Beiträge von pardalisa

    Ich find's schade, dass so eine Diskussion immer so schnell auf die emotionale Ebene abgleitet – um persönliche Angriffe geht's dabei ja wirklich nicht (oder sollte es zumindest nicht...).

    Gerade die Frage, wie viel betroffene Tiere bei der Nachzucht noch "vertretbar" sind und über welchen Zeitraum bzw. ob überhaupt zu rechtfertigen, finde ich z.B. total spannend; dazu würde ich wirklich gerne mal einen Retro-Mops-Züchter hören. Das grundsätzliche Zuchtziel ist ja lobenswert, aber wie entscheidet man für sich, was ethisch vertretbar ist, wenn – gerade am Anfang – noch so viele wirklich kranke Welpen fallen?

    Und als Käufer trägt man sowas ja mit – auch da fände ich es total spannend zu wissen, mit welchen Überlegungen die Interessenten an sowas rangehen und welche Abwägungen da gemacht werden.

    Ist zwar nicht ganz Hannover, aber kann mir jemand sagen, ob man ums Steinhuder Meer einmal rumlaufen kann und ob das eine schöne Strecke ist? Falls ja, wie viele Kilometer sind das ca.?

    Kann man. :smile: Bei schönem Wetter sind da auf den Wegen sehr, sehr viele Fahrräder unterwegs (gibt auf dem Großteil der Strecke keinen getrennten Rad- und Wanderweg), das kann recht nervig sein, bei 'schlechtem' Wetter ist's ziemlich entspannt. Der Rundweg hat irgendwas um die 32km.

    Hier gibt's zwei solcher Wiesen, ich finde die super – weil sich da die unangenehmen Hundehalter, die ihren Hund gerne mal sich selbst überlassen und finden, dass Fiffi sich grundsätzlich und jederzeit frei entfalten muss, gerne sammeln, und ich dann weiß, um welche Ecken ich einen groooßen Bogen mache. |)

    Nein, Scherz beiseite. ;) Die eine Wiese hier ist offiziell als Hundewiese ausgewiesen, ist allerdings winzig und zwar auf den ersten Blick eingezäunt, der Zaun hat aber riesige Löcher und daneben sind zwei Straßen. Die Anwohner entsorgen außerdem gerne mal ihren Kompost und Rasenschnitt auf der Wiese, was Ratten anzieht – alles in allem also weder für sonst nicht ableinbare Hunde, noch zum Trainieren o.ä. zu gebrauchen.

    Die andere Wiese ist ziemlich groß und eher "unoffiziell", wird von der Stadtverwaltung aber geduldet. Richtig eingezäunt ist die nicht, aber es gibt ein paar natürliche Begrenzungen, die dafür sorgen, dass man da jagdlich interessierte Hunde auch mal ganz gut laufen lassen kann. Allerdings sollte der eigene Hund schon ziemlich robust sein, wenn man da öfter gehen will – Leckerli werden da freigiebig in Hundegruppen verteilt, Spielzeug fliegt auch einfach so zwischen unbekannte Hunde, und wenn man nicht will, dass fremde Hunde (gerne auch mal in höherem Tempo) auf den eigenen zugerast kommen, um zu "spielen", sollte man sich besser fernhalten. :hust: Bei regnerischem Wetter oder zu sehr antizyklischen Uhrzeiten kann's da ganz okay sein, bei Sonnenschein/am Wochenende ist's eine Katastrophe.

    Ich setz freiwillig keinen Fuß auf eine der beiden Wiesen (ich bin aber auch grundsätzlich eher nicht Hundewiesen-tauglich :ops:).

    Habt ihr ein Alter ab dem der Ersthund aus eurer Sicht zu alt ist für einen Zweithund? So ein wenig lese ich gerade bei den 3/4/5-Hundehaltern raus, dass es das nicht gibt?

    Keine konkrete Zahl, also ich würde z.B. nicht grundsätzlich festlegen "ab zwölfjährigem Ersthund kommt mir niemals ein zweiter ins Haus" oder so, aber es gibt schon Umstände, wo ich sagen würde, dass ich einem Seniorhund keinen Neuzugang zumuten würde.

    Das können gesundheitliche Gründe sein, das könnte theoretisch auch sein, dass ich mir die Doppelbelastung aus Altenpflege und Junghund-Flausen in dem Fall nicht zutrauen würde, das könnte auch einfach sein, dass der ältere Hund nicht besonders scharf auf Welpen oder generell Veränderungen ist und ich ihm einen ruhigen Lebensabend schenken will.

    Umgekehrt kann es natürlich auch gut sein, dass ein Zweithund zu einem älteren Hund genau die richtige Entscheidung ist und dem wirklich gut tut – ich würd' das immer im Einzelfall abwägen und im Zweifelsfall pro Seniorhund entscheiden. :smile:

    So schwer vorstellbar finde ich die Kosten für Hundehaltung gar nicht... :ops:

    Wenn ich mir angucke, was man hier in der Region z.B. für einen Einstellplatz für ein Pferd bezahlt, oder was nicht-Hunde-haltende Bekannte für ihre Hobbys so ausgeben – da kommt meine Hundehaltung noch vergleichsweise günstig weg. |)

    Einen Hund (oder zwei, drei, vier...) zu haben ist halt in vielerlei Hinsicht ein "Luxus" und man sollte den finanziellen Aspekt vor der Anschaffung sicher mal durchgerechnet haben, aber solange der Hund tierärztlich vernünftig versorgt wird und keinen absoluten Müll zu fressen bekommt, gibt's da durchaus Punkte, an denen man sparen kann, wenn es nötig sein sollte.

    Da fällt mir eine Frage ein. Hier in NDS braucht man einen Sachkundenachweis in Theorie und Praxis. Ich habe vor über 10 Jahren in NRW einen theoretisch Nachweis gemacht. Gilt er hier jetzt auch noch? :denker: Ich bin mir bezüglich der unterschiedlichen Bundesländer unsicher.

    Du musst lückenlos nachweisen können (z.B. durch Hundesteuernachweise o.ä.), dass du mindestens in den zwei Jahren vor der Neuerung im niedersächsischen Hundegesetz einen Hund besessen hast – ich glaub, das war 2011 –, dann bist du von der Sachkunde befreit.

    Falls nicht, ist das allerdings auch kein großes Drama :smile: – der Hundeführerschein ist echt gut zu bestehen und man muss ihn auch nicht mit dem eigenen Hund machen, sondern kann sich dafür auch einen Hund bei Freunden, etc. 'ausleihen' (falls das mit der Hündin klappt und ihr nicht wisst, ob so eine Prüfungssituation mit ihrer Taubheit schwierig sein könnte).

    (Umso mehr muss ich dann immer schmunzeln, wenn jemand mit "Merle ist aber Qualzucht!! Muss man doch mal drüber reden!!" anfängt und dann auf Nachfrage "Welches Merle denn genau?" keinen Plan hat... :hust: )

    Naja, bedeutet dann aber das hier niemand mehr mitdiskutieren darf ohne vorher enen Nachweis zu erbringen das er in Sachen XY ein Experte ist.

    Macht den Thread dann wieder enorm nutzlos, weil man so eben nicht die Leute erreicht die halt a) gerne neues Wissen mitnehmen und b) eben möchten das sich die Qualzuchtthematik mehr in den Köpfen der Leute verbreitet damit wir den ganzen Scheiß mit den Qualzuchten hoffentlich bald mal hinter uns lassen können.

    Niemand hat gesagt, dass man erstmal ein halbes Studium der Farbgenetik hinlegen muss, bevor man sich zum Thema Merle äußern darf... ;) Aber wenn man eine bestimmte Sache als Qualzucht bezeichnen möchte, dann fände ich es schon schön, wenn man wenigstens mal 'ne halbe Stunde was dazu gelesen hätte, ja. Das ist ja jetzt kein leichtfertiges Urteil, sondern schon eine enorme Wertung, wenn ich sage, dass XY eine Qual ist.

    Vielleicht haben wir da auch unterschiedliche Vorstellungen davon, was ein 'gutes' Ergebnis so einer Diskussion wäre. Mir geht's nicht darum, zu sagen "Merle ist total doof und sollte nie mehr gezüchtet werden", genauso wie ich "Merle ist super unbedenklich, kann man fröhlich verpaaren und kaufen" irgendwie sinnig fände. Wenn alleine schon das Bewusstsein dafür steigt, dass das ein komplexes Thema ist, wo sich der Züchter richtig gut auskennen und besondere Sorgfalt walten lassen muss, wär das schon super. Da dann aber pauschal "Qualzucht!" zu schreien und das so stehen zu lassen (oder mit Brachyzephalie zu vergleichen, was in mehrerer Hinsicht... schräg ist) ist m.M.n. auch nicht zielführend.

    Welches Merle... Sagt doch auch schon so einiges aus, oder?

    Wenn man etwas bis ins hinterletzte Allel untersuchen muss um sicherzugehen das es nicht schadet, ist es dann nicht trotzdem kritisch zu betrachten?

    Natürlich kann man es kritisch betrachten. Soll man sogar. Und ich stimm dir absolut zu, dass sinnloses Reingezüchte von Merle in Moderassen kompletter Blödsinn ist. Da geht's rein um Optik und darum, was sich gut verkauft. (Und ich bezweifle auch, dass diese 'Züchter' da up-to-date mit Gentests sind... :hust:)

    Trotzdem ist der Begriff Qualzucht für vernünftige Zucht mit Merle-Hunden m.M.n. irreführend. Wenn ich einen Hundtyp ohne Nase züchten will, dann kann ich das nicht tun, ohne dass das die Nachzucht unfassbar leidet und mit Atemproblemen leben muss. Wenn ich einen Hundetyp züchten will, der massivste Faltenbildung und Hängelieder aufweist, dann kann ich das nicht tun, ohne dass die Nachzucht leidet und mit Schmerzen durch's Leben geht. Wenn ich merlefarbene Hunde züchten will, dann kann man über die Sinnhaftigkeit im Zuge von der Gewichtung von Äußerlichkeiten in der Zucht, etc. disktuieren, aber ich bekomm das problemlos hin, ohne dass auch nur ein einziger Nachkomme dadurch irgendwelche Nachteile hat.

    Wird einigermaßen klar, wie ich das meine und warum da in meinen Augen ein enormer Unterschied ist? :smile:

    Defekt ist Defekt. Nicht in Ordnung. Das ist die Bedeutung davon.

    Warum also unbedingt so dermaßen für etwas plädieren das doch eindeutig als Defekt markiert ist?

    Das zum Beispiel ist jetzt so eine sehr, sehr starke Vereinfachung, die ich schwierig finde. ;) Ja, Merle ist aus einer Veränderung/Defekts des SILV-Gens entstanden. Aber soweit ich weiß, beruhen z.B. Schlappohren bei Hunden ebenfalls auf einem Gendefekt... Da grundsätzlich zu sagen "ist ein Defekt, das sagt doch alles" greift mir viiiel zu kurz. (Es sei denn, man möchte tatsächlich nur noch wildfarbene Hunde mit Stehohren haben, dann ist der Einwand natürlich berechtigt. ;))

    Und auch auf die Gefahr hin, mich nun furchtbar unbeliebt zu machen: Mir wäre es ehrlich gesagt lieber, wenn die Menschen im Zweifel immer wieder "umsonst" wegen eines Vibrationshalsbands nachfragen, als wenn sie sich das nicht trauen und deshalb dann auch ungerührt am ERG vorbeigehen. Aber ok, ich finde ja auch diese Sprühhalsbänder schon furchtbar...

    Gegen höfliches Nachfragen sagt ja, glaub ich, auch niemand was. ;)

    Aber manche Leute ticken da regelrecht aus und fangen direkt an zu brüllen, bevor sie fragen... :fear: Bei uns im Dorf gab's z.B. mal einen riesigen Aufstand, weil jemand den örtlichen Jagdpächter regelrecht gestalkt hat – der hatte bei seinen Hunden, wenn die im Einsatz waren, GPS-Halsbänder dran, aber die Person, die da die Welle gemacht hat, war der festen Überzeugung, das sei Strom und der Jäger gehöre dafür geteert und gefedert aus dem Dorf gejagt. :ugly: (Dabei ist das einer von den wirklich, wirklich netten Jägern, der nix pauschal gegen Hundehalter hat und richtig toll mit seinen Tieren umgeht.)

    Und bevor ich mich regelmäßig beim Spaziergang als Tierquäler beschimpfen lasse, würd ich persönlich 'nem tauben Hund auch eher direkt ein nettes Halstuch oder so über das Vibrationshalsband ziehen. |)

    Gibt es irgendetwas im Harz am See?

    Die ganze Gegend um das Oberharzer Wasserregal ist ziemlich genial. Das Einzige, was einem da leider passieren kann, wenn der Sommer wieder so heiß ist und in die ganzen Seen nicht genug Wasser zu- und abfließt, sind Blaualgen. :( : Da muss man echt gut aufpassen; meistens sind Schilder an den Parkplätzen, wenn ein See betroffen ist, aber letztes Jahr war's z.B. am Prinzenteich richtig übel.