Beiträge von pardalisa

    Zitat

    Wenn er bellt, naja, dann bellt er halt. Oder was willst du jetzt hören.


    Wow. Und das findest du in Ordnung? Einen Hund, der in für ihn fremder Umgebung sitzt, sich verzweifelt versucht bemerkbar zu machen, indem er jault – "dann bellt er halt"? Okay, damit bin ich raus aus diesem Thema.

    Alles Gute für den Welpen, er wird's brauchen.

    Natürlich schafft er das. Bleibt ihm ja auch nichts anderes übrig. Ob ihm das guttut, ob er sich damit wohlfühlt und eine vernünftige Bindung zu dir aufbaut, steht auf einem ganz anderen Blatt.

    Trotzdem würde mich interessieren, was du zu den Fragen aus meinem ersten Beitrag hier sagst: Was machst du, wenn er bellt/jault? Was machst du, wenn er Dinge kaputt macht? Oder wenn er bei dir plötzlich doch nicht mehr stubenrein ist? Hunde lernen ortsbezogen; nur weil das im Tierheim klappt, heißt es noch lange nicht, dass er sich daran erinnert, wenn er bei dir lebt.

    Zitat

    Diese Art der Hundehaltung? Definiere doch das mal für mich. Denn was ist das Problem am alleine bleiben? Ist ja schön dass anscheinend jeder deutsche Hundehalter 24 Stunden mit dem Hund verbringe kann aber das ist doch absolut unnötig. Schlafen können die auch ohne mich.


    Wie einige hier schon geschrieben haben – das Alleinbleiben an sich finde ich überhaupt nicht schlimm, aber eben völlig unmöglich für einen Welpen! Ein erwachsener Hund, der sich in seiner Familie und seiner neuen Umgebung zurechtgefunden hat und das Alleinebleiben schon kennt – kein Problem. Einen Welpen, den man nach ein paar Tagen in der neuen Familie drei Stunden am Stück (und das 2 Mal am Tag) alleine lassen will – würde ich nie machen.

    (Niemand hier hat übrigens behauptet, dass "jeder deutsche Hundehalter" 24 Stunden am Tag nur an seinem Hund klebt. Und ich würde auch nie behaupten, dass in D der "Durchschnittshundehalter" das allumfassende Wissen gepachtet hat und nie was falsch macht. Aber in einem Land mit derart laschen Tierschutzgesetzen wie in den USA – klar, je nach Bundestaat verschieden – ist die Einstellung zum Hund und was man ihm "zumuten" kann eben ein bisschen anders. Deshalb wundert mich das Handeln des Tierheims nicht und deswegen knallen hier, hart gesagt, gerade zwei Welten aufeinander.)

    Nur mal so kurz dazwischen – die TE wohnt in den USA und so traurig das auch ist, da ist diese Art der Hundehaltung üblich. :/ Da wundert es mich auch nicht, dass ein Tierheim unter diesen Bedingungen einen Welpen vermittelt.

    LillyMisty, wenn du meinst, einen dritten Hund als Welpen aufnehmen zu müssen, würde ich dir auch Folgendes empfehlen: erstens, einen sicheren Rückzugsort schaffen, an dem sich der Welpe aufhalten kann, wo die anderen beiden Hunde nicht hinkommen; zweitens, noch mal gründlich überlegen, ob es nicht irgendwie möglich ist, den Urlaub zu verlängern – vielleicht hat dein Mann noch etwas Zeit, vielleicht kannst du den Hund wenigstens für kurze Zeit mit zur Arbeit nehmen? –; drittens, wenn das nicht geht, mindestens für ein paar Wochen eine Betreuung organisieren (Freunde, Familie, Nachbarn, Hundesitter,...)

    Nur weil deine beiden erwachsenen Hunde mit der Situation gut klarkommen, heißt das nicht, dass es dem Welpen genauso geht. Nur, weil er das aus dem Tierheim gewohnt ist, heißt das nicht, dass er die 6 Stunden alleine bleiben auch bei euch zu Hause schafft. Was machst du, wenn er durchgehend bellt oder jault (und schlimmstenfalls deine beiden anderen Hunde mitmachen)? Was machst du, wenn er Dinge zerstört?

    Wenn er dich wirklich interessiert, ruf doch mal da an. :smile: Spannend wäre ja vor allem zu wissen, warum er überhaupt abgegeben wurde. (Lass dich dabei möglichst nicht mit so allgemeinen Aussagen wie "Seine ehemalige Familie war überfordert" abspeisen, frag ganz genau nach, ob irgendwas bekannt ist – ob er Probleme beim Alleinebleiben hat, wie er mit Kindern klarkommt, usw. Es kann natürlich sein, dass das Tierheim das auch nicht weiß, aber versuchen würde ich es.)

    Zitat

    So oft hab ich gehört man soll bei der Hundesuche auf sein Herz hören. Und genauso oft hab ich das Gegenteil gehört.


    Ich bin ja eher für Vernunftentscheidungen. ;) Was hilft mir ein Hund, in dem man sich sofort verliebt hat, wenn Lebensumstände, Rasse, Verhaltensprobleme, etc. überhaupt nicht zu mir und meinem Umfeld passen? Klar, eine gewisse Sympathie sollte immer da sein, aber die habe ich für fast jeden Hund.

    Zitat

    Auch hab ich gehört dass sich die "typische" Hundeunverträglichkeit von Akitas erst um den 15ten Monat rum entwickelt - weiß da jemand was dazu?


    Richtig erwachsen werden die meisten Hunde erst mit ca. 1,5 bis 2 Jahren, mache sogar noch später. Das trifft auch auf Akitas zu. Wichtig im Hinterkopf zu haben ist dabei, dass ein Hund, der mit 7 Monaten (oder 12 Monaten, oder 14 Monaten...) völlig unproblematisch und "einfach" wirkt, noch einen Großteil seiner Entwicklung vor sich hat und man nicht davon ausgehen kann, dass das so bleibt.

    Quarus, :gut:

    Streifenpanda, ich glaube, was an deinem Beitrag so "aneckt" (oder zumindest fiel mir das besonders auf), ist nicht die Begeisterung für Hunde aus dem Tierschutz – das kann ich gut nachvollziehen –, sondern dass du gleich in den ersten paar Sätzen betonst, dass du die "andere Seite", also Leute, die ihren Hund beim Züchter kaufen, überhaupt nicht verstehst. Musst du natürlich auch nicht, aber hier wurden schon so viele gute Gründe genannt, warum es für viele Leute besser/einfacher/passender ist, einen Welpen vom Züchter zu kaufen, dass ich es schade finde, wenn man mit einem pauschalen "versteh ich nicht" in die Diskussion einsteigt. :smile:

    Zitat


    Es ging mir persönlich eher darum, dass ich denke dass es so viele "perfekte" Hunde bereits gibt und für jeden das passende dabei sein könnte wenn man sich mal so umschaut was alles so ein Zuhause sucht, solange man keine besondere Ansprüche stellt die über 08/15 hinaus gehen.


    ... und ich finde es unglaublich schwierig, überhaupt festzustellen, was "08/15 Ansprüche" sind. Die meisten "Durchschnittshundehalter", die ich kenne, haben ihren Hund als Familienmitglied und Begleiter, d.h. vom Hund wird erwartet, dass er mittelgroß, freundlich zu Menschen und Hunden und leicht erziehbar ist, problemlos ein paar Stunden alleine bleiben kann, im Auto mitfährt und möglichst wenig Jagdtrieb und eine hohe Reizschwelle mitbringt. Ich finde, das sind eine ganze Menge Anforderungen an einen Hund und ob das bei einem Hund aus dem Tierschutz wirklich gegeben oder machbar ist und ob man sich zutraut, einen Hund mit Vorgeschichte dahingehend zu resozialisieren/erziehen, muss eben jeder für sich entscheiden.

    Kommt auf den Preisrahmen an. ;) Ich habe seit Jahren eine von Bauknecht, die hat bislang mehrere Umzüge und viele, viele Waschgänge mit Hundedecken überstanden und läuft immer noch sehr gut. Meine Mutter schwört auch auf Miele, aber das ist ein bisschen außerhalb meines Studentenbudgets...

    Zitat


    Ganz einfach: Stell dich mit deinem Hund an eine Ampel. Schon kommt einer hinter dir und grabscht ihn an.


    ... oder – wie mir diese Woche passiert – abends am Geldautomaten. Ich hätte nie damit gerechnet, dass sich jemand im Dunklen von hinten "heranschleicht", nur um die Hunde streicheln zu wollen, aber da stand tatsächlich plötzlich ein Kerl hinter mir und meinte auf meine Nachfrage dann, er "wolle nur mal streicheln." Seltsames Volk gibt's. :roll:

    Ansonsten hab' ich übrigens nichts dagegen, wenn jemand meine Hunde streicheln möchte – solange er vorher fragt. Okay, den Großen fasst keiner an, dafür sorge ich, weil er das absolut nicht mag, aber der Kleine liebt Menschen und solange das Gegenüber einigermaßen standfest ist, ich vorgewarnt habe, dass die Pfoten dreckig sein könnten, und ich nicht eilig irgendwo hin muss, darf er gerne gekrault werden. :smile:

    Hier ist es übrigens auch so, dass die Kinder viel höflicher und vorsichtiger sind als die Erwachsenen. Und auch ein "Nein" akzeptieren, wenn's mit dem Streicheln gerade nicht passt. Die Kids gucken dann traurig, aber die Erwachsenen fangen das Diskutieren an... "Aber mein Kind braucht Kontakt zu Tieren!" (Ich bin kein wandelnder Streichelzoo.), "... aber wir hatten immer Hunde!" (Das ist schön für Sie.), "Wenn der beißt, dürfen sie mit dem nicht auf die Straße!" (Der beißt nicht, aber es ist ihm unangenehm.)

    Zitat

    ... ich habe eine Sache nie verstanden: Wenn ich mir einen Hund hole, und nicht damit selbst züchten möchte, warum muss es dann ein Rassehund mit 1000 Papieren und Zertifikaten sein, mit Urgrosvater, Vater, Mutter, die ebenfalls die Creme de la Creme waren?

    [...]

    Ich weiß, ich schreibe provokant.... aber, ich habe noch nie verstanden, warum die Menschen so auf Rasse stehen..... obwohl es genug andere Hunde allein hier in Dt. gibt, die den Rassehunden mit nichts nachstehen..... und ganz ehrlich... wenn dann nur, weil man sich einen silbergrau/braun gefleckten Hund mit hellgrauen Augen eingebildet hat..... muss das?


    Auch von mir: Ja, das muss. ;)

    Beide meine Hunde haben Papiere. Mir ging's nicht um Schönheitschampions im Pedigree (ist auch keiner geworden ;) ), sondern darum, dass ich nunmal nur mit Papieren nachvollziehen kann, wer die Eltern, Großeltern und Ur-Großeltern sicher waren, wie alt sie geworden sind, welche Erkrankungen in der Linie auftauchen können, welche Prüfungen sie abgelegt haben, usw. Ich liebe nun mal eine Rasse, die einen ziemlich ursprünglichen "Job" hat und in den letzten Jahren leider zum Modehund geworden ist. Gerade da ist es mir doppelt wichtig, dass ich nicht den papierlosen "Hobbyzüchter" unterstütze, sondern einen Züchter, der sich mit Sinn und Verstand um den Erhalt der Rasse bemüht.

    Ich kann gut verstehen, wenn jemand sagt, "Das ist für mich aber nicht wichtig!", für mich aber schon. Ich finde es schade, dass "Hund mit Papieren" immer mit "Die hält ihren Hund wohl für was Besseres" gleichgesetzt wird. Natürlich ist ein Hund aus dem Tierheim nicht weniger wert – das würde ich nie denken und ich wage auch mal zu behaupten, dass niemand hier im Forum dieser Ansicht ist –, aber ich sehe den höheren Kaufpreis beim Züchter einfach als "Aufwandentschädigung". Auch wenn man immer wieder liest (... in letzter Zeit auch echt häufig hier im Forum :/ ), dass Züchter an ihren Welpen "verdienen" – Hundezucht kann unheimliche Summen Geld verschlingen! Wenn mir jemand einen vernünftig sozialisierten Welpen von Elterntieren, die alle Gesundheitschecks bestanden haben und möglichst noch ein paar Arbeitsprüfungen abgelegt haben, für 300€ präsentieren würde, wäre ich sehr, sehr misstrauisch, wo da gespart wurde. Kostendeckend kann das so nämlich nicht funktionieren – und Gewinn abwerfen auch erst bei viel höheren Preisen, wenn überhaupt.

    Und zu der Frage: Warum muss es dann überhaupt ein Rassehund sein? Erstens, weil auch das für mich ein Beitrag zum Tierschutz ist – "meine" Züchterin nimmt z.B. Hunde, die aus irgendeinem Grund nicht in ihrer Familie bleiben können, zurück und vermittelt sie neu. Bis dahin leben sie im Familienverband; von denen musste keiner je im Tierheim sitzen. Zweitens, weil ich einen bestimmten Typ Hund mag, der sich unter Hunden aus dem Tierschutz schwer bis gar nicht finden lässt. Drittens, weil ich zugebe, dass das eine ganz egoistische Präferenz von mir ist. Ich mag diese bestimmte Rasse und kann ihr das bieten, was sie braucht, also habe ich auch so einen Hund. Ich würde nicht ausschließen, dass hier mal ein Hund aus dem Tierheim einzieht, aber im Moment eben nicht.

    Und wie schon gesagt: Ich finde es toll, wenn jemand mit seinem Hund aus dem Tierschutz glücklich ist, und ich finde es völlig okay, wenn jemand das ganze Züchter-oder-nicht-Thema völlig anders sieht – aber diese Reduzierung der Problematik auf "Papiere braucht man nur, wenn man selbst züchten will" ist m.M.n. viel zu kurz gedacht.

    Mein Rüde, auch blue merle, hat auch einen Dilute Spot an der Flanke. Hier wird ein bisschen erklärt wie es dazu kommt bzw. wo der Unterschied zum "echten" Dilute liegt:

    Zitat

    Bei Aus­sies mit Mer­le­fär­bung kann man oft Di­lute Spots be­ob­ach­ten. Das sind kleine Be­rei­che im Fell die gräu­lich er­schei­nen. Diese Er­schei­nun­gen sind kein De­fekt und ha­ben mit dem Dilute-Gen nach ak­tu­el­lem wis­sen­schaft­li­chen Stand nichts zu tun. An­sons­ten ist der Merle-Hund aber mit voll­aus­ge­präg­ten schwar­zen Fle­cken übersäht.
    – Quelle


    Wenn man dem Link unter "Weiterführende Literatur" folgt, kommt man zu ashgi.org, wo das Ganze noch mal ausführlicher (und auf Englisch) erklärt wird. :smile:

    Und hier noch mal auf Deutsch:

    Zitat

    Dilute Spots kommen bei sehr vielen merlefarbigen Aussies vor. Dilute Spots sind keine Fehlfarbe, meist fallen kleine Dilute Spots nicht mal sonderlich auf. In Abgrenzung zu einem echten Dilute besitzt ein Hund mit Dilute Spots nebenbei auch schwarze Flecken (bzw. braune Flecken bei Hunden mit brauner Grundfarbe).
    – Quelle