Ich hatte vorhin auch so eine Begegnung von der Art "Dinge, die die Welt nicht braucht"... Ich war mit beiden Hunden (ohne Leine) in einer meiner Lieblingsecken spazieren und echt froh, dass da trotz des tollen Wetters so wenig Leute unterwegs waren. In den knapp zwei Stunden haben wir genau 3 Menschen getroffen – leider war einer davon ein stänkersüchtiger Jogger, der von hinten auf uns zu lief.
Myrddin hatte ich gerade ins Platz geschickt, weil ich Kekse zum Suchen in einer alten Baumrinde verteilen wollte, Shawnee hatte sich an einem Grasbüschel festgeschnüffelt. Dass da überhaupt jemand kam, habe ich erst bemerkt, als Myrddin plötzlich gebellt hat. Folgendes Bild: Jogger steht, mit wild fuchtelnden Armen und laut unverständliches Zeug rufend, in ca. 100m Entfernung; Myrddin liegt ca. 20m von mir entfernt, bellt, bleibt aber liegen; Shawnee interessiert sich für nix von alledem. Ich bin also zu Myrddin gegangen, hab' ihn angeleint und beruhigt, der Jogger kam näher und fing dann an, mich anzumotzen: Was mir einfiele, hier wäre Naturschutzgebiet, der Hund wäre gefährlich, die gehören beide angeleint... 
Ich hab' mich entschuldigt, dass Myrddin gebellt hat, aber dann darauf hingewiesen, dass er ihm nicht mal näher gekommen ist. Und dass da außerdem kein Naturschutzgebiet, sondern bloß ein Wasserschutzgebiet ist - und damit definitv kein Leinenzwang herrscht. Tja, war kein Durchkommen bei dem Herrn. Irgendwann hat's mir dann gereicht und als er wieder damit angefangen hat, dass mein Hund "ganz schlimm gefährlich" ist, ist mir dann rausgerutscht: "Wenn er gefährlich wäre, hätten Sie den längst im Arm hängen. Der mag Sie bloß nicht - und ich kann's ihm nicht verdenken!"
Nicht besonders nett, aber was soll man machen, wenn das Gegenüber sich so gar nicht wieder beruhigen will? 