Beiträge von pardalisa

    Der lange Text ist eine Urteilbegründung, ab und zu lohnt es sich einen Link anzuklicken. Wenn Du den langen Text liest, weiß Du wann die Versicherung zahlen muß und wann nicht. Kannst aber dir auch BGB ab 823 ff durchlesen. Werde hier keine Rechtsberatung machen, dazu ist das Thema zu komplex und sicher gibt es Fälle, wo dich Versicherung nicht zahlt. Das kannst Du aber selber im Umkehrschluß aus dem Urteil ersehen
    Deshalb Halbwahrheit und aus dem Urteil kann crazyfamily erkennen, wann ihre Kind(er) mit dem Hund gehen dürfen.

    Ich hab' den Text gelesen (und mich mit dem BGB mehr als genug für's Studium beschäftigt, danke ;) ) , verstehe den Zusammenhang zu meinem Beitrag aber trotzdem nicht. Ich habe nirgendwo behauptet, dass eine Versicherung nie zahlt, wenn ein Kind mit Hund alleine unterwegs ist, lediglich, dass es Fälle gibt (deshalb die Formulierung "2 Fälle als Gegenbeispiel" in meinem ersten Beitrag...), in denen das kompliziert werden kann - wo ist da also die "Halbwahrheit" in meinem Beitrag?

    Mal abgesehen davon: Du zitierst EIN Urteil und meinst, dass die TE daraus jetzt schließen könnte, wann ihre Kinder alleine mit dem Hund rausgehen dürfen? Das ist, höflich gesagt, kompletter Blödsinn. Abgesehen von zivilrechlichen Forderungen ist die Handhabung, was das Thema "Hund und Kind alleine unterwegs" nicht nur von Bundesland zu Bundesland verschieden, sondern teilweise innerhalb der Bundesländer noch mal abhängig von der Größe/Rasse des Hundes. Außerdem gibt es selbst in sonst sehr "lockeren" Bundesländern Städte und Gemeinden, die deutlich strengere Regelungen haben.

    Aus einem Urteil also schließen zu wollen, wann Kinder mit dem Hund gehen dürfen, halte ich für sehr, sehr gewagt.

    Also würde ich hier (wie so oft) dafür plädieren, alles bisschen locker zu sehen und sich nicht an dämlichen Alters- oder Versicherungsfragen festzunageln.

    Das sagt sich so locker, aber nur mal so 2 Fälle als Gegenbeispiel:

    1) Hund war mit dem Kind der Familie alleine draußen, hat sich losgerissen, ist auf die Straße gelaufen und hat einen Autounfall verursacht – die Versicherung hat nicht gezahlt und nicht nur war das Kind hinterher (verständlicherweise!) total traumatisiert, finanziell kann einen das auch ziemlich an den Rand des Machbaren bringen.

    2) Hund war mit dem Kind der Familie alleine unterwegs (mitten in der Pampa, die Eltern meinten, das wäre "sicher", weil's ja keine Straßen in der Nähe gab...), ein anderer Hund hat den Hund, mit dem das Kind unterwegs war, in eine Beißerei verwickelt und das Kind war so erschrocken, dass es – obwohl es eigentlich wusste, dass es das nicht soll – dazwischengefasst hat, um seinen Hund zu "retten". Fazit: Hund schwer verletzt, Kind schwer verletzt.

    Insofern: Was die Sicherheit von Familienmitgliedern angeht, bin ich eindeutig dagegen, irgendwas "locker" zu sehen.

    wir eben dachten das ich so diese 2 Jahre nutzen kann um die Grundlagen rein zu kriegen und eben alles etwas zu festigen, bevor ich dann Teilzeit wieder arbeiten gehe.

    Das finde ich einen vernünftigen Grundgedanken. :smile: Worauf ich allerdings dann besonders achten würde, ist, dass der Hund schon früh lernt, auch mal alleine zu bleiben. Natürlich nur kurz und in kleinen Schritten beigebracht, aber ich höre das im Moment immer häufiger, dass besonders Hunde, die aus "lebhaften" Familien, wo ständig jemand zu Hause ist, kommen, später Probleme mit dem Alleinebleiben haben, wenn sich irgendetwas im Tagesablauf ändert.

    Ich wohne in einer Kleinstadt in Niedersachsen – Leinenzwang gibt's hier nur in der Innenstadt (kleine Fußgängerzone und umliegende Straßen), in den anderen Stadtteilen, die vom Charakter her sowieso teilweise recht "dörflich" sind, kann jeder HH selbst entscheiden, solange er niemanden gefährdet.

    Da ich meine Hunde eh nur sehr selten mit in die Innenstadt nehme(n muss), halte ich mich an die Leinenpflicht. Die beiden haben auch so genug Gelegenheit zu legalem Freilauf.

    und wie geht ihr damit um wenn sich andere menschen - in euren augen völlig aus der luft gegriffen, da hund z.b. 10m weit ausweicht - von eurem freilaufenden hund belästigt fühlen oder gar angst haben und euch das (mehr oder weniger freundlich) mitteilt?

    Meistens ist das kein Problem: Wenn mich jemand bittet, die Hunde anzuleinen, mache ich das auch. Besonders, wenn derjenige schon einen ängstlichen Eindruck macht, warte ich gar nicht darauf, dass er mich anspricht, sondern nehme die Hunde schon vorher ran – wenn ich's denn mitbekomme; bei Leuten, die von hinten heranjoggen, kann's passieren, dass ich das übersehe. Da meine Hunde sich aber nicht für Jogger/Radfahrer/etc. interessieren, gibt's da in 99% der Fälle keine Probleme.

    Was mich nervt, sind Menschen, die einfach nur stänkern wollen und mir z.B. in schönstem Motzton erzählen, Hunde müssten im Wald immer an der Leine sein. Nein, müssen sie in Niedersachsen nicht! Je nachdem, wie freundlich das Gegenüber also ist, kläre ich dann auf oder ignoriere denjenigen und geh' weiter.

    Ich gehe nur sehr selten mal getrennt – die beiden sind zu zweit nicht aufwändiger als alleine und "Einzelbespaßung" geht auch so, weil sie sich nicht gegenseitig einmischen, wenn ich nur mit einem von ihnen irgendwelche Übungen mache. :smile:

    Das Einzige, was immer getrennt läuft, ist Training auf dem HuPla.

    Ich hab' zwei Aussies, die mit mind. einem großen Spaziergang (inkl. Freilauf) pro Tag und ein bisschen Tricksen ab und zu schon ziemlich zufrieden wären. Der Abwechslung halber - und weil's mir Spaß macht, was mit den Hunden zu unternehmen, haben sie aber zusätzliche "Hobbies":

    Der Große wird dieses Jahr 11, hat in jungen Jahren Agility gemacht, wobei er da "technisch brilliant, aber geschwindigkeitsmäßig leider nur knapp über Nacktschnecke" war, wie der Trainer immer so nett sagte. :D Mir war's recht, Turnierambitionen hatte ich nie, aber um seine Knochen zu schonen, sind wir mit dem Älterwerden auf Nasenarbeit umgestiegen. Er mag ZOS und Futterdummysuche und ist dabei richtig ausdauernd und begeistert unterwegs.

    Der Lütte geht mit mir zum Rally-Obedience und demnächst zum BHP-Vorbereitungskurs. Alles, was "wuschig" machen kann (Agility, Flyball, etc.), mache ich mit ihm bewusst nicht, da ist er der falsche Typ Hund für. Mit Rally-O für die grauen Zellen und – je nach Wetter - Radfahren oder Schwimmen für die körperliche Auslastung ist er rundum glücklich.

    Mich nerven im Moment die SoKa-Besitzer hier in der Umgebung ganz gewaltig. Ich war heute früh mit 'ner Freundin spazieren, deren Hund draußen dauerhaft einen Maulkorb trägt, weil er fremde Hunde zum Fressen gern hat. Sobald wir einen anderen Hund treffen, wird er (und aus Solidarität meine beiden auch) zusätzlich angeleint. Und heute kam es schon wieder vor, dass uns eine Frau mit Staff-Mix entgegen kam, sah, dass wir unsere Hunde anleinten, auf uns zulief und – ohne auch nur Hallo zu sagen oder eine Frage zu stellen – anfing zu schimpfen, dass wir ja böse Vorurteile hätten, wir müssten unsere Hunde doch nicht gleich anleinen, nur weil ihr Hund auftaucht, genau wegen Leuten wie uns gäbe es Rasselisten noch… Währenddessen stand der Hund meiner Freundin mit gesträubtem Nackenfell neben uns, knurrte gelegentlich, fixierte den fremden Hund und überlegte vermutlich gerade, ob so'n Staff-Mix satt macht oder ob er sich von dem hysterischen Frauchen auch einen Happs genehmigen könnte.

    Meine Freundin hat dann höflich darauf hingewiesen, dass ihr Hund unverträglich ist und sie ihn deshalb anleint, aber das Argument ließ die Frau nicht gelten – "Das könnte ja jeder sagen!" meinte sie dann noch, bevor sie endlich abzischte. Klar, meine Freundin lässt ihren Hund extra mit MK herumlaufen, damit uns die bösen, bösen Kampfhunde in Ruhe lassen. Und solche Situationen hatten wir in den letzen Wochen öfter – Leute gibt's. :muede:

    Als ich "jung und dumm" war, wollte ich immer unbedingt einen Berner Sennenhund und einen Irischen Wolfshund haben – seit ich weiß, wie niedrig die Lebenserwartung bei den beiden Rassen ist, kann ich mir das nur noch schwer vorstellen.

    Dafür fand ich die meisten Windhunde früher irgendwie uninteressant und hab' in letzter Zeit einige Rassen gefunden, die ich wirklich toll finde – mal gucken, was die Zukunft so bringt.

    Mich haben meine Hunde bisher immer wiedergefunden, aber bei meiner Mutter gab's schon nette Verwechslungen – irgendwie muss ihre rote Regenjacke für Shawnee irgendeine Signalfunktion gehabt haben, zumindest findet er seit einem gemeinsamen Dänemarkurlaub alle kleinen Frauen in roten Windjacken total toll und er würde am liebsten hinlaufen. :D