Beiträge von pardalisa

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    Wie verhalten sich eure Hunde, fremden Hunden gegenüber, wenn eure Hunde mit ihrem Rudel unterwegs sind?


    Shawnee ist für einen Aussierüden ein bisschen untypisch – der kommt mit fremden Hunden bestens aus. Jetzt, wo's auf seinen 10. Geburtstag zugeht, spielt er nicht mehr viel, aber ein freundliches Schnuppern ist immer drin. :smile: Mit Welpen ist er meistens extra nett, die dürfen ihm sogar an den Ohren hängen und quer durch den Pelz krabbeln. Das Einzige, was er gar nicht leiden kann, sind größenwahnsinnige Jungspunde, wenn sie versuchen bei ihm aufzureiten, aber da finde ich es völlig in Ordnung, wenn er korrigiert.

    Myrddin, knapp ein Jahr alt, ist im Moment in einer "fremde Hunde renne ich erst mal übermütig über den Haufen" - Phase, was natürlich unfreundlich hoch drei und nicht ganz ungefährlich ist. Deshalb läuft er im Moment viel an der Schleppleine und darf andere Hunde nur begrüßen, wenn er ruhig und langsam ist. Hat sich die erste Aufregung dann gelegt, ist er völlig unkompliziert – man braucht halt ein bisschen Geduld bis alle Synapsen wieder richtig funken und die Euphorie abgeklungen ist... :D

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    Man hört ja immer nur, dass sich die Hunde den Blödsinn voneinander abgucken. Aber wie ist das mit dem Gehorsam?


    Shawnee bleibt im Wald, wenn wir an eine Kreuzung kommen, stehen und schaut sich nach mir um. Ich finde das praktisch, weil ich ihn so schneller zurückrufen oder ins Platz schicken kann, wenn aus einem der kleineren Seitenwege Reiter oder Fahrradfahrer kommen. Mit Myrddin habe ich das nie richtig geübt, er muss es sich also von Shawnee abgeschaut haben, aber seit ein paar Monaten macht er genau das Gleiche, selbst wenn ich mit ihm alleine unterwegs bin. :smile:

    Ich hab' von jedem etwas: Shawnee interessiert sich eigentlich nur für das, was ich zu sagen habe, besonders bei Kommandos im Freilauf – wenn meine Mutter Kekse dabei hat, ist das auch okay, mein Vater wird gemocht, aber nicht besonders ernst genommen. :p Da Shawnee gleichzeitig einen ziemlich ausgeprägten Schutztrieb hat, bleibt er, wenn er bei meinen Eltern zum Sitten ist, meistens sicherheitshalber an der Leine.

    Myrddin liebt alle Familienmitglieder, hört auch auf jeden und ist generell begeistert und mit Feuereifer dabei, wenn er gemeint sein könnte. Den kann man wirklich mit jedem vor die Tür schicken und seit kurzem trauen sich meine Eltern auch ihn abzuleinen, wenn er bei ihnen im "Kurzurlaub" ist.

    Schön, dass das mit der Wohnung geklappt hat! :smile:

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    Im Obergeschoss müssen wir ins Treppenhaus und an der Treppe vorbei um auf die Terasse zu kommen. Meint ihr es wäre Ok den Nachbarn zu fragen ob wir ein Treppengitter anbringen dürfen?


    Würde ich auf jeden Fall versuchen. Je nachdem, wie das baulich möglich ist, gibt's ganz praktische Teile zum Einklemmen, sodass man nicht bohren muss, falls da von Seiten des Nachbarn/Vermieters Bedenken bestehen.

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    Kann ich mich wirklich verlassen dass (m)ein Hund nicht so dumm ist dort runterzuspringen? Oder wäre es klüger einen Sichtschutz anzubringen? Aber dann dürfte es für sie ja ziemlich Öde sein... :/


    Nein, kannst du nicht! Es kommt tatsächlich ab und zu vor, dass Hunde vom Balkon springen – da hilft übrigens auch ein Sichtschutz nicht, bei einigen Hunden reicht es, wenn sie ein Geräusch oder einen Geruch wahrnehmen, dem sie nachgehen wollen. Ob dein Hund dazugehört, weiß man leider meistens erst zu spät. :sad2:

    Ich würde keinen Sichtschutz anbringen, den Hund da aber auch nie alleine lassen – auch nicht, wenn man nur kurz 'ne frische Tasse Kaffee holt.

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    Was habt ihr für Erfahrungen mit Teppichböden+ Hund (besonders bei schlechtem Wetter) gemacht?
    Muss ich den Teppich noch irgendwie Imprägnieren? Reinigt ihr den Boden in einem bestimmten Intervall? Wenn ja mit was?


    Ich habe drei Jahre mit Hund in einer Wohnung gelebt, die fast nur Teppichboden hatte – besonders spaßig war das nicht, aber machbar... Die Reinigungsmaschine ist schon mal gut, akute (kleine) Flecken lassen sich auch prima mit Rasierschaum entfernen. Besonders behandelt habe ich den Teppich nicht: Hund immer nach dem Spaziergang gründlich sauber gemacht, notfalls in die Kudde geschickt, bis er eingermaßen trocken war und Geld in einen guten Staubsauger investiert.

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    Die Fenster sind leider nicht zu kippen und ehrlich gesagt kommt bei mir da die gleiche Angst auf wie bei der Terrasse. :ops:
    Sollten wir irgendwas am Fenster anbringen?


    Auch hier: Ich würde den Hund nicht alleine in einem Zimmer lassen, in dem die Fenster quer offen stehen – ein Katzennetz wäre mir persönlich eine zu große Einschränkung, ist aber natürlich möglich. (Vorher allerdings besser beim Vermiter fragen, die mögen das manchmal nicht!)


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    Yoshi sofort verbieten auf den Rasen zu pinkeln oder zu kacken und es ihr erst erlauben wenn wir durchs Tor sind? (Da schließt allerdings ein Grundstück mit einem Mehrpersonenhaus, Büros und einer kleinen Wiese an).

    Oder den Nachbarn irgendwie drauf ansprechen?


    Wenn ihr mit dem Nachbarn eh ins Gespräch kommt, könnte ihr ja darauf hinweisen, dass ihr immer Tütchen dabeihabt und die Hinterlassenschaften sofort wegräumt, er sich also deshalb keine Sorgen machen muss. Wenn er darauf gelassen reagiert, prima – wenn nicht, würde ich mir dann erst 'nen Kopp um Alternativen machen. :smile:

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    Ich möchte mit Jaffa auch bald zu clickern anfangen. Nutzt ihr bei mehreren Hunden unterschiedliche Clicker oder muss einer eben einfach warten, während der andere dran ist?


    Ich habe auch zwei Hunde (Herzlichen Glückwunsch zum süßen Zuwachs übrigens! :smile: ) und benutze auch nur einen Clicker. Ein Hund darf tricksen, der andere übt ruhiges Abliegen und bekommt in unregelmäßigen Abständen auch 'nen Keks. Funktioniert bei meinen beiden prima.

    Wenn ich den Clicker draußen beim Spaziergang benutze – was deutlich seltener vorkommt, da nehm ich das Markerwort, sonst mach' ich mir 'nen Knoten in die Arme ;) – will ich eh von beiden das Gleiche: mich angucken, den Jogger vorbeilassen, etc. Da Shawnee die Kommandos sowieso zuverlässig ausführt, kann er sich dann auch ruhig angesprochen fühlen, wenn ich eigentlich nur mit Myrddin übe.

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    Was macht ihr mit euren Hunden drinnen?


    Nicht viel - ein bisschen Tricksen, ein bisschen ZOS. Ansonsten haben meine beiden Chaoten gelernt, dass drinnen Ruhe herrscht. Ich hab' allerdings auch Hunde mit "unverwüstlichem", dicken Fell, die nicht schnell frieren - die mögen eh bei jedem Wetter rausgehen. ;) Hätte ich einen Hund, bei dem das nicht so wäre, würde ich das vielleicht auch anders machen.

    Ich schneide bei meinen beiden die Krallen selbst. Bei Shawnee ist es seit einiger Zeit wirklich regelmäßig nötig (er wird diesen Monat 10, rennt nicht mehr so viel und nutzt sie sich weniger ab), bei Myrddin eigentlich nicht, da schnipsel ich auch immer nur eine kleine "Scheibe" ab, damit er das kennt, falls es mal gebraucht wird.

    Zum Glück haben sie damit gar kein Problem, Myrddin schmeißt sich sogar begeistert auf den Rücken, wenn ich die Krallenschere in die Hand nehme... schließlich gibt's hinterher Kekse. :D

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    Wo ist denn das Problem, wenn positiv gestimmte Menschen einen Hund anfassen möchten, weil sie ihn nett/hübsch oder was auch immer finden? Wovor sollte man den denn schützen müssen? Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es hier nicht um fremde Menschen, die den Hund erschlagen/treten oder ihm sonst irgendetwas böses antun wollen. Wenn der Hund das nicht möchte, macht er einfach einen Bogen oder duckt sich weg und geht seines Weges, wo ist das Problem?


    Das Problem liegt darin, dass eben nicht jeder Hund einfach aus dem Weg geht oder überhaupt aus dem Weg gehen kann, wenn er nicht gestreichelt werden will – z.B. weil er angeleint ist, weil er alt und weniger beweglich ist, weil er krank ist und schlecht sieht, dass da überhaupt jemand auf ihn zukommt, weil er so ängstlich ist, dass er in eine "Schockstarre" fällt, weil sich plötzlich jemand über ihn beugt, ...

    Natürlich kann man da einwenden, dass eben der HH dann in der Pflicht ist, seinen Hund abzuschirmen und Leute, die solche Hunde haben, machen das ja auch. Aber du kannst eben nicht jede Sekunde von jedem Spaziergang die Augen bei deinem Hund haben – wie schon gesagt, es reicht ja aus, wenn du an der Ampel mal kurz auf die Uhr guckst oder am Bahnhof ein Ticket kaufen willst und schon kann's passieren, dass jemand ungefragt auf dem Hund herumtatscht.

    Ich find's halt einfach unmöglich, dass man nicht fragen kann, bevor man anderer Leute "Sachen" anfasst. Mal abgesehen davon, dass es ein wahnsinnig egoistisches Bedürfnis ist, weil die Leute in solchen Fällen mit der "ICH will aber mal streicheln" - Mentalität ankommen. Ob der Hund das gerade möchte, ist den meisten egal – und ich bin kein Streichelzoo, meine Hunde sind keine Plüschtiere und ich erwarte von ihnen auch nicht, dass sie einen Sprung ins Gebüsch machen, nur weil irgendein Depp den Mund nicht aufbekommt und ohne zu fragen zum Streicheln auf sie zukommt.