Beiträge von pardalisa

    Ich habe zwei Aussies und fahre einen acht Jahre alten Polo – ist ein bisschen wie Tetris spielen, wenn man noch Besuch/Gepäck dabei hat. :D

    Meine beiden sitzen in einer Doppelbox mit herausnehmbarer Trennwand und Notausstieg. Damit die Box ins Auto passt, habe ich die Rückbank umgeklappt/ausgebaut und die Box direkt hinter die Vordersitze gepackt – mir war's wichtig, dass hinter der Box noch ein bisschen Knautschzone ist, falls mir im Stadtverkehr doch mal jemand hinten drauf fährt.

    Ich find's auch zu lange und würde das nicht machen, aber da gehen die Meinungen ja auseinander.

    Was ich viel wichtiger finde: Was machst du, wenn der Hund überhaupt nicht alleine bleiben kann - auch nicht für 2 Stunden? Es gibt Hunde, die das trotz sorgfältigem Training nie lernen und immer wieder bellen/heulen/die Wohnung zerlegen/usw.

    Meine Hunde tragen gar nix am Halsband - und meistens noch nicht mal ein Halsband. Sie sind allerdings beide gechippt und darüber bei Tasso und im niedersächsischen Hunderegister angemeldet.

    Da sich keiner von beiden "einfach so" von fremden Menschen anfassen oder gar einfangen lassen würde, würde es auch nicht helfen, wenn sie meine Handynummer am Halsband hätten.

    (Und ja, mir wär's deutlich lieber, ein Profi fängt meinen Hund ein, transportiert ihn sicher zum TA, Tierheim o.ä., wo der Chip ausgelesen wird, und mein Hund verbringt u.U. ein paar Stunden in einem Tierheimzwinger als dass irgendeine Privatperson ihn mit zu sich nach Hause nimmt und da aufbewahrt, bis sie mich erreichen kann. Gerade bei meinem älteren Rüden kann das böse nach hinten losgehen - und so'n kurzer Tierheimaufenthalt ist jetzt auch kein Weltuntergang...)

    Ich hab' in einem alten Beitrag mal zusammengefasst, wie ich das bei meinen Hunden geübt habe - ich kopier's hier mal rein:

    Ich bin so vorgegangen, dass ich im Garten angefangen habe zu Üben und erst mal etwas total langweiliges – hartes Brot, normales Trockenfutter oder so – gut sichtbar auf den Boden gelegt habe. Dann den Hund an die Leine genommen und in ausreichendem Abstand stehen geblieben. Sobald er den Blick vom Futter abgewandt hat, und wenn's auch nur für eine Sekunde war, gab's bei mir Click+(höherwertige) Belohnung. Funktioniert natürlich auch ohne Clicker, man baucht aber bei "gierigen" Hunden ein gutes Timing.

    Nach ein paar Übungseinheiten habe ich ihn dann mit einem Freigabekommando (ganz wichtig!) das Futter vom Boden fressen lassen, damit er später nicht auf die Idee kommt: "Das am Boden darf ich eh nie haben, also lieber schnell fressen, bevor jemand was merkt." Langsam kann man dann den Schwierigkeitsgrad steigern: Wurst- oder Pansenstücke auf dem Boden, andere Untergründe, andere Umgebung, usw.

    Wenn man sich ganz sicher ist, dass der Hund gar nicht mehr zum Futter hinzieht, sondern gleich zu dir guckt, kann man das Ganze ohne Leine trainieren. Ich habe an der Stelle dann ein Anzeigeverhalten eingebaut, d.h. Hund sieht/riecht Essbares, Hund guckt zu mir, ich sage "Sitz", Hund bekommt Belohnung. Mittlerweile haben meine beiden diese Verhaltenskette so verinnerlicht, dass sie sich bei "Futtersichtungen" von alleine hinsetzen und auf ihre Belohnung warten. Genau das wollte ich haben.

    (Auf keinen Fall schimpfen/strafen, wenn er die "Beute" schon im Maul hat, die meisten Hund schlingen dann nur noch hastiger; lieber für den Notfall ein ruhiges "Aus" üben.)

    Ist nur eine von vielen Möglichkeiten, funktioniert bei uns aber sehr gut. :smile:

    Ich beneide euch ein bisschen um eure korrigierenden, vernünftigen Ersthunde. :smile: Shawnee hat Myrddin alles, wirklich alles durchgehen lassen und tut das immer noch – also war ich diejenige, die da eingreifen musste.

    Und der ehemalige Hund meiner Eltern war das komplette Gegenteil: Nerven wie Spinnenweben. Myrddin als Welpen hat er "nur" misstrauisch beäugt und gelegentlich Panikattacken bekommen, aber wenn die beiden sich in Myrddins Pubertät begegnet wären, hätte es geknallt. Ich bin – so fies das klingt - froh, dass es dazu nie gekommen ist.

    Ich meinte mit gesetzlich geregelt, ob der Gesetzgeber regelt, wer mit dem Hund gehen darf. Unabhängig von Versicherungsfragen. Im Sinne von Ordnungswidrigkeit.

    Und eine solche Regelung gibt es m.W. nur für große Hunde oder Listenhunde.

    Es ist ja nicht mal gesetzlich vorgeschrieben, dass man eine Haftpflicht-Versicherung haben muss.

    Stimmt so nicht ganz, zumindest nicht für alle Bundesländer/Gemeinden/Städte.

    Unsere Stadt schreibt z.B. in der "Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit" vor, dass Hundehalter "jederzeit in der Lage sein müssen, das Tier zu beherrschen und festzuhalten". (Ohne Einschränkung was die Größe oder Rasse des Hunde betrifft.) Ähnliche vagen Formulierungen gibt es in anderen Stadtverordnungen auch.

    Wenn dann doch etwas passiert, wird von einem Sachbearbeiter geprüft, ob derjenige, der mit dem Hund draußen war, diese Bedingung erfüllt. Da Kinder nach deutschem Gesetz nicht mal voll schuldfähig sind, kann man sich ausrechnen, ob der Sachbearbeiter wohl meint, dass sie jederzeit in der Lage sind, komplexe Situationen zu überblicken und Entscheidungen bezüglich eines Hundes zu treffen...

    Außerdem ist es hier in Niedersachsen sehr wohl vorgeschrieben, dass man für seinen Hund eine Haftpflichtversicherung haben muss. Aber auch da: Bei grober Fahrlässigkeit (und man kann und wird mit der Versicherung darüber diskutieren müssen, ob Kind-mit-dem-Hund-alleine-rausschicken darunter fällt oder nicht), kann die Versicherung die Leistung gem. § 81 Abs. 2 VVG kürzen.

    Ich bin gar nicht grundsätzlich dagegen, dass Kinder mit Hunden spazieren gehen. Passiert jeden Tag, meistens geht's gut. Aber man sollte sich des Risikos bewusst sein - einfach blauäugig zu sagen: "Der Gesetzgeber erlaubt's und wenn was passiert, haben wir ja die Versicherung" ist a) u.U. falsch und kann b) zu unerfreulichen, teuren Rechtsstreiten führen.

    Sind Groß- und Wolfsspitze weniger bellfreudig?

    Ja, finde ich schon. Sie sind auf jeden Fall nicht die Kläffer als die sie verschrieen sind. :smile:

    Im Gegensatz zum Spitzclub unterm VDH, bei dem leider nach wie vor die mir unverständliche Praktik vorherrscht, die verschiedenen Varietäten strikt voneinander zu trennen, hat es sich der betreffende Verein zur Aufgabe gemacht, den Genpool zugunsten gesünderer Hunde zu vergrößern und eine solch strikte Trennung aufzuheben.

    Bisschen OT, aber: Gibt's im VDH nicht auch seit Kurzem ein Schwarz-Weiß-Programm? Das Letzte, was ich da gehört habe, war, dass die strikte Trennung da endlich nach und nach aufgehoben wird.