Beiträge von pardalisa

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    Wie haltet ihr das so? Und, warum?


    Ich wasche die Decken und Liegekissen der Hunde nach Bedarf, die Kongs nach jedem Gebrauch und das Spielzeug so gut wie nie – klar, matschiges Zeug wird unter kaltem Wasser abgespült, bevor ich es mit reinnehme, aber nix davon würde einen Waschmaschienengang überleben, denke ich.

    Ausnahme ist Myrddins Plüschschaf (und sein Vorgänger, das Entenpferd): Als einziges Plüschspielzeug zwischen dem ganzen Zergel-, Ball- und Naturkautschuk-Krams kann und muss das ab und zu mal gewaschen werden, damit's nicht eklig aussieht, wenn er es stolz dem Besuch auf den Schoß legt. ;)

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    Ich bin mir schon sehr sicher, dass er Angst hat. Leckerchen nimmt er in den Situationen nicht.


    Hast du ein weiches Halsband, das er im Haus eine Weile länger tragen kann? Dann würde ich ihm das immer vor dem Füttern anziehen und danach eine Weile anlassen. Ohne großes Trara, einfach den Hund bei der Futterzubereitung zugucken lassen, Halsband überziehen und sofort den Napf hinstellen. :smile:

    Ich würde auch warten, bis der Hund mindestens ein Jahr alt ist. Bis dahin kannst du sie ja schon mal an das Board gewöhnen, d.h. Hund und Board in einer Sackgasse oder auf 'nem Feldweg miteinander bekannt machen, den Hund an das Geräusch gewöhnen, etc. :smile:

    Soll sie denn überhaupt an der Leine laufen oder frei nebenher?

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    Wie seid ihr eigentlich beim Einzug eures Zweithundes vorgegangen? Habt ihr z.B. erst mal Futter / Kaukram / Spielzeug weggeräumt oder andere besondere Dinge beachtet? Bekam der Neue einen festen, neuen, eigenen Platz zugewiesen?


    Kauzeug liegt hier nicht lange herum, das wird streng rationiert und dann nach Austeilung schnell vernichtet. :D (Mein Ersthund neigt zum Dickwerden und hört nicht auf zu fressen, solange noch was da ist, deshalb die Rationierung. Ja, auch diese Kauwurzeln und Geweihstangen. Deppenhund. :roll: )

    Spielzeug liegt immer was rum, allerdings nur wenig, weil ich keine Lust habe, darüber zu fallen. Den Ersthund interessiert das nicht, der Lütte schleppt es ab und zu mal durch die Gegend. Für's Training bzw. Beschäftigung mit mir haben sie anderes Spielzeug, das gibt's auch nicht zur freien Verfügung.

    Und mit den festen Plätzen: jaaa, das hatte ich so geplant. ;) Und dann kam der Welpe hier hereingestiefelt, guckte sich kurz um, wartete eine Weile vor dem Körbchen des Ersthundes und kroch dann da mit rein. Angekuschelt, eingeschlafen – seitdem läuft das hier so. :smile: Ich find's phantastisch und war wirklich positiv überrascht wie cool der Große das akzeptiert hat, deshalb wär's mir lächerlich vorgekommen, da jeden auf seinen "geplanten" Platz zu verweisen. Hätten sie Anzeichen von Problemen wegen Ressourcen o.ä. gezeigt, hätte ich das wahrscheinlich anders geregelt.

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    Hundetragetuch? Noch nie gehört, ich google es gleich mal, bzw hast du vl nen Link zu deinem Tuch?


    Einen Link habe ich leider grade nicht (sitze am falschen PC), aber das Teil heißt "4lazylegs", wenn ich mich richtig erinnere und kostet so um die 40€. :smile:

    Was für ein Hund wird denn bei dir einziehen? :smile:

    Ich wohn zwar nicht in der Großstadt, aber ein paar Minuten musste ich bis zur nächsten "welpensicheren" Grünfläche, die nicht der Garten war, auch laufen. Meinen Aussiewelpen hab' ich einfach in ein Hundetragetuch (bis 15kg belastbar, das hat allerdings mein Rücken dann in den letzten Wochen nicht mehr mitgemacht... ;) ) gesteckt und so getragen. Er fand's klasse: Aussichtsposition, Körperkontakt, und dass Tuch = Erkundungstour auf der Wiese bedeutet, hatte er auch schnell verstanden.

    Kläffer sind meine beiden nicht, aber "gesprächig" trifft's zumindest bei Shawnee sehr gut: Er meldet, wenn jemand das Grundstück betritt (Einfamilienhaus mit Garten), und kommentiert auch sonst gerne, allerdings nicht durch Bellen, sondern durch Fiepen, Grunzen, Brummeln usw. und nur in ganz bestimmten Situationen (beim Spielen ist er z.B. still). Muss man mögen oder erzieherisch eingreifen. ;)

    Myrddin meldet gar nix und "erzählt" auch nicht, der ist aber wahrscheinlich auch noch zu jung (11 Monate). Ab und zu neigt er zum Frustbellen, wenn er mit anderen Hunden spielen will und sie nicht mit ihm, aber das verbiete ich (bzw. leite es um), also wird das langsam besser.

    Was bellende Aussies angeht bin ich wahrscheinlich auch ein bisschen empfindlich - hier bei uns sieht man viel zu oft gestresste Hütehunde, die auf Wiesen kläffend hinter Bällen herjagen oder durch den Agilityparcours geschickt werden und sich dabei anhören, als würden sie überhaupt nicht zum Luftholen kommen. Ich finde das grauenvoll, sowohl für die Umwelt als auch für den Hund selbst, und habe deshalb von Anfang an Wert darauf gelegt, dass meine Hunde im Training leise arbeiten.

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    Ich kenne viele Aussies, die sind tolle Reitbegleithunde, aber auch viele, die entweder Angst haben vor Pferden, oder sie hüten.


    Ja, seh' ich genauso. Natürlich wurden sie ursprünglich dafür gezüchtet, in genau solch einem Umfeld zu leben, aber der Aussie ist nun mal leider in den letzten Jahren zur "Moderasse" geworden und das hinterlässt Spuren... Auch dass Aussies "nur" stellen und keine Löchter machen, trifft längst nicht auf alle Rassevertreter zu.

    Meine Fragen wären deshalb: Kannst du den Hund entsprechend sichern und viel Zeit ins Training stecken, wenn er Besucher heftiger angeht als dir lieb ist? Und kannst du ihm eine andere Form der Beschäftigung bieten, wenn er nicht mit am Pferd laufen kann?

    Wenn ja, besuch doch mal ein paar Züchter und guck dir ihre Aussies "live" an. Wenn nicht, wurden hier ja schon ein paar andere tolle Rassen vorgeschlagen. :smile:

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    Jaja die Züchter diese Gutmenschen :hust:


    Als "Gutmensch" würde ich keinen Züchter, den ich kenne, bezeichnen – Hundezucht ist immer irgendwie egoistisch, weil die absolute Minderheit Hunde züchtet, die tatsächlich zwingend "gebraucht" werden.

    Allerdings wird auch niemand, der sich wirklich Mühe gibt und das Wohl der Hunde an erster Stelle sieht, reich dabei. Im allerbesten Fall (der Wurf ist groß genug, es gibt genügend passende Interessenten, Hündin und Welpen werden nicht plötzlich krank, etc.) hat man nach Welpenabgabe ein paar hundert Euro mehr auf dem Konto. Im schlimmsten Fall (es gibt Komplikationen bei der Geburt, ein Welpeninteressent schleppt 'ne Krankheit ein, man muss mangels geeigneter Interessenten einen oder mehrere Welpen länger behalten, statt der erwarteten 6 werden nur 2 Welpen geboren, etc.) ist das ein ziemliches Zuschussgeschäft.

    Wenn man bedenkt, dass die mir bekannten Züchter entweder unbezahlten Urlaub nehmen, sobald die Welpen geboren sind, oder freiberuflich tätig sind und in der Zeit schlicht weniger Aufträge abarbeiten können, ist für so eine magere Gewinnspanne das Risiko einfach zu hoch.

    Fazit: Wer Hundezucht als schnellen Weg zum Geld sieht, macht entweder was bei der Behandlung seiner Hunde falsch oder hat sich in der Finanzplanung gehörig verrechnet. :p ;)