrkarte brauchte, die Fahrt an sich war aber meistens sehr entspannt, besonders wenn ich vorher Plätze reserviert habe und der Hund einfach unterm Sitz schlafen konnte.

    Seit Anfang des Jahres wohnt hier Nummer Zwei und kurz danach habe ich mir dann auch das lang ersehnte Auto gekauft... Zum einen rechnete sich bei meinen Strecken der Ticketpreis im Vergleich zum Benzingeld nicht mehr, zum anderen muss man doch eine ganze Menge mehr "Aufwand" betreiben, um mit zwei Hunden in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein: Man schleppt mehr Hundezubehör mit sich herum, hat nicht mal eben eine Hand frei, die Akzeptanz der Mitmenschen nimmt rapide ab, usw.

    Fazit: Es ist machbar, wenn die Hunde entsprechend erzogen und gelassen sind und man selbst ziemlich "stressfest" ist. Ich tu's mir nicht mehr an. ;) :smile: